| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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| Gehirn/ Gehirnzustand | Frith | I 12 Gehirn/Gehirnforschung/Frith: Die Struktur wird durch die Messung der Energie, die das Gehirn verbraucht, untersucht. I 59 Gehirn/Bewusstsein/Frith: Hirnscanner zeigten, dass ein Objekt eine Veränderung der Hirnaktivität bewirken kann, ohne dass die Person sich dessen bewusst ist (in der Amygdala). I 61 These: "Unser Gehirn sagt uns nicht alles, was es weiß". >Unbewusstes. I 88 Gehirn/Frith: These: "Mein Gehirn kann problemlos ohne mich auskommen". I 89 Es kann Handlungen einleiten, die nicht die sind, die man selbst für angemessen hält. I 90/91 Gehirn/Frith: Das Gehirn sagt uns nicht, wenn sich unser Körper anders bewegt, als wir beabsichtigt haben (bei normalen Menschen). I 131 Gehirn/Welt/Frith: These: Das Gehirn bettet uns in die Welt ein und verbirgt die Welt gleichzeitig vor uns. I 149 Baustein/Grundbaustein/Gehirn/Neuron/Cajal/Frith: Der Grundbaustein des Gehirns ist das Neuron, die Nervenzelle mit all ihren Ausläufern. Grund: Die Ausläufer wachsen aus den Zellen heraus und nähern sich den Ausläufern anderer Zellen, vereinigen sich aber nie mit ihnen. I 242 Gehirn/Frith: Das Gehirn arbeitet wie die Wissenschaft. Es entwirft immer bessere Modelle, die getestet und verbessert werden. I 246 Ich/Selbst/Frith: These: Das "Ich" wird von meinem Gehirn geschaffen. >Ich, >Selbst, >Subjekt. I 249 Isolation/Frith: Isolation ist schlecht für Menschen und für Gehirne. I 250 Kommunikation/Frith: Hier sollte man immer zwei Gehirne gleichzeitig untersuchen. >Kommunikation. I 251 Homunculus/Frith: Es ist ein häufiger Fehler, im Innern des Gehirns noch ein kleineres Gehirn anzunehmen. >Homunculus. Teil/Teile/Gehirn/Frith: Dennoch besteht das Gehirn aus Teilen, und zwar, weil es Handlungen gibt, die wir bedauern können. >Emotion, >Handlungen. |
Frith I Chris Frith Wie unser Gehirn die Welt erschafft Heidelberg 2013 |
| Mentalesisch | Mentalesisch: Eine Sprache, von der angenommenen wird, dass sie für die Informationsverarbeitung im Gehirn gebraucht wird. Sie soll sich von der Alltagssprache unterscheiden, was eine zweifache Übersetzung nötig machen würde. Kritiker wenden ein, dass dies die Erklärungen lediglich verkompliziert bzw. dem Gehirn eine höhere Arbeitsleistung abverlangt, als nötig wäre. Bekannt geworden das Homunculus-Argument gegen die Sprache des Denkens. |
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| Natur | Maupertuis | Gould IV 114 Natur/Maupertuis: These: Die Natur hat ein gleiches Interesse Fortbestand aller Arten.(1) >Evolution, >Arten. IV 117 Embryologie: im 18. Jahrhundert: These: Im Ei steckt ein kleiner Homunculus. Es musste keine perfekte Miniatur sein, aber alle Strukturen mussten nicht nur von Anfang an Dasein, sondern auch von Anfang an miteinander verknüpft! Epigenetiker/MaupertuisVsEmbryologie: Maupertuis These: Auch die sichtbaren Zeichen einer Entwicklung müssen buchstäblich als Wahrheit respektiert werden. Gould: Der Embryo schien komplexere Teile aus ursprünglich einfacheren zu differenzieren. Also musste es sich auch in Wirklichkeit so verhalten. PräformismusVsEpigenese/VsMaupertuis: Argument: Die Mikroskope jener Zeit reichten nicht aus, um das zu erkennen. >Methode, >Theorie. MaupertuisVsPräformismus: Die Eizellen des Homunculus mussten andere, weit kleinere Homunculi enthalten, und dies über unzählige Generationen zurück. Bis zu unvorstellbarer Winzigkeit. Alle Menschen der Weltgeschichte müssten bereits in Evas Ovarien präformiert enthalten gewesen sein. IV 122 Maupertuis: These: Eine Art Gravitation müsste die richtigen Teile zur Bildung eines Fötus zusammenbringen. Bsp ein zusätzlicher Finger entspringt niemals am Bauch oder Hinterkopf, sondern verbindet sich mit den anderen fünf. IV 123 Gould: Aus heutiger Sicht war diese Grundannahme berechtigt. Komplexität kann nicht aus umgeformtem Potential entstehen. Es muss etwas im Ei und im Spermium existieren. Aber wir vertreten heute eine völlig andere Vorstellung von diesem »Etwas«. >Kräfte, >Komplexität. 1. P. L. M. de Maupertuis, Venus physique, Paris, (1745) |
Mauper I P. L. M. de Maupertuis The Earthly Venus 1966 Gould I Stephen Jay Gould Der Daumen des Panda Frankfurt 2009 Gould II Stephen Jay Gould Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991 Gould III Stephen Jay Gould Illusion Fortschritt Frankfurt 2004 Gould IV Stephen Jay Gould Das Lächeln des Flamingos Basel 1989 |