| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
|---|---|---|---|
| Bewegung | Deutsch | I 199ff Veränderung/Bewegung: Diskrete Variablen kommen in der klassischen Physik nicht vor. Wie kann man von Null nach eins gelangen? In der klassischen Physik muss man unstetig springen, das verträgt sich nicht damit, wie Kräfte und Bewegungen in der Mechanik wirken. In der Quantenphysik ist keine unstetige Veränderung nötig. Vor der Veränderung hat sie in allen Universen den Wert null. Nach der Veränderung hat sie in allen Universen den Wert 1. Während der Veränderung sinkt der Bruchteil der Universen, in der denen der Wert null ist, stetig von 100 Prozent auf 0, und umgekehrt. Auf der Ebene des Multiversums ist die Bewegung objektiv stetig - subjektiv aus der Sicht eines einzelnen Universums unstetig. I 200 Bewegung: Der Gedanke, etwas bewege sich durch ein Diagramm, indem die Zeit schon dargestellt wird, ist einfach falsch. Die Abbildung zeigt all diese Universen zu allen Zeiten. Sie bewegen sich nirgendwohin. I 253 Veränderung: Der Zeitfluss ist nur [sinnvoll] im Zusammenhang mit Ursachen und Wirkungen. Veränderung: Ein Teil der Raum-Zeit kann einen anderen so wenig verändern, wie ein Teil eines festen dreidimensionalen Objekts einen anderen Teil dieses Objekts verändern kann. ((s) Also keine Ursachen-Wirkungen). >Zeit, >Vergangenheit, >Gegenwart, >Zukunft, >Veränderung, >Prozesse, >Raumzeit, >Raumzeitpunkte. I 260 Augenblick: Es ist sinnlos zu sagen, ein Augenblick sei nach dem anderen "hingelegt" worden. Das wäre der Strom der Zeit. Wir sehen also, dass die Raumzeit selbst mit der Existenz von Ursache und Wirkung unvereinbar ist. (s.o. Bsp Puzzle). >Ursache, >Wirkung, vgl. >Vierdimensionalismus. |
Deutsch I D. Deutsch Die Physik der Welterkenntnis München 2000 |
| Ereignisse | Montague | Lewis V 246 Def Ereignis/Richard Montague/Lewis: (Montague 1969)(1): Ereignisse sind bestimmte Eigenschaften von Zeit. Lewis: Das heißt das Ereignis wird mit der Eigenschaft identifiziert, eine Zeit zu sein, wann es passiert. >Eigenschaften, >Zeit, >Zeitpunkte, >Raumzeit, >Raumzeitpunkte, >Zeitliche Identität. LewisVsMontague: 1.In der Relativitätstheorie ist nicht immer klar, was Zeit überhaupt ist. >Relativitätstheorie. 2. Bei Montague müssen wir den Ort erst finden, bei D. Lewis ist die Region schon gegeben. >Lokalisierung, >Raumzeit-Region. Ereignis/Quine: (wie Lewis): Ein Ereignis kann einfach mit der Region identifiziert werden. - Dann können in einer Region keine zwei Ereignisse stattfinden. - Wenn zwei in derselben stattfinden, ist es ein einziges. >W.V.O. Quine. Falsch: zu sagen, Bsp Das eine Ereignis sei "qua Konferenz" das andere "qua Schlacht" (wenn es dasselbe ist). >Qua-Objekte. 1. Richard Montague. On the Nature of Certain Philosophical Entities. The Monist 53 (2):159-194 (1969) |
Lewis I David K. Lewis Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989 Lewis I (a) David K. Lewis An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (b) David K. Lewis Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (c) David K. Lewis Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980 In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis II David K. Lewis "Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 Lewis IV David K. Lewis Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983 Lewis V David K. Lewis Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986 Lewis VI David K. Lewis Konventionen Berlin 1975 LewisCl Clarence Irving Lewis Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970 LewisCl I Clarence Irving Lewis Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991 |
| Existenzprädikat | Simons | Chisholm II 181 Existenz/Simons: Simons ist pro Existenzprädikat. >Existenz. --- Simons I 178 Zeit/Simons: wir nehmen Zeit als dicht und leer an - nicht auf Ereignisse relativiert. Singulärer Term: Ein singulärer Term ist auch nicht zeitlich relativiert. Identitätsprädikat: Das Identitätsprädikat ist nicht zeitlich relativiert (anders als ein Existenzprädikat). >Singuläre Termini, >Identität, >Zeit. Zeitlich relativiert: wird ausgedrückt durch "wahr-zu-t". Zeitpunkte sind selbst nicht zeitlich relativiert. >Raumzeit-Punkte. |
Simons I P. Simons Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987 Chisholm I R. Chisholm Die erste Person Frankfurt 1992 Chisholm II Roderick Chisholm In Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986 Chisholm III Roderick M. Chisholm Erkenntnistheorie Graz 2004 |
| Gesetzesartigkeit | Schurz | I 237 Naturgesetze/NG/Schurz: Naturgesetze nehmen auf keine spezifischen physikalischen Systeme Bezug sondern drücken aus, was für beliebige Systeme in allen physikalisch möglichen Universen gilt. Bsp die Newtonschen Kernaxiome (Bsp Gesamtkraft = Masse mal Beschleunigung, Bsp Kraft = Gegenkraft, Bsp Gravitationskraft ist proportional zum Produkt der Massen). Erst wenn sie Systembedingungen eingesetzt werden, die die anwesenden Kräfte explizit auflisten, erhalten wir eine konkret lösbare Differentialgleichung. Es gibt nur wenige fundamentale und man findet sie nur in der Physik. Die meisten physikalischen Gesetze sind aber: Def Systemgesetze/Schurz: involvieren konkrete kontingente Systembedingungen. Daher sind sie nicht physikalisch notwendig sondern kontingent. Bsp Fallgesetz, Bsp Pendelgesetz, Bsp Planetengesetz usw. Gesetzesartigkeit/gesetzesartig/Schurz: a) im weiten Sinn: die Gesetzesartigkeit von raumzeitlich beschränkten generellen Sätzen ist graduell. In diesem Sinn sind nicht nur die Naturgesetze sondern auch alle Systemgesetze gesetzesartig. Kontrafaktische Konditionale: wenn wir ihnen zustimmen würden, sind ein Hinweis auf Gesetzesartigkeit. Problem: der Kontrafaktischen Konditionale charakterisiert auch raumzeitlich beschränkte Gesetze Bsp „Alle Raben sind schwarz“. Kontrafaktische Konditionale/Schurz: andererseits: wir würden nicht sagen Bsp „Wäre dieser Apfel nicht in dem Korb gewesen, wäre er nicht grün“. >Kontrafaktische Konditionale, >Naturgesetze, >Gesetze. I 237 Ähnlichkeitsmetrik/Mögliche Welten/Kontrafaktisches Konditional/RescherVsLewis/Schurz: (Lewis 1973b(1)): für die Wissenschaftstheorie gibt Lewis’ logische Semantik für Kontrafaktische Konditionale wenig her, denn die inhaltliche Interpretation der Ähnlichkeitsmetrik zwischen Möglichen Welten setzt voraus, dass wir schon eine Unterscheidung zwischen Gesetzen und kontingenten Tatsachen kennen. (Stegmüller 1969(2), 320-334). I 238 Gesetzesartigkeit/gesetzesartig/Schurz: b) im engeren Sinn: = physikalische Notwendigkeit (um der Vagheit bzw. Gradualität des weiten Begriffs zu entgehen). Problem: Nicht alle raumzeitlich unbeschränkten Gesetze sind gesetzesartig im engeren Sinn. Universell aber nicht physikalisch notwendig: Bsp „Kein Klumpen Gold hat einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer“. Universalität: ist also keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung für Gesetzesartigkeit. Bsp der Allsatz „Alle Äpfel in diesem Korb sind rot“ ist nicht universell, auch dann nicht, wenn man ihn durch seine Kontraposition ersetzt: Bsp „Alle nicht-roten Gegenstände sind keine Äpfel in diesem Korb“. (Hempel 1965(3), 341). Starke Hume-These/Hume/Schurz: Universalität ist eine hinreichende Bedingung für Gesetzesartigkeit. SchurzVs: das ist falsch Schwache Hume-These/Schurz: Universalität ist eine notwendige Bedingung für Gesetzesartigkeit. >Kausalität/Hume. Stärker/schwächer/(s): Die Behauptung, dass eine Bedingung hinreichend ist, ist stärker als die, dass sie notwendig ist. BhaskarVsschwache Hume These. Lösung/Carnap/Hempel: Def Maxwell-Bedingung/Gesetzesartigkeit: Naturgesetze bzw. nomologische Prädikate dürfen keinen analytischen Bezug auf bestimmte Individuen oder Raumzeitpunkte (Raumzeit Punkte) enthalten. Das ist viel stärker als die Universalitätsbedingung. (stärker/schwächer). Bsp „Alle Smaragde sind glau“: ist zwar raumzeitlich universell, aber erfüllt nicht die Maxwell-Bedingung. >Glauheit. I 239 Naturgesetze/Armstrong: These: Naturgesetze sind Implikationsbeziehungen zwischen Universalien. Daher kein Bezug auf Individuen. >Naturgesetze/Armstrong, >Kausalität/Armstrong. Maxwell-Bedingung/Wilson/Schurz: (Wilson 1979): stelle ein physikalisches Symmetrieprinzip dar: d.h. Naturgesetze müssen invariant sein unter Translation ihrer Zeitkoordinaten und Translation bzw. Rotation ihrer Raumkoordinaten. Daraus lassen sich Erhaltungssätze gewinnen. Symmetrieprinzipien/Prinzip/Prinzipien/Schurz: physikalische Symmetrieprinzipien sind jedoch nicht a priori, sondern erfahrungsabhängig! >Symmetrien/Feynman, >Symmetrien/Kanitscheider. Maxwell-Bedingung/Schurz: ist für Gesetzesartigkeit zu schwach: Bsp „kein Klumpen Gold hat einen Durchmesser von mehr als 1 km“ auch dieser Allsatz erfüllt sie. Gesetzesartigkeit/Mill/Ramsey/Lewis/Schurz: Vorschlag: alle jene generellen Sätze, die aus jenen Theorien folgen, die die beste Vereinheitlichung der Menge aller wahren Sätze erzeugen. (Lewis 1973b(1), 73). Vs: Problem: Es bleibt unklar, warum man den Satz Bsp „Kein Klumpen Gold hat einen Durchmesser von mehr als 1 km“ nicht hinzufügen sollte. Denn auch daraus folgen viele wahre singuläre Sätze. Lösung/Schurz: Wir brauchen einen klaren Begriff von physikalischer Möglichkeit. Problem: wir haben keine durchgängige Abgrenzung von Naturgesetzen und Systemgesetzen. 1. Lewis, D. (1973b). Counterfactuals. Oxford: Basil Blackwell 2. Stegmüller, W. (1969). Probleme und Resultate der Wissenschaftstheorie und Analytischen Philosophie. Band I:Wissenschaftliche Erklärung und Begründung. Berlin: Springer. 3. Hempel, C. (1965). Aspects of Scientific Explanation and other Essays in the Philosophy of Science, New York: Free Press. |
Schu I G. Schurz Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006 |
| Individuen | Lewis | IV 40 Individuum/Lewis: Ein Individuum kann z.B. die Vereinigung meiner selbst und aller meiner Gegenstücke sein. Das ist eine mereologische Summe. Dagegen: etwas anderes: ein Querweltein-Individuum, das eine maximal gegenstück-bezogene Summe von möglichen Individuen ist, von denen ich eins bin > Weltzustand. Es ist nur verboten, dass ein Individuum vollständig in mehreren Welten ist. Daher könnte es modale continuants geben (Lewis letztlich Vs). >Gegenstücke/Lewis, >Gegenstücktheorie/Lewis, >Gegenstückrelation/Lewis, >Continuants. --- Schwarz I 60 Individuum/Lewis/Schwarz/(s): Zeitpunkte, Raumpunkte und Raumzeitpunkte sind keine Individuen. Bsp Leibniz: Es ist sinnlos, die ganze Welt einen Meter nach links verschoben zu denken. Wenn Zeit verloren sein sollte, dann müsste es andere Prozesse geben, die von dem "Sprung" nicht betroffen wären, dann gibt es eine Verschiebung von Prozessen, nicht von Zeitpunkten ((s) > Davidson: > Beispiel: "Wenn alles anders wäre..."). ((s) Sinnlos: "Dieser Raumpunkt ist ein anderer"). Sinnlos: dieser Raumzeitpunkt hätte anders sein können. Sinnvoll: Dieser Gegenstand hätte woanders sein können. |
Lewis I David K. Lewis Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989 Lewis I (a) David K. Lewis An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (b) David K. Lewis Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (c) David K. Lewis Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980 In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis II David K. Lewis "Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 Lewis IV David K. Lewis Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983 Lewis V David K. Lewis Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986 Lewis VI David K. Lewis Konventionen Berlin 1975 LewisCl Clarence Irving Lewis Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970 LewisCl I Clarence Irving Lewis Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991 Schw I W. Schwarz David Lewis Bielefeld 2005 |
| Individuenkalkül | Field | III 36 Regionen/Punkte/Field: Lösung für die Nominalisten: Individuenkalkül/Goodman: Regionen können als Summen von Punkten gesehen werden. Dann gibt es aber keine leeren Regionen. Die Region braucht dann nicht zusammenhängend oder messbar zu sein. >Nominalismus, >Relationismus, >Substantivalismus, >Raumzeit, >Raumzeitpunkte, cf. >Vierdimensionalismus, >Mathematische Entitäten. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Kalkül | Field | III 36 Regionen/Punkte/Field: Lösung für die Nominalisten: Individuenkalkül/Goodman: Die Lösung ist, Regionen als Summen von Punkten anzunehmen, dann gibt es aber keine leeren Regionen. >Leerer Raum, >Raum, >Geometrie, >Relationismus, >Substantivalismus, >Raumzeit, >Raumzeitpunkte. Die Region braucht dann nicht zusammenhängend oder messbar zu sein. >Messen. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Vierdimensionalismus | Field | III 36 Raum/Quantifikation/Vierdimensionalismus/Zeitscheiben/Field: Wir können über Punkte oder Regionen quantifizieren, ohne Verpflichtung auf absolute Ruhe. Lösung: Wir betrachten eine Aussage über den Raum als eine Abkürzung für eine Aussage über jede Zeitscheibe. Zeitscheibe/Field: Die Zeitscheibe wird durch die Relation der Gleichzeitigkeit generiert. Bsp der Satz, dass der Raum euklidisch ist, ist ein Satz darüber, dass jede Zeitscheibe der Raum-Zeit euklidisch ist. Pointe: Dann sind die Objekte im Bereich der Quantoren wirklich Raumzeit-Punkte und nicht mehr bloße Raum-Punkte. >Reichweite, >Domänen, >Raumzeit, >Raumzeitpunkte, >Quantoren, >Quantifikation, >Ontologie, >Mathematische Entitäten. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Zeit | Deutsch | I 243 ff Es gibt keinen Strom der Zeit, aber die Vorstellung davon ist doch höchst vernünftig Selbst subjektiv bewegt sich "jetzt" nicht durch die Zeit. Bewegung: nichts kann sich von einem Augenblick zum anderen bewegen. Wenn etwas in einem bestimmten Augenblick existiert, dann existiert ist immer. - Augenblick: die Schnappschüsse des Beobachters sind nicht nacheinander in der Gegenwart. Sie sind sich nicht nacheinander ihrer Gegenwart bewusst. Sie sind alle bewusst, und subjektiv sind sie alle in der Gegenwart. Objektiv gibt es keine Gegenwart. Wir nehmen die Zeit auch nicht als fließend oder vergänglich war. ...dass sich das Universum im Lauf der Zeit ändert. Aber es bewegt sich nicht durch die Zeit. I 250 Es gibt nichts, dass sich bewegen, anhalten oder fließen könnte. Da es keine Zeit außerhalb von ihr gibt, ist es nicht stimmig, sich vorzustellen, man könne sie verändern, oder es gebe sie in mehreren Fassungen. Augenblick: Ein bestimmter Augenblick verändert sich nicht. Daher kann er auch nicht Gegenwart werden, oder aufhören, Gegenwart zu sein, dies wären ja Veränderungen. Strom der Zeit: wenn wir sagen, wann etwas passiert ist, brauchen wir genauso wenig einen "Zeitfluss" wie wir einen "Raumfluss" brauchen, wenn wir sagen wo etwas geschah. >Vergangenheit, >Gegenwart, >Zukunft, >Veränderung, >Prozesse, >Raumzeit, >Raumzeitpunkte. I 265 Im Multiversum/Quantenmechanik: haben Schnappschüsse keine "Zeitstempel". Andere Zeiten sind lediglich Spezialfälle anderer Universen. "Andere Augenblicke in unserem Universum" unterscheiden sich von "anderen Universen" nur aus unserem Blickwinkel. >Quantenmechanik. I 265 Zukunft: Relativ zu einem Beobachter ist die Zukunft in der Tat offen und die Vergangenheit festgelegt. I 279 Führt eine Beschleunigung in die Vergangenheit, wenn eine Verlangsamung in die Zukunft führen würde? Nein. Die Außenwelt würde sich nur scheinbar verlangsamen. Selbst wenn das Gehirn unendlich schnell arbeitete, erschiene die Außenwelt in einem bestimmten Augenblick eingefroren. I 284 Zeitmaschine: Eine Zeitmaschine wäre ein Ort und nicht ein Fahrzeug. >Zeitreisen. I 299 Die Veränderung der Vergangenheit unterscheidet sich hier aber nicht von einer Veränderung der Zukunft, wie wir sie immerzu vornehmen. Gribbin III 236 Zeit/Deutsch/Gribbin: Wenn die Zeit "flösse", bräuchten wir eine zweite Art von Zeit, die misst, wie das "jetzt" von einem Augenblick zum nächsten übergeht - und eine dritte, um diese Zeit zu messen usw. III 236 Zeit/Deutsch: Es gibt keinen Unterschied zwischen Schnappschüssen aus verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Welten - Vergangenheit und Zukunft wären Spezialfälle von Everetts Welten. >Viele-Welten-Deutung/Everett. |
Deutsch I D. Deutsch Die Physik der Welterkenntnis München 2000 Gribbin I John Gribbin Schrödingers Kätzchen und die Suche nach der Wirklichkeit Frankfurt/M. 1998 Gribbin II John Gribbin Auf der Suche nach Schrödingers Katze. Quantenphysik und WIrklichkeit München 1987 |
| Zeit | Simons | I 90f Intervall/Zeit/Zeitintervall/Mereologie/van Benthem/Needham/Simons: Intervall ist ein Zeitbegriff und Begriff von zeitlichen Intervallen. Needham: Ein Intervall ist zeitliches Zwischensein. Benthem: Der Begriff "Intervall" gehört zur Zeitordnung. >Zeit, >Teile, >Temporale Identität. I 117 Objekt/Ding/Gegenstand/Alltagssprache/Zeit/Existenz/Veränderung/Terminologie/Simons: Wir sagen, ein gewöhnliches materielles Objekt dauert in der Zeit (Engl. enduring in time), aber es ist nicht in der Zeit ausgedehnt (entwickelt, erstreckt, Engl. extended in time). Vgl. >Endurantismus, >Perdurantismus. Die Teilnehmer am Rennen (continuants) haben keine zeitlichen Teile. Das Rennen hat zeitliche Teile. I 178 Zeit/Simons: Zeit nehmen wir als dicht und leer an. Zeit ist nicht auf Ereignisse relativiert. >Ereignisse. Singulärer Term: Ein singulärer Term ist auch nicht zeitlich relativiert. Identitätsprädikat: Ein Identitätsprädikat ist nicht zeitlich relativiert (anders als ein Existenzprädikat). >Singuläre Termini. Zeitlich relativiert wird wie folgt ausgedrückt: "wahr-zu-t". Zeitpunkte selbst sind nicht zeitlich relativiert. >Raumzeit-Punkte. |
Simons I P. Simons Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987 |