Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff

zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
Eintrag
Literatur
Literatur
Identitätspolitik Holmes Krastev I 56
Identitätspolitik/postkommunistische Ära/Krastev/Holmes: Zu diesem beruhigenden deutschen Traum können wir hinzufügen, dass der Imitationsimperativ, wie er in Mittel- und Osteuropa erlebt oder vorgestellt wurde, stillschweigend implizierte, dass Deutschland das wirkliche Modell war, das zur Bewunderung der Nachahmung hochgehalten wurde.
Krastev I 57
Ein überhitzter Partikularismus ist eine natürliche Reaktion auf ein Überbewerten der Unschuld des Universalismus. Eine Folge davon ist, dass Populisten überall den Universalismus gerne als Partikularismus der Reichen verunglimpfen. Der anfängliche Eifer der ehemals gefangenen Nationen, sich 1989 dem liberalen Westen anzuschließen, rührte mindestens ebenso sehr von nationalistischen Ressentiments gegen die vierzigjährige Hegemonie Moskaus her wie von einem tief verwurzelten Bekenntnis zu liberalen Werten und Institutionen. Im intellektuellen Klima der 1990er Jahre jedoch wurde die moralische Unannehmbarkeit des ethnischen Nationalismus mit dem Ideal einer angestrebten "Normalität" verwoben. Ethno-Nationalismus wurde auch mit den blutigen Jugoslawienkriegen in Verbindung gebracht. Darüber hinaus wurden postnationale Gesprächsthemen von der Europäischen Union eifrig nach Osten exportiert. Diese Faktoren sprachen gegen eine völlige Offenheit in Bezug auf die Rolle des Nationalgefühls bei der Eile der ehemals kommunistischen Nationen, sich dem Westen anzuschließen. Vgl. >Imitation/Krastev.

LawHolm I
Oliver Wendell Holmes Jr.
The Common Law Mineola, NY 1991

Krastev I
Ivan Krastev
Stephen Holmes
The Light that Failed: A Reckoning London 2019
Identitätspolitik Klein Brocker I 933
Identitätspolitik/Naomi klein: KleinVsIdentitätspolitik: Die Identitätspolitik hat der kapitalistischen Verwertung »großartige Markeninhalte und hervorragende Marketingstrategien« geliefert: »Wenn es Vielfalt war, was wir wollten, schienen die Marken zu sagen, dann würden wir auch Vielfalt bekommen«(1). Aus »freiwillige[r] Blindheit« habe die Frauen- und Bürgerrechtsbewegung durch Identitäts- und Repräsentationspolitik auf ihre »radikalökonomischen Fundamente« verzichtet: »Wir waren so sehr damit beschäftigt, die Projektionen auf der Wand zu analysieren, dass wir nicht merkten, wie die Wand selbst verkauft wurde«.(2) >Bürgerrechte, >Gesellschaft, >Märkte, >Ware, >Zivilgesellschaft, >Feminismus, >Politische Repräsentation.

1. Naomi Klein, No Logo: Taking Aim at the Brand Bullies, Toronto 2000. (Tenth Anniversary Edition with a New Introduction by the Author, New York 32010.) Dt.: Naomi Klein, No Logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht – Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern, Frankfurt/M. 2015 (zuerst 2001) S. 123
2. Ebenda S. 136
Christine Bauhardt, „Naomi Klein, No Logo! (2000)“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Identitätspolitik Krastev Krastev I 56
Identitätspolitik/postkommunistische Ära/Krastev: Zu diesem beruhigenden deutschen Traum können wir hinzufügen, dass der Imitationsimperativ, wie er in Mittel- und Osteuropa erlebt oder vorgestellt wurde, stillschweigend implizierte, dass Deutschland das wirkliche Modell war, das zur Bewunderung der Nachahmung hochgehalten wurde.
Krastev I 57
Ein überhitzter Partikularismus ist eine natürliche Reaktion auf ein Überbewerten der Unschuld des Universalismus. Eine Folge davon ist, dass Populisten überall den Universalismus gerne als Partikularismus der Reichen verunglimpfen. Der anfängliche Eifer der ehemals gefangenen Nationen, sich 1989 dem liberalen Westen anzuschließen, rührte mindestens ebenso sehr von nationalistischen Ressentiments gegen die vierzigjährige Hegemonie Moskaus her wie von einem tief verwurzelten Bekenntnis zu liberalen Werten und Institutionen. Im intellektuellen Klima der 1990er Jahre jedoch wurde die moralische Unannehmbarkeit des ethnischen Nationalismus mit dem Ideal einer angestrebten "Normalität" verwoben. Ethno-Nationalismus wurde auch mit den blutigen Jugoslawienkriegen in Verbindung gebracht. Darüber hinaus wurden postnationale Gesprächsthemen von der Europäischen Union eifrig nach Osten exportiert. Diese Faktoren sprachen gegen eine völlige Offenheit in Bezug auf die Rolle des Nationalgefühls bei der Eile der ehemals kommunistischen Nationen, sich dem Westen anzuschließen. Vgl. >Imitation/Krastev.

Krastev I
Ivan Krastev
Stephen Holmes
The Light that Failed: A Reckoning London 2019