| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Bedeutung | Field | II 161 Def Quasi-Übersetzung/Def Quasi-Bedeutung/FieldVsChurch/FieldVsSchiffer/Field: Die Quasi-Übersetzung ist, was die meisten unter Bedeutung verstehen - damit ist nicht die wörtliche Übersetzung, sondern die Wiedergabe gemeint, so wie der Interpret den Gebrauch der entsprechenden Wörter in seiner eigenen Sprache zu dem Zeitpunkt in seiner aktualen Welt versteht. >Wirkliche Welt, >Aktualität, >Mögliche Welten. Vergleich: Der Vergleich wird gerade in der Quasi-Übersetzung gewahrt, nicht in einer wörtlichen. >Vergleichbarkeit, >Übersetzung. Sententialismus/Sententionalismus/Field: Wenn wir sagen: jemand sagt, dass Schnee weiß ist, drücken wir eine Relation zwischen der Person und dem Satz aus. 1. Quasi-Übersetzung und Quasi-Bedeutung statt wörtlicher Bedeutung. 2. "La neige est blanche" quasi-bedeutet dasselbe wie #Schnee ist weiß#. (#) was zwischen # steht, soll seinerseits weiter(quasi-) übersetzt werden. In der Quasi-Übersetzung wird die Quasi-Bedeutung erhalten. II 167 Intentionale Bedeutung/Field: Intentionale Bedeutung ist völlig leer. Bsp Angenommen, wir wollten eine Theorie intentionaler Bedeutung, dann brauchten wir auch eine ihrer Kombinationen und zusätzlich noch eine Theorie der entsprechenden Wahrheitsbedingungen. >Sprecherintention, >Intentionsbasierte Semantik, >Wahrheitsbedingungen. Problem: Wenn wir hier eine Theorie aufstellen, ist es nicht mehr völlig trivial, dass die intentionale Bedeutung von "Platon" eben Platon ist. Dann brauchen wir eine Extra-Erklärung. Das würde nichts lösen, sondern nur Probleme bringen. >Meinen. Stattdessen: Kompositionale Theorie der Ausdrücke (nicht der Bedeutungen). >Kompositionalität, >Ausdrücke. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Grice | Schiffer | Avr I 114 Grice/Schiffer: (= intentionsgestützter Ansatz) ist verpflichtet, logische Abhängigkeit von Bedeutung zu leugnen. - Statt dessen: Abhängigkeit von einer (kausalen) Tatsache (die nicht-semantisch spezifizierbar ist). >Intentionsbasierte Semantik, >Tatsachen, >Situationen, vgl. >Situations-Semantik. Schiffer I 13 Grice/Schiffer: Problem: die Bedeutung darf nicht den Inhalt bestimmen. - Weil semantisches Vokabular vermieden werden muss - daher VsRelationstheorie. - Die Glaubensobjekte müssten sprachunabhängig sein. >Relations-Theorie, >Glaubensobjekte. I 241 Intentions-basierte Semantik/IBS/Grice/Schiffer: kommt ohne Relationstheorie und ohne kompositionale Semantik aus. - Es geht um nicht-semantisch beschreibbare Tatsachen des Gebrauchs. SchifferVsGrice: Grice hat nicht genug zu sagen über die semantischen Eigenschaften sprachlicher Einheiten. I 242 Grice/Schiffer: (Grice, Meaning, 1957)(1): versucht, semantische Begriffe der öffentlichen Sprache in Begriffen von propositionalen Einstellungen (Glauben, Wünschen, Wollen) zu definieren. Damit wird nichts über Bedeutung selbst vorausgesetzt. I 242 Def Sprecher-Bedeutung/Grice: (1957)(1) Ist nichtzirkulär definierbar als eine Art Verhalten mit der Intention einen Glauben oder eine Handlung in jemand anderem auszulösen. Def Ausdrucks-Bedeutung/Grice: (1957)(1) d.h. die semantischen Merkmale von Ausdrücken der natürlichen Sprache. - Das ist nichtzirkulär definierbar als bestimmte Arten von Korrelationen zwischen Zeichen und Typen von Ausübung von Sprecher-Bedeutung. Äußerung/erweitert: jedes Verhalten, das irgendwas bedeutet. >Sprecherintention, >Sprecherbedeutung. Schiffer: damit werden Fragen nach Bedeutung reduziert auf Fragen nach propositionalen Einstellungen. I 243 Eine Zeichenkette muss dazu ein bestimmtes Merkmal haben, damit die Intention erkannt wird. >Intention. I 245 Grice/Schiffer: Problem: Fälschen von Beweisen ist keine Meinen. Problem: gemeinsames Wissen ist notwendig, doch immer durch Gegenbeispiele zu widerlegen. >Sprachgemeinschaft. Lösung: gemeinsames Wissen durch kontrafaktische Konditionale definieren. >Kontrafaktisches Konditional. Problem: Keine zwei Leute haben gemeinsames Wissen. SchifferVsGrice: Niemand hat eine Menge hinreichender Bedingungen für Sprecher-Bedeutung aufgestellt. Problem: Eine Person kann die Bedingungen von (S) erfüllen wenn er bloß meint, dass A es herbeiführen soll, dass A glaubt, dass p ((S) = Lügen). SchifferVsGrice: das ist hyperintellektuell, es setzt zu viel Absichten und Erwartungen voraus, die nie geteilt werden. - Der normale Sprecher weiß zu wenig, um nach Grice die Ausdrucks-Bedeutung zu verstehen. >Äußerungsbedeutung. I 247 Bsp Ich hoffe, dass Sie mir glauben, aber nicht auf der Basis meiner Intention - ((s) sondern aufgrund des Inhalts, bzw. der Wahrheit). Eine notwendige Bedingung etwas zu erzählen ist keine notwendig Bedingung, es auch zu meinen. 1. H. Paul Grice (1957). Meaning. Philosophical Review 66 (3):377-388 |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Semantik | Cresswell | I 24f Semantik/Logik/Cresswell: Für die natürliche Sprache muss die Gültigkeit in natürlicher Sprache ((s) nicht in formaler Sprache) erklärt werden. >Alltagssprache. Dann müssen wir hier einen anderen Begriff von Gültigkeit annehmen. >Gültigkeit. CresswellVsStarke These, dass Semantik auf formaler Logik gegründet sei. >Logik. II 159 Intentions-basierte Semantik/Schiffer/Cresswell: (Schiffer 1982(1), 120) Cresswell: Eine solche Semantik scheint zu behaupten, dass Inhalte nur mit Hilfe von Objekten definiert werden könnten. >Intentionsbasierte Semantik, >Paul Grice. Aber man kann sie auch neutraler sehen: als Theorie darüber wie Psychologie mit Semantik verbunden ist. (McGinn 1982(2), 243f) Hughes I 69 Semantik/semantische Modelle/Hughes/Cresswell: (Bsp T, S4, S5) semantische Modelle charakterisieren allein noch nicht die verschiedenen Bedeutungen von Notwendigkeit und Möglichkeit. - > semantische Diagramme/Hughes/Cresswell: hier betrachten wir verschiedene mögliche Welten. 1. Schiffer, St. 1982. Intention-based Semantics, Notre Dame Journal of Formal Logic, 23, 119-156. 2. McGinn, C. 1982. The Charactor of Mind. Oxford: Oxford University Press. |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 Hughes I G.E. Hughes Maxwell J. Cresswell Einführung in die Modallogik Berlin New York 1978 |
| Volkspsychologie | Burge | Schiffer I 37 BurgeVsVolkspsychologie/Intentionsbasierte Semantik//IBS/BurgeVsIBS/BurgeVsGrice/Schiffer: Burges Gegenbeispiele sind interessanter. Sie unterscheiden sich von Zwillingserden-Beispielen in zwei Punkten: (i) sie bringen auf den ersten Blick auch einen starken Einwand VsIBS, indem sie zu zeigen scheinen, daß der Glaubensinhalt manchmal eine Funktion der Wortbedeutung in der Sprachgemeinschaft ist. I 38 ( ii) Def „umgebungsabhängig“/Rolle/Terminologie/Burge/Schiffer/: sagen wir: eine funktionale Rolle ist umgebungsabhängig, wenn wir nicht wissen können, ob ein System in einem Zustand ist, der die Rolle F hat, ohne zu wissen, wie die Umgebung aussieht. umgebungsabhängig: Bsp „jedes Token von x wird in y verursacht, wenn er eine Katze sieht“: das ist umgebungsabhängig.((s) >Putnam: „Katze-Einzelzeichen-Auslöser“). CSF: common sense functionalism, Common-sense-Funktionalismus ZwillingserdeVsCSF/Schiffer: die Argumente dort funktionieren, weil sie umgebungsunabhängig sind. Das mag eine Hoffnung für einen wissenschaftlichen Funktionalismus aufkeimen lassen, für eine Theorie mit T-korrelierten funktionalen Rollen, die umgebungsabhängig sind. >Zwillingserde. BurgeVsFunktionalismus: (Burge 1979(3), klassisch gewordenes Beispiel, auch Burge 1982a(1), 1982b(2)): Bsp Alfreds Gebrauch von „Arthritis“ umfasst mehr als der korrekte Gebrauch, der auf Entzündungen der Gelenke beschränkt ist. Er denkt, sie wäre ähnlich wie Rheuma und sagt „Ich habe Arthritis im Oberschenkel“. Burge: Alfred hat einen falschen Glauben. Schiffer dito. w: Welt in der Alfred den Glauben hat, dass er Arthritis im Oberschenkel hat. In w hat Alfred den Glauben, dass er Arthritis im Oberschenkel hat w’ ist eine mögliche Welt, die sich von der anderen nur darin unterschiedet, dass Alfreds Gebrauch von „Arthritis“ dort korrekt ist. Er wird von der Sprachgemeinschaft akzeptiert. ((s) Also glaubt die Sprachgemeinschaft fälschlich, dass man Arthritis im Oberschenkel haben kann. Die Gemeinschaft irrt als ganzes (außer den Ärzten)). Dann ist Alfred Glaube dort auch wahr. Pointe/Burge: In w’ hat Alfred nicht den Glauben, dass er Arthritis im Oberschenkel hat. Denn dieser Glaube ist falsch (weil Arthritis nur eine Entzündung der Gelenke ist. Der Glaube den er hat, ist aber seinerseits wahr!) ((s) Er hat den Glauben, dass er eine Krankheit hat, von der allgemein angenommen wird, dass er sie im Oberschenkel haben kann. Sein Wort „Arthritis“ hat dann einen anderen Inhalt als in w). BurgeVsCSF: in w’ ist Alfred in genau denselben T*-korrelierten Zuständen wir in w. Daher, würde er, wenn CSF korrekt wäre, in beiden denselben Glauben ausdrücken. Das tut er aber nicht. Daher muss CSF falsch sein. ((s) Alfred behauptet in w’ nicht, das zu glauben (und glaubt es auch nicht. Frage: aber dann gibt es doch zwei Unterschiede zwischen w und w’?). 1. Tyler Burge: 1982a. “Two Thought Experiments Reviewed.” In: Notre Dame Journal of Formal Logic 23.2 : 284–293. 2. Tyler Burge: 1982b. "Other Bodies" In: Andrew Woodfield (Hg.): Thought and Object. New York: Oxford. 3. Tyler Burge: 1979. Individualism and the Mental. Midwest Studies in Philosophy 4: 73–121. |
Burge I T. Burge Origins of Objectivity Oxford 2010 Burge II Tyler Burge "Two Kinds of Consciousness" In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Wahrheitskonditionale Semantik | Cresswell | I 27 Wahrheitskonditionale Semantik/Bedeutung/Versprechen/Wahrheitswert/ Wahrheitsbedingung/Handlung/Cresswell: Die wahrheits-konditionale Semantik urteilt nicht darüber, warum man die Wahrheit sagen sollte. (11) Ich verspreche Dir, Dir fünf Dollar zu zahlen Die Frage der Wahrheit/Falschheit hat hier nichts mit dem Zweck der Äußerung zu tun. - Wir können aber zeigen, dass die semantische Analyse der Wortbedeutungen es nötig macht, dass (11) einen bestimmten Wahrheitswert hat. >Wahrheitsfähigkeit, >Wahrheitswert, >Deontologie, vgl. >Präskriptivismus. I 28 Der Satz ist wahr, wenn der Sprecher das verspricht. I 29 Sprache wird hier zu einem regel-geleiteten Mittel, dem Hörer eine Repräsentation derselben Menge von möglichen Welten zu vermitteln, wie sie beim Sprecher gegeben ist. Damit steht der Begriff der möglichen Welt im Zentrum der Semantik und ist sogar noch grundlegender als der Begriff der Wahrheit. II 145 Wahrheitskonditionale Semantik/Cresswell: Die Satzbedeutung kennen: wissen, was der Fall sein müsste, damit der Satz wahr ist. >Verstehen. Nicht-wahrheitskonditionale Semantiken: Bsp Semantik der begrifflichen Rolle/Harman. >Begriffliche Rolle. Bsp Intentionsbasierte Semantik/Schiffer. - Bsp Sprechakttheorie. KatzVsWahrheitskonditionale Semantik: alle äquivalenten Sätze haben dann dieselbe Bedeutung. >Äquivalenz. |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Ausdrucks-Bedeutung | Schiffer, St. | I XVIII Ausdrucks-Bedeutung/SchifferVsIBS/intentionsbasierte Semantik: setzt nicht nur Kompositionalität und Relationstheorie voraus, sondern setzt auch voraus, daß Verstehen/IBS: These ist ein inferentieller Prozeß (Schlußfolgerungen) SchifferVs: das ist dubios. Das braucht wiederum propositionales Wissen, das man klarerweise nicht hat! |
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