| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Kompositionalität | Schiffer | I XVIII SchifferVsKompositionalität: müssen wir ablehnen, weil wir auch die Relationstheorie (ohne die wir die Kompositionalität nicht haben können) ablehnen müssen. >Frege-Prinzip, >Relationstheorie/Schiffer. Verstehen/Schiffer: Verstehen muss anders erklärt werden: Lösung: begriffliche Rolle in neuronaler lingua mentis ohne Kompositionalität. >Begriffliche Rolle, >lingua mentis, >Language of thought. I 183 SchifferVsKompositionalität: Verben für propositionale Einstellungen lassen sich kaum in einer kompositionalen Semantik fassen. - Außerdem Bsp "ist ein Bild von", "wahr", "groß", "Spielzeug" (Soldat) - Adverbien, evaluative Ausdrücke wie "sollte", "gut", Pronomen und Demonstrativa, "jeder", "alle". Auch kontrafaktische Konditionale und modale Ausdrücke sind ein Problem für eine kompositionale Semantik. >Kontrafaktische Konditionale, >Adverbien, >Adjektive. I 183 Kompositionale wahrheitstheoretische Semantik/Schiffer: schreibt Sätzen Wahrheitsbedingungen zu. >Wahrheitsbedingungen. I 184 Kompositionalität/SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: natürliche Sprachen brauchen für das Verstehen gar keine kompositionale Semantik. >Verstehen. Bei neuen Sätzen sind wir gar nicht mit neuen Wörtern konfrontiert und sogar nur mit bekannten Konstruktionen. Pro Frege: Eine Bedeutungstheorie muss kompositionale Mechanismen feststellen, aber daraus folgt nicht, dass die Bedeutungstheorie wahrheitstheoretisch (die Wahrheitsbedingungen feststellen) sein muss. >Bedeutungstheorie, >Wahrheits-konditionale Semantik. I 208 SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: Bsp "Und": die alltagssprachliche Bedeutung wird nicht durch die Wahrheitswert-Tabelle erfasst. >Wahrheitstafel. Eine kompositionale Semantik würde erfordern, dass es ein nicht-logisches Axiom für jeden nicht-logischen Ausdruck gibt. - Das ist nicht möglich. - Sätze von E, Harveys gesprochener Sprache erhalten ihren repräsentationalen Charakter über die Verbindung mit mentalen Repräsentationen. >Mentale Repräsentation. Daher braucht Mentalesisch keine kompositionale Semantik. >Mentalesisch, >Gedankensprache. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Psychologie | Churchland | Lanz I 302 Alltagspsychologie/Churchland: (pro Alltagspsychologie/Sellars - ChurchlandVsDennett): Wir knüpfen an Sellars an: Alltagspsychologie hat den Status einer nützlichen empirischen Theorie. Man muss prüfen ob a) die alltagspsychologischen Prädikate tatsächlich natürliche Arten bezeichnen b) ob die lingua mentis-Theorie des sich eng an die Alltags Psychologie anschließenden Funktionalismus plausibel ist. Die Churchlands verneinen a) und b). >Sprache des Geistes, >Mentalesisch, >Volkspsychologie. Stattdessen Patricia S. Churchland: "Neurophilosophie": ad a): Es ist bemerkenswert, dass wir aufgrund von Alltagspsychologie nicht die leiseste Ahnung davon haben, was den uns vertrauten psychologischen Phänomenen zugrunde liegt. I 303 ad b): VsMentalesisch, VsLingua Mentis-Theorie: aus der Sicht der Evolution ist Sprache ein Spätankömmling. Es gab intelligente Lebewesen, bevor Sprache in die Welt kam und es gibt intelligente Lebewesen, die nicht sprachbegabt sind. So muss man aufgrund der evolutionären Kontinuität zwischen Menschen und ihren Vorfahren auch bei Menschen eine große Anzahl nicht sprachanaloger kognitiver Prozesse annehmen. >Sprache/Deacon, >Denken ohne Sprache. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 Lanz I Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie In Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993 |
| Verlässlichkeitstheorie | Schiffer | I 83 Verlässlichkeit/SchifferVsVerlässlichkeit: (Verlässlichkeit als Schlüssel zur Repräsentation, Bsp Benzinuhr: Es sind falsche Wahrheitsbedingungs-Funktionen möglich: E-Funktionen, die nicht Situationen zuschreiben, sondern falsche Wörter: Bsp Schnee ist weiß/Kohle ist weiß - (für Mentalesisch). - Auch unter "optimalen Bedingungen". >Benzinuhr-Beispiel, >Repräsentation, >Mentalesisch. Dann ist ungewiss, ob Verlässlichkeit auf falschem Weg zustande gekommen ist. I 83ff Arthritis/Verlässlichkeit/Mentalesisch/Relationstheorie/SchifferVsFodor: ...+... - Alfred denkt in seinem Idiolekt. >"Arthritis"/"shmarthritis" >Relationstheorie. Nehmen wir die zweite Funktion g an, die Arthritis eine Bedingung zuweist, die wir mit shmarthritis (rheuma-artig) verbinden. Dann folgt: Man kann nicht feststellen, ob Alfred verlässlicher nach f (Zuschreibung von Wahrheitsbedingungen) oder nach g (Zuschreibung falscher Wörter) ist. Bedingung (c): Eine M- Funktion f ist die Wahrheitsbedingungs-Funktion für x’ lingua mentis M gdw. (ein bevorzugtes Gleichgewicht von) der Kopf-Welt- und der W-K-Verlässlichkeit von x (in M denkend) mit Bezug auf f größer ist als mit Bezug auf irgendeine andere M-Funktion. Das ist weder hinreichend noch notwendig. - Wir wissen nicht, nach welcher Zuschreibungsfunktion der Sprecher vorgeht. - Wie bei > Quaddition. I 87 Quaddition/Verlässlichkeit/Relationstheorie/Glauben/Schiffer: Wenn Ralph nichts von Mathematik versteht: Es gibt gar keinen Unterschied zwischen zwei Zuschreibungsfunktionen a) richtige Addition, b) Quaddition). Weil sie für überschaubare Zahlen dieselben Werte liefern und für unfassbar große Zahlen nicht unterscheidbar sind, weil unfassbar. I 104 SchifferVsVerlässlichkeitstheorie: die funktionale Relation, die von der Verlässlichkeitstheorie mit "wahr von" korreliert wird, hat als eine ihrer Realisierungen. Lösung: Es muss eine "ausgezeichnete Rolle" geben. I 104 Verlässlichkeitstheorie/Schiffer: Lösung: Angemessenheit durch Disquotationsschema. Die Wahrscheinlichkeit, dass die M-Funktion f* besteht ist hoch, gegeben, dass x s glaubt, und f*(s) z.B. über den Aktienmarkt ist. - ((s) D.h. wir nehmen an, dass die Leute meist etwas wahres glauben und wissen, wovon sie reden). I 105 Field: Wenn wir eine funktionale Theorie für Mentalesisch wollen, dann ist eine Verlässlichkeitstheorie unverzichtbar. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |