Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
Eintrag
Literatur
Literatur
Form Dennett I 268f
Form/Sinn/Dennett: In der Welt der Makromoleküle ist Form gleich Bestimmung. ((s) Vgl. >Funktionale Analyse. >Funktionale Erklärung.)

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Funktion Minsky I 123
Funktion/Struktur/Beschreibung/Kontext/Uniframes/Minsky: [ein Stuhl} kann auf verschiedene Weise beschrieben werden: a) Ein Stuhl ist ein Ding mit Beinen und einer Rückenlehne und einem Sitz.
b) Ein Stuhl ist etwas, auf dem man sitzen kann.
Um die richtige Bedeutung zu erfassen, brauchen wir Verbindungen zwischen Teilen der Stuhlstruktur und den Anforderungen des menschlichen Körpers, denen diese Teile dienen sollen.
>Funktionale Erklärung, >Funktionale Analyse, >Analyse, >Erklärung, >Funktion, >Beschreibung.
Lösung/Minsky:
I 121
Def Uniframe/Terminologie/Minsky: Eine Beschreibung, die so konstruiert ist, dass sie auf mehrere verschiedene Dinge gleichzeitig anwendbar ist. ((s) Z.B. können Bauteile auf unterschiedliche Weise angeordnet werden und so Werkzeuge für verschiedene Funktionen schaffen).
I 123
Minsky: Uniframes, die solche Strukturen beinhalten, können mächtig sein. Ein solches Wissen über die Beziehungen zwischen Struktur, Komfort und Körperhaltung könnte zum Beispiel genutzt werden, um zu verstehen, wann eine Kiste als Stuhl dienen kann... >Frames, >Frame-Theorien, >Terminologie/Minsky.

Minsky I
Marvin Minsky
The Society of Mind New York 1985

Minsky II
Marvin Minsky
Semantic Information Processing Cambridge, MA 2003
Holismus Fodor IV 41/42
Holismus/Wissenschaft/Quine/Fodor/Lepore: Wenn die Netzwerk-Metapher richtig ist, dann gibt es nichts transtheoretisches. Vs: Das wird aber für den öffentlichen Charakter der Beobachtung gebraucht.
IV 49
Begriffsholismus/Fodor/Lepore: Annahmen über notwendige Beziehungen zwischen Begriffen haben keine psychologischen Konsequenzen. Bsp Katze/Tier verlangt gar nichts für den tatsächlichen Gebrauch oder Lernen (VsBegriffsholismus). >Semantischer Holismus.
IV 127f
Holismus/Fodor/Lepore: Die funktionale Analyse des Glaubens kann ihn holistisch machen, aber das impliziert keinen Bedeutungsholismus, weil Glauben kein Grundbegriff ist, sondern Repräsentation. These: Glaubensholismus ist gesichert, Bedeutungsholismus nicht!
IV 129/130
Holismus/Fodor/Lepore: Intentionalität führt nicht zum Holismus (propositionale Einstellungen sind nicht holistisch qua Intentionalität, ihre semantische Eigenschaften hängen von Dingen ab, die nur Gott kennt). Funktionalismus: führt zum Holismus. >Intentionalität.
Fodor/LeporeVs: Nein, weil es keine analytisch-synthetisch-Unterscheidung gibt.
>Analytizität/Synthetizität.
IV 179
Inferentielle Rolle/Fodor/Lepore: Ursprünglich bestand ihre Attraktivität darin, als kausale Rolle eine Basis für die Lösung von Brentanos Problem der Irreduzibilität auf Neurophysiologisches zu liefern. (> Computation).
IV 180
Fodor/Lepore: Entweder man vertritt die Semantik der begrifflichen Rolle oder man ist Holist. >Semantik der Begrifflichen Rolle.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Propensitäten Bigelow I 333
Funktionale Erklärung/vorwärtsblickende Theorie/Funktion/Bigelow/Pargetter: 1. ätiologische Theorie/Bigelow/Pargetter:
I 334
Bsp Angenommen, ein Muster hat normalerweise eine bestimmte Wirkung und ist durch natürliche Selektion entstanden. Dann sagt die ätiologische Theorie, dass dies jetzt eine Funktion dieses Musters ist. >Funktion, >Ursache, >Wirkung, >Kausalität, >Kausalerklärung, >Funktionale Erklärung, >Funktionale Analyse, >Selektion.
Dazu muss es in der Vergangenheit eine relevante Wirkung in einer hinreichenden Anzahl von Fällen gegeben haben.
>Relevanz.
Pointe: Die entsprechenden Situationen sind keine, die zufällig ausgesucht wurden, sondern solche, in denen der Effekt angemessen war. In diesen Situationen trägt er zum Überleben bei.
Propensität/Überleben/Bigelow/Pargetter: Obwohl die Wahrscheinlichkeits--Gesetze zulassen, dass es eine lange Reihe von Zufällen gibt, ist das sehr unwahrscheinlich. Normalerweise wird es eine Propensität hin zum Überleben des Individuums geben.
Funktion/Bigelow/Pargetter: Wenn es nur eine Reihe von Zufällen gibt, sprechen wir sicher nicht von Funktion.
>Zufall.
I 335
Ätiologische Theorie/Bigelow/Pargetter: Die ätiologische Theorie interpretieren wir so, dass sie die Funktion für die ganze Zeit zuschreibt, auch schon, bevor sie zum Überleben beitrug! Damals trug sie zu einer Propensität bei. Umwelt: auch dies muss auf die Umwelt relativiert werden. Wenn diese plötzlich wechselt, kann es Mehrdeutigkeiten der Angepasstheit geben.
>Adaption, >Umwelt, >Nischen.
I 336
Funktion/Bigelow/Pargetter: Funktionen können beschrieben werden als Komponenten eines Organismus in absteigender Hierarchie von Komplexität. Bsp Körperteile, aber auch Zellen haben Funktionen. >Komplexität, >Teile.
Propensitäts-Theorie/Bigelow/Pargetter: nach ihr sind die Funktionen daher relationale Eigenschaften.
>Eigenschaften.
Und sie sind dispositional.
>Dispositionen.
Das ist auch dann wahr, wenn das Individuum nicht überlebt oder niemals in seiner normalen Umwelt ist.
>Individuen, >Natürliche Arten.
I 337
Erklärung/Bigelow/Pargetter: Die so (als Propensitäten) interpretierten Funktionen erklären das Überleben durch kausale Information, als Warum-Erklärung. >Erklärung, >Kausalerklärung, >Funktionale Erklärung, >Warum-Fragen.
Propensitäts-Theorie/Artefakte/Bigelow/Pargetter: Kann die Theorie auch auf Artefakte angewendet werden, ebenso gut wie auf biologische Muster? Sie kann Teil einer übergreifenden Theorie sein, aber bei Artefakte gibt es wieder das Problem des Rückwärts-Blickens (s.o.).
>Artefakte.
Lösung/Bigelow/Pargetter: These wir schlagen als vorwärtsblickende Theorie für biologische Muster wie für Artefakte eine Theorie der Propensität für Selektion vor.
>Selektion.
I 338
Damit haben alle Funktionen, seien sie biologische oder die von Artefakten, etwas gemeinsam.
I 338
Funktion/Fitness/Kausalerklärung/Propensitäts-Theorie/Bigelow/Pargetter: Es kann sein, dass ein Organismus nicht überlebt, obwohl er eine Funktion zum Überleben ausgebildet hat. Aber wenn er überlebt, dann wegen dieser Funktion.
VsPropensitätstheorie/Bigelow/Pargetter: Bsp Angenommen, eine Struktur dient überhaupt keinen Zwecken, angenommen, die Umwelt ändert sich, und plötzlich dienen seine Funktionen dem Überleben. Dann müsste unsere Propensitätstheorie sagen, dass die Struktur neuerdings eine Funktion hat. Bsp Angenommen, man könnte sagen, dass Herztöne die Funktion haben, Ärzte zu alarmieren. Aber erst in diesem Jahrhundert; das scheint falsch.
Ätiologische Theorie: sagt, dass Herztöne keine solche Funktion haben, weil sie nicht dafür entwickelt wurden.
Bigelow/Pargetter: Dennoch, der Grund, warum wir den Herztönen eine Funktion absprechen möchten ist nicht, dass sie keine Evolutionsgeschichte der gewünschten Art haben,
I 339
sondern weil die Herztöne eine unvermeidliche Verbindung mit der Funktion des Blutpumpens haben. Die Herztöne produzieren keine Propensität zum Überleben. >Funktionale Analyse.
Dem entsprechen Beispiele für Funktionen, die es früher gab, die heute aber ihre Funktion verloren haben:
VsPropensitäts-Theorie/Bigelow/Pargetter: Diese nimmt an, dass das Muster keine Funktion hat.
Ätiologische Theorie: nimmt an, dass es eine Funktion hat, egal wofür sie gebraucht wurde, und wofür sie entwickelt wurde.
Propensitäts-Theorie/Bigelow/Pargetter: gibt im Allgemeinen bessere Erklärungen. Wir können sagen, dass es früher diese Funktion gab, diese aber unglücklicherweise schädlich für das Individuum wurde.
I 340
Erklärung/Bigelow/Pargetter: Eine Propensität kann eine erklärende kausale Rolle spielen, während die Tatsache, dass etwas einen historischen Ursprung hat, keine spielt. Das zeigt uns, dass die Propensitätstheorie so starke Vorteile hat, dass es gerechtfertigt scheint, Gegenbeispiele wegzudiskutieren.
Paul GriffithsVsPropensitäts-Theorie/Bigelow/Pargetter: Eben weil Fitness vorwärtsblickend ist, sollten Funktionen rückwärtsblickend sein. Und den Begriff „Funktion“ können wir überhaupt zugunsten von „Fitness“ aufgeben.
BigelowVsVs: Funktion und Fitness können unabhängige Rollen spielen.
Fitness: Eigenschaft eines Organismus
Funktion: Funktionen spezifizieren die Eigenschaften, die zusammen zur Fitness beitragen. Und hier können wir auch fragen, warum sie das tun.
Information/Bigelow/Pargetter: Eine Zuschreibung von Fitness bricht auseinander in die Zuschreibung vieler Funktionen. So sind Funktionen in einer Hinsicht informativer, in anderer Hinsicht weniger informativ als Fitness.
a) Funktionen sagen uns nichts über den Grad von Fitness, aber
b) jede Funktion sagt uns nicht nur, welche Merkmale beitragen, sondern auch warum.
I 341
Artefakt/Fitness/Bigelow/Pargetter: Bei Artefakten geht es nicht um Fitness, also kann Funktion nicht durch sie überflüssig gemacht werden. Daher kann Fitness bei ihr auch nicht redundant sein. Aber statt dessen kann hier in analoger Weise Nützlichkeit redundant sein. Propensitätstheorie/Lösung/Bigelow/Pargetter: Die Propensitätstheorie liefert einen einheitlichen Begriff von Funktion der auch auf Artefakte zutrifft.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Funktionalismus Funktionale Analyse Def Funktionalismus* /apriorischer Funktionalismus/Block: Erbe des Behaviorismus, funktionale Analyse als Analyse der Bedeutungen mentaler Ausdrücke. Sprachlich, Alltagssprache, behavioristisch. Vertreter: Smart, Armstrong, Lewis, Shoemaker. (Vs: I 185, pro: I 186).
Spezifikationen der Inputs und Outputs auf Alltagswissen beschränkt. Klassifikationen müssen extern beobachtbar sein. Block I 167
Physikalismus Funktionale Analyse Pro Block I 167
Def Funktionalismus* /apriorischer Funktionalismus/Block: Erbe des Behaviorismus, funktionale Analyse als Analyse der Bedeutungen mentaler Ausdrücke. Sprachlich, Alltagssprache, behavioristisch. Vertreter: Smart, Armstrong, Lewis, Shoemaker. (Vs: I 185, pro: I 186). Spezifikationen der Inputs und Outputs auf Alltagswissen beschränkt. Klassifikationen müssen extern beobachtbar sein. > Psychofunktionalismus

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Block II
Ned Block
"On a confusion about a function of consciousness"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996