Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Beobachtungssprache Peacocke I 88
PeacockeVsInstrumentalismus. Peacocke pro Trennung Beobachtungsbegriffe (BB)/theoretische Termini.
>Instrumentalismus, >Beobachtungsbegriffe, >Theoretische Termini.
Wenn Röntgenröhre und Geigerzähler unterschieden werden, dann im repräsentationalen Inhalt - dann haben wir Beobachtungsbegriffe statt theoretischer Termini.
>Inhalt, >Gehalt, >Repräsentationaler Gehalt, >Empirischer Gehalt.
I 94
Beobachtungsbegriffe/Instrumente/Peacocke: Bsp Quadrat: wenn unter verschiedenen Winkeln präsentiert, dann ist es epistemisch unmöglich, dass es kein Quadrat ist. Bsp Teilchenpaar: Hier ist es immer noch epistemisch möglich, dass es nicht aus einer Kollision entstanden ist. Das setzt immer Glauben an Beobachtbarkeit voraus, daher ist es zirkulär, wenn die Überzeugung vorhanden und ineffektiv, wenn die Überzeugung nicht vorhanden ist.
>Zirkularität, >Glauben, >Beobachtbarkeit, >Unbeobachtbares.
Dagegen ist es keins von beiden, wenn es um Verstehen statt um Wahrheit geht.
>Verstehen, >Wahrheit.
I 104
Theoretische Termini/TT/Beobachtungsbegriffe/Begriff/Theorie/Instrument/Experiment/Peacocke: bessere Instrumente geben uns noch keine neuen Begriffe. >Begriffe.
Peacocke These: Theoretische Termini sind immer mit Beobachtungsbegriffen verbunden - Bsp Ein Blinder, dem ein Gerät Informationen über die räumliche Umgebung auf den Rücken schreibt: wie soll der Blinde das Gerät testen?
>Wissen, >Welt/Denken, >Wahrnehmung, >Gewissheit, >Bestätigung, >Verifikation.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Bewusstsein Block II 458
Bewusstsein/Block: ist ein Mischbegriff aus "Phänomenalem Bewusstsein" (P-Bewusstsein/Terminologie) und "Zugriffsbewusstsein" (Z-Bewusstsein). Def Z Bewusstsein/Terminologie/Block : sich einer Tatsache z-bewusst zu sein, heißt, dass die Information für rationales Schließen zur Verfügung steht. (Funktionaler Begriff).
Bewusstsein/Burge: (VsBlock): P-Bewusstsein Voraussetzung für Z-Bewusstsein.
Phänomenalität ist nicht gleich Bewusstsein! Phänomenale Zustände können durchaus auch unbewusst sein.
II 524
Blindsight/Block: Patienten, die in einem Teil ihres Gesichtsfeldes nicht sehen können, können auf Nachfrage verbale, zutreffende Beschreibungen geben. Das lässt vermuten, dass Bewusstsein eine Funktion haben muss, die beim Überleben, Berichten und der Verhaltenssteuerung wirksam wird.
II 530
Zugriffs-Bewusstsein/Block: seine Grundlage nenne ich die informationsverarbeitende Funktion des phänomenalen Bewusstseins in >Schacters Modell. ((s) Teil oder Grundlage als Gegenüber).
II 531
Def P Bewusstsein/phänomenales Bewusstsein/Block: Erleben. Es kann nicht nicht-zirkulär beschrieben werden! Aber das ist kein Manko! P-bewusste Eigenschaften sind unterschieden von jedweder kognitiven, intentionalen oder funktionalen Eigenschaft.
Obwohl der Funktionalismus in Bezug auf das P Bewusstsein falsch ist, kann der Funktionalismus viele meiner Punkte akzeptieren.
II 535
Def Z-Bewusstsein/Zugriffs-Bewusstsein/Block: ein Zustand ist z-bewusst, wenn kraft des Sich-in-dem-Zustand-Befindens eine Repräsentation seines Gehalts 1. inferentiell ungebunden ist, d.h. als Prämisse beim Überlegen bereit steht
2. für die rationale Handlungskontrolle bereitsteht
3. für die rationale Sprachkontrolle bereitsteht (nicht notwendig, auch Schimpansen können p bewusst sein).
P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein interagieren: Hintergrund kann Vordergrund werden. Bsp zu fühlen, wie sich das Hemd am Hals anfühlt.
Fehlschluss/Block: es ist aber ein Fehler, unbemerkt von einem zum anderen Bewusstsein überzugehen.
Fehler: Aus dem Bsp Blindsight zu schließen, dass es die Funktion des P-Bewusstsein sei, rationale Handlungskontrolle zu ermöglichen.
P-Bewusstsein/Block: nicht funktional! Empfindungen.
Z-Bewusstsein/Block: funktional. Typisch: "propositionale Einstellungen".
Schmerz/Block: sein repräsentationaler Gehalt ist zu primitiv, um beim Schließen eine Rolle zu spielen. Schmerz ist nicht begrifflich vermittelt, schließlich können Hunde auch Schmerzen haben.
Zusammenfassung: P-Bewusstsein kann Bewusstsein von sein und Bewusstsein von muss nicht Z-Bewusstsein sein.
II 555
Bewusstsein/Dennett: 1. Kulturelles Konstrukt!
2. Man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben.
3. Bewusstsein ist eine "zerebrale Zelebrität": nur die Gehalte sind bewusst, die beharrlich sind, die die Ressourcen lange genug monopolisieren, um gewisse typische und "symptomatische" Wirkungen zu erzielen.
BlockVsDennett:
ad 1. Das ist eine Verschmelzung von mehreren Bewusstseinsbegriffen. ad 2. P Bewusstsein kann kein kulturelles Produkt sein.
Auch wahrscheinlich nicht das Z-Bewusstsein: sehr viel niedere Lebewesen haben es, und zwar auch ohne einen solchen Begriff.
ad 3. Aber das ist doch eine biologische Tatsache und keine kulturelle.
II 568
Fehlschluss/BlockVsSearle: Frage: Warum der Bsp durstige Blindsight-Patient nicht nach dem Wasser greift: ihm fehlen sowohl P Bewusstsein als auch Z-Bewusstsein. Das ist richtig. Aber es ist ein Fehler, von einer Funktion der Maschinerie des Z-Bewusstseins zu irgendeiner Funktion des P-Bewusstseins überzugehen .
Fehlschluss: Aus der Prämisse, dass "Bewusstsein" fehlt, (ohne sich klar zu sein, welche Art von Bewusstsein) voreilig die Schlussfolgerung zu ziehen, dass P-Bewusstsein eine gewisse Funktion habe.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Block II
Ned Block
"On a confusion about a function of consciousness"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996
Information Brandom I 718
Information/Brandom = repräsentationaler Gehalt. Vgl. >Gehalt, >Repräsentation.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Möglichkeit Peacocke I 94
Epistemische Möglichkeit/Peacocke: Der natürliche Art-Begriff 'Tomate' hat nicht das gleiche Muster epistemischer Möglichkeit wie der Beobachtungsbegriff 'tomatenartig'. >Begriffe, >Prädikate, >Beobachtung, >Beobachtungsbegriffe, >Beobachtungssprache, >Natürliche Art.
Es ist epistemisch möglich, dass etwas, das tomatenartig ist, keine Tomate ist.
>Epistemische Möglichkeit.

I 88
PeacockeVsInstrumentalismus. Peacocke pro Trennung Beobachtungsbegriffe (BB)/theoretische Termini.
>Instrumentalismus, >Beobachtungsbegriffe, >Theoretische Termini.
Wenn Röntgenröhre und Geigerzähler unterschieden werden, dann im repräsentationalen Inhalt - dann haben wir Beobachtungsbegriffe statt theoretischer Termini.
>Inhalt, >Gehalt, >Repräsentationaler Gehalt, >Empirischer Gehalt.
I 94
Beobachtungsbegriffe/Instrumente/Peacocke: Bsp Quadrat: wenn unter verschiedenen Winkeln präsentiert, dann ist es epistemisch unmöglich, dass es kein Quadrat ist. Bsp Teilchenpaar: Hier ist es immer noch epistemisch möglich, dass es nicht aus einer Kollision entstanden ist. Das setzt immer Glauben an Beobachtbarkeit voraus, daher ist es zirkulär, wenn die Überzeugung vorhanden und ineffektiv, wenn die Überzeugung nicht vorhanden ist.
>Zirkularität, >Glauben, >Beobachtbarkeit, >Unbeobachtbares.
Dagegen ist es keins von beiden, wenn es um Verstehen statt um Wahrheit geht.
>Verstehen, >Wahrheit.
I 104
Theoretische Termini/TT/Beobachtungsbegriffe/Begriff/Theorie/Instrument/Experiment/Peacocke: bessere Instrumente geben uns noch keine neuen Begriffe. >Begriffe.
Peacocke These: Theoretische Termini sind immer mit Beobachtungsbegriffen verbunden - Bsp Ein Blinder, dem ein Gerät Informationen über die räumliche Umgebung auf den Rücken schreibt: wie soll der Blinde das Gerät testen?
>Wissen, >Welt/Denken, >Wahrnehmung, >Gewissheit, >Bestätigung, >Verifikation.

I 141
Schwache epistemische Möglichkeit: Dass der Mann vor einem nicht der Manager ist - aber nicht, dass er nicht der Mann ist, der vor einem steht. >Referentiell/Attributiv.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Objektivität Brandom I 136f
Objektivität/Brandom: naiv e Theorie: Objektivität entsteht aus Erfolg von Repräsentation - die Objektivität ist ein Merkmal von Beurteilungspraktiken hinsichtlich der Korrektheit von Repräsentationen. - Repräsentationen als Antwort auf das, was repräsentiert wird, nicht als was das Repräsentierte aufgefasst wird. - So geht der Status über die Einstellung hinaus. - Deswegen ist Repräsentation nicht semantischer Grundbegriff.
I 692
Objektiv: sozial instituiert, aber nicht intersubjektiv. >Intersubjektivität.
I 736f
Objektivität: hängt davon ab, was wahr ist von dem, was Behauptungen und Begriffsanwendungen tatsächlich repräsentieren oder wovon sie handeln, und nicht davon, was irgendwer oder jedermann für wahr hält. Die Objektivität besteht in der Unterscheidung zwischen Zuschreibung, Anerkennung und Festlegung.
I 822 ff
Was objektiv richtig und wahr ist, richtet sich nach den Gegenständen, über die gesprochen wird, nicht nach dem, was über sie gesagt wird, auch nicht nach den Einstellungen irgendwelcher oder aller Mitglieder der Gemeinschaft.
I 314
Objektivität/Brandom: Eine objektive oder naturalistische Theorie kognitiver Berechtigung lässt sich nicht allein aus Verlässlichkeitserwägungen ableiten, auch nicht eine solche naturalistische Theorie der richtigen Begriffsverwendung. >Verlässlichkeitstheorie.
I 823
Objektivität/Normen/Gemeinschaft/Sprache/Brandom: Vs Ich-Wir-Konzeption sozialer Praktiken: falsche Gegenüberstellung der Ansichten des Einzelnen mit denen der Gesellschaft (Intersubjektivität) - BrandomVsIntersubjektivität als Modell für Objektivität - Problem: die Gemeinschaft als ganzes verliert die Fähigkeit, Unterscheidungen zu treffen - das assimiliert die Gemeinschaft an ihre Individuen.
I 824
Objektivität/Realität/Welt/Brandom: Dass unsere Begriffe von einer objektiven Welt handeln, liegt z.T. daran, dass es einen objektiven Sinn von Richtigkeit gibt, dem ihre Anwendung unterworfen ist.
I 825
Ein propositionaler oder sonstiger Gehalt kann nur von einem Standpunkt aus spezifiziert werden, und der ist subjektiv, nicht in einem cartesianischen Sinne, sondern im ganz praktischen Sinn (Kontoführendes Subjekt). BrandomVsTradition: Statt auf nichtperspektivische Tatsachen muss man nur auf die strukturellen Merkmale der Kontoführungspraktiken achten.
I 826
Die Objektivität besteht in der Unterscheidung zwischen Zuschreibung, Anerkennung und Festlegung.
I 828
Unterschied zwischen objektiv und subjektiv Richtigem ist der zwischen einer zugewiesenen und einer vom Sprecher anerkannten Festlegung. - Innerhalb jeder Perspektive gibt es einen Unterschied zwischen Status und Einstellung. - Objektivität ist dann ein struktureller Aspekt der sozialperspektivischen Form begrifflicher Gehalte.
I 829
Objektiver repräsentationaler Gehalt: de re-Zuschreibung: Er glaubt von Chinin, dass.. - dadurch Spezifikation von Gegenständen.
I 831
Ich-Du-Stil/Kontoführung/Brandom: die Festlegungen werden von einem Individuum (Kontoführer) eingegangen, nicht von "der Gemeinschaft". BrandomVsIntersubjektivität (Ich-Wir-Stil): kann der Möglichkeit des Irrtums seitens der privilegierten Perspektive keinen Platz einräumen. >Kontoführung.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Repräsentation Peacocke I 7
Repräsentation/Inhalt/Peacocke: repräsentationaler Inhalt ist die Weise, wie die Erfahrung die Welt als seiend präsentiert.
>Repräsentationaler Gehalt, >Gehalt, >Inhalt.
Dagegen: informationeller Inhalt: enthält die Proposition, dass ein Bündel Lichtstrahlen das Auge trifft.
>Propositionaler Gehalt, >Beschreibung, >Beschreibungsebenen.
Repräsentationaler Inhalt: hat damit nichts zu tun.
Repräsentationaler Inhalt: ist opak (wegen der individuellen Weise der Darstellung).
>Opazität, >Propositionen.
Informationeller Inhalt: ist durchsichtig (wegen der Kausalerklärung).
>Kausalerklärung, >Verursachung.
I 9
Repräsentationaler Inhalt scheint immer auch Indexikalisches wie 'ich', 'hier' zu enthalten. >Indexikalität, >Indexwörter.
I 20
Wahrnehmung/überdeterminiert/Überdetermination/Peacocke: Bsp Der Winkel könnte geändert werden, ohne dass der repräsentationale Inhalt sich ändert. >Überdetermination.
Solche Probleme entstehen, wenn man eine empfindungsmäßige Eigenschaft (Bsp Größe) als repräsentationale Eigenschaft zu konstruieren versucht.
>Eigenschaften, >Qualitäten, >Wahrnehmung.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Theoretische Termini Peacocke I 91f
Beobachtungsbegriffe/BB/Theoretische Termini/TT/Peacocke: Quadrat: muss als solches erfahren werden - eine Röntgenröhre nicht. >Beobachtungsbegriffe, >Beobachtungssprache.
Für Wissenschaftler kann die Röntgenröhre völlig anders konstruiert sein, für Laien nicht - daraus resultiert ein anderer Begriff.
Sensitivität für die Eigenschaft: notwendige aber nicht hinreichende Bedingung - "tomatenartig": Aussehen oder Geschmack, keine Theorie ist erforderlich. Quadrat: eine minimale Theorie über Perspektive ist erforderlich. - Es gibt nichts "Quadratartiges", was "tomatenartig" entspräche.
>Eigenschaften, >Prädikate, >Wahrnehmung, >Sehen, >Wissen, >Kategorisierung, >Perspektive, >Begriffe.
Ohne Quadratbegriff keine Empfindung von Quadrat, (nicht nur keine Repräsentation).
Ein perspektivisch verzerrtes Quadrat wird als Quadrat empfunden, aber nicht als verzerrt empfunden.
Höhere Ordnung; >Beschreibungsebenen.
Nicht so bei tomatenartig: Tomatenartiges kann nicht als Tomate gewusst werden.
>Fälschung.
"Tomatenartig" ist kein Kriterium, sonst ist Tomate doch noch ein Beobachtungsbegriff.
>Kriterien.
Repräsentation: Tomate, nicht "Tomatenartiges"
I 94ff
Theoretische Termini/Peacocke: Jede Wahrnehmung hat repräsentationalen Inhalt - Bsp "Die Teilchenkollision erzeugte die Spur"... Problem: Dann ist die Kausalität im repräsentationalen Inhalt, dann haben wir Wissen a priori.
>Repräsentation, >Kausalität, >Inhalt, >Repräsentationaler Gehalt, >Begrifflicher Gehalt.
Lösung: Beobachtungsbegriffe und Wahrnehmung müssen gleichzeitig charakterisiert werden
Zutreffen gibt es nur für beobachtete Inhalte (nicht für theoretische Termini).
>Zutreffen, >Wahr-von, >Erfüllung.
Die Erfahrung muss auch gemacht werden können, wenn das Objekt nicht unter diesen theoretischen Begriff fällt.
>Idealer Beobachter, >Standardbedingungen, >Beobachtung, vgl. >Messen.
I 100
Teilchenpaar/Beobachtungsbegriff/theoretische Termini/Peacocke: Hier gelten nicht die gleichen Bedingungen für wechselnde Winkel usw. - Man kann sich hier vorstellen, dass die Spur des Teilchenpaars in der Nebelkammer nicht aus einer Teilchenkollision resultiert. - Anders als Bsp Quadrat - Das heißt aber nicht, dass Quadratischkeit eine sekundäre Qualität wäre im Sinn von Kraft, eine Empfindung hervorzurufen.
I 101
Theoretischer Term: Wenn ein wahrgenommenes Objekt unter einen theoretischen Begriff fällt, dann muss es eine Ebene des repräsentationalen Inhalts geben, auf der die Erfahrung gemacht werden könnte, selbst wenn das Objekt nicht unter diesen theoretischen Term fällt. - Gerade dadurch wird "Spur, die von einer Teilchenkollision verursacht wurde" zu einem theoretischen Begriff. >Stufen/Ebenen, >Beschreibungsebenen, >Symmetrie/Peacocke.
I 154
'Als'/Sehen-als/Wahrnehmung/Denken/Peacocke: Bsp 'Diese Säure verätzt den Tisch': nur Flüssigkeit wird gesehen, nicht 'als Säure'.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Theorien Peacocke I 105
Theorie/Feyerabend: Theorie ist auch ohne Erfahrung möglich. "Empfindung" ("sensation") ist nicht notwendig. >Theorien/Feyerabend, >P. Feyerabend.
PeacockeVsFeyerabend: Das ist nur wahr, wenn "sensation" meint: "Erfahrung ohne repräsentationale Eigenschaften".
>Repräsentation.
Bei Feyerabend wird nirgends behauptet, dass repräsentationaler Inhalt unwesentlich sei.
>Repräsentationaler Gehalt, vgl. >Empirischer Gehalt, >Gehalt, >Inhalt, >Erfahrung, >Wahrnehmung.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Überdetermination Peacocke I 16f
Erfahrung/PeacockeVsWahrnehmungstheorie/PeacockeVsTradition: Erfahrung ist mehr als nur Wahrnehmung: empfindungsmäßiger Inhalt, nicht bloß repräsentationaler: Bsp Kippwürfel: springt um, das Liniengeflecht sieht völlig anders aus. >Empfindung/Peacocke, >Wahrnehmungstheorie/Peacocke.
Anders: Bsp Hase-Enten-Kopf: Das Liniengeflecht ändert sich nicht, daher könnte der Wahrnehmungstheoretiker behaupten, es gäbe zwei repräsentationale Komponenten:
a) der Linien,
b) von Hase/Enten-Kopf.
Wahrnehmungstheorie: Übersetzungsvariante: Die fehlenden Eigenschaften müssen in geeigneten Aussagen eingeführt werden.
PeacockeVs: Das würde nur apriorisches Wissen liefern, nicht empirisches, da der postulierte Erfahrungstyp nicht fehlgehen könnte.
Vs hinzugefügte Begriffe: diese müssen dem Unbedarften nicht zur Verfügung stehen, ändern also die Wahrheit nicht Überdetermination des repräsentationalen Inhalts.
>Repräsentationaler Gehalt.
Überdeterminiert: Der Winkel könnte durch geeignete Überschneidung geändert werden, ohne dass das Bild sich ändert.
I 20
Wahrnehmung/überdeterminiert/Überdetermination/Peacocke: Bsp Der Winkel könnte geändert werden, ohne dass der repräsentationale Inhalt sich ändert. Solche Probleme entstehen, wenn man eine empfindungsmäßige Eigenschaft (Bsp Größe) als repräsentationale Eigenschaft zu konstruieren versucht.
>Repräsentation.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976