| Begriff/ Autor/Ismus |
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| de dicto | Quine | II 147f De dicto/Quine: der gemeinte Terminus steht in dem Satz: "notwendig" - "Die Zahl der Planeten ist ungerade". Das ist eben falsch! Es ist berüchtigt, dass die Notwendigkeit de dicto nicht der Substitutivität der Identität gehorcht. Solange es nur um Variablen geht, ist das kein Problem. Variablen treten nur de re auf. Singuläre Termini: hier gilt bei Positionen de dicto nicht die Substitutivität der schlichten Identität, aber die Substitutivität der notwendigen Identität. >Singuläre Termini/Quine. II 150 Bsp: de dicto: Ralf glaubt "(Ex)(x ist ein Spion)". de re: "Es gibt jemanden, von dem Ralf glaubt, er sei ein Spion". de dicto: Ralf glaubt "Ortcutt ist ein Spion." de re: Ralf glaubt "Spion" von Ortcutt. |
Quine I W.V.O. Quine Wort und Gegenstand Stuttgart 1980 Quine II W.V.O. Quine Theorien und Dinge Frankfurt 1985 Quine III W.V.O. Quine Grundzüge der Logik Frankfurt 1978 Quine V W.V.O. Quine Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989 Quine VI W.V.O. Quine Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995 Quine VII W.V.O. Quine From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953 Quine VII (a) W. V. A. Quine On what there is In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (b) W. V. A. Quine Two dogmas of empiricism In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (c) W. V. A. Quine The problem of meaning in linguistics In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (d) W. V. A. Quine Identity, ostension and hypostasis In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (e) W. V. A. Quine New foundations for mathematical logic In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (f) W. V. A. Quine Logic and the reification of universals In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (g) W. V. A. Quine Notes on the theory of reference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (h) W. V. A. Quine Reference and modality In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (i) W. V. A. Quine Meaning and existential inference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VIII W.V.O. Quine Bezeichnung und Referenz In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Quine IX W.V.O. Quine Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967 Quine X W.V.O. Quine Philosophie der Logik Bamberg 2005 Quine XII W.V.O. Quine Ontologische Relativität Frankfurt 2003 Quine XIII Willard Van Orman Quine Quiddities Cambridge/London 1987 |
| de re | Cresswell | II 18 Glauben de re/propositionale Einstellungen/Cresswell: Eine Überzeugung de re über die Zahlen 5 und 7, sodass sie eine bestimmte Eigenschaft haben, nämlich die Eigenschaft, zusammen 12 zu ergeben. de re: ist die richtige Analyse für Sätze mit propositionalen Einstellungen, weil sie für die einzelnen Teile empfindlich ist, nicht nur für den gesamten Dass-Satz. >Dass-Sätze, >Feinkörning/grobkörnig, >Propositionale Einstellungen. Gegenposition: "propositional account". - Dieser entspricht der Relationstheorie. >Relationstheorie. Problem: die Proposition: Dass 5 + 7 = 12 ist dieselbe wie die, dass 12 = 12 - das kann aber bei der Zuschreibung von propositionalen Einstellungen nicht so paraphrasiert werden. II 22f Glauben de re/Bsp Ralph/Ortcutt:/Cresswell: Problem: Dass Ortcutt Ortcutt liebt, sollte dieselbe Proposition sein wie die, dass Ortcutt sich selbst liebt. >Ortcutt-Beispiel. Weise des Herausgreifens für Ralph: nicht durch den braunen Hut. Daher stimmte Ralph nur der ersten Proposition zu, nicht der zweiten - die erste ist aber de dicto. >de dicto. II 144 Glauben de re/Cresswell: Glauben de re ist nicht mit einer Enthaltung vom Urteil vereinbar - von "x glaubt nicht G von y" darf man nicht schließen auf "x glaubt nicht, dass G von y". >Dass-Sätze. Kaplan: Das ist auch eine Lösung für Bsp Ralph/Ortcutt. II 182 De re/Wesen/Lewis/Cresswell: (Lewis 1979a(1),540): Kenntnis des Wesens ist eine zu starke Bedingung für Referenz de re. >Referenz. 1. Lewis, D.K. (1979). Attitudes de dicto and de se. Philosophical Review 88. pp 513-43. |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |
| Situationssemantik | Cresswell | I 63 Situationssemantik/Barwise/Perry: Mögliche Welten sind zu groß um zu erklären, was der Sprecher eines Satzes weiß. Mögliche Welten: vollständige mögliche Situationen. >Situationen, >Mögliche Welten, >Tatsachen. CresswellVsBarwise: Situationen müssen nur in dem Sinn partiell sein, dass sie kleine mögliche Welten sind. >Barwise/Perry. I 69 CresswellVsBarwise/Perry: Disjunktion: Die Konstruktion der Disjunktion Konstruktion erfordert, dass Situationen als mögliche Welten aufgefasst werden: Bsp ich bin zu Hause oder an der Uni: als Proposition unvollständig, weil durch beides wahr gemacht. Die Situation kann aber nur eins von beiden sein. Wahrmachen: Der Gesamtsatz (die Disjunktion) muss nicht durch eine Alternative wahr gemacht werden, weil er auch durch die andere Alternative wahr gemacht werden kann. >Wahrmacher. I 72 Situationen scheinen unvollständig zu sein. (Bsp bellt der Hund laut oder leise?) - Aber sie sind nicht so unvollständig wie Propositionen ((s) die nur einem einzigen Satz entsprechen können, nicht einer Beschreibung einer Situation). >Propositionen. I 71 Problem: Gesamtsituation: Bsp Die Maschine funktioniert (zeigt rot oder grün). - Aber es gibt immer noch einen Widerspruch: wird die Situation durch a oder durch b beschrieben? - Wenn das Signal weder rot noch grün zeigen müsste, wäre die Unvollständigkeit zu radikal. >Beschreibung, >Unvollständigkeit. I 73 Unvollständig/Situation/Barwise/Perry: Bsp nackte Infinitive mit "sehen": Joe sah, dass Fred reinkam und Sally rauchte oder nicht rauchte. >Nackte Infinitive. Cresswell: also alles mögliche - dann aber sind sie mögliche Welten. - Alles, was mögliche Welt sein kann, ist eine mögliche Welt. - mögliche Welten müssen nicht groß sein, können so klein sein wie Situationen bei Barwise und Perry. Anders: Aspekt/Hintikka: (= Unvollständigkeit von möglichen Welten): alle Tatsachen darüber, wer während der Vorlesung geschlafen hat. >Aspekte. CresswellVsHintikka: Wir wollen keine Listen, die sind hier metaphysisch. Lösung/Cresswell: "Alles, was uns an der Situation interessiert". - (Dann auch Liste). - So kann die Wahrheit der Propositionen festgestellt werden. I 74 Def wesentlich unvollständig/Cresswell: Wesentlich unvollständig ist eine Situation, wenn sie bloß Teil einer Ansammlung von Situationen zu sein braucht (Disjunktion). CresswellVsBarwise: Das geht aber nicht bei nackten Infinitiven mit "Sehen": Bsp von "Ralph sah Ortcutt oder Hortcutt den Brief verstecken". - Auf "Ralph sah...oder sah...". (Das ist kein Dass-Satz!) Problem: Das geht nicht, wenn Sehen eine Relation zwischen Subjekt und Situation sein soll. >Sehen. I 77 Situations-Semantik/CresswellVs: Die Situations-Semantik kennt nur eine Art Entitäten (Situationen). Statt dessen: Semantik möglicher Welten/MöWe-Semantik: drei Arten: 1. mögliche Welten, einzeln und vollständig (bewertet im Hinblick auf Wahrheit) 2. Propositionen: Klassen von mögliche Welten, stehen in logischen Relationen und sind die Bedeutungen von Sätzen in einem Kontext 3. Individuen (Einzeldinge), unter ihnen Ereignisse. >Semantik möglicher Welten. Situationen/Cresswell: Situationen können als eine von jeder dieser Art Entitäten betrachtet werden. |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
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| de re | Kaplan, D. | Cresswell II 144 Kaplan/Cresswell: genau darum geht es Kaplan (1969, 235): Bsp Ralph ist immer noch sicher, dass der Mann im braunen Mantel ein Spion ist, aber enthält sich in Bezug auf den Mann am Strand, im grauen Mantel. Kaplan: These: das kann nicht analysiert werden dadurch dass man sagt, er glaubt nicht von dem Mann am Strand... sondern dass es eine Weise des Herausgreifens von Ortcutt gibt, ("vivid name"), so dass Ralph nicht glaubt, dass was auch immer durch diese Relation R (lebendiger Name) mit ihm verbunden ist, ein Spion ist. Problem: wir müssen also das Prinzip (von Burdick , s.o.) leugnen, dass wenn "x enthält sich des Urteils über y, dass es G ist" beinhaltet (entails) "x glaubt nicht von y dass es G ist". Heidelberger: pro Burdick. Devitt: deckt den Irrtum (das falsche Prinzip) auf. Bsp Ralph/Klein/Cresswell: (Klein 1978): statt widersprüchlichen Glaubens: Konstruktion als ("double vision"): (ii) Ralph glaubt die Proposition, die ausgedrückt worden wäre durch "Er ist ein Spion" im Kontext in dem Ralph glaubt, dass er in der Situation sei, in der Ortcutt sich ihm am Strand zeigte. Cresswell: das entspricht im obigen Text (v). |
Cr I M. J. Cresswell Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988 Cr II M. J. Cresswell Structured Meanings Cambridge Mass. 1984 |