Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 16 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Denken Sellars I XXIX
Denken/Wahrnehmen: Sellars" Alltagstheorie: nach dem Vorbild von Wörtern und Sätzen der Umgangssprache modelliert, aber kein Sprechen mit einer inneren Zunge.
I 80
zu jedem von uns gehört ein Strom von Episoden, die selbst keine unmittelbaren Erfahrungen sind und zu denen wir privilegierten, jedoch keineswegs unveränderlichen oder unfehlbaren Zugang haben. (> Privilegierter Zugang/Sellars). Sie können auftreten, ohne offenes Sprachverhalten. Die Wortvorstellungen sind nicht das Denken selbst. Genauso wenig ist das offene Sprachverhalten das Denken selbst. Wir müssen keine Wortvorstellungen haben, ja wir müssen überhaupt keine Vorstellung haben, wenn wir wissen, was wir denken! Es ist falsch, den privilegierten Zugang nach dem Vorbild der Wahrnehmung zu konstruieren.
I 83
These: mentalistischer Diskurs (Gedanken) ist auf semantische Rede zurückführbar. (Sellars pro modifizierte Rylesche Erklärung: Gedanken sind eine Kurzform für hypothetische und gemischt kategorisch-hypothetische Aussagen über sprachliches oder nicht-sprachliches Verhalten). Tradition: Gedanken ohne Wortvorstellungen möglich.
Sellars: Kategorien der Intentionalität sind semantisch.
I 94
Denken: die zum Denken gehörenden Begriffe sind theoretische Begriffe.
I 94
Gedanken sind theoretisch, nicht empirisch, sie lassen sich nicht im Hinblick auf eine Beobachtungssprache definieren. Ihre »Reinheit« ist keine metaphysische, sondern sozusagen eine methodologischer Reinheit. Die Fähigkeit, Gedanken zu haben, wird im Laufe des Erwerbs der öffentlichen Sprache ausgebildet. Erst nachdem die öffentliche Sprache fest etabliert ist, kann die innere Rede überhaupt auftreten.
Theoretische Episoden (Gedanken) sind nicht unmittelbare Erfahrungen!
I 95
Die zum Denken gehörenden Begriffe sind theoretische Begriffe, ihr Status verdeutlicht sich aber durch den Gegensatz von theoretischer und nicht- theoretischer Rede. Nur noch ein kleiner Schritt, bis man diese Sprache dazu verwendet, sich selbst zu beschreiben: wenn jemand der uns beobachtet sagt "Dick denkt "p"" dann kann Dick sagen: "Ich denke p".

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Farben Wittgenstein Hintikka I 117
Farbe/Farbwörter/Wittgenstein/Hintikka: rot kann man nicht definieren.
I 165
Farbe/Farbbegriffe/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: wenn Farben nur durch verschiedene Namen wiedergegeben werden, dann wäre das die ganze Inkompatibilität - (keine Kontradiktion, keine logische Inkompatibilität). - Dagegen: wenn es echte Funktionen sind, die Punkte im Gesichtsfeld auf den Farbraum abbilden (Wittgenstein pro), dann haben wir echte logische Inkompatibilität. - "Rot" und "grün" als bloße Namen sind nicht kontradiktorisch - wohl aber, wenn es um einen einzigen Punkt geht. - (Hintikka: das ist bei Wittgenstein nicht explizit).
I 191/192
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: "Die "Farben" das sind nicht Dinge, die bestimmte Eigenschaften haben, so dass man ohne weiteres nach Farben suchen, sich Farben vorstellen könnte, die wir noch nicht kennen".
I 323
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: Wittgenstein will nicht die Unterschiede zwischen den individuellen Farberlebnissen verschwinden lassen - im Gegenteil: die öffentliche Sprache muss sich an die Natur dieser Erlebnisse anpassen. - I 324 Es geht nicht um "öffentlich verwendet", sondern um "öffentlich zugänglich". - Bsp Robinson: muss sich in bestimmter Weise verhalten, damit wir sagen würden, er spielt mit sich selbst ein Sprachspiel.
I 349
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: es lässt sich kein Keil zwischen physikalische und phänomenologische Farbzuschreibung treiben - I 343 Genauso wenig zwischen Schmerz und Schmerzverhalten.
I 276ff
Farbe/Farbwörter/Farbbegriffe/Farbtheorie/Erlebnis/Wittgenstein/Hintikka: die Farberlebnisse können wir am Ende aus unseren Äußerungen "herauskürzen. - I 377 Aber die Erlebnisse lasen sich so wenig tilgen wie Schmerzen - Farberlebnissen geht es aber nicht um spontanen Ausdruck wie bei Empfindungen - WittgensteinVspsychologische Farbtheorien - VsWirkungstheorien der Farbe - Farbtabellen sind weder sprach- noch verhaltensgebunden - I 378 Aber unsere Farbwörter stützen sich nicht auf Tabellen - (das wäre wie der Versuch, die Regeln über das Sprachspiel zu setzen) - I 379 Auch nicht auf Erinnerungen - I 380 Unsere Vorstellungen können wegen ihrer Privatheit nicht in öffentlichen Sprachspielen eingesetzt werden - I 381 Lösung: Leute folgen einfach bestimmten Sprachspielen - das ist begrifflich, nicht psychologisch - bei "rot" wählen wir das Bild, das uns beim Hören einfällt.
I 383f
Farbe/Farbwörter/Eindruck/Ausdruck/Wittgenstein/Hintikka: wirt leben in einer Welt der Eindrücke - (Bsp Farbeindrücke) - aber reden können wir von ihnen nur unter Bezugnahme auf physische Farben - Darstellung (PU § 280): wenn der Maler zusätzlich zum Bild noch eine Darstellung gibt, mit welchem Recht nennt man beides Darstellung? - I 385 Obwohl Farben eine klarere Struktur haben als Empfindungen, gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen Empfindungsbegriffen und Farbbegriffen.
II 30
Farben/Farbwörter/Psychologie/Wittgenstein: dass wir zwar von grünlichem Blau sprechen können, nicht aber von grünlichem Rot, gehört zur Grammatik - nicht zur Psychologie! - daher gehört der ganze Farbenoktaeder nicht zur Psychologie.
II 60
Außer dem Farbwort "grün" brauchen wir noch etwas zusätzliches.
II 114
Farbe/Farbwörter/Grammatik/Regel/Vorstellung/Wittgenstein: es wäre schon sinnlos bloß zu versuchen, sich rot und grün zur selben Zeit an derselben Stelle vorzustellen - dagegen: sinnvoll: sich vorzustellen, einen Menschen mit einer Hand hochzuheben.
II 118
MooreVsWittgenstein Bsp (s.o.) "...rot und grün..." ist eine Regel für "und".
II 212
Farbe/Vorstellung/Wittgenstein: bei Farbwörtern ist wesentlich, dass einem ein Vorstellungsbild vorschwebt - das ist aber kein geistiger Akt, der ein Symbol belebt -
II 269
Farbe/allgemein/Wittgenstein: die vielen Fälle von Rot haben gar nichts Gemeinsames - es gibt auch keine Sache, die allen Zahlen gemeinsam ist.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Ich Davidson Frank I 26
Ich/Davidson: "Mythos des Subjektiven": der Mythos ist der Aberglaube, Gedanken erforderten "geistige Objekte". >Gedankenobjekte. Auch in der korrigierbaren (!) Autorität der ersten Person ist der soziale Charakter der Sprache nicht aufgehoben. - Irriger Selbstglaube ist möglich! (DavidsonVsHume). >Erste Person, >Unkorrigierbarkeit, >Öffentliche Sprache.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Idiolekt Dummett I 144
Kripke/Dummett: (Pierre-Bsp, Londres-Bsp) Übersetzung ist keine Hypothese, sondern konstitutives Prinzip (öffentliche Sprache statt Idiolekt) - VsQuine: Idiolekt nicht vorrangig). >Idiolekt/Quine.
III (c) 145
Idiolekt/DummettVs: Sprache ist keine Familie ähnlicher Idiolekte, sondern der Sprecher erklärt sich den eingebürgerten Gebrauchsweisen verantwortlich - ohne dass er sie ganz beherrscht.
III (c) 150
Der Begriff des Idiolekts ist wichtig, um Abweichungen zu erklären, aber Idiolekt ist durch Sprache zu erklären, nicht umgekehrt.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Introspektion Millikan I 310
Introspektion/Wittgenstein/Millikan: hängt davon ab, dass andere beobachten was ich denke und fühle. (Millikan pro). ((s) Zugang über die >Öffentliche Sprache, >Intersubjektivität.)

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Introspektion Putnam V 97
Introspektion/Putnam/(s): liefert keine Begriffe! Kann den Inhalt eines Begriffs weder angeben noch konstituieren. - >Regelfolgen. - Interpretation der Begriffe ist nur durch Praxis möglich. ((s) >Öffentliche Sprache.)

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Introspektion Ryle I 208f
Introspektion/RyleVsIntrospektion/Ryle: Sie kann nicht das sein, was die Tradition von ihr erwartet, da ihr Gegenstand (Objekt) ein Mythos ist. - Bewusstsein: was ich über mich herausfinden kann ist ist von gleicher Art wie das was ich über andere herausfinden kann - die kleinen Unterschiede begünstigen gerade nicht die Selbsterkenntnis. - (RyleVsNagel). >Privilegierter Zugang, >Öffentliche Sprache.
I 216
RyleVsTradition: uns begegnen im Innern gar keine Erscheinungen - solche Ereignisse gibt es nicht.
I 221 f
Introspektion/RyleVsIntrospektion/Ryle: es gibt hier keine geisterhaften Objekte - aber angenommen, es gäbe sie, dann Regress: man müsste dann auch noch gleichzeitig wahrnehmen, dass man sie wahrnimmt. - schlechte Lösung: dann müsste man zugeben, dass es nichtwahrnehmbare innere Objekte gibt - ein Wissen darüber könnte nicht auf Introspektion beruhen. >Mentalismus.

Ryle I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969
Mentalesisch Schiffer I 73
Bedeutung in Mentalesisch bestimmt Bedeutung in öffentlicher Sprache, nicht umgekehrt - (über den Inhalt von Gedanken) - Fodor: intentionale Eigenschaften mentaler Zustände als ererbt aus den semantischen Eigenschaften der mentalen Repräsentationen sehen, die in ihrem Tokening impliziert sind - neuronaler Zustand: existiert auch, wenn falsch - kein Gegenstand, da mit Wahrheitswerten (WW). Schiffer: noch kein System, noch nicht sprachähnlich. - Harman: These: innere Repräsentationen haben satzähnliche Struktur. - Lewis: Sprache des Gehirns von synaptischen Verbindungen und neuronalem Feuern - >
"Starke These der Gededankesprache"/Strong thesis of the language of thaught/SLT.. - Andere Theorie: semantische Eigenschaften werden aus intentionalen Eigenschaften ererbt. - (VsSLT) - SLTVs: kurz/(s): mentale Repräsentation bestimmt Intentionalität - diese erklärbar ohne öffentlichen Inhalte. - SchifferVs: das ist gar nicht erfüllbar.
I 76
Mentalesisch/Relationstheorie/Schiffer: welche Relation von Sätzen in Mentalesisch zu Sätzen in Englisch? - Problem: mentalesischer Satz "s" darf nicht durch Bedeutung in Englisch spezifiziert werden (zirkulär) - außerdem Vs Kernthese der SLT (semantische Eigenschaften der öffentlichen Sprache sind ererbt von intentionalen Eigenschaften der mentalen Zustände).
I 282
Mentalesisch/Schiffer: Bedeutung hier nicht Frage von Konvention und Intention - anders als öffentliche Sprache - Lösung/manche Autoren: begriffliche Rolle (bR) in Mentalesisch - öffentliche Sprache: hier haben Sätze eine begriffliche Rolle nur, wenn sie auch gedacht, nicht nur gesprochen werden - Problem: wir brauchen eine nicht-semantische Relation zwischen mentalen Repräsentationen und öffentlichen Sätzen - zum Glück muss der innere Code dabei nicht erwähnt werden - Bsp "Zustand mit demselben Inhalt". - Problem: der Sprecher könnte Satz nur unter Zusatzannahmen glauben - diese nur mit Referenz auf Inhalt - das geht nicht in der Starken These der language of thaught. - Fazit: ein neuronaler Satz kann nicht ohne Referenz auf den Inhalt als Glaubensobjekt angenommen werden.
I 78
Mentalesisch/Schiffer: Relationstheorie verlangt komplexe Eigenschaft, F die alles hat, was bedeutet z.B. "Flundern schnarchen". - Problem: darf nichts über die intentionalen Eigenschaften mentaler Zustand oder Bedeutung in öffentlichen Sprachen voraussetzen.
I 79
Mentalesisch/Relationstheorie/Glauben/Fodor/Schiffer: für die Zuschreibung von Wahrheitswerten von Situationen auf Sätze - Dazu werden Eigenschaften am Ende der Kausalkette gebraucht - Problem: Quantifikation über Eigenschaften als semantische Werte geht letztlich über Propositionen - Lösung: SLT kann Propositionen zusammen mit begrifflichen Rollen zur Individuation von Inhalten gebrauchen - Wahrheitsbedingungen/WB durch M-Funktion auf mögliche Situationen - zusätzlich physikalistische Bedingung C - Problem: braucht Theorie der Repräsentationen. - (darin sind mentale Repräsentationen nur Spezialfall). - Wahrheitsbedingungen: Formel: a ist die Wahrheitsbedingung für s in x’ innerem Code gdw. unter optimalen Bedingungen x s glaubt, wenn und nur wenn a besteht. - Damit können wir ein Muster von neuronalem Feuern mit der Anzeige einer Fliege für einen Frosch zu identifizieren. - Problem: nur unter optimale Bedingungen! - SchifferVsFodor: dann ist jeder allwissend und unfehlbar!
I 87
Mentalesisch/Prinzip der Nachsicht/Schiffer: das Prinzip der Nachsicht gibt es nicht für Mentalesisch - dieses müsste in Begriffen von Propositionen erklärt werden.
I 83-90
Relationstheorie/Mentalesisch/Schiffer: Problem: konkurrierende Zuschreibungsfunktionen für Wahrheitsbedingungen ("M-Funktionen") - falsche Lösung: "größerer Überlebenswert" schließt falsche Zuschreibungsfunktionen nicht aus - Bsp Gewicht/Masse.
I 189
Starke These der language of thaught/SLT/Mentalesisch/Schiffer: These: 1. Das Gehirn ist ein Computer, wir sind informations-verarbeitende Systeme mit einem inneren neuronalen Code. - Schiffer: dem kann ich zustimmen
2. Es gibt eine computationale Relation R für jeden Glauben, den man haben kann, sodass man diesen Glauben hat gdw. man R zu dieser Formel hat. - Schiffer: das geht, aber nur mit substitutionaler Quantifikation. - Bsp "Nodnol si yggof": Mentalesisch für London ist neblig - dann bedeutet der Satz das, aber nicht kompositional - Pointe: dann ist der Glaubens-Inhalt nicht reduzierbar. (SchifferVsReduktionismus.) - ((s) Mentaler Inhalt ist irreduzibel (Schiffer pro Brentano)). - Bsp Wissen-wie kann nicht in anderen Begriffen analysiert werden - es gibt keine Tatsache die macht, dass etwas dieser Glaube ist. - ...+ +

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Pierre-Beispiel Dummett I 144
Kripke/Dummett: (Pierre-Bsp, Londres-Bsp) Übersetzung ist keine Hypothese, sondern konstitutives Prinzip (öffentliche Sprache statt Idiolekt). - (VsQuine: Idiolekt ist nicht vorrangig; >Idiolekt).

Pierre-Bsp/Londres-Bsp/Erklärung/(s): das Beispiel ist von Kripke: Pierre glaubt, dass Londres hübsch ist, von London hat er aber gehört, es sei hässlich.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Privatsprache Wittgenstein Newen I 36
Privatsprache/Wittgenstein/Newen/Schrenk: Sprache, die um Ausdrücke für private Empfindungen bereichert ist. - Käfer-Beispiel: das Ding in der Schachtel gehört nicht zum Sprachspiel - es könnte auch fehlen - oder sich ständig ändern - eine Person allein kann keine Bedeutung verleihen.
Hintikka I 308
Privatsprache/privat/Wittgenstein/Hintikka: Zeigen, Regeln, können privat sein - Sprachspiele jedoch nicht.
I 308/309
Privatsprache/WittgensteinVsPrivatsprache/Wittgenstein/Hintikka: weil man das ganze Sprachspiel verstehen muss, nicht bloß seine hinweisende Definition, oder die Regel für den Gebrauch eines Worts, kann die Sprache nicht privat sein - wenn die Sprachspiele nicht Vorrang vor den Regeln hätten, wäre Privatsprache doch möglich.
I 309
Privatsprache/Wittgenstein/Hintikka: Verstehen ist nur durch das ganze Sprachspiel möglich, daher nicht rein phänomenologisch (nicht "privat") möglich.
I 310
Selbstgespräch/Wittgenstein/früh: nur möglich, wenn ich schon auf dem (öffentlichen) Sprachklavier spielen kann.
I 311
Privatsprache/Wittgenstein/Hintikka: es geht nicht um die Unmöglichkeit einer phänomenologischen Sprache. - Wir können uns selbst ermutigen, befehlen, tadeln usw. - Ein externer Forscher könnte auch unsere Selbstgespräche übersetzen.
I 314
Privatsprache/Wittgenstein/HintikkaVsStegmüller/Hintikka: es ist aber nicht so, dass es hinreichend wäre, nur auf die Rolle der Äußerungen im Leben achten müssten - als ob die privaten Erlebnisse von der Bildfläche verschwänden. - > Käfer-Beispiel: VsStegmüller: Wittgenstein bestreitet nicht die Existenz privater Erlebnisse. - Der Wechsel zur physikalischen Sprache tastet den ontologischen Status der phänomenologischen Erlebnisse gar nicht an. - Die Gegenstände bleiben, auch wenn wir in einer anderen Sprache über sie reden müssen. Privatsprachenargument: soll zeigen, wie wir dies Kunststück vollbringen.
I 337
Privatsprache/Wittgenstein/Hintikka: falsch: sie wegen der Unmöglichkeit intersubjektiven Vergleiche privater Erlebnisse auszuschließen. - Man könnte eine private Sprache haben, in der man nur über seinen Käfer spricht - und sich weigern, sie in die öffentliche Sprache zu übersetzen - das wäre Solipsismus. - Es wäre aber noch keine untaugliche Sprachphilosophie.
Erklärung/(s):
Käfer-Beispiel/Wittgenstein: angenommen, jeder Mensch hat eine Schachtel mit einem Käfer, die er niemals jemand anderem zeigt. Er selbst kann aber jederzeit nachsehen, ob der Käfer noch in der Schachtel ist. Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen § 293. „Das Ding in der Schachtel gehört überhaupt nicht zum Sprachspiel, auch nicht einmal als ein Etwas. Durch dieses Ding in der Schachtel kann gekürzt werden. Es hebt sich weg, was immer es ist." - Das Beispiel soll zeigen, dass vollständig privat gehaltene Entitäten nicht als etwas Objektives existieren. Weitere Autoren zu >Privatsprache, weitere Autoren zu > Intersubjektivität.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Privilegierter Zugang Wittgenstein Hintikka I 316 ff
Käfer-Bsp/private Erlebnisse/Wittgenstein/Hintikka: die Existenz des Käfers wird nicht bestritten - Problem: Vergleich nur durch öffentliche Sprache - Farbe: Problem eigentlich des Begriffs der Farbgleichheit (also der Methode des Vergleichens). - Erlebnisse: das Problem ist nicht, dass die Erinnerung trügen kann, sondern es ist nicht definiert, was es eigentlich ist, woran wir uns erinnern sollen. - Wittgenstein: eine Erklärung kann nicht ausgesprochen werden.
I 320
Empfindungen sind privat - Empfindungssprache kann es nicht sein. - Wittgenstein kritisiert nicht die Metaphysik von Descartes - sondern seine Semantik.
I 332f
Käfer-Bsp/Sprachspiel/private Erlebnisse/Wittgenstein/Hintikka: die Verknüpfung der Erlebnisse mit Worten oder Gesten ist eine semantische (logische) - es geht nicht um Erinnerung an eigene Erlebnisse - diese ist kein Zug im Sprachspiel. - ((s) Weil sie sich ohne Worte der öffentlichen Sprache abspielt.)
I 342
Es geht nicht um Nichtwahrnehmbarkeit sondern um Unmöglichkeit des Vergleichs mit anderen.
I 348
primäre Sprachspiele/Wittgenstein/Hintikka: Züge in ihnen sind nicht korrigierbar- sonst könnten sie nicht als Basis der Relation Sprache/Welt dienen - in primären Sprachspielen gibt es keine Kriterien - sie können aber als ganzes Kriterien für seelische Vorgänge liefern. - Terminologie: "primäre Sprachspiele": bei Wittgenstein "Anfang des Sprachspiels".
I 375
Def Käfer-Bsp/Wittgenstein/Hintikka: = die Frage ob die Ausdrücke für private Erlebnisse tatsächlich Namen dieser Erlebnisse seien - das ist nicht dasselbe wie die Frage der "natürlichen Ausdrücke" für Empfindungen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Propositionale Einstellungen Loar Avr I 35
Propositionale Einstellungen/Loar/Avramides: wenn man sie auf die rechte Seite des Bikonditionals bringt, hat man es nicht mehr mit Bedeutung zu tun, sondern mit dem Inhalt von propositionalen Einstellungen. Avramides: Vorsicht: zwei Arten von Semantik:
Def weite Semantik: deckt Bedeutung, Wahrheit, Referenz u.a. ab.
enge Semantik: quasi äquivalent mit "Bedeutung".
Propositionale Einstellungen/Avramides: weitere Unterscheidung: a) öffentliche Sprache - b) Sprache des Geistes (Mentalesisch).
Reduktionismus: kann propositionale Einstellungen nur nicht-semantisch analysieren. LoarVsPropositionen über Glauben.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Loar II
Brian Loar
"Two Theories of Meaning"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Relationstheorie Schiffer I 8
Relationstheorie/Schiffer: "Es gibt etwas das er glaubt" - kann man nur mit referentieller Quantifikation (nicht mit substitutionaler Quantifikation) schließen. - Substitutionale Quantifikation: ist wahr, wenn eine Substitutions-Instanz von "Elmar glaubt, dass S" wahr ist. - Referentielle Quantifikation: "..glaubt x", wobei ein x existieren muss. - Substitutionale Quantifikation: keine Relationstheorie, weil die substitutionale Quantifikation konsistent ist mit jeder Darstellung der logischen Form der Substitutionsinstanzen, die die Quantifikation wahr machen.
I 15
Relationstheorie/Schiffer: Relation zu Sätzen: Davidson: (1969): zur öffentlichen Sprache des Zuschreibenden - Carnap (1947): zur öffentliche Sprache des Glaubenden - Loar: öffentliche Sprache des Zuschreibenden, aber die semantischen Eigenschaften (die den Inhalt bestimmen) sind im Tarski-Stil (nicht-öffentlich) - dann nichts über Rolle der Ausdrücke bzw. Gebrauch in Population. - Problem: dann müssen Überzeugungen durch interpersonal funktionale Zustände individuiert werden - das geht nicht mit Tarski.
I 70
SchifferVsPropositionalismus/VsRelationstheorie mit Proposition als Objekt: wenn wahr, würde die Proposition als Inhalt entweder Hundheit selbst (geht nicht wegen Bsp "shmog") oder eine Gegebenheitsweise (GW) von ihr enthalten. - Gegebenheitsweise: wir haben keinen Anhalt, was sie sein sollten. (+)
I 73
Relationstheorie/Schiffer: hier zu Repräsentationen (= Sätze) in Mentalesisch (statt Propositionen). - Bedeutung in Mentalesisch bestimmt Bedeutung in öffentlicher Sprache, nicht umgekehrt. (+)

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Repräsentation Field II 55
Repräsentation/Field: wenn sie nur auf öffentliche Sprache bezogen, warum dann intern? - Lösung: Unterscheidung Typ/Token - Frage: warum dann auf öffentliche Sprache bezogen: weil man nur in Bezug auf Typen von Tokens sprechen kann.
II 58
R: ihre Syntax kann ohne Rücksicht auf die Bedeutungen bestimmt werden - wenn wir Gesetze für Körperbewegungen aus Wünschen usw. haben (enge psychologische Theorie).
II 58
Semantik/R: Wahrheit können wir überflüssig machen: wenn wir 1. Gesetze von Überzeugungen (Ü) aus Reizen - 2. Gesetze für Körperbewegungen aus Ü und Wünschen haben - das wäre die "enge psychologische Theorie": dann brauchen wir keine Bedeutungen in R anzunehmen. - II 59 wenn aber R wahr sein sollen, müssen sie mit Bedeutungen korreliert sein. - II 60 R ohne Bedeutung: Bsp für alle Sätze S1 und S2 in einem System: wenn eine Person glaubt [S1 > S2] und wünscht S2, dann wünscht sie auch S1. - Field: Bedeutungen deshalb nicht, weil die geglaubten Sätze alle auch falsch sein können! - Bsp RI: der Eingeborene hebt sein Gewehr: ein Grund anzunehmen, daß er glaubt, daß ein Kaninchen in der Nähe ist - (auch wenn er sich täuscht).
II 61
R/Semantik/ Psychologie: für ihre psychologischen Erklärungen brauchen wir gar nicht die semantischen Begriffe wie "wahr" und "referiert auf", die normalerweise Sätze in Beziehung zur Welt setzen - Glauben/Wahrheit: nichts zwingt mich, von einer Person anzunehmen, daß sie Glauben hat, die wahr von Kaninchen sind. - ((s) Es reicht ja, wenn er sein Gewehr hebt.) - Wahrheit: (von inneren Repräsentationen) brauchen wir nur, wenn wir annehmen, daß sie verläßliche Indikatoren über die Welt sind. - Bsp ein Kind benimmt sich schuldbewußt - Bsp wenn ein Mathematiker eine Theorie glaubt, ist das ein Grund für mich, sie auch zu glauben. (> Verlässlichkeit).
II 66
Sprache/Repräsentation/Schiffer: früh: (1972): Satzbedeutung ist allein durch Begriffe des Glaubens und Wünschens erklärbar - Bsp um die Bedeutung von "Cäsar war egoistisch" zu kennen, muß man wissen, daß der Satz konventionell mit dem Glauben korreliert ist, daß Cäsar egoistisch war. - Alles geht über innere R und diese können ohne weiteren Bezug auf Sprache erklärt werden. - FieldVsSchiffer: die Symbole in meinem Repräsentationssystem haben ihre Rolle durch Aneignung z.B. eines Namens in der öffentlichen Sprache erworben. - Tiere/Field: obwohl sie wahrscheinlich Repräsentationen haben, können Bedeutungen und damit auch Wahrheit, nicht auf sie angewendet werden.
II 69
Repräsentation/Field: könnte man auch als weder sprachlich noch piktoral annehmen: Bsp "Glühbirnenmodell" - das wäre uninterpretiert und könnte Verhalten nicht erklären.
II 77f
R: repräsentationale Begriffe können Eigenschaften ersetzen - Die meiste Psychologie kommt ohne sie aus. - Vorteile? - Intentionale Begriffe sind projektiv - Bsp "Er hob sein Gewehr..." - die Wahrheitsbedingungen (WB) spielen dann keine Rolle! - Der Vorteil von Repräsentationen liegt in der Verbindung von Erklärung und Voraussage.
II 94
R/StalnakerVsField: die grundlegende Relation besteht zwischen Wörtern statt zwischen Sätzen oder "Morphemen" (der Gedankensprache). Auch nicht zwischen ganzen Zuständen. - Field: das könnte stimmen. II 154 R/Wahrheitsbedingungen/Übersetzung: man kann R ohne Übersetzung und ohne Wahrheitsbedingungen annehmen: Lösung: man nimmt Reaktionen auf seinen Glauben an und einen entsprechenden Schwellenwert für seine Reaktion - verrückte Fälle: Bsp die Person glaubt, daß etwas ganz anderes repräsentiert ist. - Lösung: die Rolle kann gar nicht genau spezifiziert werden, aber der objektive Kern ist, daß es überhaupt eine Rolle gibt. - Erklärung 2. Klasse: "hinreichende Ähnlichkeit zu unseren eigenen R" Bsp "Chruschtschow blinzelte" als Erklärung für Kennedys Handeln. - Problem: unsere eigenen R sind nicht objektiv. - Deflationismus: für ihn ist das kein Problem - Wahrheitsbedingungen: brauchen wir nur, wenn wir nicht wissen, wie die Details der Erklärung sind.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Sprache Field Avramides I 113
Glauben/Bedeutung/FieldVsReduktionismus: (Vsreduktive Griceaner): es ist zirkulär, die semantischen Eigenschaften durch den Glauben erklären zu wollen. (Das sagt auch der Reduktionismus.) - Field wie Grice: man kann Glauben ohne Bezug auf den Satz erklären. - Lösung: das, was ein Symbol zu einem für Cäsar macht, ist die Rolle in meinem Lernen. - Field: dann kann es keine innere Sprache ohne öffentliche Sprache geben! SchifferVsField: kein Problem: Grice (intentions-gestützte Semantik, IBS) braucht nicht anzunehmen, daß man propositionale Einstellungen vor der öffentlichen Sprache erworben hat. - Beides geht Hand in Hand - nur besteht keine logische Abhäängigkeit zwischen ihnen (und zur Kompetenz). - Armstrong: beide sind doch logisch verbunden. ((s) Das ist stärker als Schiffers These.).
Williams II 481
Sprache/W-Def/Field/Soames: wenn Wahrheit nicht-semantisch ((s) d.h. sprecher-unabhängig, d.h. nicht-physikalistisch) definiert wird, wird Sprache ein abstraktes Objekt. - Sie hat ihre Eigenschaften wesentlich. - Mit anderen Eigenschaften wäre es eine andere Sprache - d.h. es hätte sich nicht herausstellen können, daß die Ausdrücke etwas anderes denotiert haben könnten. - Dann ist immer noch kontingent auf Sprachverhalten, welche Sprache eine Person spricht. - Aber die semantischen Eigenschaften (Wahrheit, Referenz, Zutreffen) sind nicht kontingent.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

WilliamsB I
Bernard Williams
Ethics and the Limits of Philosophy London 2011

WilliamsM I
Michael Williams
Problems of Knowledge: A Critical Introduction to Epistemology Oxford 2001

WilliamsM II
Michael Williams
"Do We (Epistemologists) Need A Theory of Truth?", Philosophical Topics, 14 (1986) pp. 223-42
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Überzeugungen Lycan Cresswell I 112
Lycan/Glauben/Überzeugung/Cresswell: Lycans Lösung ist ganz anders, Lycan These der "Satz", zu dem a in der GLAUBEN-Relation steht, ist keine Entität der öffentliche Sprache - vielmehr ist es eine Art Gehirnkonfiguration. Gehirnzustand/Bedeutung/Lycan: ist nicht etwas, das eine Bedeutung hat, sondern:
I 113
Ein Gehirnzustand ist etwas, das eine Bedeutung ist. Gehirnzustand/Bedeutung/Cresswell: es gibt keine Möglichkeit, ein geistiges Ereignis wie Bsp dass Brokkoli abscheulich sind anders zu verstehen als aufgrund irgend einer Spezifikation seiner Teile.
I 114
Lösung/Stalnaker/Cresswell: würde vermutlich sagen, dass mentale Ereignisse in Begriffen von Handlungen analysiert werden sollten, die sie als Ergebnis haben. Dann wären sie wieder Mengen von möglichen Welten. ((s) Fazit: Es geht hier darum, ob eine Formalisierung möglich ist, die nicht ausschließt, dass jemand nicht weiß, was er selbst glaubt. Wenn eine solche Formalisierung möglich ist, dann kann die Theorie, aus der sie folgt, nicht richtig sein.)

Lyc I
W. G. Lycan
Modality and Meaning

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Öffentliche SpracheÖffentliche Sprache Stalnaker Vs Field, H. Field II 28
Gleichheit der inferentiellen Rolle/Field: muss hier nur in Bezug auf einen Idiolekt definiert werden. Das löst das Problem, dass wir sonst vielleicht die Bedeutung der Tokens in das einbauen, worauf referiert wird. ((s) zirkulär). VsField: (Wallace 1977, Davidson 1977, 1979, McDowell 1978 Stalnaker 1984): die Reduktion der WB auf die Semantik der Grundbegriffe sei zu atomistisch. Es berücksichtigt zu wenig, dass der Satz selbst eine Bedeutungseinheit ist.
FieldVsVs: ich sollte Reduktion etwas „weiter“ verstehen.

Field II 94
StalnakerVsField: würde einwenden, 1. dass Kausaltheorien der Referenz in der öffentlichen Sprache intentionale Begriffe erfordern: was ein Wort bedeutet, hängt von der Einstellung der Sprachbenutzer ab. ((s) Problem: >Humpty-Dumpty-Theorie, VsVs: hier geht es um die Sprachgemeinschaft, >Einstellungssemantik). Field: dann wäre eine nicht-.intentionale Kausaltheorie erfolgreicher für die „Morpheme“ der Gedankensprache als für Wörter der öffentlichen Sprache.
Eine nicht.-intentionale Theorie für die öffentliche Sprache scheint irrelevant.
StalnakerVsField. 2. (tiefer): Fields Zugang sei zu atomistisch: er meint, die grundlegende Repräsentation besteht zwischen Wörtern statt zwischen Sätzen oder „Morphemen“ der Gedankensprache statt ganzen Zuständen.
Field: damit könnte er Recht haben. Zwei Punkte dazu:
FieldVsStalnaker: 1. er meint, bei mir kommen die „Name-Objekt-„ bzw. Prädikat-Eigenschaft“-Relationen zuerst. Die Satz-Proposition-Relation ist dann abgeleitet. Soll das heißen, daß Menschen zuerst Namen und Prädikate erfanden, und sie dann genial zusammensetzten? Das habe ich nie behauptet.
Vielmehr werden WB durch „Name-Objekt“- bzw. „Prädikat-Eigenschaft“-Relationen charakterisiert.
2. eine atomistische Theorie kann sehr viel von der Interaktion zwischen den Atomen erklären.
Stalnakers Theorie ist nicht atomistisch genug.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Öffentliche SpracheÖffentliche Sprache Harman Vs Fodor, J. Cresswell II 160
Gedankensprache/Mentalesisch/HarmanVsFodor/Cresswell: (Harman 1982) These: die Sprache der Gedanken ist einfach die öffentliche Sprache. FodorVsHarman: (1975, 56).

Harman I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Harman II
Gilbert Harman
"Metaphysical Realism and Moral Relativism: Reflections on Hilary Putnam’s Reason, Truth and History" The Journal of Philosophy, 79 (1982) pp. 568-75
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Öffentliche SpracheÖffentliche Sprache Harman Vs Kompositionalität Schiffer I 188
Mentalesisch/HarmanVsKompositionalität/Verstehen: (Harman 1975, 271): (er wurde nicht von Wortspielen über "Gebrauch" verwirrt): selbst für das Verstehen der öffentlichen Sprache wird keine Kompositionalität gebraucht, vorausgesetzt, dass Denken spielt sich in der eigenen öffentlichen Sprache ab. Er braucht zwei Prämissen: 1. wir würden eine kompositionale Semantik nur dann brauchen, wenn gesprochene Äußerungen eine Frage der Dekodierung der öffentlichen Sprache ins Mentalesisch wären.
2. Aber weil wir in Deutsch denken, gibt es keine solche Dekodierung.
Kompositionalität/kompositionale Semantik/Repräsentation/CS-Theorie/Schiffer: wir müssen auch anerkennen, dass die CS-Theorie nicht von dem bedroht wird, was ich über mentale Repräsentationen annehme:
(A) Selbst wenn wir in Mentalesisch denken, gibt es keine wahre Theorie der Intentionalität oder der Repräsentation per se, die impliziert, dass Mentalesisch eine kompositionale Semantik hat
(B) Die Wahrheit von (A) impliziert nicht, dass die öffentliche Sprache keine kompositionale Semantik hat.

Harman I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Harman II
Gilbert Harman
"Metaphysical Realism and Moral Relativism: Reflections on Hilary Putnam’s Reason, Truth and History" The Journal of Philosophy, 79 (1982) pp. 568-75
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Öffentliche SpracheÖffentliche Sprache Schiffer Vs Kompositionalität I 220
SchifferVsKompositionalität: meine Ablehnung beruht die ganze Zeit auf der Ablehnung der Relationstheorie für Glauben. Hier ist es schwierig darüber zu spekulieren, welche Art Bedingungssätze für "glaubt“"eine Bedeutungstheorie erfordern würden, die keine wahrheits-theoretische Semantik wäre. Wie könnte eine solche Bedeutungstheorie überhaupt aussehen?
Bsp Semantik der begrifflichen Rolle: (Schiffer Vs: s.o. Abschnitt 4.3).
Bsp Spieltheoretische Semantik/Spieltheorie/Hintikka/Schiffer: (Hintikka 1982): das ist keine Alternative zur konventionellen Theorie.
PeacockeVsHintikka: (1978) hat gezeigt, dass spieltheoretische Regeln entsprechende wahrheits-theoretische oder modelltheoretische Axiome liefern.

I XV
SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: natürliche Sprachen haben keine kompositionalen Bedeutungstheorien (BT).
I 137
Beispiel > href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/suche.php?x=0&y=0&volltext=Paul+und+Elmar">Paul und Elmar/SchifferVsQuine: Quine: es gibt keine zählbaren Glaubensobjekte. Bsp Wenn John glaubt, dass Schnee weiß ist und Mary glaubt, dass Schnee weiß ist, muss es etwas geben was beide glauben. Schiffer: dieser Konditional ist falsch:
I 138
entweder das oder die angebliche Quantifikation über Glaubensobjekte ist nicht das, was sie dem Quineschen Auge zu sein scheint.
I 144
SchifferVsQuine: harmlose scheinbare Quantifikation. SchifferVsKompositionalität: wir können jetzt schließen, dass keine natürliche Sprache eine kompositionale wahrheits-theoretische Semantik (kompwtSem) hat. Denn sonst wäre die Relationstheorie korrekt.
Außerdem hat sie auch keine kompositionale Bedeutungstheorie denn dann musst sie auch eine kompositionale Semantik sein.
Verstehen/SchifferVsFrege: also sind kompositionale Semantiken nicht erforderlich um Sprachverstehen zu erklären!
I 182
SchifferVskompositionale Semantik: sie ist falsch, auch unabhängig von der Falschheit der Relationstheorie des Glaubens. ((s) Kompositionale Semantik/(s): berücksichtigt nicht die Wahrheitsbedingungen, sondern spricht nur von den Beiträgen der Bedeutung der Wörter zur Satzbedeutung.)
Schiffer: 1. Es ist nicht plausibel, dass Sprachen eine kompositionale wahrheits-theoretische Semantik haben, außer sie folgt aus der stärkeren Behauptung, dass sie kompositionale Bedeutungstheorie haben, die selbst wahrheits-theoretisch sind. (> stärker/schwächer: >Stärke von Theorien).
I 192
SchifferVsKompositionalität/öffentliche Sprache/Mentalesisch/Schiffer: wenn ich recht habe, dass auch keine öffentliche Sprache eine kompositionale Semantik hat, muss ich einen Fehler in (U) finden. Mein Ziel ist nicht zu zeigen, dass Sprachverstehen nicht impliziert, dass die natürlichen Sprachen kompositionale Semantik haben, Die Erklärung unseres Verstehens wäre eine empirische Aufgabe. Ich will vielmehr ein Gegen-Bsp VsKompositionalität geben.
Bsp (1) Harvey versteht unbestimmt viele neue Sätze einer Sprache E1, die selbst unendlich viele Sätze enthält.
(2) Eine Erklärung seiner Fähigkeiten erfordert keine kompositionale Semantik.
E1: ist keine voll-entwickelte natürliche Sprache.
I 193
Harvey: sei in der hier betrachteten möglichen Welt eine informations-verarbeitende Maschine, der in Maschinensprache denkt: "M": Glauben/Überzeugung: hat Harvey gdw. er in einer bestimmten computationalen Relation zu einem verkörperten (tokened) Satz von M steht. ((s) Mentalesisch: es gibt also immer noch eine interne Relation zur eigenen Gedankensprache).
B: ist eine Box in Harveys Kopf, in der ein Satz von M genau dann als Glauben vorliegt (tokened), wenn ein Token von dem Satz in B vorkommt. (Angenommen, Harvey hat nur endlich viele Überzeugungen).
Glauben: für jeden gibt es genau einen Satz in Mentalesisch, dessen Vorkommen in B ihn realisiert.
µ: ist eine Formel in M so dass Harvey glaubt, dass Schnee weiß ist.
Realisation/“Bedeutung“/Schiffer: da Sätze von M (Maschinensprache, Mentalesisch) Glauben realisieren, haben sie ipso facto auch semantische oder repräsentationale Eigenschaften. Dann ist es fair zu sagen, dass µ "bedeutet" dass Schnee weiß ist. Und auch, dass eine Komponente von µ als inneres Gegenstück des Worts in der öffentlichen Sprache auf Schnee referiert.

I 195
Sprachverstehen/Verstehen/Schiffer: ohne Kompositionalität: Bsp (Fortsetzung: E1: gesprochene Sprache (ohne Zweideutigkeit und Indices)
M: Mentalesisch für Harvey
begriffliche Rolle: soll den Übergang von (1) zu (2) erklären. (und alle anderen, die dem entsprechend).
Sätze im inneren Code: (bzw. Repräsentationen davon:
(3) Nemrac derettu "sum"-"sno"-"iz"-"pör-pol"
((s) Englisch rückwärts, [Lautsprache], Metasprache (MS) und Objektsprache (OS) gemischt)
(4) Nemrac dias taht emons wons si elprup
((s) Englisch rückwärts, aber explizite Sprache, MS)
und
(5) Nemrac ecnarettu si eurt ffi emos wons si elprup
((s) Metasprache und Objektsprache! "wahr" und "gdw" in Maschinensprache, aber ohne alltagssprachliche Bedeutung bzw. "eurt" muss nicht "wahr" heißen! Begriffliche Rolle statt Bedeutung).
I 196
Begriffliche Rolle/bR/SchifferVsKompositionalität: damit zeigen wir, dass "dias taht" und "eurt" begriffliche Rollen haben können die a) keine kompositionale Semantik voraussetzen,
b) den Übergang von einem Vorkommnis von (3) in Harveys B-Box zu einem Vorkommnis von (4) und (5) erklärt.
Dazu brauchen wir gar nicht die vollständige begriffliche Rolle zu spezifizieren! Ich nehme einfach an, dass (4) und (5) eine Rolle haben ("welche auch immer"), die kraft ihres Formelseins in Harvey diesen Glauben auslöst. Und nichts davon macht eine kompositionale Semantik notwendig:
Begründung: Bsp man könnte einfach eine Abbildungsrelation für Sätze zwischen zwei verschiedenen Sprachen haben, nach der jemand, der die andere Sprache gar nicht versteht, weiß, wann ein Satz der anderen Sprache wahr ist. (…+…) I 200, 202f, 208.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Öffentliche SpracheÖffentliche Sprache Schiffer Vs Loar, B. I 274
Glauben/Loar:/Schiffer (1981): geniale Theorie nach der These: Glauben eine Relation zu einem Satz in der öffentlichen Sprache des Zuschreibenden ist, aber in der die semantischen Eigenschaften, die den Inhalt bestimmen, nicht in der öffentlichen Sprache definiert sind, sondern im Tarski-Stil.
I 275
Tarski-Stil/W-Def/Schiffer: geht nicht von irgendeiner Rolle aus (Übersetzung: prescinds form any role), die der Ausdruck in der Kommunikation haben kann: wenn „T“ für eine Sprache definiert ist, dann beinhaltet [s ist T] nichts über den Gebrauch von s in irgendeiner Population von Sprechern. (Tarski 1956).
I 15
Individuation/Glauben/Loar/Schiffer: Loars Sicht macht es notwendig, dass Überzeugungen auf der Basis von interpersonal zuschreibbaren funktionalen Zuständen individuiert werden. ((s) Also eigentlich unverträglich mit Tarski). SchifferVsLoar:: (s.u.): das wird wahrscheinlich nicht gehen.
Das lässt als einzige Möglichkeit: (s.o.)
a) (kompatibel mit IBS (intention based semantics/intentionsgestützte Semantik): die lokale (topical) These, dass Glauben eine Relation zu einer mentalen Repräsentation (in Mentalesisch) ist.
D.h. 1. die Inhalte von Zeichen und Lauten müssen auf Inhalte von mentalen Zuständen reduziert werden (d.h. ihre intentionalen Eigenschaften, die in dass-Sätzen zugeschrieben werden).
2. anschließend werden die Inhalte der mentalen Zustände auf semantische Eigenschaften der nicht-öffentlichen Sprache der mentalen Repräsentationen reduziert, die diese mentalen Zustände realisieren. ((s) Repräsentationen realisieren mentale Zustände).
Nicht-öffentliche Sprache/Problem: die semantischen Eigenschaften der nicht-öffentlichen Sprache von Formeln im inneren System sind kontingente (!) Eigenschaften! D.h. sie erfordern eine Theorie, die uns sagt, was die WB für Sätze in Mentalesisch bestimmt.
Das ist ein schweres Erbe.
Glauben/Schiffer: muss allerdings auch ohne psychologisches Vokabular erklärt werden können. (s.o.).
((s) Repräsentationen/Schiffer/(s): müssen in nicht-öffentlicher Sprache erklärt werden, bzw. die Erklärung selbst in öffentlicher, aber als Phänomen muss gewürdigt werden, dass ihre Inhalte in nicht-öffentlicher Sprache determiniert sind. (Nicht-öffentlich: Bsp Zuschreibung von Wahrheitswerten, aber auch Mentalesisch, Inhalte mentaler Zustände usw.).
I 34
SchifferVsLoar/SchifferVsVolkspsychologie: es gibt nicht annähernd genug M-Beschränkungen in einer möglichen Volkspsychologie, die der Definition nach, jedem zugänglich sein muss, Bsp der Glaube, dass Neuseeland keine Diktatur ist: mit welchem „beobachtungsmäßigen Glauben“ (oder Mengen von solchen) soll dieser Glaube via M-Beschränkungen verbunden sein? SchifferVsVolkspsychologie: sie kann die funktionalistische Reduktion nicht leisten.
I 45
Glauben/Proposition/Loar/Schiffer: (Loar, 1981) begann mit Propositionen als Glaubensobjekten, zeigte dann aber, wie man ohne sie auskommt zugunsten von sprachlichen Entitäten. SchifferVsLoar: 1. gibt keinen völlig allgemeinen Vorschlag. Seine einzige Meta-Bedingung wird von einer commonsense Theorie geliefert, die nur auf normale Erwachsene anwendbar ist.
I 46
Problem: es ist eine Konsequenz aus Loars Theorie, dass Bsp das Prädikat „glaubt, dass der New Yorker Ved Metha publiziert“ in meinem Idiolekt teilweise durch eine common sense-Theorie definiert ist, die falsch ist für Blinde und daher, so wie ich das Prädikat gebrauche, der Satz „Ved Metha glaubt, dass der New Yorker Ved Metha publiziert“ nicht richtig sein kann, denn Ved Metha ist blind. 2. Loars Theorie ist nicht immun gegen Zwillingserden-Beispiele und Burges Beispiele. (Das ist ihm bewusst).

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Öffentliche SpracheÖffentliche Sprache Field Vs Reduktionismus Avramides I 113
FieldVsReduktionismus/Vsreduktive Griceaner: der reduktive Gricesche Ansatz sagt, daß man erklären kann was es heißt zu glauben, daß Cäsar egoistisch ist, ohne sich irgendwie auf die semantischen Eigenschaften des Satzes "Cäsar war egoistisch" zu stützen. Denn die semantischen Eigenschaften des Satzes durch den Glauben zu erklären, wäre zirkulär. Die Frage ist, ob die Gricesche Präsupposition richtig ist, daß man Glauben ohne Bezug auf den Satz erklären kann. (84).
((s) Das ist nicht das Argument von Pieter Seuren, daß man sprachliche Bedeutung nicht sprachlich erklären könne.((s) > Evans/McDowellVsSeuren)).
Field: ich glaube, daß die Präsupposition richtig ist. In einem typischen Fall ist das, was ein Symbol in meinem System zu einem Symbol macht, das für Cäsar steht, daß dieses Symbol seine Rolle in meinem Repräsentationssystem als Resultat meines Lernens eines Namens erworben hat,
I 114
der für Cäsar in der öffentlichen Sprache steht. (85). Bedeutung/Sprache/Field: wenn das richtig ist, dann ...Avramides: dann kann es nach Field keine innere Sprache ohne öffentliche Sprache geben.
SchifferVsField: da gibt es keine Inkompatibilität. Intentions gestützte Semantik (Grice) braucht nicht anzunehmen, daß man prop Einst hat, bevor man öffentliche Sprache erworben hat.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Öffentliche SpracheÖffentliche Sprache Wittgenstein Vs Searle, J.R. Esfeld I 76
Gebrauchstheorie/Esfeld: impliziert nicht, daß Überzeugungen auf Aussagen in einer öffentlichen Sprache reduziert werden oder durch Aussagen ersetzt werden können. Sonst müßte man eine Theorie bedeutungsvoller Aussagen entwickeln, die nicht auf Glaubenszustände von Personen Bezug nimmt.
SearleVsWittgenstein: These: Glaubenszustände haben Priorität von sprachlichen Ausdrücken.
WittgensteinVsSearle: statt dessen: These: Überzeugungen zu haben und eine öffentliche Sprache zu meistern, ist gleichursprünglich.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Öffentliche SpracheÖffentliche Sprache Schiffer Vs Stalnaker, R. I 46
Die zweite Position im logischen Raum für den "Propositionalisten": (Stalnaker) stellt eine größere Abweichung vom Funktionalismus dar: er gesteht zu, dass keine psychologischen Theorie selbst eine Definition von Glauben liefern wird, wie Bsp x glaubt, dass einige Hunde Flöhe haben. ((s) Mit Inhalt).
wohl aber von
x ist ein Glaube. ((s) Ohne Inhalt).
1. man muss eine psychologische Theorie finden, mit der man das monadische Prädikat "x ist eine Überzeugung" definieren kann.
2. eine funktionale Eigenschaft definieren, für jede zusammengesetzte Glaubens-Eigenschaft via nicht-funktionale, explizite Definition der Form
(R) x glaubt p gdw. (Es)(s ist ein Glauben; x ist in s; & R(s,p))
für eine gegebene spezifizierte Relation R.
Stalnaker: greift eine Idee von Dennis Stampe auf.
Stampe: (1977, unveröffentlicht) als Vervollständigung von (R )
(FG) x glaubt p gdw. x in einem Glaubenszustand ist, den x unter optimalen Bedingungen nicht haben würde, wenn es nicht der Fall wäre, dass p
FG/fuel gauge/Benzinuhr/Repräsentation/Dretske/Terminologie/Schiffer: (Dretske 1986): „Benzinuhr-Modell der Repräsentation: sie repräsentiert den Benzinstand, weil sie ein verlässlicher Indikator dafür ist. ((s) Durch Regelmäßigkeit zur Repräsentation. Zusatzannahme: Kontrafaktisches Konditional).
I 47
Repräsentation/Schiffer: ist nicht nur ein Merkmal mentaler Zustände! > Bsp Benzinuhr. SchifferVsStalnaker/Glauben/Theorie: das Benzinuhr-Modell ist nur ein erster Schritt. Es impliziert, dass man unter optimalen Bedingungen keine falschen Glauben hat. Das kann schon sein.
Problem: 1. was sollen diese optimalen Bedingungen dann sein, die niemals erfüllt werden? 2. wie sollten sie erfüllt werden, ohne dass das Benzinuhr-Modell zirkulär wird?
"optimal"/Bedingung/(s): als Bedingung ist an sich schon verdächtig zirkulär: sie werden erfüllt, wenn alles ok ist.
(R)/Glauben/Schiffer: FG ist auch nur ein Vorschlag für die Vervollständigung von (R ). Diese sollte am besten die Wahrheitsbedingungen (WB) in einem System mentaler Repräsentationen bestimmen.
Fazit: wenn Glauben eine Relation zu Propositionen ist, und es eine nicht-mentalistische Spezifikation dieser Relation gibt, dann kann sie nicht funktionalistisch sein.

I 282
Glaubensinhalt/Stalnaker: (1984): sein Ansatz bezieht sich auf öffentliche Sprache, wäre aber, bezogen auf Mentalesisch, dem Ansatz von Fodors b) es gibt eine ("Optimums"-) Bedingung D – unerfüllt aber erfüllbar – und spezifizierbar in naturalistischem Vokabular so dass
Eine M-Funktion f die WB-Funktion für x* lingua mentis M ist gdw. für jeden Satz s von M: würde D bestehen, dann würde x glauben, wenn und nur wenn f(s) besteht. )
vergleichbar, mit "nur wenn" statt "wenn und nur wenn". Dann ist man bloß unfehlbar unter optimalen Bedingungen.
SchifferVsStalnaker: das ist auch nicht viel besser.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Sprache Field, Hartry Avramides I 114
Field: These keine innere Sprache ohne öffentliche Sprache. SchifferVsField: da gibt es keine Inkompatibilität. Intentionsï·"gestützte Semantik (Grice) braucht nicht anzunehmen, daß man prop Einst hat, bevor man öffentliche Sprache erworben hat.
These beides geht Hand in Hand.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Mentalesisch Harman, G. Cresswell II 160
Gedankensprache/Mentalesisch/HarmanVsFodor/Cresswell: (Harman 1982) These: die Sprache der Gedanken ist einfach die öffentliche Sprache. FodorVsHarman: (1975, 56).
Schiffer I 74
Mentalesisch/Harman: (1978, 58) These: es ist aber nicht unplausibel, anzunehmen, daß unsere inneren Zustände der Repräsentation "Elemente und Struktur haben, in einer Weise, die analog ist zu der Weise in der Sätze Elemente und Struktur haben".

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Mentalesisch McGinn, C. Schiffer I 73
McGinn: (1982a, 70): These die inneren Sätze sind die grundlegenden Objekte der Interpretation. Ihr Inhalt verleiht den Gedanken ihren Inhalt und Gedanken übertragen ihren Inhalt auf öffentliche Sprache. Fodor: ((1987), Guru des Mentalesisch): These (unveröffentlicht): die Strategie ist, die intentionale Eigenschaft mentaler Zustände als ererbt aus den semantischen Eigenschaften der mentalen Repräsentationen zu sehen, die in ihrem Tokening impliziert sind.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987