Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Autor/Ismus
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Allquantifikation Millikan I 232
Alle/Negation/“nicht alle“/Millikan: das „nicht“ in „Nicht alle A sind φ“ ist nicht immunisierend. Wenn es das wäre, dann würde die Tatsache, dass Bsp „Alle Blubbs sind gull“ sinnlos ist, beinhalten (entail) dass „Nicht alle Blubbs sind gull“ wahr wäre. Also: aus der Tatsache, dass „Nicht alle Einhörner sind weiß“ nicht wahr ist, sollte nicht folgen, dass „Alle Einhörner sind weiß“ wahr ist.
Lösung: wenn das Wort „Einhorn“ keinen Sinn hat (keine Abbildungsregel, nicht zu verwechseln mit Intension, die das Wort sehr wohl hat) dann sollte der Satz „Alle Einhörner sind weiß“ ebenso keinen Sinn haben!
Repräsentation/Nichtexistenz: in einem repräsentationalen Satz sollte „Alle As sind φ“ niemals wahr sein, wenn es keine As gibt.
Allquantifikation/Existenzquantifikation/Millikan: „Alle As sind φ“ würde immer implizieren „Einige As sind φ“. ((s) Bei repräsentierenden Sätzen).
Repräsentation/alle/Millikan: aber ist es so, dass solche Sätze mit „alle“ immer repräsentieren? Bsp „Schmerzlich enttäuscht kehrte Johnny niemals zurück“, Bsp „der Junge der die Zeitung ausliefert, ist nicht sehr groß“: Hier operiert „nicht“ nicht über dem logischen Prädikat, dass im grammatischen Subjekt enthalten ist.
Angenommen, so wäre es auch in „Alle As sind φ“.
„Nicht alle As sind φ“ ist äquivalent zu „Einige A sind nicht-φ“. Wenn es also irgendeinen positiven Satz gibt, der hier eingebettet ist, dann sollte er auch eingebettet sein in dem grammatischen Subjekt „Alle As“ Bsp „Alle roten Kühe sind freundlich“: wird zu „Nicht alle roten Kühe sind freundlich“. Was äquivalent ist zu
I 233
„Einige rote Kühe sind nicht freundlich“. Das grammatische Subjekt enthält hier einen eingebetteten Satz „“Einige) Kühe sind rot“. Und das muss auch der ursprüngliche Satz eingebettet haben! Wenn also „Alle As sind f“ impliziert „Einige sind...“ dann ist die Weise wie „nicht“ hier funktioniert perfekt verträglich mit der Weise, wie es auf anderen repräsentationalen Sätzen funktioniert und braucht keinen besonderen Kommentar. Repräsentation/Millikan: Frage: sind solche Sätze denn Repräsentationen? Oft ja, aber eben manchmal nicht!
Stabilisierungsfunktion: was könnte denn die Stabilisierungsfunktion von „Alle As sind φ“ sein? Sie muss wenigstens sein, dass beim Hörer eine Disposition hervorgerufen wird, bestimmte Arten von Inferenzen hervorzubringen.
Bsp von „x ist ein A“ zu „x ist φ“ und von „x ist nichtφ“ zu „x ist kein A“. Und von „kein B ist φ“ zu „kein B ist ein A“.
>Terminologie/Millikan.
Problem: jenseits dieser elementaren Funktionen scheinen sich die Funktionen von „Alle As sind φ“ zu trennen.
a) Nomischer Gebrauch/alle/Millikan: hier lizensiert „Alle As sind f“ eine Subjunktion (subjunktivische Inferenz) dieser Art:
Bsp „Angenommen x wäre ein A, dann wäre x φ“ und
b) „Angenommen x sollte nicht φ sein, dann wäre x besser kein A“.
Repräsentation: Bsp „Alle Studierenden die schummeln, werden exmatrikuliert“. Nun sind alle so abgeschreckt, dass überhaupt keiner schummelt. D.h. die Studenten werden angepasst an diese Welt, einfach dadurch, dass der Satz Dispositionen zu Inferenzen hervorbringt, die Dispositionen in dieser Welt abbilden.
Intentionale Icons: man könnte denken, dass die Dispositionen korrekte intentionale Icons sind, weil sie potentielle Dispositionen abbilden.
I 234
MillikanVs: aber der Gebrauch ist hier gar nicht repräsentierend, sondern nomisch! Hier muss gar nichts abgebildet werden, damit die Eigenfunktion erfüllt wird, sondern es wird eine Disposition hervorgebracht. ((s) Die Disposition wird auch nicht abgebildet). Nomischer Gebrauch/“nicht“/Millikan: ist aber sehr speziell und muss immer irgendwie gekennzeichnet sein. Hier z.B. durch den Gebrauch des Futurs.
Es bleiben noch zwei Fragen in Bezug auf „alle“:
1. Warum sind wir versucht zu glauben, dass „Alle A sind φ“ wahr ist, nicht trotz, sondern gerade wegen der Tatsache, dass es gar keine As gibt?
Bsp „“Alle tagaktiven Fledermäuse sind Pflanzenfresser“ ist wahr, weil es gar keine tagaktiven Fledermäuse gibt.
2. Wie bilden überhaupt Sätze der Form „Alle A sind φ“ die Welt ab?
Wenn wir hier nur den normalen und den nomischen Gebrauch betrachten, gibt es keine gemeinsame Erklärung, nur eine gemeinsame fokussierte Eigenfunktion. Nämlich, eine Disposition zu Inferenzen hervorzubringen. Wenn es gar keine As gibt, ist das kein Problem, die Disposition von A auf φ zu schließen, wird einfach nicht aktiviert. Außerdem werden die Schlüsse von „x ist nicht “ zu „x ist kein A“ und
I 235
von „kein B ist φ“ zu „Kein B ist ein A“ wahr. (Dabei muss A allerdings einen Sinn haben, d.h. in diesem Fall ein komplexer Term sein. Bsp „Alle schlechten Äpfel sind aus dem Korb entfernt worden“ Hier kann man schließen, dass nur gute Äpfel im Korb sind. Ob vorher schlechte drin waren, hat gar keine Konsequenzen.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Äquivalenz Logik-Texte II 131
Bikonditional/Hoyningen-Huene: (Bikonditional, Bisubjunktion) ist ein Zeichen der Metalogik. - Logische Äquivalenz ⇔ steht für eine Aussagenverknüpfung der Objektsprache. >Meta-Sprache, >Objekt-Sprache, >Stufen (Ebenen).
II 133
Äquivalenz/Hoyningen-Huene: Abschwächung der Identität von Aussagen. Äquivalente Aussagen sind nicht in allen Hinsichten gleich, sondern nur in logischer.
Beide haben immer gleiche Wahrheitswerte.
Äquivalente Formeln haben die gleichen Folgerungsmengen und können aus den gleichen Voraussetzungen gefolgert werden.
>Wahrheitswert, vgl. >Implikation, >Konditionen.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Äquivalenz Wessel I 50
Bisubjunktion/(Bikonditional)/Wessel: Operator, macht aus zwei Formeln eine Formel. - >Formeln, >Logische Formeln, >Operatoren.
Äquivalenz: Äquivalenz ist kein Operator, sondern ein Satz, der die Äquivalenz zweier Formeln behauptet.
>Behauptung.
Die Formeln kommen selbst nicht in der Äquivalenz vor sondern werden zitiert: "Die Formel A" ⇔ "die Formel B".
>Aussagen, >Erwähnung, >Zitat, >Stufen/Ebenen.

Wessel I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
Bikonditional Bikonditional: Schreibweise: ↔; eine Aussage, deren beide Seiten den gleichen Wahrheitswert ("wahr" oder "falsch") haben müssen, damit die gesamte Aussage wahr ist. Das Bikonditional (auch Bisubjunktion) gehört zur Objektsprache. Unterschieden davon ist die Äquivalenz ⇔, die zur Metasprache gehört. Sie liegt vor, wenn das Bikonditional immer wahr ist.
Folgebeziehung Mates I 71
Def Folgerung/Mates: Eine Folgerung liegt vor, wenn die zugehörige Subjunktion (Antezedens/Sukzedens) gültig ist. >Gültigkeit.
I 84
Def Folgerung/Mates: Eine Folgerung ist eine Aussage φ aus einer Menge Γ von Aussagen, gdw. es keine Interpretation gibt, bei der alle Aussagen von G wahr sind, φ jedoch falsch. >Interpretation.
Def widerspruchsfrei/wsf: Widerspruchsfrei ist eine Menge G von Aussagen, wenn es eine Interpretation gibt, bei der keine Aussagen von Γ wahr sind. (hier ist wsf = erfüllbar).
>Widerspruchsfreiheit, >Widersprüche, >Erfüllung, >Erfüllbarkeit.
Def Erfüllbarkeit: Eine Menge Γ von Aussagen ist erfüllbar, wenn es eine Interpretation gibt, bei der alle Aussagen von Γ wahr sind (= widerspruchsfrei).
>Wahrheit.
Problem: Das befähigt uns nicht zu entscheiden, ob eine Aussage gültig ist, was eine Folgerung ist, oder was eine widerspruchsfreie Menge ist.
>Entscheidbarkeit/Mates, >Entscheidbarkeit.

Mate I
B. Mates
Elementare Logik Göttingen 1969

Mate II
B. Mates
Skeptical Essays Chicago 1981
Funktionale Erklärung Bigelow I 323
Def Funktionale Erklärung/Funktion/Bigelow/Pargetter: mit einer funktionalen Erklärung beschreiben wir schon existierende Muster durch Referenz auf zukünftige Ereignisse oder Zustände. Es kann dabei sein, dass diese niemals eintreten. >Induktion.
Warum: Wir erklären, Bsp warum wir Zähne haben, indem wir auf ihre Funktion hinweisen.
Problem: Die Funktion von kausal nicht aktiven Mustern oder Elementen zu erklären.
I 324
Problem: Weil die zukünftigen Zustände sich vielleicht gar nicht einstellen, beschreiben wir keine tatsächlichen Eigenschaften. Eigenschaften/Bigelow/Pargetter: Eigenschaften eines Systems rühren aus seiner Kausalgeschichte her, nicht aus seiner Funktion! Daher hängen sie auch nicht von der Funktion des Systems ab!
>Eigenschaften, >Funktion.
Rückwärtsverursachung/Bigelow/Pargetter: ist damit einfach ausgeschlossen.
>Rückwärtskausalität.
Funktion/Erklärung/Bigelow/Pargetter: daher ist die Funktion eines Systems erklärungsmäßig redundant. Die Funktion kann natürlich erwähnt werden, aber Beschreibung ist mehr als Erwähnung von möglichen Wirkungen.
Funktionale Erklärung/Wissenschaft/Bigelow/Pargetter: Es gibt drei Ansätze, die wir im großen und ganzen für richtig halten. Sie alle haben gemeinsam, dass Funktionen keine signifikante Erklärungskraft haben.
I 325
Bsp Evolution/Bigelow/Pargetter: Die Theorien der funktionalen Erklärung erlauben es nicht, Evolution zu erklären, indem man sagt, ein Muster habe sich herausgebildet, weil es eine bestimmte Funktion erfüllt. >Evolution, >Darwinismus.
Funktionale Erklärung/Bigelow/Pargetter: These: unsere Theorie wird eine realistische sein.
I 332
Funktionale Erklärung/Funktion/Bigelow/Pargetter: These: Wir wollen eine Theorie, die vorwärtsgerichtet ist. Funktionen können und sollten erklärt werden durch Referenz auf zukünftige Ereignisse und Zustände. Analog: zur Erklärung von Dispositionen.
>Dispositionen.
Analogie: Unsere Erklärung hat ein Analogon: die Erklärung des evolutionstheoretischen Begriff des Überlebens (Fitness). (Lit. Pargetter 1987)(1).
VsDarwinismus/VsDarwin/Bigelow/Pargetter: Häufiger Einwand: das „Überleben des Tüchtigen“ sei eine leere Tautologie.
>Überleben.
BigelowVsVs: der Einwand geht davon aus, dass Fitness nur retrospektiv festgestellt werden könnte. Außerdem nimmt er an, dass die Tatsache, dass einige Individuen überleben genau das ist, was die Tüchtigkeit konstituiert (zirkulär).
BigelowVsÄtiologische Theorie: Die Ätiologische Theorie beruht auf dem gleichen Missverständnis. Sie behauptet dann, dass auch die Eigenschaft, eine Funktion zu haben, eine retrospektive Eigenschaft ist, die durch die Geschichte des Überlebens konstituiert wird. So ist der Begriff der Funktion seines Erklärungspotentials beraubt.
I 333
Zirkularität/Bigelow/Pargetter: Dieser Einwand wird oft fälschlich VsDarwinismus erhoben. >Darwinismus.
Fitness/Lösung/Bigelow/Pargetter: ist aber nicht retrospektiv definiert, sondern sie ist analog zu einer Disposition.
Subjunktion/subjunktiv/konditional/Fitness/Bigelow/Pargetter: Fitness ist eine subjunktive Eigenschaft: sie bestimmt was passieren würde, wenn die und die Umstände eintreten.
>Subjunktion.
Diese subjunktive Eigenschaft superveniert auf dem morphologischen Charakter des Individuums oder der Spezies. Dabei gibt es keine Zirkularität.
>Supervenienz, >Zirkularität.
Biologische Funktion/Bigelow/Pargetter. für sie gilt das gleiche wie für Fitness. Sie sind zwei Seiten einer Medaille.
Fitness/Bigelow/Pargetter: heißt vorwärtsschauen.
>Fitness.

1. Pargetter, R. (1987). Fitness. Pacific Philosophical Quarterly 68. pp.44-56.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Implikation Wessel I 124
Subjunktion/Wessel.: ">": aussagenbildender Operator, bezieht sich auf Sachverhalte. >Sachverhalte, >Operatoren.
Folgerung (=Implikation)/Wessel: 2-stelliges Prädikat, bezieht sich auf sprachliche Gebilde.
((s) bei "p > q" schließen wir nichts, sondern nehmen zur Kenntnis, dass ein Anspruch besteht.) Folgebeziehung/Wessel: = Implikation (kein Operator, sondern Prädikat). Dass kann zu Paradoxien führen, weil der Inhalt widersprüchlich sein kann, auch wenn die Form gültig ist.
Konditional: (Bsp wissenschaftliche Aussage) wäre aus demselben Grund dann falsch (weil der Inhalt keinen Zusammenhang bildet).
I 175
Formale Implikation/Russell/Principia Mathematica(1)/Wessel: "P(x) >x Q(x)": "für alle x gilt" entsprechend ">a1a2a3..an" - "binäre Quantoren. >Quantoren, >Quantifikation.
I 297
Konditional/Wessel: Subjunktion folgt aus Konditionalaussage - ((s) aber nicht umgekehrt.) >Konditional.

1. Whitehead, A.N. and Russel, B. (1910). Principia Mathematica. Cambridge: Cambridge University Press.

Wessel I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
Konditional Wessel I 279
Konditional/Wessel(s): Empirisches Wenn, dann, keine logische Notwendigkeit. Vgl. >Implikation.
Konditionaloperator l- ist nicht wahrheitsfunktional.
>Wahrheitsfunktionen.
I 283
Konditional/Wessel: Bsp Aus empirischen Untersuchungen, aus Aussagen über die Folgebeziehung, aus Axiomen, aus Definitionen, aus anderen Aussagen nach Schlussregeln. >Stufen/Ebenen, >Beschreibungsebenen, >Metasprache, >Objektsprache.
I 294
Aus einer Konjunktion darf nicht auf das Konditional geschlossen werden (empirisch) - Bsp Potsdam > 100.000 Einwohner und Landeshauptstadt, also, wenn P > ... falsch.
I 297
Konditional/Wessel: Subjunktion folgt aus Konditionalaussage - ((s) aber nicht umgekehrt.)
I 308
Existenzbelastung/Wessel: Existenzbelastung kann bei Konditionalen nicht so ermittelt werden, weil nicht wahrheitsfunktional. ((s) Damit eine Aussagen einen Wahrheitswert hat, muss der benannte Gegenstand existieren). >Existenz, >Wahrheitswerte.

Wessel I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
Korrektheit Mates I 16
Korrektheitskriterium/Korrektheit/korrekt/Mates: Das Kriterium für Korrektheit braucht "wahr" und "möglich": Es ist "nicht möglich, von wahren Prämissen auf einen falschen Schluss zu kommen. >Folgebeziehung, >Prämissen, >Wahrheit, vgl. >Gültigkeit.
I 18
Korrektheit liefert keine Information über die Wahrheitswerte der Konklusion. >Wahrheitswerte, >Konklusion.
I 19
Def korrekt: Korrekt ist ein Schluss, wenn die zugehörige Subjunktion analytisch ist. >Subjunktion, >Analytizität/Synthetizität.
Def analytisch: Analytisch ist eine Aussage, die nicht falsch sein kann - bzw. wenn sie nicht Konklusion eines unkorrekten Schlusses sein kann.
>Schlussfolgerung.
Das heißt, ein Schluss mit mathematischer Wahrheit als Konklusion kann nicht unkorrekt sein.
Pointe: Das zeigt, dass man Begriffe wie "korrekter Schluss" und "Beweis nicht gleichsetzen kann. - Ein Beweis erfordert mehr.
>Beweisbarkeit, >Beweise.
I 128
Def korrekte Ableitung/Mates: Ein korrekte Ableitung ist nach (anzugebenden) Regeln vollzogen. >Ableitung, >Ableitbarkeit.

Mate I
B. Mates
Elementare Logik Göttingen 1969

Mate II
B. Mates
Skeptical Essays Chicago 1981
Logik Quine II 47ff
Zweiwertigkeit: Problem: Sorites.
II 53
Dennoch Grundzug unserer naturwissenschaftlichen Welt. - Im liberalen Sinn kein Problem - Frege: jeder allgemeine Term trifft zu oder nicht. - Alle Termini sind vage durch Ostension. >Ostension.
II 168
Logik, alt: handelt von Eigenschaften - neu: von Relationen - Quine: sie spürt jedenfalls Implikationen auf. >Implikation.
II 169
Logik, alt: versagte bei relativen Termini: Bsp jeder, der Figuren zeichnet, zeichnet Kreise. - Neu: keine Probleme damit: Implikation steckt eben in dem relativen Term.
II 173
Existenz: "Alle x sind y" Streitfrage: impliziert das die Existenz von "x"? Mittelalterliche Logik: ja - Neuzeit: Nein (gewinnt dadurch an Symmetrie und Einfachheit).

VII (e) 82
Logik/Quine: dreifach: Propositionen - Klassen - Relationen - logische Begriffe: wir brauchen nur drei: "ε", ("Element von") - Shefferstrich und Allquantor.
VII (g) 119 ff
Klassenlogik/Quine: geht aus Quantorenlogik hervor, wenn wir Schemabuchstaben (Prädikatbuchstaben) "F" usw. binden - ((s) >Logik 2.Stufe).
IX 8
Logik/Quine: Hauptaufgabe: Beweise der Gültigkeit von Schemata - Logik 2. Stufe: hier geht es um die Gültigkeit von Formelschemata der Quantorenlogik - Bsp Substituierbarkeit der Bisubjunktion: ∀x1...∀xn[((A ↔ B) ∧ CA) > CB].

X 110
Logik/Quine: legt man die Gesamtheit der logischen Wahrheiten fest, hat man die Logik festgelegt Abweichende Logik/Quine: keine abweichenden Beweisverfahren, sondern Zurückweisung eines Teils der Logik als gar nicht wahr.
X 111
"Alles könnte anders sein"/Übersetzung/andere Logik/Vertauschung/und/oder/Schlüsselstelle/Gavagai/Quine: angenommene heterodoxe Logik, in der die Gesetze für die Adjunktion jetzt für die Konjunktion gelten sollen und umgekehrt. Bloße Änderung der Phonetik bzw. der Bezeichnung. - ((s) Wenn er "Adjunktion" sagt, gebraucht er unsere Konjunktion).
Quine: Wir zwingen ihm unsere Logik auf, indem wir seine abweichende Ausdrucksweise übersetzen - sinnlos zu fragen, welches die "richtige" Konjunktion ist. - Es gibt kein Wesen der Konjunktion über die Laute und Zeichen und die Gesetze für ihren Gebrauch hinaus.
>Gebrauch, >Gavagai, >Logische Konstanten.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Operatoren Wessel I 1
Logische Operatoren/Wessel: Bsp ist, und, nicht, oder, alle, einige, "die Tatsache, dass", "die Untatsache, dass".
>Verknüpfungen, >Logische Konstanten.
Termini/Term/Wessel: Bsp "Die Tatsache, dass Metalle Strom leiten", "H2O", "Bruder und Schwester", "durch drei teilbar"...
Keine Termini sind: und, alle, bei, oder, "Die Erde dreht sich um die Sonne".
I 131
Operator/Wessel: Ein Operator darf in beweisbaren Formeln der Aussagenlogik nicht mehrmals vorkommen. >Aussagenlogik, >Beweise, >Beweisbarkeit, >Logische Formeln.
((s) Operator/(s): (Bsp Subjunktion) führt nicht zu Paradoxien, weil nicht "von etwas ausgesagt" wie Prädikate (Implikation).
Operator/(s): rein formal statt Prädikat: Das Prädikat ist inhaltlich.)
>Prädikate, >Prädikation.

Wessel I
H. Wessel
Logik Berlin 1999