Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Adjektive Gärdenfors I 116
Adjektiv/Substantiv/Wortklassen/Gärdenfors: These: der semantische Hauptunterschied zwischen Adjektiven und Substantiven ist, dass Adjektive wie „rot“, „groß“ „rund“ typischerweise auf einen einzelnen Bereich referieren und damit Eigenschaften repräsentieren, während Substantive wie „Hund“, „Apfel“, „Stadt“ Information über mehrere Bereiche beinhalten und daher
I 117
Objektkategorien repräsentieren. Das ist aber nur eine Daumenregel. > Kategorien/Gärdenfors.
I 135
Adjektive/Wortklassen/Funktionen/Gärdenfors: können a) als Mittel zur Spezifizierung von Gegenständen angesehen werden
b) auf einer zweiten Ebene (zur Koordination von Gemeinsamkeiten) hat das Adjektiv eine informierende Funktion: Bsp Der Ofen ist heiß.
Logische Form: in diesem Fall ist das Adjektiv eine Ergänzung der Kopula „ist“.
Problem: es ist nicht klar, dass diese beiden Funktionen (Spezifikation und Information) von derselben Wortklasse ausgeübt werden können. (Dixon 2004, p. 30)(1).
Es gibt Adjektive, die nur spezifikativ gebraucht werden können (Bsp lebendig) und solche die nur informativ (prädikativ) gebraucht werden Bsp „absolut“. (Paradis, 2005)(2)
Spezifikation: kann auch von Substantiven geleistet werden.
I 136
Gärdenfors: These über Adjektive: die Bedeutung eines Adjektivs kann in einer konvexen Region eines einzelnen Bereichs repräsentiert werden. Bsp Farbwörter: keine Sprache hat nur ein Wort für das, was im Deutschen „grün“ und „orange“ heißt.
Conceptual Space/Farbwörter/Gärdenfors: für meine These, dass es einen einzelnen Bereich für Adjektive gibt, sind inzwischen Belege gefunden worden:
I 137
Siehe Taft und Sivik (1997)(3), Sivik & Taft (1994) (4), Jäger (2010)(5), Cook, Kay & Regier (2005)(6) Problem: Adjektive wie „gesund“ befinden sich an der Grenze vieler Dimensionen Bsp keine Schmerzen haben,
I 138
keine Infektion haben usw. Daher scheint die Bedeutung von „gesund“ der Ein-Bereichs-These für Adjektive hier nicht zu gelten. Lösung Gärdenfors: a) man kann einen Bereich Krankheit-Gesundheit annehmen. So gehen Ärzte vor.
Vs: Problem: wir können hier keinen Produktraum herstellen.
b) Man kann eine „Gesundheitsdimension“ als Diagonale im Produktraum annehmen, der alle Dimensionen umfasst, die bei Krankheit und Gesundheit involviert sind. GärdenforsVs: das finde ich weniger attraktiv.


1. Dixon (2004) Dixon, R. M. W. (2004). Adjective Classes in typological perspective. In R. M. W. Dixon & A. Y. Aikhenvald (Eds.) Adjective classes: A cross-linguistic typology (pp. 1-49) Oxford.
2. Paradis, C. (2005) Ontologies and construals in lexical semantics. Axiomathes, 15, 541-573.
3. Taft, C., & Sivik, L. (1997). Salient color terms in four languages. Scandinavian Journal of Psychology, 38, 26–31.
4. Sivik, L., & Taft, C. (1994). Color naming: A mapping in the NCS of common color terms. Scandinavian Journal of Psychology, 35, 144–164.
5. Jäger, G. (2010). Natural color categories are convex sets. Amsterdam Colloquium 2009, LNAI 6042 (pp. 11–20). Berlin: Springer.
6. Cook, R. S. Kay, P., & Regier, T. (2005) The World Color Survey database: History and use. In H. Cohen & C. Lefebvre (Eds.) Handbook of categorization in cognitive science (pp. 223-242). Amsterdam.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Farben Deacon I 116
Farbwörter/Sprachentstehung/Deacon: Die Entwicklung von Farbwörtern in verschiedenen Sprachen und Gesellschaften konvergiert. >Farbwörter.
Prinzipiell kann die Verknüpfung von Farbtönen und Lauten beliebig sein. Tatsächlich sind aber die Abbildungsrelationen in mancher Hinsicht universell.
>Abbildung, >Abbildtheorie, >Wortbedeutung, >Zeichen.
I 117
Aber das bedeutet nicht, dass sie irgendwie ins Gehirn eingebaut sind. Farbwörter/Farben/Berlin/Kay/Deacon: In verschiedenen Gesellschaften sind Schwarz (dunkel) und Weiß (hell) die ersten Unterscheidungen, später kommt immer zunächst die Unterscheidung Rot/Grün hinzu. Wenn es in einer Sprache drei oder vier Farbbegriffe gibt, kommt als nächstes Gelb oder Blau hinzu. Wenn es mehr Begriffe gibt, ist das Muster nicht mehr so eindeutig vorherzusagen(1).
>Unterscheidungen.
Erstaunlicherweise ähneln sich die Farbtöne, die als typisch rot oder typisch grün angesehen werden (best red/best green) überall in der Welt(2).
I 118
Erklärung: Es kommt hier eine Leistung des Gehirns bei der Unterscheidung bzw. der Hervorhebung von Unterschieden ins Spiel, die über die Besonderheiten des Sprachgebrauchs von Individuen oder Gesellschaften hinausgeht.
I 119
Sprachentstehung/Farbwörter: Die Muster von typischen Irrtümern tragen dazu bei, dass der Sprachgebrauch sich neurophysiologischen Gegebenheiten der Wahrnehmung anpasst. Das ist ein Fall von neurologischer Tendenz als Selektionsdruck in sozialer Evolution. >Sprachentstehung, >Selektion, >Wahrnehmung.
Angenommen, wir wollten ein neues Wort für einen ganz besonderen Farbton zwischen bekannten Farben einführen. Auf die Dauer wird dieser neue Name zugunsten alter Farbwörter wieder verschwinden. Es werden bestimmte hervorstechende Farbtöne dominieren. Die Tendenz unserer Gehirne, sich an bestimmte Farbtöne besser zu erinnern, entspricht der natürlichen Selektion gewisser Varianten anstelle von anderen Varianten. So wird sich die Referenz von Farbwörtern in Anpassung an das menschliche Nervensystem entwickeln.
>Referenz, >Nervensystem.
I 120
Diese Entwicklung geschieht aber aufgrund nicht-genetischer Kräfte. Ohne diese sozialen Universalien wäre der Gebrauch von Farbwörtern idiosynkratrisch, d.h. auf einzelne Individuen beschränkt. Dennoch ist es klar, dass Farbbegriffe nicht fest im Gehirn verankert sind. Was universell verankert ist, das sind vielmehr gewisse Tendenzen der Gruppierung, die nicht sprachlich sind. Die Aufteilung der Farbbegriffe wie sie ist, ist kein notwendiges Merkmal von Sprache und keine angeborene linguistische Kategorie. >Klassifikation, >Ordnung, >Kategorisierung,

1. Berlin, B., und Kay, P. (1969). Basic Color Terms: Their Universality and Evolution. Berkeley & Los Angeles: University of California Press.
2. Rosch, E. (1978). Principles of categorization. In: E. Rosch, & B. B. Lloyd (Hrsg.), Cognition and categorization (pp. 28-49). Hillsdale, NJ: Erlbaum.

Dea I
T. W. Deacon
The Symbolic Species: The Co-evolution of language and the Brain New York 1998

Dea II
Terrence W. Deacon
Incomplete Nature: How Mind Emerged from Matter New York 2013
Farben Dummett I 64
Farbe/Farben/Farbbegriff/Dummett: Dass der Gegenstand in der roten Beleuchtung rot erscheint, ist etwas ebenso Objektives wie der Sachverhalt, dass er weiß ist. >Erscheinung.
I 64
"Rot" bezeichnet nicht nur eine physische Eigenschaft, sondern eine wahrnehmbare Eigenschaft (es erscheint Normalsichtigen als rot). Haben wir "erscheint rot" jedoch mit "ist rot" erklärt, sind wir nicht mehr imstande, das auch umgekehrt zu tun.
I 64
Farbbegriffe objektiver als z.B. "amüsant".
I 67
Um etwas interessant zu finden braucht man den Begriff "interessant" nicht zu kennen - aber um etwas als rot wahrzunehmen, den Begriff "Rot"
I 69
Das Kind erkennt die Farben nicht an etwas, es erkennt sie einfach! Der Sinn der Farbwörter geht völlig in dem Wiedererkennungsvermögen auf, das es sich angeeignet hat. Die Farben sind nach seiner Meinung nichts weiter als Merkmale! Farben: haben keine Merkmale, sie sind Merkmale!
I 70
Farben sind nicht deshalb wahrnehmbare Eigenschaften, weil sie mit Hilfe von wiedererkennbaren Sinnesdaten (Merkmalen) erkennbar sind, sondern weil unsere Farbbegriffe in letzter Instanz auf einer durch Schulung erworbenen Fähigkeit beruhen, Farben durch Anschauen als solche zu erkennen.
I 72
Philosophen, die bestreiten, daß es in der äußeren Realität Farben gibt, machen eine doppelten Fehler. Sie verwechseln starke Objektivität mit Realität und halten Sinn und Bezug nicht auseinander. >Bedeutung, >Referenz, >Natur, >Realität, >Wahrnehmung, >Objektivität.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Farben Lewis I (b) 35
Farben/Lewis: Mein Mythos sagt: Namen von Farbempfindungen sind T-Termini (theoretische Begriffe), die durch als A-Termini (traditionelle Redeweise) benutzte Namen von Farben eingeführt wurden. Bsp 1. Def "Rot": "derjenige Zustand, der mit Vorliebe durch die Gegenwart von etwas Rotem hervorgerufen wird".
Ein anderer Mythos besagt umgekehrt: Farbnamen waren T-Termini, die durch als A-Termini benutzte Namen von Farbempfindungen eingeführt wurden.
Bsp 2. Def "Rot" (zweiter Mythos): "die Eigenschaft von Dingen, die mit Vorliebe Rot-Empfindungen hervorrufen".
Die beiden Mythen können nicht gemeinsam wahr sein, denn was soll zuerst da gewesen sein, die Farbe oder die Farbempfindung? Doch können sie beide gut sein! Wir könnten es mit einem Zirkel zu tun haben. Aber, na wenn schon. Zwei Mythen, die nicht gemeinsam wahr sein können, können doch gemeinsam gut sein! Vgl. >Theoretische Termini, >Farbwörter.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Farben Lyons I 59
Farben/Farbwörter/Farbbezeichnung/Linguistik/Lyons: Das Beispiel der Farbwörter zeigt, dass verschiedene Sprachen verschiedene Unterscheidung treffen: einige Gegenstände fallen in einer Sprache unter dasselbe Wort, in einer anderen unter zwei verschiedene, und umgekehrt. >Farbwörter, >Klassifikation, >Kategorisierung.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Farben Nida-Rümelin Metzinger I 264
Farbenforscherin Mary/Terminologie/Nida-Rümelin(1): nicht-phänomenal glauben: aus dem Sprachgebrauch heraus - Bsp der Himmel ist blau - dabei kann man selbst glauben, es gehe um rot - phänomenal glauben: "Die gleiche Farbe wie dieses" oder auch "Wissen-wie". >Farbenforscherin Mary, >Wissen wie, >Phänomene, >Qualia.
Metzinger I 273
Aber sie erwirbt neues Wissen nicht einfach dadurch, dass sie Farben aus eigener Erfahrung kennen lernt. >Wissen, >Propositionales Wissen.

Farbwahrnehmung/Farbwörter/Farben/Mary/Marianna/Nida-RümelinVsJackson: Es ist besser, zwei Stufen anzunehmen:
1. Sie sieht endlich Farben im Haus - jetzt erst kann sie fragen, ob der Himmel für Normalsichtige rotp, blaup, grünp oder gelbp aussieht. - Früher konnte sie die Alternativen nicht erwägen. - Das ist aber noch kein Erwerb von Wissen.
2. Stufe: Sie tritt ins Freie und sieht, dass der Himmel blau ist - damit weiß sie, welche Alternative zutrifft. - Damit wird ihre eigene de se-Überzeugung widerlegt, dass der Himmel rotp ist - damit korrigiert sie ihren Irrtum über die Bedeutung von Farbwörtern.

1. Martine Nida-Rümelin: Was Mary nicht wusste in Th. Metzinger (Hg.) Bewusstsein Paderborn, München 1995

Nida I
Martine Nida-Rümelin
Was Mary nicht wissen konnte. Phänomenale Zustände als Gegenstand von Überzeugungen
In
Bewusstein, Thomas Metzinger

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
Farben Sellars I 41
Erkenntnistheorie/Farbe/Tradition/Sellars: These der Ausdruck "rot" wird von den Verbindungen mit der Kategorie der physikalischen Gegenstände gelöst - SellarsVs. Tradition: Bsp wir sehen nicht die Rückseite - Bsp eine zweidimensionale Fläche als Farbträger ist kein Gegenstand.
>Aspekte, >Perspektive, >Objekte, >Sinnesdaten.

Farben/Sellars: Die grundlegende Grammatik des Attributs Rot lautet: der physikalische Gegenstand x ist an der Stelle s und zur Zeit t rot. Die rote Farbe verdankt jedoch ihre Röte nicht selbst wieder einer Komponente, die rot ist! Man kann den Platz der Gegenstände nicht dadurch finden, dass man den Diskurs der Wahrnehmung analysiert, so wie wir Entitäten im vier-dimensionalen Raum nicht der Analyse dessen verdanken, was wir meinen.
>Meinen, >Farbwörter, >Sprachgebrauch, >Sprachspiel.
I 42/43
Rote Farbe ist nicht Extrakomponente eines Gegenstands - Farbe nicht aus der Analyse der Rede (als Komponente) zu gewinnen. Orte im Raum sind nicht durch Analyse dessen zu finden, was wir meinen.
>Räumliche Ordnung, >Lokalisierung, >Realität, >Welt/Denken.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Farben Wittgenstein Hintikka I 117
Farbe/Farbwörter/Wittgenstein/Hintikka: Rot kann man nicht definieren. >Definition, >Definierbarkeit.
I 165
Farbe/Farbbegriffe/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Wenn Farben nur durch verschiedene Namen wiedergegeben werden, dann wäre das die ganze Inkompatibilität - (keine Kontradiktion, keine logische Inkompatibilität). - Dagegen: wenn es echte Funktionen sind, die Punkte im Gesichtsfeld auf den Farbraum abbilden (Wittgenstein pro), dann haben wir echte logische Inkompatibilität. - "Rot" und "grün" als bloße Namen sind nicht kontradiktorisch - wohl aber, wenn es um einen einzigen Punkt geht. - (Hintikka: Das ist bei Wittgenstein nicht explizit).
I 191/192
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: "Die "Farben" das sind nicht Dinge, die bestimmte Eigenschaften haben, so dass man ohne weiteres nach Farben suchen, sich Farben vorstellen könnte, die wir noch nicht kennen".
I 323
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: Wittgenstein will nicht die Unterschiede zwischen den individuellen Farberlebnissen verschwinden lassen - im Gegenteil: die öffentliche Sprache muss sich an die Natur dieser Erlebnisse anpassen. - I 324 Es geht nicht um "öffentlich verwendet", sondern um "öffentlich zugänglich". - Bsp Robinson: muss sich in bestimmter Weise verhalten, damit wir sagen würden, er spielt mit sich selbst ein Sprachspiel.
I 349
Farbe/Wittgenstein/Hintikka: Es lässt sich kein Keil zwischen physikalische und phänomenologische Farbzuschreibung treiben. >Phänomenologie.
I 343
Genauso wenig zwischen Schmerz und Schmerzverhalten. >Schmerz.
I 276ff
Farbe/Farbwörter/Farbbegriffe/Farbtheorie/Erlebnis/Wittgenstein/Hintikka: Die Farberlebnisse können wir am Ende aus unseren Äußerungen "herauskürzen. - I 377 Aber die Erlebnisse lasen sich so wenig tilgen wie Schmerzen - Farberlebnissen geht es aber nicht um spontanen Ausdruck wie bei Empfindungen - WittgensteinVspsychologische Farbtheorien - VsWirkungstheorien der Farbe - Farbtabellen sind weder sprach- noch verhaltensgebunden - I 378 Aber unsere Farbwörter stützen sich nicht auf Tabellen - (das wäre wie der Versuch, die Regeln über das Sprachspiel zu setzen) - I 379 Auch nicht auf Erinnerungen - I 380 Unsere Vorstellungen können wegen ihrer Privatheit nicht in öffentlichen Sprachspielen eingesetzt werden - I 381 Lösung: Leute folgen einfach bestimmten Sprachspielen - das ist begrifflich, nicht psychologisch - bei "rot" wählen wir das Bild, das uns beim Hören einfällt. >Bilder.
I 383f
Farbe/Farbwörter/Eindruck/Ausdruck/Wittgenstein/Hintikka: wirt leben in einer Welt der Eindrücke - (Bsp Farbeindrücke) - aber reden können wir von ihnen nur unter Bezugnahme auf physische Farben - Darstellung (PU § 280): wenn der Maler zusätzlich zum Bild noch eine Darstellung gibt, mit welchem Recht nennt man beides Darstellung? - I 385 Obwohl Farben eine klarere Struktur haben als Empfindungen, gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen Empfindungsbegriffen und Farbbegriffen. >Begriffe.
II 30
Farben/Farbwörter/Psychologie/Wittgenstein: Dass wir zwar von grünlichem Blau sprechen können, nicht aber von grünlichem Rot, gehört zur Grammatik - nicht zur Psychologie! - Daher gehört der ganze Farbenoktaeder nicht zur Psychologie. >Grammatik, >Psychologie.
II 60
Außer dem Farbwort "grün" brauchen wir noch etwas zusätzliches.
II 114
Farbe/Farbwörter/Grammatik/Regel/Vorstellung/Wittgenstein: es wäre schon sinnlos bloß zu versuchen, sich rot und grün zur selben Zeit an derselben Stelle vorzustellen - dagegen: sinnvoll: sich vorzustellen, einen Menschen mit einer Hand hochzuheben.
II 118
MooreVsWittgenstein Bsp (s.o.) "...rot und grün..." ist eine Regel für "und".
II 212
Farbe/Vorstellung/Wittgenstein: Bei Farbwörtern ist wesentlich, dass einem ein Vorstellungsbild vorschwebt - das ist aber kein geistiger Akt, der ein Symbol belebt. >Vorstellung.
II 269
Farbe/allgemein/Wittgenstein: Die vielen Fälle von Rot haben gar nichts Gemeinsames - es gibt auch keine Sache, die allen Zahlen gemeinsam ist.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Farben Wright I 164
Farbe/Supervenienz/Wright: Farbe superveniert andere physikalische Eigenschaften: Bsp Es gibt eine chaotische Vielzahl physikalischer Zustände, die durch scharlachrote Dinge veranschaulicht wird. >Supervenienz.
Diese Auffassung ist daher schwächer als die, wonach Farbwörter die Semantik von Begriffen für natürliche Arten besitzen.
>Stärker/schwächer.
Sie ist die Verpflichtung auf die Idee, dass physikalisch gleiche Objekte Farbe miteinander teilen, auch wenn das eine Objekt die "besten" Bedingungen bietet und das andere nicht. Diese Supervenienz ist also gleichsam eine Kraft in Richtung der Eindeutigkeit von Farbbegriffen!
>Eindeutigkeit, >Farbwörter.
I 169
Farbe/Wright: Ich will aber nicht soweit gehen zu behaupten, dass Farbprädikate semantische Begriffe für natürliche Arten sind. Das wäre auch inkonsistent mit der These, dass die Extension partiell durch die beste Meinung festgelegt wird.
>Beste Erklärung/Wright, >Extension.
Farbe/Wright: Für unser alltägliches Verständnis der Farbwörter gibt es kein solches Risiko (dass es nichts Rotes gibt): Wenn sich herausstellen sollte, dass es keinerlei interessante physikalische Eigenschaften gibt, die rote Dinge gemeinsam haben, dann erfahren wir dadurch, dass rote Dinge in der Tat keine natürliche Art sind, dass es aber dennoch wirklich unendlich viele rote Dinge gibt.
>Natürliche Art, >Allgemeinheit.
Diese Aussage ist aber durchaus konsistent mit der Überzeugung, dass rote Dinge sehr wohl interessante physikalische Eigenschaften gemeinsam haben!
>Eigenschaften, >Ähnlichkeit.
Die erklärende Intuition muss nicht mehr sein als ein Epiphänomen der vermuteten Korrektheit der Überzeugung, dass es etwas gibt, worin Röte physikalisch besteht und das zu den Ursachen dafür gehört, dass es beste Urteile gibt über das, was rot ist.
>Euthyphron-Kontrast, >Epiphänomen.

II 247
Farbprädikate/Sorites/Vagheit/Wright: Farbwörter verhalten sich nicht wie Ausdrücke wie z.B. "zwei Meter lang" sondern "weniger als zwei Meter" (Längenbereiche). >Vagheit, >Messen, >Methode, >Sorites.
Kriterium: Immer noch messen! Aber wir können auch ohne Messen sagen, was das Ergebnis wäre! - Lösung/Wright: Es geht um die Unterscheidung zwischen Fällen, wo wir vom Hinsehen urteilen können, und wo nicht. - Dann gebrauchen wir aber immer noch Beobachtungsprädikate. Welche andere Basis sollte denn diese Unterscheidung liefern?
Wright: These: Der methodische Zugang muss vollständig behavioristisch und antireflexiv sein!
>Behaviorismus, >Wahrnehmung, >Sinneseindrücke, >Urteile.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Funktionalismus Chalmers I 15
Funktionalismus/Lewis/Armstrong/Chalmers: Lewis und Armstrong versuchten, alle mentalen Konzepte zu erklären, nicht nur einige. >D. Lewis, >D. Armstrong.
ChalmersVsLewis/ChalmersVsArmstrong: Beide Autoren haben den gleichen Fehler wie Descartes gemacht, indem sie das Psychologische dem Phänomenalen angeglichen haben (siehe ChalmersVsDescartes).
>R. Descartes, >Bewusstsein, >Bewusstsein/Chalmers, >Erleben, >Wissen wie/Lewis.
Wenn wir uns z.B. fragen, ob jemand ein Farberlebnis hat, fragen wir uns nicht, ob er Umweltstimulationen erhält und diese in einer bestimmten Weise verarbeitet. Es ist eine konzeptionell zusammenhängende Möglichkeit, dass etwas die kausale Rolle spielen könnte, ohne dass es eine damit verbundene Erfahrung gibt.
>Reize, >Qualia, >Farben, >Farbwörter, >Kausale Rolle, >Erfahrung.
I 15
Funktionalismus/Bewusstsein/ChalmersVsFunktionalismus/ChalmersVsArmstrong/ChalmersVsLewis/Chalmers: Es gibt gar kein Mysterium darüber, ob irgendein Zustand eine kausale Role spielt, höchstens ein paar technische Erklärungsprobleme. Warum dabei eine phänomenologische Qualität des Bewusstseins im Spiel ist, ist eine vollkommen andere Frage. Funktionalismus/Chalmers: Der Funktionalismus leugnet, dass es hier zwei verschiedene Fragen gibt. ((s) Auch: ChalmersVsDennett).
I 231
Funktionalismus/Bewusstsein/Chalmers: zwei Varianten: Funktionalismus 2. Stufe: Darunter fallen Rosenthals Ansatz von Gedanken 2. Stufe über bewusste Erlebnisse und Lycans(1995)(1) Ansatz über Wahrnehmungen 2. Stufe. Diese Theorien geben gute Erklärungen für Introspektion.
>Introspektion.
Funktionalismus 1. Stufe: These: Es werden nur kognitive Zustände 1. Stufe gebraucht. Solche Theorien sind besser in der Erklärung von bewussten Erlebnissen. Da aber nicht alle kognitiven Zustände bewussten Erlebnissen entsprechen, braucht man für diese noch ein Unterscheidungsmerkmal.
Lösung/Chalmers: Mein Kriterium dafür ist die Zugänglichkeit zu globaler Kontrolle.
I 232
Kirk (1994)(2): These: „Direkt aktive“ Information ist es, was benötigt wird. Dretske (1995)(3): These: Erfahrung ist Information, die für ein System repräsentiert wird.
Tye (1995)(4): These: Information muss für Zwecke der kognitiven Verarbeitung „ausbalanciert“ werden.
>Information.
I 250
Funktionalismus/VsFunktionalismus/Chalmers: Die Autoren, die mit vertauschen Qualia oder fehlende Qualia argumentieren, bringen die logische Möglichkeit von Gegenargumenten vor. Das ist hinreichend im Fall eines starken Funktionalismus. Beim Invarianzprinzip (aus dem folgt, dass bei identischer biochemischer Organisation in einem System bewusste Erlebnisse möglich sind) handelt es sich um einen schwächeren Funktionalismus. Hier ist die bloß logische Möglichkeit von Gegenbeispielen nicht hinreichend zur Widerlegung. Wir brauchen stattdessen eine natürliche Möglichkeit von fehlenden oder vertauschten Qualia. >Qualia/Chalmers, >Vertauschte Spektren.
Lösung: Um natürliche Möglichkeit zu erwägen, werden wir verblassende oder „tanzende“ Qualia annehmen.
I 275
Funktionalismus/Chalmers: Die Argumente in Bezug auf fehlende, vertauschte und tanzende Qualia unterstützen zwar keine starken, aber den von mir vertretenen nichtreduktiven Funktionalismus. Chalmers These: Funktionale Organisation ist mit natürlicher Notwendigkeit hinreichend für bewusste Erlebnisse. Das ist eine starke Schlussfolgerung, die die Chancen für >Künstliche Intelligenz stärkt.
>Künstliches Bewusstsein, vgl. >Starke Künstliche intelligenz.


1. W. G. Lycan, A limited defense of phenomenal information. In: T. Metzingwr (ed), Conscious Experience, Paderborn 1995.
2. R. Kirk, Raw Feeling: A Philosophical Account of the Essence of Consciousness. Oxford 1994.
3. F. Dretske, Naturalizing the Mind, Cambridge 1995
4. M. Tye, Ten Problems of Consciousness, Cambridge 1995.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Kopula Quine I 175
Der allgemeine Terminus nimmt Prädikatsstellung ein. Er kann ebensogut die Stellung des Adjektivs oder des Verbs annehmen, wie die eines Substantivs. Man könnte sogar das Verb als grundlegende Form ansehen, weil es ohne "ist" auskommt. ((s) Aber nicht "Weisheit sokratisiert", siehe >Dinge/Strawson, >Namen/Strawson) Die Kopula "ist" kann dementsprechend einfach als Präfix erklärt werden.
I 211
Kopula/Quine: Die Verknüpfung "ist ein", die wir bislang als eine Kopula behandelt haben, können wir jetzt als Partikel zur Bildung unbestimmter sing Term behandeln: Zusammensetzung von "ist" und "ein"
Bsp "Agnes ist ein Lamm "

wird dann nicht mehr als "Fa" sondern als "a=b" gesehen,

wobei "b" für einen unbestimmten sing. Term der Form "ein F" steht. "Agnes blökt" und "Agnes ist fügsam" behalten die Form "Fa" und das "ist" behält hier den Status einer Kopula zur Umwandlung von Adjektiven in Verben. Aber das "ist" in "ist ein Lamm" wird zu "=".
Die Gleichung "x = a" wird nun eigentlich als Prädikation "x = a" analysiert, wobei "=a" das Verb bildet! das "F" von "Fx". Was zuvor "x = Sokrates" hieß, heißt jetzt in Worten immer noch so, aber jetzt ist das "=" oder "ist" Kopula wie in ""ist sterblich" oder "ist ein Mensch" lediglich dazu dient, dem allg. Term die Verbform zu verleihen und ihn der prädikativen Stellung anzupassen.

Sokrates wird zu einem allg Term, der genau auf einen Gegenstand zutrifft, aber insofern allg. ist, als er von nun an grammatisch für die prädikative Position zugelassen ist, nicht aber für Positionen, die für Variablen geeignet sind, "Sokrates" spielt dann die Rolle des "F" in "Fa" und nicht mehr die des "a".

II 204
Kopula: Plural "excl" ("keine sind...") - Das ist nicht Singular (zweistelliger allgemeiner Term, der Paare von Klassen verbindet). - -
XIII 36
Kopula/ist/Quine: Bsp Vermeidung von „ist“: „Du grünst im Winter“. Farbwort/Farbwörter/Satzbau/Satzstellung/Prädikat/Verb/Japanisch/Quine: im Japanischen werden Farbwörter immer an den Anfang gestellt.
Pointe. das bedeutet, dass japanische Farbwörter in Form und grammatischem Verhalten mit der Vielzahl japanischer Wörter koinzidieren, die wir Verben nennen, wenn wir das Japanische übersetzen. (s.o. Bsp „grünst“).
XIII 37
Adjektiv/Quine: sogar im Englischen unterscheiden sie sich nicht von intransitiven Verben, aber wir gebrauchen sie auf attributiv, Bsp grüner Baum. ((s) statt „Der Baum ist grün“). semitische Sprachen/Quine: erlauben Formen wie „Du grünst im Winter“: d.h. das Prädikat steht als Verb ohne Hilfe einer Kopula.
Kopula/Quine: dient oft dazu, Satzteile übersichtlich zu gliedern. Bsp Telegramm: „How old Gary Grant – Old Cary Grant very well – how you? Die Kopula dient dann der Unterscheidung von Bsp “how old is” von “how is old”.
Prädikativ/attributiv/Prädikat/Attribut/Quine: das Adjektiv ist hier einmal prädikativ, im anderen Fall attributiv. In anderen Sprachen mag das eher durch die Wortformen oder die Satzstellung unterschieden werden.
Prädikation/Kopula/Quine: das „ist“ der Prädikation hat eine Konverse: die ing-Form: das eine verwandelt Adjektive in Verben, das andere umgekehrt. Bsp „you are reading“ zu „you read“.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Lernen Jackson Schwarz I 157
Phänomen/phänomenale Eigenschaften/Wissen wie/Lewis/Schwarz: dafür, dass es neben den physikalischen Tatsachen noch eigenständige phänomenale Tatsachen gibt, spricht neben der Zombie Intuition, dass man solche Tatsachen lernen kann! Bsp Jackson: Mary lernt phänomenale Tatsachen über Farben. >Farben, >Farbwörter, >Wissen wie, >Phänomene.
Schwarz I 158
Farbenforscherin Mary/Jackson/Wissen wie/Lewis/ Schwarz: Bsp als sie freigelassen wird, lernt sie etwas neues: „wie es ist,“ eine Rot Erfahrung zu haben. LewisVs: für ihn stellt der Erkenntnisgewinn nur dann ein Problem dar, wenn sie wirklich bisher offene Möglichkeiten in Bezug auf die Welt ausschließen kann. Denn solche Möglichkeiten darf es nach Lewis nicht geben: die physikalischen Tatsachen lassen keine Alternativen in Bezug auf die Welt mehr offen.
Kein Problem ist dagegen, dass Mary neue Informationen über ihre eigene Lage in der Welt. (Lewis pro: 1988e(1),268ff,287)
Schwarz: erst jetzt kann sie fragen, ob andere Leute auch diese (Art von) Erfahrung machen.
Tatsache/Mary: unproblematisch ist auch, dass sie jetzt Tatsachen, die ihr vorher bekannt waren, auf neue Weise intern repräsentiert, wenn sie neue „Begriffe“ erwirbt, die ihr vorher nicht zur Verfügung standen. (Lewis pro: sie erwirbt neue Repräsentationsformen (1983d(2), 131f)
Mary-Beispiel/Lewis: das ist aber kein interessanter Erkenntnisfortschritt!
Mary-Beispiel/McMullen, (1985)(3)/Perry (2001)(4): das ist im Wesentlichen indexikalische bzw. demonstrative Information.
>Mary-Beispiel (Farbenforscherin Mary).

1. David Lewis [1988e]: “What Experience Teaches”. Proceedings of the Russellian Society, 13: 29–57.
2. David Lewis [1983d]: Philosophical Papers I . New York, Oxford: Oxford University Press
3. Carolyn McMullen [1985]: “‘Knowing what it’s Like’ and the Essential Indexical”. Philosophical
Studies, 48: 211–233
4. John Perry [2001]: Knowledge, Possibility and Consciousnes. Cambridge (Mass.): MIT Press

Jackson I
Frank C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Metaphern Deacon I 120
Metaphern/Jackendoff/Deacon: Jackendoff (1992(1), 1994(2)) hat vorgeschlagen, dass räumliche Metaphern wie „Höhere Wahrheit“, „weiter entwickelt“, „entfernt verwandt“ Ergebnis angeborener kognitiver Begriffe seien.
I 121
DeaconVsJackendoff: Wenn wir einen evolutionären Prozess der gemeinsamen Evolution von Sprache und Gehirn annehmen, haben wir eine Erklärung, die auf eine feste Verdrahtung im Gehirn verzichten kann. >Farbwörter, Farben/Deacon.
Das nenne ich soziale Universalien bzw. Sprachuniversalien: Bsp Die gleiche Gruppierung und Gegenüberstellung von Farbkontrasten bei Menschen überall auf der Welt.
Es geht um Tendenzen der Gruppierung von Wahrnehmungen, Verhalten und Gefühlen.
>Gefühle/Deacon, >Ordnungen, >Systeme.
Diese gemeinsamen Tendenzen sind nicht-genetisch! Es handelt sich um soziale Evolution. Diese sprachlichen Universalien sind nur statistisch, aber gestützt von Millionen Sprechern über Zehntausende von Jahren. Abweichungen halten sich nur für kurze Zeit.
Angeborenes/DeaconVsChomsky/Deacon: Man muss eben keine angeborenen Strukturen annehmen, um diese Konstanz zu erklären.
>Angeborenes, vgl. >Analogien.

1. Jackendoff, Ray (1992). Languages of the Mind: Essays on Mental Representation. Cambridge, Massachusetts: MIT Press.
2. Jackendoff, Ray (1994). Patterns in the mind: Language and human nature. New York: Basic Books.

Dea I
T. W. Deacon
The Symbolic Species: The Co-evolution of language and the Brain New York 1998

Dea II
Terrence W. Deacon
Incomplete Nature: How Mind Emerged from Matter New York 2013
Metaphern Jackendoff Deacon I 120
Metaphern/Jackendoff/Deacon: Jackendoff (1992(1), 1994(2)) hat vorgeschlagen, dass räumliche Metaphern wie „Höhere Wahrheit“, „weiter entwickelt“, „entfernt verwandt“ Ergebnis angeborener kognitiver Begriffe seien.
I 121
DeaconVsJackendoff: wenn wir einen evolutionären Prozess der gemeinsamen Evolution von Sprache und Gehirn annehmen, haben wir eine Erklärung, die auf eine feste Verdrahtung im Gehirn verzichten kann. (Siehe Farbwörter/Deacon). Das nenne ich soziale Universalien bzw. Sprachuniversalien: Bsp die gleiche Gruppierung und Gegenüberstellung von Farbkontrasten bei Menschen überall auf der Welt. Es geht um Tendenzen der Gruppierung von Wahrnehmungen, Verhalten und Gefühlen. Diese gemeinsamen Tendenzen sind nicht-genetisch! Es handelt sich um soziale Evolution. Diese sprachlichen Universalien sind nur statistisch, aber gestützt von Millionen Sprechern über Zehntausende von Jahren. Abweichungen halten sich nur für kurze Zeit. Angeborenes/Deacon: man muss eben keine angeborenen Strukturen annehmen, um diese Konstanz zu erklären.


(1) Jackendoff, Ray (1992). Languages of the Mind: Essays on Mental Representation. Cambridge, Massachusetts: MIT Press.
(2) Jackendoff, Ray (1994). Patterns in the mind: Language and human nature. New York: Basic Books.

Jackendoff I
Ray Jackendoff
Semantics and Cognition Cambridge, MA 1985

Dea I
T. W. Deacon
The Symbolic Species: The Co-evolution of language and the Brain New York 1998

Dea II
Terrence W. Deacon
Incomplete Nature: How Mind Emerged from Matter New York 2013
Methode Kripke II 241
Theorie/Methode/Kripke: Es gibt keinen Grund Zweideutigkeit in Sprachen zu bewahren, die mit dem Englischen unverbunden sind. Wir würden auch nicht erwarten, dass sie in anderen Sprachen an denselben Stellen auftritt. Wenn Englisch zweideutig ist, sollte man erwarten, dass etwas ähnliches in anderen Sprachen auftritt. Parallele Zweideutigkeiten sollten zur Vorsicht mahnen. Aber wenn unverbundene Sprachen ein einzelnes Wort bewahren, ist das Evidenz für einen einheitlichen Begriff. >Strukturen, >Ordnung, >Kovarianz, Bsp >Farbwörter.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Notwendigkeit Wittgenstein I 73 ff
Existenz/Ontologie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Anders als Frege fasst Wittgenstein im Tractatus eine Ontologie der möglichen Sachverhalte ins Auge. Nach Wittgenstein hat es kaum Sinn, von einer möglichen Existenz zu reden. Das heißt, dass wir die tatsächlichen Gegenstände so auffassen müssen, als existiere jeder mit Notwendigkeit! >Existenzsatz, >Existenz, >Sinn, >Mögliche Welten, >Möglichkeit.
I 157
Notwendigkeit/Form/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: nach Wittgenstein lassen sich solche logischen Notwendigkeiten immer an der logischen Form der betreffenden Sätze erkennen. Diese wird durch rein notationsgebundene Merkmale dargestellt. "Es ist das besondere Merkmal der logischen Sätze, dass man an der Form allein erkennen kann, dass sie wahr sind."
Alle notwendigen Verbindungen sind wiederum letzten Endes Tautologien. Das wirft nun ein neues Licht auf die "Bildtheorie". >Abbildtheorie.
I 165/166
Farbe/Farbwörter/Notwendigkeit/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Frage, ob die Farbeninkompatibilität einen Verstoß bedeutet gegen Wittgensteins Vorstellung, dass rein logische Notwendigkeiten die einzigen Notwendigkeiten sind, wird jetzt in eine neues Licht gerückt. >Farben. Es hängt davon ab, was wir für die logische Form der Farbbegriffe halten (oder die richtige Notation). Wird
a) jede einzelne Farbe durch ein einstelliges Prädikat wiedergegeben, erhalten wir Notwendigkeiten, die nicht logischer Art sind.
b) Punkte in einem Farbraum: dann bewirken die Inkompatibilitäten der verschiedenen Farben keine nichtlogischen Notwendigkeiten.
(Wittgenstein ist diese Alternative von Anscombe aber sicherlich fremd). Er setzt sich unentwegt mit dem Begriff des Farbenraums auseinander. Dieser Konzeption kann man aber nicht gerecht werden, wenn man spezifische Farbwörter als undefinierte Prädikate interpretiert
II 79
Notwendigkeit/notwendig/Wittgenstein: Einer Notwendigkeit in der Welt entspricht eine willkürliche Regel in der Sprache. >Regeln.
II 134
Notwendig/Notwendigkeit/Physik/Logik/Wittgenstein: Den Ausdruck verwenden wir sowohl in der Logik als auch in der Physik, denn es besteht eine gewisse Analogie zwischen ihnen. >Analogien.
II 168
Die Wörter "Möglichkeit" und "Notwendigkeit" bringen ein Stück Grammatik zum Ausdruck, sie sind dabei allerdings nach dem Muster von "physikalischer Möglichkeit" gebildet.
VI 124
WittgensteinVsNotwendigkeit/Schulte: Die Notwendigkeit des logischen "Muss" ist nur Übereinkunft. >Konventionen, >Notwendigkeit de re.
VI 169
Notwendigkeit/Wittgenstein: Nicht bei Gegenständen, nur bei Begriffen - nicht bei Farbtönen (dass notwendig noch eine Stufe dazwischen liegt) sondern beim Darstellungssystem (Übereinkunft). >Darstellung, >Stufen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
Phänomenologie Wittgenstein Hintikka I 108
HusserlVsMach/PhänomenologieVsPhänomenalismus Mach: nur Gemessenes existiert.
I 156 ff
Phänomenologie/Atomismus/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: viele Autoren: Wegen der geforderten Unabhängigkeit der Sätze kann der Tractatus nicht phänomenologisch interpretiert werden. - Problem: Wenn sich "dies ist rot" und "dies ist grün" ausschließen, sind sie nicht mehr unabhängig. - Deshalb können phänomenologische Prädikate keine Tractatus-Gegenstände sein. >Unabhängigkeit.
I 199ff
Phänomenologie/Farben/Farbbegriffe/Farbwörter/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Die Tractatus-Idee, Farben-Inkompatibilität als Sache der Logik aufzufassen, weist eine klare Ähnlichkeit auf mit dem, was man eine Phänomenologie der Farben nennen könnte. - Die Logik, die wir aus der Erfahrung nehmen, hat nichts mit Tatsachen zu tun, sondern nur mit Bedeutungen. >Farben, >Bedeutung. WittgensteinVsMach: pro "grammatische" Phänomenologie.
Gegenstände/Tractatus: Gegenstände sind nichts anderes als die Bedeutungen der Namen. >Gegenstände, >Namen.
I 201
Phänomenologie: hier geht es immer um Möglichkeit, d.h. den Sinn, nicht um Wahrheit.
I 202
Das Ziel, die Phänomene zu verstehen bleibt nach dem Wechsel der Basissprache - aber es kann keine Phänomenologie als Wissenschaft mehr geben.
I 204
Phänomenologie/WittgensteinVsHusserl: Phänomenologie ist kein Mittelding zwischen Logik und Wissenschaft. - Die Versuchung dazu stammt aus Bsp: "Wenn ich weiß beimische, nimmt die Farbigkeit ab". - Das kann kein physikalischer Satz sein und auch kein logischer. >Physik, >Logik.
I 215
Phänomenologie/WittgensteinVsPhänomenologie/Hintikka: Bsp Die Beschreibung einer komplexen Form als Stücke eines Kreises ist viel einfacher. >Form. - ((s) Idealisierung statt des Versuchs, den Phänomenen gerecht zu werden.)
I 222
WittgensteinVsPhänomenologie/Hintikka: Phänomenologische Gegenstände scheinen nicht als Werte von Quantoren fungieren zu können - sie verhalten sich logisch nicht wie echte Gegenstände. >Quantifikation.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Platonismus Quine XII 44
Platonische Idee/Quine: nicht gleich geistiger Idee! >Ideen/Quine.

XI 136
Mathematik/QuineVsHilbert/Lauener: mehr als reine Syntax. Quine bekennt sich widerwillig zum Platonismus.
XI 155
CarnapVsPlatonismus/CarnapVsNominalismus: metaphysische Pseudodiskussion. Lösung: es geht um die Wahl einer Sprache. >Sprache/Quine.

VII (g) 125
Konzeptualismus VsPlatonismus/Quine: behandelt Klassen als Konstruktionen, nicht als Entdeckungen. Problem: Poincarés "imprädikative Definition:
Def imprädikative Definition/Poincaré/Quine: die Spezifikation einer Klasse durch ein Reich von Objekten, innerhalb dessen sich diese Klasse befindet.
>Klassen/Quine.
VII (g) 126
Klassen/Platonismus/Quine: wenn Klassen als präexistierend angesehen werden, gibt es keinen Einwand dagegen, eine von ihnen durch einen Zug herauszugreifen, der ihre Existenz präsupponiert. Klassen/Konzeptualismus/Quine: für ihn existieren Klassen dagegen nur wenn sie aus einer geordneten Entstehung herrühren. Das soll aber natürlich nicht zeitlich aufgefasst werden.
VII (g) 127
Platonismus/Konzeptualismus/Quine: beide lassen Universalien und Klassen als irreduzibel zu. Konzeptualismus: Lässt weniger Klassen zu. Ruht aber auf einem ziemlich metaphorischen Grund: "Entstehung".
>Konzeptualismus/Quine.

V 126
Platonismus/Quine: wird durch Formwörter eröffnet, nicht durch Farbwörter! Grund: eine Vereinigung von Farbflecken hat die gleiche Farbe, aber eine Vereinigung von Flecken einer bestimmten Form hat nicht notwendig die gleiche Form.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Prädikate Wittgenstein II 80
Prädikate/Wittgenstein: Der Gebrauch von Prädikaten ist in der Logik immer irreführend, da er nun einmal auf verschiedene "Arten" von Termini usw. hindeutet, die durch Prädikate differenziert werden, z. B.: "formal bestätigt", "interne Beziehungen". Bei der Beschreibung durch Prädikate muss die Möglichkeit bestehen, dass sie anders ausfällt! >Beschreibung, >Eigenschaften.
II 82
Erfahrung/Wittgenstein: Erfahrung wird nicht durch Prädikate von dem unterschieden, was nicht Erfahrung ist. Es ist ein logischer Begriff, nicht ein Begriff wie "Stuhl" oder "Tisch". >Erfahrung.
II 157
Einzelding/Atom/Atome/Wittgenstein: Russell und ich, wir haben beide damit gerechnet, durch die logische Analyse auf die Grundelemente ("individuals") zu stoßen. Russell glaubte, am Schluss würden sich Subjekt-Prädikat-Sätze und zweistellige Relationen ergeben. >Relationen/Russell. WittgensteinVsRussell: Das ist eine verfehlte Vorstellung von logischer Analyse: wie eine chemische Analyse. WittgensteinVsAtomismus. >Atomismus.
II 306f
Prädikat/WittgensteinVsRussell: Bsp "Mann" sollte man nicht als Prädikat verwenden - sonst würde das Subjekt zum Eigennamen. - "Mann" als Prädikat: höchstens bei einer verkleideten Frau.
II 307
"Mann" als Prädikat kann seinem Träger nicht abgesprochen werden.
Hintikka I 64
Farbprädikate/Farbwörter/Wittgenstein/Hintikka: deren Inkompatibilität verstößt auf den ersten Blick gegen Wittgensteins Grundsatz von der Unabhängigkeit von Elementarsätzen. >Farben, >Farbwörter.
I 65
Hintikka: Aber aus der logischen Einfachheit der Farben folgt nicht, dass sie keine "logische Form" haben, die nur einige Verbindungsmöglichkeiten zulässt und andere nicht. Das Problem ist nur, einen angemessenen Symbolismus zu entwerfen, der den Spielraum wiedergibt.
I 71
Def Existenz/Wittgenstein: Existenz ist ein Prädikat höherer Ordnung und wird nur durch den Existenzquantor artikuliert. (Frege dito). >Existenz.
I 72
Hintikka: Viele Philosophen meinen, dass das nur eine technische Umsetzung der älteren Idee sei, dass die Existenz kein Prädikat sei.
I 156 ff
Phänomenologie/Atomismus/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Häufig wird die Ansicht vertreten, eine phänomenalistische oder phänomenologische Interpretation des Tractatus werde unmöglich gemacht durch das Phänomen der Farbeninkompatibilität und auch sonst durch jede andere augenscheinliche Abhängigkeit zwischen einfachen phänomenalistischen Prädikaten der gleichen Art. (HintikkaVs) Farben/Prädikate/Farbeninkompatibilität/Hintikka: Nach dieser Auffassung können sich "rot" und "grün" nicht auf einfache Gegenstände beziehen, denn andernfalls wären die beiden Elementarsätze "Dies ist Rot" und "Dies ist grün", die sich ja wechselseitig ausschließen, nicht unabhängig voneinander.
Das geht aber nicht nach 2.062: "Aus dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Sachverhaltes kann nicht auf das Bestehen oder Nichtbestehen eines anderen geschlossen werden." >Sachverhalte.
I 170
Form/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Wittgenstein versteht unter Form etwas, was durch eine passende logische Notation verdeutlicht werden kann. Z.B. der Unterschied zwischen zwei-stelligem und ein-stelligem Prädikat. In 5.55 ff macht Wittgenstein geltend, dass sich solche Unterschiede der Form nicht a priori vorhersagen lassen. >a priori.
I 172
Farbe/Farbwörter(Farbbegriffe//Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Klar ist jedenfalls, dass er eisern daran festhält, dass Farbzuschreibungen keine Subjekt/Prädikat-Form haben.
VI 70
Elementarsatz/Tractatus/Schulte: elementarsätze sind keine gewöhnlichen Sätze, sie sind dadurch charakterisiert, dass sie nicht in Widerspruch zueinander geraten können. (Tractatus4.211). 1. Damit ist zum ersten Mal gesagt, dass sie keine logischen Partikel enthalten, denn sonst müssten sie in Widerspruch zueinander stehen!
2. Ihre Bestandteile weisen keine Komplexe auf, sonst würde die Ableitung eines Widerspruchs möglich. >Komplex, >Widersprüche, >Logische Konstanten.
Demnach kommen in Elementarsätzen keine Prädikate ("Tisch", "Links von") vor!
Was bleibt übrig?
"Der Elementarsatz besteht aus Namen". (Tractatus 4.22).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Prädikate Wright II 229ff
Begriff/Prädikat/Wright: Bsp Begriff: Farbe - Prädikat: rot. >Begriffe, >Farbwörter, >Ausdrücke, >Termini, >Wörter, >Prädikation, >Zuschreibung, >Allgemeinheit, >Merkmale, >Eigenschaften.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Regeln Wittgenstein Wright I 287
Addition/Arithmetik/Wittgenstein: Dieser stigmatisiert eine "ideal-starre Maschine" oder einen "philosophischen Superlativ" der Regeln, nämlich die Idee, dass solch rein begriffliche Einigkeit und Uneinigkeit nicht in ontologischer Weise auf Tatsachen beruhen, die in der menschlichen Natur liegen. Wright: besser: Wir müssen zulassen, dass solche Dinge auf eine Weise fest bestimmt sind, die Menschen vielleicht prinzipiell nicht erkennen können, dass sie aber doch Raum lassen für die Idee, dass ihre Konstitution selbst irgendwie abhängig ist von den wechselhaften Umständen in Zusammenhang mit sub-kognitiven Fähigkeiten der Menschen.

Newen I 32
Regeln/Wittgenstein: (Gebrauchstheorie): Regeln sind zentral, weil der Gebrauch meist sehr stabil ist. >Gebrauch.

Hintikka I 242
Regeln/Wittgenstein/Hintikka: mittlere Periode: Problem: Regeln dürfen nicht zu einem "Mittelwesen" werden. Blaues Buch: Regeln sind nicht bloßer Drill - statt dessen: Die Regel ist in das Verstehen, gehorchen usw. eingebaut - später Vs: Problem: Das führt zum Regress.
>Regress.
Später: Philosophische Untersuchungen §§ 143-242: Eine Regel folgen ist analog dem einen Befehl befolgen.
>Befehle.
I 340
Regeln/Sprachspiel/Sprache/Wittgenstein/Hintikka: Sprachspiele haben Vorrang vor Regeln. >Sprachspiele.
II 62
Regel/Musik/Wittgenstein: Die Regel steckt weder im Ergebnis des Spielens, noch im Ergebnis plus Partitur. - Sondern in der Intention, die Partitur zu spielen - die Regel ist in allen Einzelfällen enthalten - sie kann daher nicht isoliert werden.
Wittgenstein II 106
Regel/Realität/Welt/Wittgenstein: Eine Regel steht nicht so in Relation zur Realität, dass wir schauen könnten, ob sie übereinstimmen oder nicht. - Wir gestalten die Grammatik der Farbwörter nicht nach dem Vorbild der Realität. - Sonst könnte man sagen: "Diese Eigenschaften haben diese Art von Grammatik". Die für "rot" usw. geltenden Regeln sind durch nichts zu rechtfertigen, was sich über Farben sagen lässt. >Grammatik, >Rechtfertigung.
II 113
Regel/Wittgenstein: Widersprüche bestehen zwischen Regeln - nicht zwischen einer Regel und der Realität. >Realität, >Widersprüche.
II 201
Bedeutung/Regel/hinweisende Definition/Wittgenstein: Eine (einzige) Regel ist nicht hinreichend, um die Bedeutung anzugeben. - Eine solche Regel würde durch eine hinweisende Definition gegeben. - Daher ist eine hinweisende Definition keine Definition - nicht hinreichend: Bsp "Dies ist soz". - Lösung: hinreichend: "Diese Farbe ist soz": es muss klar sein, für welche Art von Ding das Wort steht. - Pointe: Differentia/Genus: Problem: Wie sollen wir entscheiden, was das Genus ist? II 251 Regel/Naturgesetz/Wittgenstein: Regeln sind nicht starr wie Naturgesetze.
Naturgesetze: sind von uns unabhängig.
>Naturgesetze.
II 346
Regel/Wittgenstein: Eine Regel ist kein Verbot oder Erlaubnis - keine Aussage. >Aussagen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Sorites Wright II 229
Sorites/Farbe/Wright: Tradition: Kleine Änderungen müssen vom Prädikat überlebt werden. Problem: Am Ende ist alles orange und gleichzeitig alles rot.
Angenommen, f ist ein Begriff der auf ein Prädikat F so bezogen ist: jedes Objekt, auf das F angewendet werden kann, kann in eins verwandelt werden wo das Prädikat F nicht angewendet werden kann, einfach dadurch, dass ein hinreichender Wechsel in Bezug auf f durchgeführt wird.
Begriff f: entspricht Bsp Alter im Fall von Kindheit", Farbe, im Fall von "rot", Zahl der Haare im Fall von "kahl" usw.
II 234
Tradition: Nach der Tradition müssen wir unsere Farbprädikate als nichttransitiv auffassen. >Transitivität, >Farbwörter, >Definitionen, >Definierbarkeit, >Vagheit.
II 236
Tradition: Die Tradition fordert doppelte Beobachtbarkeit der Farbprädikate 1. als Konsequenz unseres allgemeinen Begriffs der Anwendungsbedingungen und
2. aus dem Charakter unseres Lernens (Training).
>Lernen, >Beobachtbarkeit, >Bedingungen.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Spracherwerb Wittgenstein Hintikka I 264
Sprachlernen/Spracherwerb/Sprache/Lernen/Wittgenstein/Hintikka: Bringt man einem Kind ein Wort bei, so lehrt man es ein neues Verhalten. - Bsp Neues Schmerzverhalten: "Schmerz" zu gebrauchen. - Das Wort ersetzt das Schreien und beschreibt es nicht. - Der Gebrauch beruht aber nicht auf Kriterien, genauso wenig wie Weinen. >Kriterien.
II 159
Sprachlernen/Spracherwerb/Farbe/Regeln/Spiel/Wittgenstein: Wenn das Kind die Farbwörter verwechselt, hat es das Spiel nicht begriffen, es hat gegen die Regeln verstoßen. Wenn es das Wetter nicht richtig errät, hat es einen Fehler gemacht. Diese beiden Fälle verhalten sich zueinander wie Schachspielen unter Nichtbeachtung der Regeln einerseits, und Schachspielen und Verlieren andererseits. >Regeln, >Sprachspiele.
II 204
Sprache/Lernen/Sprachlernen/Spracherwerb/Augustinus: Augustinus sagte, er habe Latein gelernt, indem er die Namen der Dinge lernte. Wittgenstein: Nehmen wir an jemand lernte so die Sprache. Das wäre eine vollständige Sprache. Denn bei der Betrachtung können wir nicht feststellen, dass etwas fehlt. >Lernen.

VI 143
Abrichtung/Sprachlernen/Spracherwerb/Wittgenstein/Schulte: Wem eine Technik fremd ist, kann noch nicht einmal die richtigen Fragen stellen. - Der eingeübte Gebrauch lässt sich dann aber auch nicht mehr in Frage stellen. - Abrichtung: wir lernen nicht eine beliebige Anzahl Grundfarben. - Nichtsprachliches ist Bedingung für das Verständnis des Sprachlichen. >Gebrauch, >Verstehen.
VI 159
Zeichen werden nicht interpretiert, sondern gekannt - praktische Fähigkeit. >Interpretation, >Wissen, >Bekanntschaft.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Universalien Deacon I 116
Universalien/Deacon: Ich glaube schon, dass es grammatische Universalien gibt, nur nisten sie nicht im Gehirn. Sie sind überhaupt nirgends gespeichert, weil sie gar nicht feststehend sind. Sie ändern sich ständig, und zwar in Bezug auf leichte Übertragbarkeit. Sie sind konvergente Merkmale, so wie die Rückenflossen der Haie. Ein gutes Beispiel sind Farbwörter. >Farbwörter, >Farben/Deacon.

Dea I
T. W. Deacon
The Symbolic Species: The Co-evolution of language and the Brain New York 1998

Dea II
Terrence W. Deacon
Incomplete Nature: How Mind Emerged from Matter New York 2013
Urteile Chalmers I 173
Phänomenale Urteile/Chalmers: Phänomenale Urteile sind der Kern der Beziehungen zwischen Kognition und Bewusstsein. Das sind verbale Ausdrücke von Behauptungen über das Bewusstsein. >Phänomene, >Kognition, >Bewusstsein.
I 174
Urteil/Chalmers: Ein Urteil kann als das genommen werden, was ich und mein Zombie-Zwilling gemein haben. >Zombies.
Semantischer Gehalt/Chalmers: Semantischer Gehalt wird dagegen teilweise durch bewusste Erfahrungen selbst (Bsp Überzeugungen über Empfindungen von Rot) gebildet. Die Urteile des Zombies haben nur dieselbe Form wie meine Berichte, sie haben keinen Gehalt.
>Erfahrung, >Erleben.
I 175
Ich kann mich nur auf eine deflationistische Weise ((s) rein zitierend) auf die Urteile des Zombies beziehen. >Deflationismus.
Gehalt/Chalmers: Inhalt kann nur durch phänomenale Überzeugungen beigesteuert werden, es ist aber unklar, welche Rolle das Bewusstsein dabei spielt.
>Inhalt, >Gehalt, >Semantischer Gehalt.
Phänomenale Urteile/Chalmers:
1. Stufe: Urteile betreffen hier die Gegenstände der Erfahrung. Hier geht es um Wachheit (awareness).
>Aufmerksamkeit/awareness/Chalmers.
I 176
2. Stufe: Urteile über bewusste Erlebnisse. Bsp Ich vermerke, dass ich ein Erlebnis von etwas Rotem habe. Solche Urteile können auch über Arten von Erlebnissen sein. 3. Stufe: Urteile über bewusste Erlebnisse als einen Typ von Erlebnis (bzw. Erfahrung). Bsp Darüber, dass wir überhaupt bewusste Erfahrungen haben und wie das erklärt werden kann.
I 177
Problem: Bewusstsein kann nicht reduktiv erklärt werden, Urteile müssen aber so erklärt werden können, weil sie im Bereich der Psychologie liegen. Paradox: Dann ist Bewusstsein letztlich wiederum irrelevant für die Erklärung phänomenaler Urteile. (Avshalom Elitzur (1989)(1), Roger Shepard (Psychologe), (1993)(2).
I 288
Urteil/phänomenale Urteile/Qualia/Chalmers: Eine vollständige Theorie des Geistes muss a) eine nichtreduktive Erklärung des Bewusstseins und
b) eine reduktive Erklärung liefern,
I 289
warum wir urteilen, dass wir bewusst sind. >Bewusstsein/Chalmers, >Reduktion/Chalmers.
Selbst wenn das Bewusstsein selbst nicht Teil der Erklärung phänomenaler Urteile ist, werden die Wurzeln des Bewusstseins es sein.
I 290
Bewusstseinssystem: Das Bewusstseinssystem hat selbst weder Zugang zu einer Information wie „Dieses Muster hat eine Wellenlänge von 500 Nanometer“ noch “Es erfolgt jetzt eine 50-Hertz-Schwingung im Gehirn.“ Das System hat nur Zugang zu der Lokalisierung im Informationsraum. So findet sich das System selbst an einer Stelle dieses Raums wieder. Später kann es Namen wie „rot“, „grün“ usw. dafür finden. Auch die Unterschiede können nur mit solchen Namen von Qualia ausgedrückt werden. >Qualia, >Farbwörter.
I 292
Ein bewusstes Erlebnis ist eine Realisation eines Informationszustandes, ein phänomenales Urteil wird erklärt durch eine andere Realisation desselben Informationszustands. Wenn wir dann einen phänomenalen Aspekt von Information postulieren, haben wir alles war wir brauchen um sicherzustellen, dass unsere Urteile korrekt sind.
1. A. Elitzur, Consciousness and the incompleteness of the physical explanation of behavior. Journal of Mind and Behavior 10, 1989,: pp. 1-20.
2. R. N. Shepard, On the physical baisis, ölinguistic representation and conscious experiences of colors. In: G. Harman (Ed) Conceptions of the human Mind: Essays in Honor of George A. Miller, Hillsdale NJ 1993.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Vagheit Quine I 226
Vagheit/Quine: kann nützlich sein - lässt Wahrheitswert unangetastet.
I 84
Es ist bekannt, dass in unterschiedlichen Sprachen Farbwörter sehr unterschiedlich gruppiert werden, die Farbgrenzen sind in beiden Sprachen vage. "Rot" ist eine gute Übersetzung z.B. eines Eingeborenensatzes, wenn es der Vagheit gleicht. >Spracherwerb.
I 156 ff
Lernen/Vagheit/Quine: In der ersten Lernphase spielt Vagheit eine wesentliche Rolle. Verteilung um zentrale Normwerte. "Mehr oder weniger rot" kann fürs Lernen grundlegender sein als die 'Rotnorm.
I 228f
Mehrdeutigkeit/Quine: ist etwas anderes als Vagheit. >Mehrdeutigkeit.
I 334
Vagheit, Mehrdeutigkeit und Flüchtigkeit der Bezeichnung sind Merkmale von sprachlichen Ausdrücken und erstrecken sich nicht auf die bezeichneten Gegenstände.
VII (b) 27
Ersetzbarkeit/Leibniz: Ersetzbarkeit salva seritate sollte Synonymie liefern. Quine: das bewahrt die so konzipierten Synonyme nicht vor Vagheit.

II 48
Bivalenz/Zweiwertigkeit/Vagheit/Quine. Quine: mir liegt nicht sehr viel an der Zweiwertigkeit, hauptsächlich ist sie zur Vereinfachung gut. Neben den unentscheidbaren Tatsachen der Realisten in Bezug auf physikalische Gegenstände ist die Vagheit der Termini in Rechnung zu stellen. Auch hier Probleme durch Zweiwertigkeit: Sorites: Bsp Wenn nach Entfernung eines einzigen Korns von einem Sandhaufen immer ein Haufen übrigbleibt, folgt mittels vollständiger Induktion, dass bei Entfernung sämtlicher Körner ein Haufen übrigbleibt.
II 128ff
Mangelhafte Individuation hat nichts mit Abgrenzungsvagheit zu tun. Die Vagheit von Grenzen zu tolerieren, sind wir gewohnt. (>Feinstruktur eines Tisches). Worauf die Vagheit der Grenzen bei physikalischen Gegenständen hinausläuft ist, dass es beinahe identische Gegenstände gibt, die fast umfangsgleich sind, und sich nur in der Einbeziehung oder Ausgrenzung mehrerer peripherer Moleküle unterscheiden. Jeder dieser beinahe umfangsgleichen Gegenstände könnte als der Tisch dienen, ohne dass jemand deshalb schlauer wäre. Das ist eben die Vagheit des Tischs. >Verifikation.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Vertauschte Spektren Pauen Pauen I 143
Vertauschte Spektren/DennettVsVertauschte Spektren/Pauen: Verhalten und phänomenale Erfahrung sind nicht zu trennen, weil sie auf der neuronalen Ebene verwoben sind. - Damit sind Bewusstsein und Verhalten nicht zu trennen. >Bewusstsein, >Verhalten, >Phänomene, >Erfahrung, >Qualia.
I 184
Vertauschte Spektren/fehlende Qualia/Pauen: Gemeinsame These beider Argumente: es ist unmöglich, eine Verbindung zwischen phänomenalem und physiologischem Wissen herzustellen. Vgl. >Qualia/Chalmers.
Damit wären neurobiologische Theorien grundsätzlich ungeeignet zu Erkenntnissen über phänomenale Prozesse. - Dennoch ist die kausale Wirksamkeit mentaler Eigenschaften möglich. - Kein Epiphänomenalismus.
>Epiphänomenalismus, >Mentale Zustände.
I 186
Phänomenale Zustände/VsVertauschte Spektren/Pauen: Die konkrete Qualität eines phänomenalen Zustands ist selten nur durch seinen Ort innerhalb eines Bezugssystems bestimmt. - Es gibt also wahrscheinlich keine Rotempfindung an sich. >Empfindung, >Sinneseindruck, >Wahrnehmung, >Subjektivität, >Farben, >Farbwörter.
Dann kann man nicht sinnvoll von Unterschieden des Spektrums zwischen Personen reden -. Höchstens Veränderungen bei einer Person.
>Fremdpsychisches.
I 187
Vertauschte Spektren/VsVertausche Spektren/Pauen: Das Spektrum ist nicht symmetrisch! - Das macht sich in unserem Unterscheidungsvermögen bemerkbar. - Primärfarben und Mischfarben würden in unterschiedlicher Anzahl aufeinander abgebildet. - Orange und Rot werden beide zu Braun, wenn man sie abdunkelt. Lösung: Das könnte man korrigieren, wenn man die Spiegelachse genau durch die Achse Orange/Braun legt.
Problem: Das würde Sekundärfarben auf Primärfarben abbilden.
Pauen: Also scheitert dahttps://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/details.php?id=984636&a=t&autor=Chalmers&vorname=David&thema=Vorstellbarkeits Gedankenexperiment an der Vorstellbarkeit.
>Vorstellbarkeit.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Vokabular Lyons I 56
Wortschatz/Struktur/Bedeutung/Lyons: heute: Zuordnung von Wörtern und Bedeutung ist Konvention. >Philosophische Theorien über Bedeutung, >Konvention, >Wörter, >Wortbedeutung.
I 57
Beweis: Durch die Tatsache, dass verschiedene Sprachen ganz verschiedene Wörter für denselben Gegenstand haben Bsp tree, Baum, arbre. Problem: Das ermutigt zu der falschen Annahme, dass das Vokabular einer Sprache eine Liste von Namen sei.
>Listen, >Lexikon.
Aber:
Sprache/Bedeutung/Abgrenzung/Lyons: Die Bedeutungsabgrenzungen in den verschiedenen Sprachen verlaufen nicht kongruent.
Bsp Russisch: für das deutsche „Schwager“ gibt es dort vier Wörter
Bsp „hellblau“, „dunkelblau“: hier gibt es im Russischen zwei ganz verschiedene Farbwörter.
Kultur/Sprache/Lyons: These: In den verschiedenen Unterscheidungen (Abgrenzungen) spiegelt sich die Kultur der Gemeinschaft wider, die die Sprache spricht.
Vgl. >Kultur, >Kulturrelativismus.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Vorstellung Nida-Rümelin Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie in Hügli (Hrsg.) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
Lanz I 277
Auf der 1. Stufe kann Mary willentlich die Vorstellung von etwas Blauem hervorrufen, ohne zu wissen, dass der Himmel für normal sehende Menschen in dieser Farbe erscheint. >Farbforscherin Mary, >Farbe, >Farbwörter, >Qualia, >Ideen, >Bezug, >Wissen, >Wissen wie.

Nida I
Martine Nida-Rümelin
Was Mary nicht wissen konnte. Phänomenale Zustände als Gegenstand von Überzeugungen
In
Bewusstein, Thomas Metzinger

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Wahrnehmung Danto I 117
Verifikationismus: Der Verifikationismus ist die These, dass alle Wahrnehmung in Wahrnehmungssätze übersetzbar sein muss. Wenn Apfel ein sinnvoller Begriff ist, ist er in rot, rund, sauer usw. übersetzbar. Vgl. >General Semantics.
I 122
Es gibt verschiedene Spektralmischungen die den gleichen Farbeindruck hervorrufen. Abb.: verschiedene Kurven für »Zitronengelb«. > Farbe, >Farbwörter, >Sinneseindrücke, >Erfahrung.
I 122
Aus diesem Grund bleibt die Qualität der Wahrnehmung undefinierbar. >Qualitäten, >Qualia, >Phänomene, >Definitionen, >Definierbarkeit.

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Welt/Denken Black II 66
Sprache/Welt/Black: Frage: Ist die Aufteilung der Realität nach Benennbarkeit durch gegebene Wörter arbiträr? - Greifen die Farbwörter einfache Farben heraus? - Oder sind alle Aufteilungen gleich gut? >Farben, >Ordnung, >Klassifikation, >Kategorisierung, >Realität, >Wahrnehmung.

Black I
Max Black
"Meaning and Intention: An Examination of Grice’s Views", New Literary History 4, (1972-1973), pp. 257-279
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg) Frankfurt/M 1979

Black II
M. Black
Sprache. Eine Einführung in die Linguistik München 1973

Black III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983

Black IV
Max Black
"The Semantic Definition of Truth", Analysis 8 (1948) pp. 49-63
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994
Zeigen Quine V 70f
Zeigen/hinweisendes/Wittgenstein/Quine: Problem: Woher wissen wir, welcher Teil des Gebietes gemeint ist, wie erkennen wir das Zeigen als solches. Lösung: Aussortieren des Irrelevanten durch Induktion. - Auch Verstärkung ohne zeigenden Finger oder Löschungen mit zeigendem Finger.


X 24
Hinweisendes Zeigen/Ostension/Sprachlernen/Quine: Sowohl der Lernende als auch der Lehrende müssen beide die Angemessenheit der Situation einsehen. Das fährt zu einer Einheitlichkeit der Reaktion auf bestimmte Reize. Diese Einheitlichkeit ist ein Verhaltenskriterium dafür, was man als einen Beobachtungssatz werden soll. Sie ermöglicht auch das wechselseitige Überprüfen der Belege durch verschiedene Wissenschaftler.

XI 182
Anmerkung: Zeigen/hinweisendes/Ostension/Quine/Lauener: Unterschied: direkte und verschobene Ostension:
Def verschobene Ostension/Quine/Lauener: Wenn wir Bsp auf ein grünes Blatt hinweisen um den abstrakten singulären Term „grün“ zu erklären, meinen wir nicht das wahrnehmbare grüne Ding, da das Wort gar keine konkrete Entität bezeichnet.

XII 47
Zeigen/Ostension/Farbwörter/Gavagai/Wittgenstein/Quine: Problem: Bsp Das Farbwort „sepia“: kann durch Konditionierung oder Induktion gelernt werden. Es braucht nicht einmal gesagt zu werden, dass Sepia eine Farbe und nicht eine Form, ein material oder eine Ware ist. Es kann aber wohl sein, dass viele Lektionen nötig sind.
XII 56
Def direkte Ostension/Zeigen/Quine: der gezeigte Punkt ist am Ende einer geraden Linie an einer undurchsichtigen Oberfläche. Problem: wie viel von der Umgebung soll mitzählen?
Problem: wie weit darf sich ein abwesendes Ding von dem gezeigten Gegenstand unterscheiden, um noch unter den ostensiv erklärten Term zu fallen?
XII 57
Def verschobene Ostension/Zeigen/Quine: Bsp Zeigen auf die Benzinuhr statt auf das Benzin selbst um anzugeben, wie viel noch da ist. ((s) Aber nicht, dass die Benzinuhr noch da ist). Bsp verschoben: wenn wir auf ein Vorkommnis (Token) zeigen und den Typ meinen.
Bsp Zeigen auf Gras, um grün zu erklären.
Bsp Zeigen auf eine Inschrift, um einen Buchstaben zu erklären.
Doppelt verschoben: Bsp Gödelnummer für einen Ausdruck. (1. Inschrift der Formel (des Ausdrucks), 2. Gödelzahl als Stellvertreter dafür).
>Gödelnummern.
XII 58
Bei der verschobenen Ostension treten keine Probleme auf, die nicht schon bei der direkten vorliegen.
VII (d) 67
Zeigen/hinweisende Definition/Ostension/Identität/Quine: ist immer zweideutig wegen der zeitlichen Ausdehnung! Unsere Setzung eines Objekts sagt uns noch nicht, welche Summation gegenwärtiger Objekte intendiert ist! Es können beim Zeigen wiederum entweder der Fluss oder Flussstadien gemeint sein!
Daher wird das Zeigen gewöhnlich mit dem Aussprechen der Worte "dieser Fluss" begleitet. Das setzt aber einen Begriff von Fluss voraus.
"Dieser Fluss" heißt: "die flußhafte Summation von momentanen Objekten, die dieses momentane Objekt enthält".
VII (d) 68
Zeigen/Ostension/Quine: die räumliche Ausdehnung ist beim Zeigen nicht von der zeitlichen zu trennen, weil wir für das Zeigen an verschiedenen Stellen selbst Zeit brauchen.
VII (d) 74
Ostension/Zeigen/Objekte/Universalien/Quine: wie unterscheidet sich das Zeigen auf raumzeitliche Gegenstände vom Zeigen auf Universalien wie Quadrat und Dreieck?
VII (d) 75
Quadrat: wir zeigen jedes Mal auf andere Objekte und unterstellen dabei keine Identität von einer Gelegenheit zur anderen. Beim Fluss dagegen wird diese Identität unterstellt. Attribut/Quine: die "Quadratischkeit" (squareness) wir von den gezeigten Objekten geteilt.
Man braucht aber keine Entitäten wie "Attribute" zu unterstellen. Weder wird auf die "Quadratischkeit" gezeigt, noch braucht man sie für eine Referenz auf das Wort "Quadrat".
Der Ausdruck "ist quadratisch" ist auch nicht notwendig, wenn der Hörer lernt, bei welchen Gelegenheiten wir ihn anwenden, und bei welchen nicht. Der Ausdruck braucht kein Name für irgend ein abgetrenntes Objekt zu sein.
VII (d) 76
Zeigen/konkret/abstrakt/Quine: allgemeine Termini wie "Quadrat" sind sehr ähnlich wie konkrete singuläre Termini wie "Cayster" (der Name des Flusses), was die Ostension betrifft. Bei "rot" braucht man gar keine Unterscheidung zu machen!
VII (d) 77
In der Alltagssprache wird ein allgemeiner Term oft wie ein Eigenname gebraucht.
V 70
Zeigen/Quine: ist nützlich, um die Auffälligkeit einzuführen. Auffälligkeit/Quine/(s): soll erklären, warum aus der Vielzahl von Reizen bestimmte Reize übergewichtet werden, bzw. wie Gestalten vor einem Hintergrund erkannt werden.
V 89
Identität/Zeigen/Quine: Problem: es hat keinen Zweck, zweimal zu zeigen und zu sagen, „Dies ist dasselbe wie jenes“. Dann könnte man immer noch fragen. „Dasselbe was?“.
V 102
Zeigen/allgemeine Termini/Quine: Problem: einmaliges Zeigen erfordert in manchen Situationen besondere Sorgfalt. Bsp „Dieser Körper ist ein Tier“: hier muss der Umriss sorgfältig nachgezeichnet werden, sonst könnte es sein, dass bloß der Rumpf als Tier aufgefasst wird.
V 103
Wir haben am Anfang nicht von Sätzen wie Bsp „Dieser Körper ist Mama“ gesprochen, weil wir dazu eine allgemeine Beherrschung des „ist“ in der Prädikation von Dauer voraussetzen müssen. Dazu braucht man einen Vorrat von einzeln gelernten Beispielen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Gedanke Dummett, M. I 61
DummettVsFrege: das zeigt zwar nicht, daß die These, der Sinn (Gedanke, s.o.) sei kein Bewusstseinsinhalt verfehlt ist, wohl aber, daß ihre Begründung, nämlich die Mitteilbarkeit und daraus folgende Objektivität, nicht ganz zutrifft.
I 62
Heute ist Freges These in Bezug auf den "objektiven Sinn" Gemeinplatz. Keiner würde mehr bestreiten, daß die Anwendung der Farbwörter - die ja Wörter der gemeinschaftlichen Sprache sind - allgemein geltenden Kriterien unterliegen und beurteilt werden kann.