Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Analyse Adorno Grenz I 117
Analyse/Adorno/Grenz: Die physiognomische Analyse hat es mit Dingen zu tun, deren Oberfläche das Gesellschaftliche in ihnen enthält und verbirgt, wenngleich begriffslos. Die physiognomische Ästhetik ist einen Schritt weiter von dem Wahrheitsgehalt ihrer Gegenstände entfernt als die Negative Dialektik, die es immer schon mit Begriffen zu tun hat. >Begriffe, >Negative Dialektik, >Ästhetik, >Wahrheit/Adorno, >Wahrheitsgehalt/Adorno.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Begriffe Adorno Grenz I 121
Begriff/Adorno/Grenz: Das synthetische Moment der Begriffe erweist das Nichtbegriffliche als ihren Inhalt: „Das Nichtbegriffliche, dem Begriff unabdingbare
I 122
desavouiert dessen Ansichsein und verändert ihn.“(1) (Negative Dialektik, p. 139). >Synthetizität.


1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. In: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970, p. 139.

Adorno XIII 213
Erkenntnis/Natur/Epikur/Adorno: Problem: Wie bringt man Folgendes zusammen: Gleichzeitig das Ansichsein der Natur zu lehren, die damit ein von uns Unabhängiges wäre und doch unsere sinnliche Wahrnehmung als die Quelle aller Erkenntnis anzunehmen? >Natur/Adorno, >Welt/Denken, >Erkenntnis, >Erkenntnistheorie.
Lösung/Epikur: Die Lösung ist ein relativ frühes Modell für das, was ich mit aporetischen Begriffen bezeichne.
>Epikur.
Aporetischer Begriff/Adorno: Solche Begriffe werden nicht gebildet, weil irgendwelche Sachverhalte unmittelbar ihnen entsprechen, sondern die Theoretiker sehen sich zu ihnen veranlasst, weil sonst ihre, wie immer auch motivierten Theorien in ungelösten Widersprüchen stehenbleiben und sich der Vereinheitlichung entziehen würden.
>Vereinheitlichung, >Einheit, >Identität/Adorno.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Erkenntnistheorie Adorno Grenz I 123
Erkenntnistheorie/Adorno/Grenz: Die Erkenntnistheorie treibt von sich aus zur Dialektik: Der Begriff des Nichtbegrifflichen kann nicht bei sich, der Erkenntnistheorie verweilen; zur Sachhaltigkeit der Philosophie nötigt diese nämlich die Erkenntnistheorie.(1) >Dialektik, >Dialektik/Adorno.

1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. In: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970. p. 139

XIII 89
Erkenntnistheorie/Adorno: In der Erkenntnistheorie im prägnanten Sinn wird das Verhältnis von Objekt und Subjekt selber thematisch. >Subjekt/Objekt-Problem.
XIII 90
Dabei wird reflektiert darauf, wie Denken des Subjekts auf ein gedachtes Objekt geht, wie Erkenntnis mit Geltung oder Wahrheit etwas über ein Gedachtes aussagen kann. >Subjekt, >Objekt, >Denken, >Intersubjektivität, >Objektivität, >Welt/Denken.
Hegel/Adorno: Bei Hegel heißt die Erkenntnistheorie Logik.
Die Logik wird im Idealismus insgesamt zur Metaphysik.(1)
>G.W.F. Hegel, >Logik/Hegel.
Erkenntnistheorie/Idealismus/Adorno: Der Idealismus erhebt damit den Anspruch, die Lehre vom Absoluten zu sein. Das ist tendenziell schon bei Kant so, wenigstens negativ, indem die Vernunft an sich selbst Kritik übt.
>Idealismus, >I. Kant.
XIII 178
Erkenntnistheorie/Adorno: Die Erkenntnistheorie kann gar nicht zu den Momenten gelangen, die solche von Lust und Unlust sind. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie dem, was sie beansprucht, nämlich der vollen Wiedergabe des Inhaltes des Bewusstseins, der Phänomenologie des Geistes (hegelisch gesprochen) eigentlich gar nicht entspricht. >Positivismus/Adorno, >Bewusstsein.

1. G.W.F. Hegel, Wissenschaft der Logik, I, S. 46.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Kunstwerke Adorno Grenz I 106
Kunstwerke/Adorno/Grenz: Adorno hat den Objekt- oder Dingcharakter der Kunstwerke herausgestellt. (Ästhetische Theorie(1), p 153f) >Kunst/Adorno.
I 286
Anmerkung: „Kunstwerke werden Bilder dadurch, dass die in ihnen zur Objektivität geronnenen Prozesse selber reden.“ (Ästhetische Theorie(1), p. 132f) >Objektivität.
I 106
Als Dinge schon unterliegen sie der Kritik an der Gegebenheit, die den Physiognomiker vom Rezipienten unterscheidet. „Das Gegebene ist in seiner armen und blinden Gestalt, nicht Objektivität […].“ (Negative Dialektik(2), p 186).
Grenz I 108
Kunstwerke/Adorno/Grenz: Kunstwerke (…) sind verzerrende, auf Utopie hin abbildende, reine Konstruktionen… Sie sind abstrakte Negationen vergangener Werke, bestimmte Negationen des wirklichen synchronen Verhältnisses von Natur und Menschheit, das an ihnen bestimmt werden kann als die Immergleichheit überflüssigen Beherrschtseins der Menschen. >Negation/Adorno.
Grenz I 199
Kunstwerk/Adorno/Grenz: „Das geschichtliche Moment ist den Kunstwerken konstitutiv; die authentischen sind die, welche dem geschichtlichen Stoffgehalt [= Dem Stand der Wahrheit im Material] ihrer Zeit vorbehaltlos und ohne die Anmaßung über ihr zu sein sich überantworten. Sie sind die ihrer selbst unbewusste Geschichtsschreibung ihrer Epoche; das nicht zuletzt vermittelt sie zur Erkenntnis“. (Ästhetische Theorie(1), p. 272). Utopie/Kunst/Adorno/Grenz: „Die Gestalt aller künstlerischen Utopie heute ist: Dinge machen, von denen wir nicht wissen, was sie sind.“ (Quasi una Fantasia(3), p. 437).
>Utopie.


1. Th. W. Adorno. Ästhetische Theorie. In: Gesammelte Schriften 7, Rolf Tiedemann (Hg.), Frankfurt/M: Suhrkamp. 1970.
2. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. In: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970.
3. Th. W. Adorno. Quasi una Fantasia.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Methode Hegel Gadamer I 467
Methode/Hegel/Gadamer: [Hegel] hat den Begriff einer Methode, die sich als ein der Sache fremdes Tun an ihr vollzöge, unter dem Begriff der „äußeren Reflexion“ kritisiert, Die wahre Methode sei das Tun der Sache selbst.(1) Hegel hat sich für die Beschreibung der wahren Methode, die das Tun des Sache selbst ist, seinerseits auf Plato berufen, der seinen Sokrates im Gespräch mit Jünglingen zu zeigen liebt, weil diese ohne Rücksicht auf die herrschenden Meinungen den folgerichtigen Fragen des Sokrates zu folgen bereit sind.
Negative Dialektik/Sokrates/Hegel: Hier ist die Dialektik nichts anderes als die Kunst, ein Gespräch zu führen und insbesondere die Unangenmessenheit der Meinungen, die einen beherrschen, durch
die Konsequenz des Fragens und Weiterfragens aufzudecken. Die Dialektik ist also hier negativ, Sie verwirrt die Meinungen. Eine solche Verwirrung bedeutet aber zugleich eine Klärung, denn sie legt den angemessenen Blick auf die Sache frei. (...) so enthält alle dialektische Negativität eine sachliche Vorzeichnung dessen, was wahr ist.
>Dialektik, >Dialektik/Hegel, >Negative Dialektik.
Methode: Dass sich die Dinge in der Konsequenz des Gedankens unter der Hand verkehren und in ihr Gegenteil umschlagen, dass das Denken die Kraft gewinnt, »auch ohne das Was zu
Gadamer I 468
kennen, aus entgegengesetzten Annahmen probeweise die Folgerungen zu ziehen«(2) das ist die Erfahrung des Denkens, auf die sich Hegels Begriff der Methode als der Selbstentfaltung des reinen Gedankens zum systematischen Ganzen der Wahrheit beruft. >Denken, >Denken/Hegel, >Erfahrung/Hegel.


1. Hegel, Logik II. S. 330 (Lasson)
2. Arist. Met. M 4 1078 b

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977
Natur Adorno Grenz I 25
Natur/Adorno/Grenz: Die Natur nimmt anthropomorphen Charakter an, in dem das Überleben nicht mehr unmittelbar gefährdet ist. Der Überdruck der Natur kehrt in den Produktionsverhältnissen wieder. Die Herrschaft der Natur über den Menschen wird abgelöst von der des Menschen über den Menschen. Diese ist notwendig, wenn die Emanzipation von der Natur bestehen bleiben. >Geschichte/Adorno, >Fortschritt/Adorno.
Grenz I 48
Natur/Adorno/Grenz: Wahr wäre das reine Natürliche, gäbe es dieses. Dass es aber nicht existiert, erzwingt die Aufhebung des Naturbegriffs und damit die seiner normativen Kraft. >Wahrheit/Adorno, >Wahrheitsgehalt/Adorno.
Grenz I 58
Natur/Geschichte/Adorno/Grenz: Adorno spricht oft von Versöhnung, niemals aber von Versöhnung von Natur und Geschichte.
I 59
Primat der Natur/Adorno/Grenz: Geschichte ist ein Moment der Natur, ebenso wie das die Natur Brechende, die Naturbeherrschung, als der Natur inhärent begriffen wird. Subjektivität/Adorno/Grenz: Erst diese Bestimmung erlaubt den Übergang von der Interpretation der Genesis der Zweckrationalität und ihrer Durchsetzung mit Regression als abendländische Spätphase der Anthropogenese zur Interpretation desselben Vorgangs als Urgeschichte der Subjektivität und als Naturgeschichte zugleich.
>Subjektivität, >Subjektivität/Adorno, >Zweckrationalität.
Schleier/Adorno/Grenz: dadurch, dass die Anthropogenese als naturgeschichtliches Ereignis interpretiert wird, gelangt der subjektive Aspekt des Geistes gerade in seiner negativ beschriebenen
I 60
Gestalt: als ideologischer Schleier, als Rationalisierung, welche die Identifikation mit dem angreifenden Bestehenden ermöglicht und das eigene Leid vergessen macht, zu objektiver Bedeutung.
I Grenz 72
Zweite Natur/Adorno/Grenz: Auf diesen Begriff führt Adorno die Vorstellung von Naturwüchsigkeit des menschlichen Inneren zurück.(1) >Zweite Natur.
Zweite Natur ist der gesellschaftliche Charakter der Substanz des Individuums(2), eine Wucherung der Gesellschaft (Negative Dialektik p. 73).
I 73
„Unterm Blick des Essays wird die zweite Natur ihrer selbst inne“.(3)
1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik, 1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. In: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970. p. 348, vgl. p.46, 73f
2. Th. W. Adorno. Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. In: Gesammelte Schriften, Bd. 4, 1. Auflage, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980, p. 10,
3. Th. W. Adorno. Noten zur Literatur I, In: Gesammelte Schriften, Bd. 11, 1. Auflage, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980, p. 43.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Negation Adorno Grenz I 50
Negation/AdornoVsHegel/Grenz: Adorno trennt, gegen Hegel, die subjektive von der objektiven Positivität der negierten Negation.(1) >Subjektivität/Adorno, >G.W.F. Hegel.
I 50
Dialektik/doppelte Negation/PopperVsDialektik/Adorno/Grenz: Adorno gibt der Popperschen Dialektikkritik recht: Die Gleichsetzung der Negation der Negation mit der Positivität ist die Quintessenz des Identifizierens und damit der Verdinglichung.
I 50
Negation/Adorno/Grenz: Das Bewusstsein des Fehlens von etwas oder der Falschheit, dies Moment der bestimmten Negation als seinerseits Subjektives, darf nicht der objektiven Logik und gar der Metaphysik gutgeschrieben werden.(2) >Objektivität/Adorno.
Grenz I 51
Die bestimmte Negation ändert die Verhältnisse nicht. Sie ist nur deren Bewusstsein.
Grenz I 80
Bestimmte Negation/MarxVsHegel/Grenz: Bsp Die bürgerliche Revolution gegen die Feudalgesellschaft: Pointe: Hier ist bestimmte Negation als Methode verlorengegangen. Der Feudalismus wird im Doppelsinn aufgehoben: Liquidiert wird die Herrschaft Weniger über die Vielen, erhalten bleibt der Gesellschaftscharakter der Gesellschaft.
I Grenz 83
Bestimmte Negation/AdornoVsHegel/AdornoVsMarx/Grenz: Adorno löst die Antinomie der Zweisinnigkeit des Aufhebens und Einbeziehung des praktischen Elements der Geschichte in die bestimmte Negation auf. >Geschichte/Adorno.
I Grenz 91
Bestimmte Negation/Adorno/Grenz: Neukonzeption als immanente Kritik: a) Als Aufhebung innerweltlich konzipiert – so entgeht sie der Immanenzkritik an Hegel.
I 92
b) Kehrt den Begriff der Zweckrationalität als irrational hervor(3). So ergibt sich die Notwendigkeit, den Etwas-Charakter des bestimmten Nichts geschichtsphilosophisch(4) zu tilgen. c) Diese Notwendigkeit wird unterstützt von der Durchstoßung des Natur-Geschichte-Antagonismus.
Demnach bestünde die bestimmte Negation darin, das dem Faktischen seine Potentialität entgegengehalten wird, „der es nicht genügen kann“.(5)
Grenz I 106
Bestimmte Negation/Kunst/Adorno/Grenz: Das Offenbaren des Bildgehalts eines Kulturphänomens ist nur möglich als bestimmte Negation seines gesellschaftlichen Gehaltes, oder, was dasselbe ist, als Gewinnung der Wahrheit seiner Unwahrheit. >Kunst/Adorno, >Kunstwerke/Adorno, >Wahrheit/Adorno, >Wahrheitsgehalt/Adorno.
Grenz I 113
Doppelte Negation/Adorno/Grenz: Adorno versteht die Negation der Negation als negativ: inhaltsvoll, aber ohne Etwas-Charakter.(6)
Grenz I 116
Negation/Adorno/Grenz: bestimmte Negation und Etwas-Charakter des bestimmten Nichts treten auseinander durch die Verwandlung der bestimmten Negation in die physiognomische Analyse und des bestimmten Nichts in eine auf Seiendes und sei nur noch polemisch bezogene Kategorie der Erfahrung. Das ist die Leistung der negativen Dialektik Adornos, mit der sie den historischen und den dialektischen Materialismus zu sich selbst bringt. >Materialismus/Adorno.
Grenz I 180
Negation/Adorno/Grenz: Resultate physiognomischer Negationen sind Kunstwerke oder hermetische Texte. Sie misslingen also als Negationen, insofern sie die Negativität ihrer Neganda zwar praktisch, dafür aber begriffslos und also unbestimmt, diffus negieren. Theorie: Demgegenüber ist die Theorie vollzogene Bestimmung von Seiendem als negativ bloß theoretisch, aber bestimmt.


1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik, In: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970.p. 159, FN
2. Ebenda.
3. Negative Dialektik, p. 8
4. Th. W. Adorno. Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Amsterdam 1947. p 126.
5. Th. W. Adorno. Ästhetische Theorie, In: Gesammelte Schriften 7, Rolf Tiedemann (Hg.), Frankfurt/M: Suhrkamp. 1970. p. 205.
6. Negative Dialektik, p. 159f

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Objektivität Adorno Grenz I 107
Objektivität/Subjektivität/Adorno/Grenz: „Leiden ist Objektivität, die auf dem Subjekt lastet; was es als sein Subjektivstes erfährt, sein Ausdruck, ist objektiv vermittelt.“(1) >Subjekt/Adorno, >Subjektivität/Adorno, >Leiden.


1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. 1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. In: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970. p. 217.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
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Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
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Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
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Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
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Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
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Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
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Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Sinn Adorno Grenz I 128
Sinn/Adorno/Grenz: Die Sinnfrage wird als Frage nach der Differenz von Möglichkeit und Wirklichkeit in der Wirklichkeit konstruiert. >Wirklichkeit, >Realität, >Welt/Denken.
These: Der Sinn ist noch nicht erschienen. Der Sinn „hält sich negativ“.(1)
Grenz I 49
Kunst/Adorno: „Kunst ist unendlich diffizil auch darin, dass sie zwar ihren Begriff transzendieren muss […] dass sie jedoch dort, wo sie dabei Realien ähnlich wird, der Verdinglichung sich anpasst, gegen die sie protestiert…(2). >Verdinglichung.
Kunst/Sinn/Adorno: Die Absage der Kunst an die Sinnkategorie treibe sie dem Positivismus - noch ein Synonym für verdinglichtes Bewusstsein - in die Arme.(3)
>Kunst/Adorno, >Kunstwerke/Adorno, >Ästhetik/Adorno, >Wahrheit/Adorno, >Wahrheitsgehalt/Adorno.

1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. 1. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. In: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970, p. 366.
2. Th. W. Adorno. Ästhetische Theorie, In: Gesammelte Schriften 7, Rolf Tiedemann (Hg.), Frankfurt/M: Suhrkamp. 1970. p. 159.
3. Ebenda. p. 231.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Subjektivität Adorno Grenz I 67
Subjektivität/Adorno/Grenz: Die Zusammenstellung von Spontaneität der Reaktion und Geschichtlichkeit des Materials setzt die Gleichartigkeit von Subjektivität und Material voraus. Das Material ist „selber sedimentierter Geist“. (Philosophie der Neuen Musik(1) p. 37f). >Geschichte/Adorno.
Grenz I 107
Subjektivität/Objektivität/Adorno/Grenz: „Leiden ist Objektivität, die auf dem Subjekt lastet; was e s als sein Subjektivstes erfährt, sein Ausdruck, ist objektiv vermittelt.“ (Negative Dialektik(2), p. 217). >Objektivität/Adorno, >Leiden, >Vermittlung, >Subjekt/Objekt-Problem.

1. Th. W. Adorno. Philosophie der Neuen Musik
2. Th. W. Adorno. Negative Dialektik. In: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970.

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984