Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff

zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 15 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
Eintrag
Literatur
Literatur
Abstraktheit Wright I 226f
Abstrakt/"reine abstrakte Objekte/Dummett: (Frege: "logische Objekte"): Dummett: nichts weiter als Reflexionen bestimmter sprachlicher Ausdrücke, analog den Eigennamen von Objekten, deren Sinn jedoch nicht so dargestellt werden kann, als bestehe er in unserer Fähigkeit, Objekte als ihre Träger zu identifizieren. >Identifikation.
Wright: Das könnte als Nominalismus gelesen werden. (also dass es keine abstrakten Objekte gibt).
>Nominalismus.
Das ist aber nicht Dummetts Ansicht. Dummett leugnet gerade nicht, dass es singuläre Termini gibt, die vorgeblich auf abstrakte Objekte verweisen, aber in der Tat Referenz besitzen. Sie spielen sogar eine semantische Rolle!
>Singuläre Termini, >Referenz, >Begriffliche Rolle, >Inferentielle Rolle.
Bsp "größte Primzahl": ist ein leerer singulärer Term, aber die bloße Bedeutung stellt sicher, dass er eine semantische Rolle spielt!
>Bedeutung, >Semantik, >Nichtexistenz.
Dummett scheint hier zu meinen, dass es gar keine Frage ist, ob der Platonismus oder der Nominalismus den besseren Ansatz liefert, nachdem die Frage entschieden ist, ob abstrakte Objekte existieren.
>Zahlen, >Platonismus.
I 227f
Abstrakt/Moral/Ethik/Wright: Das passt gut zu unserer Einstellung zum Diskurs der Moral: die Sache des moralischen Realismus erschöpft sich nicht wirklich in der Frage, ob der moralische Diskurs wahrheitsfähig ist, oder nicht. >Wahrheitsfähigkeit, >Moral, >Diskurs.
Wenn die "Wahrheitsfähigkeit" bejaht wird, gibt es immer noch eine Reihe realismusrelevanter Fragen.
>Realismus.
((s) Wahrheitsfähigkeit: hier geht es um die Frage, ob Aussagen über Moral oder das Komische überhaupt ein Wahrheitswert (wahr/falsch) zugeschrieben werden kann.)
I 223 ff
Es ist auch nicht strittig, dass wir abstrakte singulärer Termini in einer verständigen Weise gebrauchen. Wright: Es gibt keinen sprachlich unvermittelten kognitiven Kontakt mit abstrakten Objekten.
Frege (als Platonist) behauptet ganz zu recht, dass Zweifel an der Realität der Referenz auf abstrakte Objekte keinen vernünftigen Sinn enthalten. (Wright: das ist Minimalismus bezüglich Referenz).
>Minimalismus.
I 242
Abstrakte singuläre Termini/Wright: Es ist ausgeschlossen, dass sie das Denken beeinflussen von jemand, der nicht weiß was sie sind. >Gedankenobjekte.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Aussagen Tarski Berka I 472
Satz/Tarski: Ein Satz ist beweisbar oder nicht beweisbar. >Sätze, >Beweisbarkeit, >Beweise.
Aussage: ist wahr oder falsch.(1)
>Wahrheit, >Wahrheitsfähigkeit.


1. A.Tarski, Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen, Commentarii Societatis philosophicae Polonorum. Vol 1, Lemberg 1935

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
Ethik Harman Wright I 224
Ethik/Erklärung/Harman: Bsp Statt eines moralischen Urteils ohne Wertung, nehmen wir psychologische Merkmale und die Erziehung. Hier insbesondere die Merkmale des Beurteilenden, nicht der Handlung. >Urteile, >Handlungen, >Erziehung.
Wright I 244
SturgeonVsHarman: Bsp Dass unsere Überzeugung, dass Hitler moralisch verkommen war, auf Dingen beruht, die er genau deshalb tat, weil er moralisch verkommen war, sodass seine Verderbtheit Teil der Erklärung unserer Überzeugung ist, dass er es tatsächlich war. >Erklärungen, >Kausalerklärung, >Zirkularität.
Das heißt, wir müssen auf diese Art von Erklärung allein schon durch die Erkenntnis vorbereitet sein, dass moralische Diskurse zumindest minimal wahrheitsfähig sind und dass also die fehlenden Analogien (zur Naturwissenschaft) an anderer Stelle auftauchen werden.
>Diskurse, >Moral, >Diskurstheorie, >Analogien, >Minimalismus, >Wahrheitsfähigkeit.

Harman I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Harman II
Gilbert Harman
"Metaphysical Realism and Moral Relativism: Reflections on Hilary Putnam’s Reason, Truth and History" The Journal of Philosophy, 79 (1982) pp. 568-75
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Inhalt Wright I 45
Gehalt/"tiefer Gehalt"/"tiefe Referenz"/Wright: Tiefe Referenz kann durch Syntax maskiert oder simuliert werden. (Negationen, Konditionale).>Ausdruckstheorie: Für die Ausdruckstheorie besteht die Frage: besitzen die Sätze Gehalt oder wird er nur syntaktisch simuliert?.
>Syntax, >Inhalt, >Zeichen, >Bedeutung, >Referenz.
Gemeinsame Basis von Realismus und Anti-Realismus: dass dies nicht der Fall ist!
>Realismus, >Antirealismus.
Bsp Bei Freges Zahlen gibt es keine tiefe Referenz. Die Eignung eines Ausdrucks, auf ein Objekt zu referieren hängt mit seiner Syntax zusammen. Sie sorgt dafür, dass er als singulärer Term funktionieren kann.
>Singuläre Termini, >Zahlen/Frege.
Dann lässt sich keine weitere Frage mehr stellen, ob der Objektbezug erfolgreich ist. Es wird jedoch zugestanden, dass die geeigneten Kontexte, in denen dies der Fall ist, wahr sind. (Keine "tiefe Referenz").
I 44
Syntaktische Oberflächenmerkmale: Es muss sichergestellt sein, dass ein Satz, der ein Wahrheitsprädikat enthält, in Konditionale eingebettet werden kann und bedeutsame Negationen besitzt. >Negation, >Wahrheitsprädikat.
Gehalt/Wright: Der Gehalt muss Disziplin und Oberflächensyntax (z.B. Konditional, Negation) eines Diskurses entsprechen. Der so gesicherte Gehalt genügt, um ein Wahrheitsprädikat zu qualifizieren (durch Plattitüden).
>Wahrheitsprädikat, >Diskurs, >Plattitüden.
I 242f
Def Weitreichende kosmologische Rolle/Wright/Crispin: (I 250) Ein Gehalt spielt eine weitreichende kosmologische Rolle genau in dem Fall, in dem die Erwähnung von Sachverhalten, aus denen er besteht, zumindest in bestimmten Arten der Erklärung von Kontingenzen auftreten kann, Erklärungen, deren Möglichkeit nicht bloß durch die minimale Wahrheitsfähigkeit des Diskurses garantiert ist. >Minimalismus, >Wahrheitsfähigkeit.
Bsp These: Das Moralische spielt keine weitreichende kosmologische Rolle.
Weitreichende kosmologische Rolle des Gehalts: Wir wollen ihre Reichweite für einen Diskurs am Ausmaß messen, in dem die Angabe der verschiedenen Sachverhalte potentiell zur Erklärung aller jener Dinge beitragen kann, die nicht oder nicht direkt mit unseren Einstellungszuständen zu tun haben, aufgrund derer wir solche Sachverhalte als Objekte auffassen.
I 248
Kosmologische Rolle: Erklärung von Bedeutung/Gehalt nicht aus unseren Einstellungen. >Bedeutung, >Gehalt, >Konventionen, >Sprachgemeinschaft.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Kompositionalität Tarski Berka I 478
Kompositionalität/zusammengesetzt/Aussage/komplex/Tarski: Zusammengesetzte Aussagen müssen nicht Verbindungen einfacherer Aussagen sein, das gilt nur für Aussagenfunktionen. >Aussagenfunktionen.
Kompositionalität: Sollten wir Kompositionalität nur für Aussagenfunktionen, nicht für Aussagen zulassen?
Problem: Dann führt eine "Rekonstruktion" aus Operatoren nicht zur Wahrheit/Falschheit einer bestimmten Aussage.
>Wahrheitsfähigkeit.
Grund: Weil wir Aussagen als gewisse Sonderfälle der Aussagenfunktion erhalten.
Lösung: Erfüllung.
>Erfüllung/Tarski, >Erfüllbarkeit/Tarski.
Schema: Für jedes a: a erfüllt die Aussagenfunktion x gdw. p.
Bsp a erfüllt die Aussagenfunktion "x ist weiß" gdw. a weiß ist.
Dann erfüllt insbesondere Schnee die Aussagenfunktion "x ist weiß".(1) - ((s) Weil Erfüllung eben auf Aussagenfunktionen und nicht auf Aussagen bezogen ist.)

1. A.Tarski, Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen, Commentarii Societatis philosophicae Polonorum. Vol 1, Lemberg 1935

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
Konditional Wright I 54
Minimalismus/Logik/Konditional : Es kann nicht mehr verlangt werden, als dass eine Aussage offenkundig als Konditional auftritt. Wright: Es gibt hier keine "tieferen" Vorstellungen eines "echten" Konditionals oder "tiefere" Vorstellung eines assertorischen Gehalts .
>Gehalt, >Behauptung, >Behauptbarkeit.
Für unsere Zwecke genügen Oberflächenmerkmale, auch wenn es sicher möglich wäre, die entsprechenden Merkmale zu fixieren.
((s) Insbesondere sind keine metaphysischen Annahmen über ein "wahrmachendes Reich" notwendig.)
Wright: Ausdruckstheorie: muss einen Unterschied machen zwischen echten und bloß scheinbaren Konditionalen:
Bsp echter Konditional Wenn es morgen regnet, wird der Besuch abgesagt
Bsp scheinbarer Konditional: Wenn du dich schlecht benimmst, wird der Besuch abgesagt.
>Wahrheitsfähigkeit.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Korrektheit Wright I 272f
Def "korrekt"Wright: hier: Wahrheits-Prädikat für minimal wahrheitsfähige Diskurse. >Wahrheitsprädikat, >Wahrheitsfähigkeit, >Minimalismus, >Diskurs.
Wright I 276
Korrektheit/Negation/Logik/Wahrheit/Wright: Wenn sowohl Wahrheit als auch Korrektheit im Spiel ist, gibt es eine Unterscheidung zwischen der a) eigentlichen, strengen Negation: verwandelt jeden wahren oder korrekten Satz in einen falschen oder inkorrekten - eine andere Negationsform gibt:
b) Negation: wirkt so, dass ein wahrer (oder korrekter) Satz genau dann konstruiert wird, wenn sein Argument keine Wahrheit erreicht.
>Negation, >Wahrheit.

Negation/WrightVsBoghossian: der Vorschlag - (>Nonfaktualismus) - nimmt ja tatsächlich an, dass ""A" ist wahr" komplementär sein sollte der Negation von A im letzteren Sinne.

Ein vollkommen vernünftiger Gegenvorschlag ist aber, dass A viel eher dem strengen Begriff der ersteren Negation komplementär sein sollte.
Dann ist für den Fall, dass A bloß korrekt ist, die Bewertung von ""A" ist wahr" ebenfalls korrekt und die Anwendung des Wahrheitsprädikats wird generell konservativ sein.

WrightVsVs: der Teppich wirft nun aber an anderer Stelle Falten: dem Übergang von (i) nach (ii): das scheinbar unangreifbare Prinzip, dass nur ein Satz mit einer Wahrheitsbedingung wahr sein kann, hätte die Form des Konditionals:

(II) "A" ist wahr > "A" hat eine Wahrheitsbedingung

>Wahrheitsbedingungen.
I 276/277
Und jede konservative Matrix für ""A" ist wahr" gefährdet dieses Prinzip in dem Fall, wo A nicht wahrheitsfähig, aber korrekt ist. Denn dann wird die konservative Matrix ""a" ist wahr" als korrekt bewerten.
Das Konsequens (II), dass "A" eine Wahrheitsbedingung hat (eine Tatsache, die es wahr macht) wird dann vermutlich inkorrekt sein.

Bedeutungsminimalismus/Korrektheit/Wright: Der Bedeutungsminimalismus kann bestimmte Sätze (etwa über primäre Qualitäten materieller Körper) nicht als Kandidaten für substanzielle (gehaltvolle) Wahrheit betrachten.
>Gehalt.
Die Zuschreibung einer Wahrheitsbedingung kann daher für einen solchen Satz korrekt sein.
So kann auch bei einer konservativen Matrix die Behauptung

"S hat die Wahrheitsbedingung, dass P" ist wahr

korrekt sein. Aber die ganze Grundlage der Argumentation ist, dass der Bedeutungsminimalismus keine Wahl hat, als

"S hat die Wahrheitsbedingung, dass P" hat eine Wahrheitsbedingung

als unweigerlich zumindest inkorrekt anzusehen.
Andernfalls gibt es keine Bekräftigung von (i) als Prämisse:

(i) Es ist nicht der Fall, dass "S hat die Wahrheitsbedingung, dass P" eine Wahrheitsbedingung besitzt.

Die Einsetzung von "S hat die Wahrheitsbedingung, dass P" für "A" in (II) erzeugt folglich bei einer konservativen Matrix für den Bedeutungsminimalismus selbst ein korrektes Antezedens, aber ein inkorrektes Konsequens.

I 277/278
WrightVsBoghossian: Zusammenfassung: Wenn die Matrix (Wahrheitstabelle) für "wahr" nicht konservativ ist, dann versagt das Zitattilgungsschema in der entscheidenden Richtung für den Übergang von (ii) nach (iii); Wenn die Matrix andererseits konservativ ist, scheitert angesichts der Prämisse (i) das Prinzip, dass nur ein Satz mit einer WB wahr ist. (Der Satz ist inkorrekt).
>Wahrheitswerttabelle.
Schließlich, wenn die Prämisse (i) nicht zugelassen wird, gibt es gar keine Argumentation.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Minimalismus Wright I 52
Def Minimalismus/Wright: Bestandteile: (i) das Äquivalenzschema "es ist wahr, dass P dann und nur dann, wenn P,
(ii) "P" sagt, dass P,
(iii) ein Satz kann als wahr gekennzeichnet werden, wenn seine Proposition wahr ist,
(iv) die Gültigkeit des modus tollens,
(v) dass es unschädlich ist, "P" entspricht den Tatsachen" als etwa "Die Dinge sind, wie "P" sagt, dass sie sind" anzunehmen.
Der Minimalismus erkennt Wahrheit als echte Eigenschaft an. (VsDeflationismus)
>Deflationismus, >Wahrheit, >Gültigkeit, >modus tollens, >Propositionen, >Sätze, >Äquivalenz,
I 102f
Minimalismus/Wright: Der Minimalismus ist neutral zwischen Anti-Realismus: (Superassertibilität) und Realismus: evidenztranszendente Wahrheit. >Superassertibilität, >Behauptbarkeit, >Realismus, >Anti-Realismus.
I 225
Minimale Wahrheitsfähigkeit/mWf/Wright mehr als mwf: wenn in der Besten Erklärung unserer wahren Überzeugungen die Tatsachen erwähnt werden müssen, auf die sich die Überzeugungen beziehen. >Wahrheitsfähigkeit, >Beste Erklärung/Wright.
I 267ff
Globaler Minimalismus/Wright: ...daraus könnte man statt totaler Skepsis einen globalen Minimalismus folgern: alle Bedeutungen und die Wahrheit sind nur höchstens minimal wahrheitsfähig.
I 271
Boghossian: Globaler Minimalismus, Non-Faktualismus: bezüglich Bedeutung, nicht Wahrheit: Es gibt keine Eigenschaft, dass ein Wort etwas bedeutet, folglich auch keine Tatsache - zieht globalen Non-Faktualismus nach sich, im Gegensatz zu allen anderen Non-Faktualismen. >Non-Faktualismus.
I 285
Boghossian: "globaler Minimalismus": mit der Wahrheit kippt auch jegliche Bedeutung. >Bedeutung, >Tatsachen.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Rollen Wright I 250
Def weitreichende kosmologische Rolle: Ein Gehalt spielt eine wkR genau in dem Fall, in dem die Erwähnung von Sachverhalten, aus denen er besteht, zumindest in bestimmten Arten der Erklärung von Kontingenzen auftreten kann, Erklärungen, deren Möglichkeit nicht bloß durch die minimale Wahrheitsfähigkeit des Diskurses garantiert ist. >Wahrheitsfähigkeit.
Bsp These: Das Moralische spielt keine weitreichende kosmologische Rolle (Problem für den moralischen Realismus).
Wie kann die Angabe solcher Sachverhalte zur Erklärung beitragen?
>Inhalt/Wright.
I 248
Kosmologische Rolle: Erklärung von Bedeutung/Gehalt nicht aus unseren Einstellungen

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Satzbedeutung Tarski Berka I 472
Satz/Tarski: Ein Satz ist beweisbar oder nicht beweisbar. >Sätze, >Beweisbarkeit, >Beweise.
Aussage: ist wahr oder falsch.(1)
>Wahrheit, >Wahrheitsfähigkeit.

1. A.Tarski, Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen, Commentarii Societatis philosophicae Polonorum. Vol 1, Lemberg 1935

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
Sprachspiele Wright I 260
Lebensformen/Wittgenstein/Cavell: Orientierungen der Interessen und der Gefühle, Sinn für Humor, für Bedeutsamkeit, für Ähnlichkeit, dafür, wann eine Äußerung eine Behauptung, wann eine Erklärung ist... >Wahrheitsfähigkeit, >Leben, >Gemeinschaft, >Sprachgemeinschaft, >Diskurse, >Verstehen, >Ähnlichkeit, >Behauptung, >Erklärung.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Subjektivität Wiggins Wright I 143~
subjektiv/objektiv/McDowell/Wiggins: auch subjektive Werturteile können entschieden wahr oder falsch sein, also objektiv. >Wahrheitsfähigkeit/Wright, >Emotivismus, >Kognitivismus.
Urteil/Wright: Unterschied extensions-bestimmend, extensions-reflektierend.
>Euthyphron.

Wiggins I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

Wiggins II
David Wiggins
"The De Re ’Must’: A Note on the Logical Form of Essentialist Claims"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Supervenienz Wright s. auch Farbe
I 198f
Disputationale Supervenienz: Ein Diskurs superveniert den anderen, wenn Meinungsverschiedenheiten im einen von Meinungsverschiedenheiten im anderen abhängen. >Abhängigkeit, >Diskurs, >Wahrheitsfähigkeit, vgl. >Korrektheit/Wright.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Terminologien Wright I 41
"Plattitüde"/Wright: "P" ist wahr dann und nur dann, wenn "P" mit den Tatsachen übereinstimmt CP Korrespondenzplattitüde/CP/Wright: "P" ist wahr dann und nur dann, wenn die Dinge so sind, wie "P" sagt, dass sie sind.
Deflationismus/Wright: Der Deflationismus akzeptiert (wie wir auch) folgende Plattitüden: Etwas behaupten heißt, etwas als wahr darzustellen, jeder wahrheitsfähige Gehalt hat eine sinnvolle Negation, wahr zu sein bedeutet, den Tatsachen zu entsprechen, eine Aussage kann gerechtfertigt werden, ohne wahr zu sein, und umgekehrt.
I 60
Epistemische Einschränkung: EC: wenn P wahr ist, dann gibt es Evidenz dafür - > erzwingt Revision der Logik, sonst kann P nicht wahr sein, wenn keine Belege vorliegen.
I 99
Platituden: heißen so, weil sie ein gewichtiges metaphysischen Reich vermeiden helfen sollen
I 108ff
Def Evidenztranszendenz: das Vorhandensein entscheidbarer Parameter muss nicht sicherstellen, dass die Antwort auf die Frage gleichermaßen entscheidbar ist
I 115
Irrtumstheorie: Mackie, (Ethik) Field (Mathematik). Alles müsste, um wahr gemacht zu werden, auf ein metaphysisches Reich zurückgeführt werden. Es gibt aber kein metaphysisches Reich!
ad I 115ff
Irrtumstheorie/(s): eine Theorie die zu erklären versucht, warum unsere Intuitionen anders sind, als die Theorie behauptet.
I 118ff
Konvergenz 1: schwach: bloß eine Tendenz stärker: Konvergenz 2: erzwingt Konvergenz

Def minimale Wahrheitsfähigkeit: verlangt Anwendung von Maßstäben für Behauptbarkeit und damit die Existenz von Kriterien.
Vs: "geeignete Umstände" unklar
VsWright: Diskurs über das Komische: nicht minimal wahrheitsfähig.
WrightVs: es gibt gar keine "permissiven Bedingungen" - Konvergenzplatitude/Repräsentationsplatitude/Wright: divergenter Output kann nur durch divergenten Input erklärt werden.
Def kognitive Nötigung: Ein Diskurs erzwingt kognitive Nötigung wenn Divergenzen nur durch divergenten Input erklärt werden können.
Tradition: Moralischer Diskurs erfüllt die Kriterien der kognitiven Nötigung nicht.
Wright: Kognitive Nötigung ist aber kompatibel mit flexiblen Maßstäben, sie ist eine zusätzliche Bedingung für minimal wahrheitsfähige Diskurse
I 138
Wright pro Konvergenz auch beim Diskurs über das Komische.
I 150
Verfestigung/Wright: Eine Verfestigung wird den modalen Status ändern. Ob P wahr ist, mag kontingent sein, aber wenn P wahr ist, ist die Aussage notwendig, dass P tatsächlich wahr ist. Problem: Das sollte nicht für die Basisgleichung für Gestalt gelten - weiteres Problem: "wenn S in denselben Umständen wäre, würde er gleich urteilen": wenn in anderen möglichen Welten zu viel seine Gültigkeit behält, müsste die Gleichung in allen Möglichen Welten wahr sein und die Unterscheidung wird fraglich.

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Wahrheitskonditionale Semantik Cresswell I 27
Wahrheitskonditionale Semantik/Bedeutung/Versprechen/Wahrheitswert/ Wahrheitsbedingung/Handlung/Cresswell: Die wahrheits-konditionale Semantik urteilt nicht darüber, warum man die Wahrheit sagen sollte. (11) Ich verspreche Dir, Dir fünf Dollar zu zahlen
Die Frage der Wahrheit/Falschheit hat hier nichts mit dem Zweck der Äußerung zu tun. - Wir können aber zeigen, dass die semantische Analyse der Wortbedeutungen es nötig macht, dass (11) einen bestimmten Wahrheitswert hat.
>Wahrheitsfähigkeit, >Wahrheitswert, >Deontologie, vgl. >Präskriptivismus.
I 28
Der Satz ist wahr, wenn der Sprecher das verspricht.
I 29
Sprache wird hier zu einem regel-geleiteten Mittel, dem Hörer eine Repräsentation derselben Menge von möglichen Welten zu vermitteln, wie sie beim Sprecher gegeben ist. Damit steht der Begriff der möglichen Welt im Zentrum der Semantik und ist sogar noch grundlegender als der Begriff der Wahrheit.
II 145
Wahrheitskonditionale Semantik/Cresswell: Die Satzbedeutung kennen: wissen, was der Fall sein müsste, damit der Satz wahr ist. >Verstehen.
Nicht-wahrheitskonditionale Semantiken: Bsp Semantik der begrifflichen Rolle/Harman.
>Begriffliche Rolle.
Bsp Intentionsbasierte Semantik/Schiffer. - Bsp Sprechakttheorie.
KatzVsWahrheitskonditionale Semantik: alle äquivalenten Sätze haben dann dieselbe Bedeutung.
>Äquivalenz.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984