Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Autor
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Literatur
Literatur
Begriffe Sellars I 76
Begriff/Erfahrung: es ist nicht so, dass wir über den Begriff von etwas verfügen, weil wir diese Art von Dingen erkannt haben. Es verhält sich vielmehr umgekehrt: die Fähigkeit, eine Art von dem zu erkennen, setzt voraus, dass man bereits über den Begriff dieser Art von den verfügt. Wir können nicht den Eindruck eines Baums haben, wenn wir nicht über den Begriff des Baums verfügen. >Erscheinung, >Beobachtung, >Beobachtungssprache, >Beobachtungssätze, >Sehen, >Sehen-als.
II 308
Begriff: Ein begrifflicher Gegenstand wird zu dem, was er ist, nur durch den Unterschied, den sein Vorhandensein in wenigstens einigen Folgerungen bewirkt. Das ist ein vertrautes Thema in der gegenwärtigen Philosophie. ((s) > Inferentialismus/Brandom, Inferenz/Brandom, Inferentieller Gehalt/Brandom.)
Field II 166
Begriff/Schiffer: ist nur der Schatten von subsententialen Ausdrücken. >Subsententiales.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Beschreibung Sellars I 27
Bericht/Feststellung/Sellars: Sätze wie "Dies ist grün" haben sowohl einen Tatsachen-feststellenden als auch einen berichtenden Gebrauch. John muss lernen, den Bericht zu unterdrücken! (Bericht über seinen eigenen Sinneseindruck, der der Tatsache, die er gelernt hat, widerspricht.) Er sagt jetzt: "Diese Krawatte ist blau". Aber er macht von diesem Satz keinen berichtenden Gebrauch. Er verwendet ihn im Sinne einer Schlussfolgerung. (Bericht: einer Schlussfolgerung, Erlebnisse, Empfindungen, Sinneseindrücke. - Feststellung: Tatsachen.) >Erfahrung, >Empfindungen, >Tatsachen, >Schlussfolgerungen, vgl. >Idealer Beobachter, >Standardbedingungen.
II 318
These: dass man jede Aussage, die mindestens einen Referenzausdruck und einen Beschreibungsausdruck enthält, in eine (erfundene) verständliche Sprache übersetzen kann, die Entsprechungen für Referenzausdrücke, nicht aber für Beschreibungsausdrücke enthält, dafür aber eine besondere Schreibweise der Referenzausdrücke, in die sich die Beschreibungsausdrücke übersetzen lassen. Wieder einmal hat sich das Wesen von "Abbildung" als Übersetzung erwiesen! (Abbildung/Übersetzung). >Abbildung, >Übersetzung, >Beobachtungssprache, >Wahrnehmung, >Sehen-als, >Begriffe/Sellars.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Bewusstsein Sellars Rorty I 203
»Psychologischer Nominalismus«: Sellars: jegliches Bewusstsein von Sorten, Ähnlichkeiten, Tatsachen, also abstrakter Entitäten, ist eine sprachliche Angelegenheit. Der Spracherwerb setzt noch nicht einmal das Bewusstsein der Sorten, Ähnlichkeiten und Tatsachen voraus, die mit der sogenannten unmittelbaren Erfahrung zusammenhängen. >Spracherwerb, >Ähnlichkeit, >Unterscheidungen, >Verschiedenheit, >Gegenstände, >Sehen, >Sehen-als, >Wissen, >Welt/Denken.
Bewusstsein/Sellars(laut Rorty): unterscheidet zwischen zwei Arten von Bewusstsein:
a) diskiminatives Verhalten,
b) Bewusstsein als Bewegung im logischen Raum der Gründe.
a) ist auch bei Ratten, Amöben und Computern zu finden.
>Computermodell/Sellars, >Logischer Raum der Gründe.

Frank I 264
Bewußtsein/SellarsVsSartre/SellarsVsDescartes: die These von der Selbstdurchsichtigkeit und Selbst-Erschlossenheit des Bewusstseins ist der "Mythos des Gegebenen". >Mythos des Gegebenen/Sellars.


Roderick M. Chisholm (1981): The First Person. An Essay on Reference
and Intentionality, Brighton 1981

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Hase-Enten-Kopf Hase-Enten-Kopf: Beispiel für eine Gestalt, die in verschiedener Weise wahrgenommen werden kann und damit verschiedene Interpretationen ermöglicht. Das führt nach L. Wittgenstein zu einer Unterscheidung zwischen dem mentalen Bild, das die Eigenschaft der Mehrdeutigkeit hat und dem physischen Bild, das diese Eigenschaft nicht hat. (Vgl. H. Putnam, Von einem Realistischen Standpunkt, Frankfurt 1993 S. 178f). Siehe auch Mehrdeutigkeit, Perspektive, Sehen, Sehen-als, Wissen, Wahrnehmung, Sinneseindrücke.
Perspektive Hintikka II 115
Wissen-wer/sehen/visuelle Wahrnehmung/perspektivische Identifikation/Hintikka: Def Sehen/Hintikka: ein Objekt sehen: Personen und Körper, die dieselbe Lücke im Wahrnehmungsfeld von John einnehmen, kann dieser identifizieren. Dabei weiß er auch, dass zu verschiedenen Zeiten verschiedene Objekte an der stelle sein können.
Pointe: Dabei muss John nicht wissen, wer diese Person ist!
Wissen-wer/Sehen-wer/Hintikka: Hierzu brauchen wir zusätzlich eine Identifikation, die auf öffentlichen (objekt-zentrierten) Kriterien basiert.
Öffentlich/perspektivisch/Sprache/logische Form/Hintikka: Der Unterschied zwischen perspektivischer und öffentlicher Identifikation zeigt sich auch sprachlich:
Bsp öffentlich: Ist eine Identifikation erfolgreich, wenn es wahr ist, dass:
(1) John sieht, wer b ist.
(2) John erinnert sich, wer b ist.
(3) John weiß, wer b ist.
II 116
Dagegen: perspektivisch:
(4) John sieht b.
(5) John erinnert sich an b.
(6) John kennt b.
Hintikka/(s): Das perspektivische kann ein bloßes Betrachten sein, die Augen auf etwas ruhen lassen, ohne zu wissen, wer oder was das ist.
Querwelteinidentität/Starrheit/HintikkaVsKripke: Es geht eher um die Weise der Identifikation (öffentlich/perspektivisch) als um Starrheit oder Nichtstarrheit.
>Starrheit, >Mögliche Welten.
Die Weise der Identifikation entscheidet darüber, was als ein und dasselbe Individuum zählt.
II 120
Def Identifikation/visuelle Wahrnehmung/perspektivisch/privat/Hintikka: b im perspektivischen Sinn identifizieren hießt, eine Lücke für b unter den visuellen Objekten finden, d.h. b visuell lokalisieren. Logische Form: Visuelle Identifikation entspricht der Beantwortung einer Wo-Frage. ((s) Lokalisierung im Gesichtsraum).
Perspektivisch/Hintikka/(s): Perspektivisch entspricht nicht streng, aber als Gegensatz zum öffentlichen, dem privaten Blickpunkt.
Def Identifikation/visuelle Wahrnehmung/öffentlich/t/Hintikka: Identifikation ist die Fähigkeit, b auf der Landkarte abstrakten überpersönlichen Wissens zu lokalisieren.
D.h. die Fähigkeit zu interpretieren, was man sieht.
Logische Form: Die logische Form ist visuelle Identifikation. Öffentlich: Öffentlich heißt eine Was-Frage oder Wer-Frage zu beantworten.
Interpretation/sehen/Wahrnehmung/Hintikka: Die Interpretation besteht hier darin, unseren Empfindungen eine Bedeutung zuzuschreiben.
Analog: Abstrakte Zeichen als Buchstaben zu interpretieren ist analog (sehen-als).
((s) Stärker/schwächer: Eine Druckseite zu betrachten und festzustellen, dass es Gedrucktes ist, ist schwächer. Die stärkere Variante wäre, es zu lesen.
Öffentlich/Identifikation/Hintikka: Es ist gefährlich, unsere Methoden der öffentlichen Identifikation so zu interpretieren.
>Identifikation, >Individuation,
Perspektivisch/privat/Hintikka: Die perspektivische Identifikation liefert ein eigenständiges Begriffsschema (Begriffssystem).
Symmetrie/Asymmetrie/Identifikation/logische Form/Alltagssprache/Identifikation/perspektivisch/öffentlich/Hintikka:
Symmetrie: In der Logik (logischen Form) gibt es eine Symmetrie zwischen den Ausdrücken für öffentliche bzw. perspektivische Identifikation.
Asymmetrie/Alltagssprache: In der normalen Sprache gibt es diese Symmetrie nicht.
Grund: Für die öffentliche Identifikation haben wir versteckte Quantoren.
Perspektivisch: Hier brauchen wir eine direkte Objekt-Konstruktion.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Positivismus Fraassen I 3
Logischer Positivismus/Fraassen: fügte dem Empirismus eine linguistische Komponente hinzu bzw. eine Bedeutungstheorie und eine Sprachtheorie. - FraassenVsPositivismus - (pro Empirismus) - Positivismus: hat jedoch recht, daß ontologische und epistemische Probleme eigentlich sprachlich sind - insbesondere Modalität.
>Beobachtungssprache, >Modalität, >Ontologie, >Sprache.
I 13f
Positivismus/Theorie/Beobachtung/Sprache/Theoretische Termini/TT/Fraassen: Grover MaxwellVsPositivismus: Unterscheidung Theorie/Beobachtung kann nicht gezogen werden. >Beobachtung. "Theoretische Entitäten"/Fraassen: sie anzunehmen ist ein Kategorienfehler: nur Begriffe sind theoretisch. >Theorien.
1. kann Sprache überhaupt in theoretisch/nicht-theoretisch aufgeteilt werden.
2. können Objekte und Ereignisse in beobachtbar/nicht-beobachtbar aufgeteilt werden.
Maxwell: verneint beides - Fraassen dito.
Auch in Alltagssprache gibt es Theoretische Termini. >Theoretische Termini, >Theoretische Entitäten, >Alltagssprache.
Beobachtbar: Bsp Ein fliegendes Pferd ist beobachtbar.
Sehen-als: Steinzeitmenschen sehen keinen Tennisball, weil sie ihn nicht "als" sehen können.
I 16
Beobachtbarkeit/Maxwell/Fraassen: ist graduell (z.B. durch Entfernung).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Sehen Bourdieu I 23
Sehen/Sehen-als/Kunst/Kultur/Bourdieu: der reine Blick schließt einen Bruch mit dem alltäglichen Verhalten zur Welt ein, … der zugleich einen gesellschaftlichen Bruch darstellt. >Ästhetisches Bewusstsein, >Ästhetische Erfahrung.

Bourd I
P. Bourdieu
Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft Frankfurt/M. 1987
Sehen Millikan I 244
Sehen-als/Sehen/Millikan: scheint ein vorläufiger Akt von Identifikation zu sein. Pointe/Millikan/(s): einen dreidimensionalen Gegenstand zu sehen, heißt einen Gegenstand mit einer Rückseite zu sehen.
Bild/Wittgenstein/Millikan: einen gemalten Gegenstand sehen ist nur vorgebliches Sehen-als.
I 301
Sehen/Wissen/Auge/Millikan: die Linse des Auges stellt sich automatisch auf Schärfe ein. Dabei geht es darum, dass das Objekt, das Strahlen verstreut, im Auge wieder zu einem Objekt gebündelt (zusammengesetzt) wird. Dazu muss der Organismus aber zunächst wissen, wann die Augen auf ein Objekt fokussiert sind, d.h. er muss wissen, welchem Objekt die Welt ähnlich sehen soll, (s)VsMillikan: dann könnten nur Erwachsene sehen.
Allgemein/Millikan: es muss dann Merkmale geben, die typische klare Bilder von Objekten auszeichnen.
Lernen/Psychologie/Lernpsychologie/Millikan: hat in letzter Zeit ergeben, dass die feste Verdrahtung solchen Wissens zu den Bedingungen des Lernens gehört.
>Psychologische Theorien über Lernen.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Sehen Wittgenstein Graeser I 154
Sehen-als/Wittgenstein/Graeser: Sehen-als ist keine propositionale Einstellung. >Propositionale Einstellungen.
Wittgenstein II 27
Die Erwartung und das tatsächliche Sehen haben dieselbe logische Mannigfaltigkeit, und hier sind Erwartung und Ereignis vergleichbar, nicht aber in dem Sinne, in dem Abbild und Original vergleichbar sind.
II 101
Sehen/Wittgenstein: Im primären Sinn sieht man nicht mit den Augen; dieser Zusammenhang ist kontingent. Man sieht, was man träumt, aber nicht mit den Augen.
II 167
Sehen/Kriterien/Wittgenstein: wenn es kein Kriterium für das Sehen desselben Sinnesdatums gibt, dann hat es keinen Sinn zu sagen "ich kann nicht wissen, ob er sieht, was ich sehe". (S. a. II 33.) >Kriterien.
II 168
Sehen/Suchen/Wittgenstein: Das Verfahren des Nachschauens ist ein Suchen, nicht ein Sehen!
II 227
Sehen/Wittgenstein: Unsinn: zu sagen: "Es hat sich zu schnell vorbei bewegt, als dass ich es hätte sehen können." Aber zu schnell für was?
VI 87
Sehen/Wittgenstein/Schulte: "Nichts am Gesichtsfeld lässt darauf schließen, dass es von einem Auge gesehen wird." Mein Gesichtsfeld ist zwar geprägt dadurch, dass es aus meiner Sicht gesehen wird, doch das Gesichtsfeld selbst weist weder meinen eigenen Gesichtspunkt noch den der anderen auf.
Weil es hier kein "mein" und "dein" gibt, kann man hier von "dem Gesichtsfeld" sprechen.
VI 205
Hase-Enten-Kopf/Aspektsehen/Vexierbild/Wittgenstein/Schulte: Auch bei einem Vexierbild "sehen" wir ja stets dasselbe, Bsp den gleichen Baum, bis wir den Dieb im Laub entdecken. >Hase-Enten-Kopf.
VI 206
Sehe ich nun etwas anderes, oder deute ich nur, was ich sehe, auf verschiedene Weise? Ich bin geneigt, das erstere zu sagen, aber warum?
Deuten: Handlung!
Sehen: Keine Handlung, sondern Zustand! (BPP § 1).
Introspektion hilft nicht weiter beim Gestaltwechsel. >Introspektion.
VI 207
Der Aspekt ist nicht etwas mit Notwendigkeit Verborgenes, das sich der Mitteilung entzieht. >Aspekte.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Theoretische Termini Peacocke I 91f
Beobachtungsbegriffe/BB/Theoretische Termini/TT/Peacocke: Quadrat: muss als solches erfahren werden - eine Röntgenröhre nicht. >Beobachtungsbegriffe, >Beobachtungssprache.
Für Wissenschaftler kann die Röntgenröhre völlig anders konstruiert sein, für Laien nicht - daraus resultiert ein anderer Begriff.
Sensitivität für die Eigenschaft: notwendige aber nicht hinreichende Bedingung - "tomatenartig": Aussehen oder Geschmack, keine Theorie ist erforderlich. Quadrat: eine minimale Theorie über Perspektive ist erforderlich. - Es gibt nichts "Quadratartiges", was "tomatenartig" entspräche.
>Eigenschaften, >Prädikate, >Wahrnehmung, >Sehen, >Wissen, >Kategorisierung, >Perspektive, >Begriffe.
Ohne Quadratbegriff keine Empfindung von Quadrat, (nicht nur keine Repräsentation).
Ein perspektivisch verzerrtes Quadrat wird als Quadrat empfunden, aber nicht als verzerrt empfunden.
Höhere Ordnung; >Beschreibungsebenen.
Nicht so bei tomatenartig: Tomatenartiges kann nicht als Tomate gewusst werden.
>Fälschung.
"Tomatenartig" ist kein Kriterium, sonst ist Tomate doch noch ein Beobachtungsbegriff.
>Kriterien.
Repräsentation: Tomate, nicht "Tomatenartiges"
I 94ff
Theoretische Termini/Peacocke: Jede Wahrnehmung hat repräsentationalen Inhalt - Bsp "Die Teilchenkollision erzeugte die Spur"... Problem: Dann ist die Kausalität im repräsentationalen Inhalt, dann haben wir Wissen a priori.
>Repräsentation, >Kausalität, >Inhalt, >Repräsentationaler Gehalt, >Begrifflicher Gehalt.
Lösung: Beobachtungsbegriffe und Wahrnehmung müssen gleichzeitig charakterisiert werden
Zutreffen gibt es nur für beobachtete Inhalte (nicht für theoretische Termini).
>Zutreffen, >Wahr-von, >Erfüllung.
Die Erfahrung muss auch gemacht werden können, wenn das Objekt nicht unter diesen theoretischen Begriff fällt.
>Idealer Beobachter, >Standardbedingungen, >Beobachtung, vgl. >Messen.
I 100
Teilchenpaar/Beobachtungsbegriff/theoretische Termini/Peacocke: Hier gelten nicht die gleichen Bedingungen für wechselnde Winkel usw. - Man kann sich hier vorstellen, dass die Spur des Teilchenpaars in der Nebelkammer nicht aus einer Teilchenkollision resultiert. - Anders als Bsp Quadrat - Das heißt aber nicht, dass Quadratischkeit eine sekundäre Qualität wäre im Sinn von Kraft, eine Empfindung hervorzurufen.
I 101
Theoretischer Term: Wenn ein wahrgenommenes Objekt unter einen theoretischen Begriff fällt, dann muss es eine Ebene des repräsentationalen Inhalts geben, auf der die Erfahrung gemacht werden könnte, selbst wenn das Objekt nicht unter diesen theoretischen Term fällt. - Gerade dadurch wird "Spur, die von einer Teilchenkollision verursacht wurde" zu einem theoretischen Begriff. >Stufen/Ebenen, >Beschreibungsebenen, >Symmetrie/Peacocke.
I 154
'Als'/Sehen-als/Wahrnehmung/Denken/Peacocke: Bsp 'Diese Säure verätzt den Tisch': nur Flüssigkeit wird gesehen, nicht 'als Säure'.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Wahrnehmung Peacocke passim
Peacocke These: Erfahrung und Wahrnehmung gibt es nie ohne Empfindung.
>Empfindung.
I 8
Wahrnehmungstheorie/Tradition: These: Empfindungen seien nicht Teil der Wahrnehmung. >Wahrnehmungstheorie.
Adäquatheitsthese: alles wesentliche liegt in 'erscheint dem Subjekt..' plus einige komplexe Bedingungen wie Gegenstände und Umstände.
>Erscheinung, >Schein, vgl. >Erscheinen/Sellars, vgl. >Psychologischer Nominalismus.
I 11
PeacockeVs: Es ist unentscheidbar, ob zwei Bäume gleich groß und gleich entfernt, oder verschieden groß und verschieden entfernt sind. - Bzw. wir nehmen an, dass sie gleich groß sind, auch wenn wir sie verschieden groß sehen. - (Hinzutretendes Wissen: bringt Repräsentation ins Spiel). >Repräsentation, >Realität, >Wissen.
I 19
Wahrnehmung/Peacocke: braucht Begriffe. >Begriffe, >Sehen, >Welt, >Wirklichkeit.
I 91f
Beobachtungsbegriffe/Theoretische Termini: Quadrat: muss also solches erfahren werden - eine Röntgenröhre nicht. - Für Wissenschaftler kann die Röntgenröhre völlig anders konstruiert sein, für Laien nicht - in diesem fall ist es ein anderer Begriff. - Sensitivität für Eigenschaft: notwendige aber nicht hinreichende Bedingung: - Bsp 'tomatenartig': Aussehen oder Geschmack, hier ist keine Theorie erforderlich. Quadrat: Eine minimale Theorie über Perspektive ist erforderlich.
>Perspektive.
Es gibt nichts 'Quadratartiges', was 'tomatenartig' entspräche.
Ohne Quadratbegriff keine Empfindung von Quadrat, (nicht nur keine Repräsentation). Ein perspektivisch verzerrtes Quadrat wird als Quadrat empfunden, aber nicht als verzerrt empfunden.
Höhere Ordnung; >Beschreibungsebenen.
Nicht so bei tomatenartig: Etwas tomatenartiges kann nicht als Tomate gewusst werden.
>Fälschung.
'Tomatenartig' ist kein Kriterium, sonst wäre Tomate doch noch ein Beobachtungsbegriff!
>Beobachtungsbegriffe.
Repräsentation: Tomate, nicht 'Tomatenartiges'.
I 154
'Als'/Sehen-als/Wahrnehmung/Denken/Peacocke: Bsp 'Diese Säure verätzt den Tisch': nur Flüssigkeit wird gesehen, nicht 'als Säure'.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976