Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Atomismus Atomismus (Philosophie, Logik): die Annahme, dass Tatsachen durch einzelne Sätze dargestellt werden können. Damit wird die Frage nach der Unabhängigkeit von Tatsachen gestellt. Siehe auch Atomsätze, Humesche Welt, Humesche Supervenienz, Humesches Mosaik, Kausalität, Satzgefüge.
Atomismus Russell I 129
Atomismus/Logik//Principia Mathematica(1)/Russell: Die Logik weiß sich mit Atomsätzen allein nicht zu helfen, da deren Wahrheit nur empirisch erkannt werden kann. >Atomsätze, vgl. >Fundierung, >Wahrheitswert, vgl. >Satzgefüge.


1. Whitehead, A.N. and Russel, B. (1910). Principia Mathematica. Cambridge: Cambridge University Press.

Flor III 127
Existenz/Russell: Welche Dinge existieren nach Russells Ansicht? Atomare Tatsachen und absolut einfache Individuen. (>Logischer Atomismus). >Atomismus.
Logischer Atomismus: Eine atomare Tatsache besteht aus einen oder mehreren einfachen Individuen von einer bestimmten Qualität, bzw. Individuen, die Teil einer bestimmten Relation sind.
>Relation, >Individuen, >Individuenvkonstanten.
Atomismus//Russell: Eine Aussage über eine atomare Tatsache enthält keine gebundenen Variablen oder aussagenlogischen Konnektive (Verknüpfungen).
>Gebundene Variable, >Variablen, >Verknüpfungen.

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Einbettung Einbetten: einen Satz zu einem Teilsatz eines übergeordneten bzw. höherrangigen Satzes machen. Durch Einbettung können Bezugsgegenstände und Wahrheitswerte geändert werden. Siehe auch Referenz, Wahrheitswert, Satzgefüge, Gedankengefüge.
Erfüllung Quine VI 121f
Wahrheit/Erfüllung/Rekursion/Tarski/Quine: die Wahrheit ist eigentlich nicht durch Erfüllung zu definieren (Ebene). Lösung: die Erfüllung selbst ist nicht direkt, sondern rekursiv definiert. Dann ist die Wahrheit durch Erfüllung definierbar, weil die Erfüllung jedes einzelnen Satzes geliefert, nicht eine Regel wie "x erfüllt y" für variable y ist. Die direkte Definition führt zu Regeln. Die Rekursion führt zu Einzelfällen. VI 123 damit sind Wahrheit und Erfüllung klar, aber nicht eliminierbar definiert. >Wahrheit/Quine; >Rekursion/Quine.
X 61
Erfüllung/Metasprache/Objektsprache/MS/OS/Quine/(s): das was erfüllt, gehört zur Metasprache. Das, was erfüllt wird, gehört zur Objektsprache. >Metasprache/Quine.
X 62
Erfüllung/Quine: das n-tupel kann mehr Elemente enthalten, als der erfüllte Satz Variablen hat. Die überschüssigen Elemente sind irrelevant. Bsp "x eroberte y" wird von dem n-tupel (Sequenz) ‹Cäsar, Gallien, a› für jedes a erfüllt. ((s) D.h. die überschüssigen Elemente können beliebige Gegenstände sein. Wenn das n-tupel weniger Elemente hat, als der Satz Variablen, dann wird das letzte Element immer wiederholt.
X 62
Nur geschlossene Sätze können wahr sein, aber auch geschlossene Sätze können erfüllt werden. Sie werden von jedem beliebigen n-tupel (Gegenstandsfolge) erfüllt, weil alle überschüssigen Elemente der Folge (Gegenstände) einfach irrelevant sind. Wenn der Satz keine Variablen enthält, sind also alle Gegenstände irrelevant. Quine: das gilt aufgrund einer Konvention.
X 63
N-tupel/Sequenz/Erfüllung/(s): die Sequenzen oder n-tupel sind immer Folgen von Gegenständen, nicht etwa Zeichenketten! Ein Satz (selbst eine Zeichenkette) wird nie von einer Zeichenkette erfüllt, sondern immer nur von Gegenständen.
X 63
Erfüllung/alphabetische Reihenfolge/Quine: die Erfüllung ist wichtig, wegen der Konjunktion. Bsp ‹Cäsar, Gallien, Brutus› erfüllt sowohl "x eroberte y" als auch "z tötete x".
X 64
Erfüllung/Existenzquantifikation/Quine/(s): die Existenzquantifikation schafft Sätze, bei denen nicht alle Variablen gebunden sein müssen. "Abweichung höchstens an i-ter Stelle": die Stelle, die abweichen darf, ist gerade die Stelle der gebundenen Variable! Bsp "(Ey)(x eroberte y)" wird von ‹Cäsar,Gallien› erfüllt oder jeder Folge ‹Cäsar,y› für ein beliebiges y. Lösung: ein geschlossener Satz wird von jeder beliebigen Folge erfüllt, der offene Satz nur wenn er durch die Erfüllung wahr wird. Angenommen, die Erfüllung durch zu lange n-tupel: Bsp Existenzquantifikation "Ey(x eroberte y)" wird von Cäsar erfüllt, also von ‹Cäsar› sowie von jeder Verlängerung von ‹Cäsar›. Offener Satz: Bsp "x eroberte y" wird von jeder Verlängerung von ‹Cäsar, Gallien› erfüllt.
X 68
Erfüllungsdefinition/Quine: die Erfüllungsdefinition muss die Objektsprache und die Metasprache enthalten.
X 72
Erfüllung/Sequenzen/Gegenstandsfolgen/allgemein/bestimmt/zusammengesetzt/ Satzgefüge/Quine: Problem: man könnte von einem n-tupel wissen, welche einfachen Sätze es erfüllt, und kann dennoch nicht entscheiden, ob es einen bestimmten zusammengesetzten Satz erfüllt. Bsp man könnte wissen, welche einfachen Sätze ein n-tupel ‹a,b› erfüllt, aber nicht, ob es eine Quantifikation "Ez Fxyz" erfüllt. Denn das hängt davon ab, ob für mindestens ein Element w gilt: ‹a,b,w› erfüllt "Fxyz".

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Implikation Frege II 58
Hypothetisches Urteil/Gesetz/Frege: Das Satzgefüge, bringt zwei Gedanken zusammen, nicht zwei Urteile. Bsp "Wenn eine Zahl kleiner als 1 ist, dann ...". Der Zusammenhang wird durch einen unbestimmten Bestandteil hergestellt: Bsp eine Zahl. Die Teilsätze haben für sich keinen Sinn (keinen vollständigen Gedanken). Dagegen: Wenn das Gemeinsame ein Name ist: Bsp "Napoleon, der die Gefahr erkannte, führte..." - hier gibt es zwei vollständige Gedanken. Daher ist die Bedeutung der Nebensätze auch ein Wahrheitswert (wahr oder falsch). ((s) "Napoleon..". ist kein hypothetisches Urteil.) ((s) > Relativsatz, Teilsätze).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Komplex/Komplexität Quine V 89ff
Zusammensetzen/Sprachlernen/Quine: bei Tieren keine zusammengesetzten Ausdrücke - wie wird Fähigkeit zur Zusammensetzung gelernt? - dabei geht es um sprachabhängige Ähnlichkeit. Attributiv: "gelbes Papier" (ist selbst ein Beobachtungsterm, könnte auch als ein Wort gelernt werden).
Prädikativ: "ist gelb".
>Spracherwerb, >Prädikate, >Attribute, >Ähnlichkeit.
V 92
"In": Situationen müssen folgende komplexe Eigenschaft haben: Es werden Ausdrücke geäußert derart, dass die entsprechenden Teile der Szene ineinander liegen. "Ähnlich": Das Gemeinsame der Situationen besteht in einem fühlbaren aber nicht hinreichenden Antrieb, selbst a zu zustimmen.
Wahrheitsfunktion: Problem: Zusammensetzungen aus Situationssätzen (bzw. Beobachtungssätzen) sind nicht wahrheitsfunktional: Bsp "Hier ist gelbes Papier" können wir nicht als zusammengesetzt aus "Hier ist gelb" und "Hier ist Papier" auffassen, weil Gelb und Papier in der Szene vorhanden sein kann, ohne dass gelbes Papier vorhanden ist.
>Wahrheitsfunktionen, >Beobchtungssätze.
V 109
Zusammengesetzter Satz/Quine: wird gebraucht, wenn Konjunktion negiert wird! - ((s) "Beides ist falsch") - nicht nur die Teile einzeln. Vgl. >Satzgefüge/Frege.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Mehrwertige Logik Brandom I 487
Mehrwertige Logik/Brandom: Def designiert: die Tatsache, dass eine Äußerung überhaupt einen Wahrheitswert hat. Designiertheit zeigt an, was Wahrheit ist. - Designiertheit: verlangt eine Festlegung auf die Behauptung. Def Multiwert/Brandom: eingebundener Gehalt - ((s) Sätze innerhalb von Konditionalen, Satzgefügen, Berichten, Zitaten) - Interpretation: ordnet zwei Arten von Wert zu: a) ob designiert, b) welcher Multiwert. - Standardsituation: hier ist festgelegt, welche Multiwerte designiert sind - D-Wert: ist alles was für pragmatische Signifikanz freistehender Sätze eine Rolle spielt - bottom-up: von der Designiertheit zur formalen Gültigkeit. - Grundprinzip: bei gleichem Multiwert ändert Substitution nie die Designiertheit.
I 488
Multiwerte = Äquivalenzklassen auseinander logisch ableitbarer Sätze - Designiertheit = logische Gültigkeit.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Parataktische Analyse Parataktische Analyse, Philosophie: Der Versuch, ein Satzgefüge durch Nebeneinanderstellen der aus ihm gewonnenen ganzen Sätze zu analysieren. Bsp Die Erde dreht sich. Galilei sagte das. Damit sollen Probleme mit der Zuschreibung propositionaler Einstellungen bzw. indirekter Rede vermieden werden. Siehe auch Propositionen, propositionale Einstellungen, Zitat, Opazität, Alles was er sagte, ist wahr.
Terminologien Brandom I 327
VURD/Brandom: verlässlich unterscheidende Reaktionsdisposition: Grundlage für nichtinferentielle (unmittelbare) Autorität von Beobachtungen.
I 486f
Designiertheit/Brandom: dass überhaupt ein Wahrheitswert da ist.
I 509
freistehender Gehalt/Multiwert
I 530
Def EMSIF/Brandom: einfache materiale substitutionsinferentielle Festlegung - verbindet den Ausdruck "Der Erfinder" mit einem anderen - Zusatzinformation, die die Zuschreibung der tatsächlichen Identität "Franklin war Erfinder, aber auch Generalpostmeister, sowie Drucker, und sprach auch französisch... auf einen Einzelgegenstand ermöglicht - aber nicht innerhalb von propositionalen Einstellungen. -
I 531
Gehalt eins Ausdrucks: wird durch die Menge der EMSIFs bestimmt, die ihn mit anderen Ausdrücken verknüpfen -
I 532
EMSIF für singuläre Termini symmetrisch.
II 178
Status/Brandom: seine Übertragung soll heißen: ein bestimmter Status der Prämisse stellt sicher, dass er auch der Konklusion zukommt - das gilt für Def festlegungserhaltende Inferenzen: Deduktion - aber nicht für
Def berechtigungserhaltende Inferenzen: Induktion.

I 484ff
Satz/Brandom/(s): freistehend: Atomsatz - eingebettet/(s): in Konditional oder Zitat oder Bericht usw.
I 487
Mehrwertige Logik/Brandom: Def designiert: die Tatsache, dass eine Äußerung überhaupt einen Wahrheitswert hat. Designiertheit zeigt an, was Wahrheit ist. - Designiertheit: verlangt eine Festlegung auf die Behauptung. Def Multiwert/Brandom: eingebundener Gehalt - ((s) Sätze innerhalb von Konditionalen, Satzgefügen, Berichten, Zitaten) - Interpretation: ordnet zwei Arten von Wert zu: a) ob designiert, b) welcher Multiwert. - Standardsituation: hier ist festgelegt, welche Multiwerte designiert sind - D-Wert: ist alles was für pragmatische Signifikanz freistehender Sätze eine Rolle spielt - bottom-up: von der Designiertheit zur formalen Gültigkeit. - Grundprinzip: bei gleichem Multiwert ändert Substitution nie die Designiertheit.
I 488
Multiwerte = Äquivalenzklassen auseinander logisch ableitbarer Sätze - Designiertheit = logische Gültigkeit.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Transformationsgrammatik Chomsky Chomsky I 271
Chomsky These: In jeder Sprache werden Oberflächenstrukturen durch "grammatische Transformation" aus "Tiefenstrukturen" erzeugt. Def Transformation: Abbildung einer indizierte Klammerung auf eine indizierte Klammerung
Bsp [S[NPJohn][VP is [AP certain][VP...]
Tiefenstruktur: Die Tiefenstruktur ist selbst eine indizierte Klammerung - die unendlich große Klasse der Tiefenstrukturen wird von Basisregeln spezifiziert - TS: Subjekt und Prädikat können verwechselt werden - Tiefenstrukturen sind in ihrer Varianz eingeschränkt.
Chomsky I 296
Transformation/Grammatik/ChomskyVsPutnam: Die Transformationen sind nicht Regeln sondern Operationen - (zur Bildung von Oberflächenstruktur aus der Tiefenstruktur).
Strawson VI 395
TransformationsgrammatikVs traditionelle Grammatik: Sie sei zu unsystematisch, es ist keine Erklärung mit den traditionellen Begriffen "Verb", "Nomen", "Objekt" möglich. Transformationsgrammatik Vs formale Logik.
Strawson VI 397
Grammatik/Strawson: Die Grammatik muss zwischen wesentlichen und nichtwesentlichen Verbindungen unterscheiden.
Lyons I 269
Generalisierte Transformation/Chomsky/Lyons: Bisher hatten wir nur eine Endkette als Eingabe in die Transformationskomponente. Das System ermöglicht jedoch auch die Kombination von zwei oder mehr Endketten (durch aufeinanderfolgende Verkettung von Kettenpaaren= durch fakultative generalisierte Transformationen, Diese nennt man auch Def Transformationen mit doppelter Basis/double-based/Chomsky/Lyons: Wenn zwei oder mehr Endketten als Eingabe für die Transformation dienen. = „verallgemeinerte Transformation“).

Transformation/Chomsky/Lyons: Hier gibt es zwei Klassen:
a) Einbettungsregeln
b) Konjunktionsregeln.
Tradition/Lyons: Das entspricht nicht ganz der traditionellen Unterscheidung von Satzgefüge und Satzreihe.
Lyons I 269
Oberflächenstruktur/Lyons: Bsp flying planes hat dieselbe Oberflächenstruktur/ wie Bsp supersonic planes (Adjektiv + Nomen). Tiefenstruktur: Bsp flying planes steht in transformationeller Beziehung zu der TS von Bsp planes fly und zu planes are flying.
Grammatik: erzeugt also eine Matrix-Kette (matrix-string) der Form NP – be – A) und eine Konstituentenkette (constituent string) der Form NP – V intr.
Lyons I 269
Einbettung/Einbettungsregeln/Chomsky/Lyons: Einbettungsregeln wurden in „Syntactic Structures“ (1) bloß angedeutet. Das Wesentliche ist, dass eine eingebettete Struktur
Lyons I 270
das Transform einer Kette ist, die auch die zugrundeliegende Struktur eines ganzen Satzes sein könnte, die aber als Konstituente eines anderen Satzes fungiert. Es ist ein Satz in einem anderen Satz. Der P-Marker der von S dominierten Matrixsatzes enthält daher ein anderes S, das hinsichtlich der Funktion die der Konstituentensatz in der Gesamtstruktur innehat, durch das entsprechende Symbol dominiert wird.
Def clause/Terminologie/Linguistik/Lyons: Teilsatz
Def phrase/Terminologie/Linguistik/Lyons: Wortkomplex.
Konjunktionstransformation: verbindet dagegen auch Sätze innerhalb eines größeren Satzes. Dabei wird aber kein Satz untergeordnet sondern beide bewahren ihren Satzstatus. Der P-Marker für den größeren Satz wird also zwei (oder mehr) miteinander koordinierte ∑ unter dem obersten ∑ enthalten.
Transformationsgrammatik/Chomsky/Lyons: verbindet eigentlich nicht Sätze, sondern die den Sätzen zugrundeliegenden Strukturen.
>Strukturen/Chomsky, >Grammatik, vgl. >Universalgrammatik, >Generative Grammatik.


1.N. Chomsky, Syntactic Structures, Berlin, New York 1957

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Verstehen Peacocke II 182
Verstehen/Kompositionalität/Peacocke: Bsp Ein einzelner russischer Satz ist übersetzt worden, sodass wir wissen, "was Breschniev gesagt hat". - Damit verstehen wir den Satz nicht, weil wir die russischen Wörter, die wir vielleicht nicht eins-zu-eins zuordnen könnten, nicht verwenden könnten, um selber russische Sätze zu bilden. >Übersetzung, >Vokabular, >Sätze.
Kenntnis dessen, was gesagt wurde, reicht nicht.
Kompositionalität: Für Konjunktionen von Sätzen nehmen wir an, dass wenn A & B geäußert werden, der Sprecher glaubt, dass q & glaubt dass r und es gemeinsames Wissen ist, dass der Hörer glaubt, dass der Sprecher...usw.
>Kompositionalität.
Für Negation: dass der Sprecher nicht glaubt, dass p... - Jeweils vollständige Sätze, die in Satzgefüge gebunden werden.
>Negation, >Sprachgebrauch, >Sprachverhalten, >Bedeutung, >Sinn.
Peacocke I 198
Gedanke/Glauben/Verstehen/Peacocke: Wenn jemand einen Satz versteht, ist nicht eindeutig, welchen Gedanken er damit ausdrückt (unterbestimmt). >Propositionen, >Gedanken, >Überzeugungen.
Die Sprache ist nicht reich genug. - Nur das Objekt wird herausgegriffen, nicht die Intension.
>Intension, >Extension, >Identifikation, >Gegenstände.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Wahrheitswert Prior I 51
Wahrheit/das Wahre/Frege: Alle Sätze bezeichnen "das Wahre": weil es nicht verschiedene Wahrheiten für verschiedene Sätze gibt, so wie es immer dieselbe Wahrheit ist, dass verschiedene Rechnungen wahr sind. Analogie: Sätze bezeichnen das Wahre, wie Zahlennamen Zahlen bezeichnen. >Wahrheitswert/Frege, >Bedeutung/Frege, >Fregesche Bedeutung, >Fregescher Sinn.
PriorVsFrege: Das ist eine falsche Analogie: sie funktioniert nicht bei propositionalen Einstellungen: "X glaubt, dass p" muss nicht falsch werden, wenn p falsch ist.
>Propositionen.
((s) Während verschiedene Argumentwerte andere Funktionswerte liefern, kann man dem anderen beliebige Glaubens-Einstellungen (auch falsche) zuschreiben, ohne damit zu präjudizieren, ob er sie glauben kann. - (D.h. ob das Satzgefüge damit falsch wird)).
I 63
Wahrheitswert/Prior: So denken wir uns den Term "Wahrheitswert" aus für das, was wir beschreiben als identisch, wenn die Bedingung (0) erfüllt ist: (0) Eφψ d.h. "Wenn φ dann ψ und wenn ψ dann φ". Schreibweise Lesniewski: E = Äquivalenz.
Weil Wahrheitswerte die Beschreibung des Identischen ist, ist der Wahrheitswert selbst nicht das "Bezeichnete" (VsFrege).
>Bezeichnen/Prior, >Bezeichnen, >Sätze, >Denotation, >Designation.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Zitat/ Zitattilgung Prior I 56f
Zitat/Prior: Ein Zitat mit einem Satz im Satz ist kein Satzgefüge! >Stufen/Ebenen, >Beschreibungsebenen
Ein zitierter Satz ist keine Komponente.
Vgl. >Kompositionalität.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003