| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Atomismus | Sellars | I 33 Standardbedingungen: ihre Annahme führt aus dem logischen Atomismus heraus! >Umstände. Es genügt nicht, dass die Bedingungen angemessen sind, das Subjekt muss wissen, dass sie es sind! Umstände: um sie zu bestimmen, muss man etwas über die Gegenstände wissen: wie sie unter anderen Umständen sind. >Bedingungen, >Standardbedingungen, >Idealer Beobachter, >Beobachtung, >Idealisierung. I 34 Logischer Atomismus: VsSellars: er könnte erwidern, dass Sellars 1. die Tatsache übersieht, dass sich der logische Raum physikalischer Gegenstände im Raum und Zeit auf den logischen Raum von Sinnesinhalten stützt. >Logischer Raum. 2. Die Begriffe der Sinnesinhalte weisen diejenige logischer Unabhängigkeit voneinander auf, die für den traditionellen Empirismus kennzeichnend ist. >Unabhängigkeit, >Empirismus. 3. Begriffe für theoretische Entitäten wie z. B. Moleküle weisen diejenige gegenseitige Abhängigkeit auf, die Sellars möglicherweise zu recht den Begriffen für physikalische Tatsachen zugeschrieben hat, aber: die theoretischen Begriffe verfügen gerade deshalb über empirischen Inhalt, weil sie sich auf einen grundlegenderen logischen Raum stützen. >Theoretische Entitäten, >Theoretische Termini, >Unbeobachtbares. Sellars müsste zeigen, dass dieser Raum ebenfalls mit Kohärenz beladen ist, aber das kann er nicht, bevor er nicht die Idee eines grundlegenderen logischen Raumes als den der physikalischen Gegenstände im Raum und Zeit abgeschafft hat. >Räumliche Ordnung, >Zeitliche Ordnung, >Lokalisierung, >Gegenstände. Logischer Atomismus: Aussagen kommen nur wahrheitsfunktional in Aussagen vor. >Wahrheitsfunktionen. I 70 Atomismus/SellarsVsAtomismus/SellarsVsWittgenstein: Analyse steht nicht für Definition von Termini, sondern für die Erforschung der logischen Struktur des Diskurses - diese gehorcht keinem einfachen Muster. >Analyse/Sellars. Vgl. (Def wahrheitsfunktional/Tugendhat: von anderen Sätzen, nicht von Situation abhängig. Tugendhat I 285). (Def wahrheitsfunktional/Read: Konjunktion und Disjunktion heißen wahrheitsfunktional, weil ihre Wahrheit unmittelbar und direkt von der Wahrheit ihrer Bestandteile abhängt. Read III 85). II 314 SellarsVsWittgenstein/Paradoxie: um von einer bestimmten atomaren Tatsache zu sagen, sie würde von einer bestimmten elementaren Aussage abgebildet, müssen wir eine Aussage verwenden, in der die elementare Aussage zwar vorkommt, aber nicht wahrheitsfunktional! Wir müssen etwas sagen wie: (1) S (in L) bildet aRb ab. >Komplex, >Relation, >Atomismus/Wittgenstein, >Atomismus. Diese Abbildungsbeziehung kann nicht durch eine Aussage ausgedrückt werden. Wittgenstein dito. II 321 Wenn nur einfache nichtsprachliche Gegenstände abgebildet werden könnten, wenn komplexe Gegenstände Tatsachen wären, würde das zu der bekannten Antinomie führen, dass es atomare Tatsachen geben müsste, die Voraussetzung dafür wären, dass Sprache die Welt abbilden kann, für die sich aber kein Beispiel angeben lässt, wenn man einen Sprecher dazu auffordert. Beide Schwierigkeiten vermeidet man durch die Erkenntnis, dass komplexe Gegenstände keine Tatsachen sind. (VsTractatus). >Tatsachen, >Sachverhalte. |
Sellars I Wilfrid Sellars Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999 Sellars II Wilfred Sellars Science, Perception, and Reality, London 1963 In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 |
| Farben | Sellars | I 41 Erkenntnistheorie/Farbe/Tradition/Sellars: These der Ausdruck "rot" wird von den Verbindungen mit der Kategorie der physikalischen Gegenstände gelöst - SellarsVs. Tradition: Bsp wir sehen nicht die Rückseite - Bsp eine zweidimensionale Fläche als Farbträger ist kein Gegenstand. >Aspekte, >Perspektive, >Objekte, >Sinnesdaten. Farben/Sellars: Die grundlegende Grammatik des Attributs Rot lautet: der physikalische Gegenstand x ist an der Stelle s und zur Zeit t rot. Die rote Farbe verdankt jedoch ihre Röte nicht selbst wieder einer Komponente, die rot ist! Man kann den Platz der Gegenstände nicht dadurch finden, dass man den Diskurs der Wahrnehmung analysiert, so wie wir Entitäten im vier-dimensionalen Raum nicht der Analyse dessen verdanken, was wir meinen. >Meinen, >Farbwörter, >Sprachgebrauch, >Sprachspiel. I 42/43 Rote Farbe ist nicht Extrakomponente eines Gegenstands - Farbe nicht aus der Analyse der Rede (als Komponente) zu gewinnen. Orte im Raum sind nicht durch Analyse dessen zu finden, was wir meinen. >Räumliche Ordnung, >Lokalisierung, >Realität, >Welt/Denken. |
Sellars I Wilfrid Sellars Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999 Sellars II Wilfred Sellars Science, Perception, and Reality, London 1963 In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 |
| Propositionen | Sellars | I XXXII Proposition/Gedanken/Tradition: klassischen empirisches Modell der Gedanken: sie haben die Funktion, Wörtern und Sätzen Bedeutung zu geben. >Wortbedeutung, >Satzbedeutung. Ihre Aufgabe: in Form von Überzeugungen Handlungen zu erzeugen. RyleVs: Kategorienverwechslung: Gedanken sind nicht lokalisierbar. ((s)Terminologie/(s): hier werden nur Gedanken erwähnt, nicht Propositionen). >Gedanken, >Kategorien/Ryle, >Lokalisierung, >Räumliche Ordnung, >Zeitliche Ordnung, >Logischer Raum. |
Sellars I Wilfrid Sellars Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999 Sellars II Wilfred Sellars Science, Perception, and Reality, London 1963 In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 |
| Raum | Geach | I 315 Raum/Zeit/Geach: sind radikal verschieden: dass "zwischen" bei beiden gebraucht wird, ist irreführend. Räumliche Ordnung: betrifft individuelle Objekte. Zeitliche Ordnung: was hier geordnet wird, wird durch komplexe Sätze repräsentiert. - ((s) Tatsachen). Geach: im Zeitlichen können immer komplexere Gebilde aufgebaut werden, im Räumlichen nicht. - Bsp "x ist zwischen (y ist über w) und z" ergibt keinen Sinn. >Zeit, >Raum, >Dimensionen, >Lokalisierung, >Zeitliche Ordnung, >Räumliche Ordnung. |
Gea I P.T. Geach Logic Matters Oxford 1972 |
| Urteile | Strawson | V 217 Urteil/Strawson: Ein zweites, korrigierendes Urteil scheint von einem zweiten Standpunkt aus gefällt zu sein. Vs: Das ist aber nicht logisch notwendig - und auch nicht logisch notwendig, dass sie sich überhaupt entsprechen. >Perspektive, >Ordnung, >Räumliche Ordnung, >Aussage, >Behauptung, >Äußerung/Strawson. |
Strawson I Peter F. Strawson Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972 Strawson II Peter F. Strawson "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit", In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Strawson III Peter F. Strawson "On Understanding the Structure of One’s Language" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Strawson IV Peter F. Strawson Analyse und Metaphysik München 1994 Strawson V P.F. Strawson Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981 Strawson VI Peter F Strawson Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Strawson VII Peter F Strawson "On Referring", in: Mind 59 (1950) In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 |
| Vorstellung | Strawson | McGinn I 210 Raum/Denken/Strawson: Denken ohne räumliches Bewusstsein ist für uns nicht möglich. Schon allein der Gedanke an mehrere Exemplifizierungen ein und derselben Eigenschaft setzt eine Vorstellung von Raum voraus. >Raum/Strawson, >Identifikation/Strawson, >Exemplifikation, >Wiederholung, >Wiedererkennen, >Räumliche Ordnung. |
Strawson I Peter F. Strawson Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972 Strawson II Peter F. Strawson "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit", In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Strawson III Peter F. Strawson "On Understanding the Structure of One’s Language" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Strawson IV Peter F. Strawson Analyse und Metaphysik München 1994 Strawson V P.F. Strawson Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981 Strawson VI Peter F Strawson Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Strawson VII Peter F Strawson "On Referring", in: Mind 59 (1950) In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 McGinn I Colin McGinn Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996 McGinn II C. McGinn Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001 |
| Zeigen | Strawson | I 22 Hinweisendes Zeigen: zeigt keine Ordnung. >Ordnung, >Definition, >Räumliche Ordnung, >Zeitliche Ordnung, >Ostension, >Hinweisende Definition. |
Strawson I Peter F. Strawson Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972 Strawson II Peter F. Strawson "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit", In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Strawson III Peter F. Strawson "On Understanding the Structure of One’s Language" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Strawson IV Peter F. Strawson Analyse und Metaphysik München 1994 Strawson V P.F. Strawson Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981 Strawson VI Peter F Strawson Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Strawson VII Peter F Strawson "On Referring", in: Mind 59 (1950) In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 |
| Zeit | Geach | I 303 Zeit/GeachVsQuine: VsZeitschnitte, Vs "stundendicke Scheiben". >Vierdimensionalismus. Raum und Zeit sind nicht gleichberechtigte Achsen. - Sonst gälten genauso Temperaturkurven als "Weltlinien" im "Temperatur-Zeit-Kontinuum". - Es ist nicht wahr, dass Quantoren nur auf vierdimensionale Raumzeit-Punkte angewendet werden könnten. >Logische Form/Quine. I 314 Raum/Zeit/Geach: sind radikal verschieden: dass "zwischen" bei beiden gebraucht wird, ist irreführend - räumliche Ordnung: betrifft individuelle Objekte. Zeitliche Ordnung: was hier geordnet wird, wird durch komplexe Sätze repräsentiert. Geach: im Zeitlichen können immer komplexere Gebilde aufgebaut werden, im Räumlichen nicht. - Bsp "x ist zwischen (y ist über w) und z". Das ergibt keinen Sinn. I 316 Zeit/Modallogik/Geach: ich bin überzeugt, die grundlegenden Zeitbestimmungen "vorher", "nachher" usw. gehören zur formalen Logik. - Ich denke, dass sie mit "möglich" und "notwendig" zu tun haben. >Möglichkeit, >Notwendigkeit, >Modallogik, >Modalitäten. Man hat gemeint, dass eine Welt in der der modus ponens nicht mehr gilt, als eine Welt beschrieben werden könnte, in der die Zeit zweidimensional ist oder die Vergangenheit veränderbar. - Wenn die grundlegenden Wahrheiten über Zeit logisch sind, dann wäre eine zeitlich anders verfasste Welt eine Schimäre. >Raum/Geach, >Zeit, >Raumzeit. |
Gea I P.T. Geach Logic Matters Oxford 1972 |