| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
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| Abstraktheit | Prior | I 5 Abstrakt/Prior: Gegenstände sind manchmal abstrakt, aber das, was wir über sie denken ist immer abstrakt. >Abstrakte Gegenstände, >Denken, >Welt/Denken. I 31 Abstrakta/abstrakt/Prior: "3 ist größer als 4" auch wenn nicht wahr - ist nicht eliminierbar. >Elimination. Adverbien und Verbindungen können eliminiert werden, wenn wir Nominatoren einführen - Bsp "dass": Dass P kommt impliziert, dass Q wegbleibt". >Adverbien, >Dass. Bsp "Dass P kommt ist falsch". Bsp Statt "Alles bewegt sich": "Bewegung ist universal". Problem: Immer noch sind Verbindungen (diese sind Abstrakta) notwendig. Diese Verbindungen müssen bedeutungsvoll sein, weil sie wahr oder falsch sein können. >Wahrheit, >Wahrheitswerte, >Verknüpfungen, >Logische Konstanten. |
Pri I A. Prior Objects of thought Oxford 1971 Pri II Arthur N. Prior Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003 |
| Abstraktheit | Rorty | VI 173f Abstrakta/Dennett: lassen sich durch Bezugnahme auf physikalische Kräfte und sonstige Eigenschaften definieren. Reichenbach: These: Die Existenz von Abstrakta lässt sich auf die Existenz von Konkreta zurückführen. Grund: Schlüsse auf >Abstrakta sind keine Wahrscheinlichkeitsschlüsse, sondern Analogien. Illata/Reichenbach: Zeigbare Gegenstände wie Elektronen sind keine Verbindungen von Konkreta, sondern separate, aus Konkreta erschlossene Entitäten. RortyVsReichenbach: Heute hängt ontologischer Status nicht mehr mit Definierbarkeit zusammen. >Definition, >Definierbarkeit, >Reichenbach, >Theoretische Termini, >Theoretische Entitäten, vgl. >Beobachtungssprache. |
Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 |
| Axiome | Hilbert | Berka I 294 Definition/Axiom/Hilbert: Die aufgestellten Axiome sind zugleich die Definitionen jener elementaren Begriffe, deren Beziehungen sie regeln. ((s) Hilbert spricht von Beziehungen, nicht vom Gebrauch der Begriffe). >Definitionen, >Definierbarkeit, >Grundbegriffe. Unabhängigkeit/Axiom/Hilbert: Hier geht es um die Frage, ob gewisse Aussagen einzelner Axiome sich untereinander bedingen, und ob nicht somit die Axiome noch gemeinsame Bestandteile enthalten, die man beseitigen muss, damit die Axiome unabhängig voneinander sind(1). >Unabhängigkeit. 1. D. Hilbert: Mathematische Probleme, in: Ders. Gesammelte Abhandlungen (1935), Vol. III, pp. 290-329 (gekürzter Nachdruck v. S 299-301). Thiel I 262 Wir betrachten die ersten drei Axiome von Hilbert: 1. Zu je zwei verschiedenen Punkten P, Q, gibt es genau eine Gerade, die mit P und Q inzidiert(2). 2. Zu jeder Gerade g und jedem nicht mit ihr inzidierenden Punkt P gibt es genau eine Gerade, die mit P, aber mit keinem Punkt von g inzidiert. 3. Es gibt drei Punkte, die nicht mit ein und derselben Gerade inzidieren. In Hilberts Originaltext ist statt von Punkten von "Gegenständen erster Art", statt von Geraden von "Gegenständen zweiter Art" und statt von Inzidenz von "Grundbeziehung" die Rede. Damit lautet das erste Axiom jetzt so: Zu je zwei verschiedenen Gegenständen erster Art gibt es genau einen Gegenstand zweiter Art, der mit den beiden erstgenannten in der Grundbeziehung steht. Thiel I 263 Werden die Axiome quantorenlogisch umgeformt, dann ist nur noch das schematische Zeichen "π" (für die Grundbeziehung) frei für Ersetzungen, die anderen sind durch Quantoren gebunden und können nicht mehr durch einzelne Namen von Punkten oder Geraden ersetzt werden. >Quantifikation, >Quantoren. Sie sind also "Aussagenformen" mit "π" als Leerstelle. >Aussagenfunktionen. Sie sind keine Aussagen wie die vor Hilbertschen Axiome, deren Wahrheit oder Falschheit durch die Bedeutungen ihrer Bestandteile feststeht. >Wahrheitswerte. Bei dem (heute üblichen) hilbertschen Axiombegriff sind Axiome Aussageformen oder Aussagenschemata, deren Bestandteilen eine Bedeutung erst durch Interpretation gegeben werden muss durch Angabe der Variabilitätsbereiche und der Grundbeziehung. Dass das auf verschiedene Weise geschehen kann, zeigt bereits, dass die Axiome auch durch ihr Zusammenwirken in einem Axiomensystem nicht selber die Bedeutung ihrer Bestandteile bestimmen (nicht deren Merkmale sind, wie Hilbert manchmal sagt). Thiel I 264 Mehrere Interpretationen sind möglich: Bsp das Liegen von Punkten auf einer Geraden, Bsp das Vorkommen von Zeichen in Zeichenfolgen, Bsp Zahlenverhältnisse. Thiel I 265 Alle drei Interpretationen sind wahre Aussagen. Die gebildeten Tripel von Bildungsvorschriften sind Modelle unseres Axiomensystems. Das erste ist ein unendliches, die beiden anderen endliche Modelle. >Modelle, >Unendlichkeit. Thiel I 266 Die Axiome können durch Konjunktion zu einem Axiomensystem zusammengefasst werden. >Konjunktion. Durch die Beziehungen werden die in den Gegenstandsbereichen liegenden Gegenstände in der durch die zusammengefassten Axiome bestimmten Weise miteinander verflochten. Die Bereiche V.. werden dadurch "strukturiert" (konkrete und abstrakte Strukturen). >Bereiche, >Strukturen (Mathematik). Ein und dieselbe Struktur lässt sich durch verschiedene Axiomensysteme beschreiben. Es werden nicht nur logisch äquivalente Axiomensysteme verwendet, sondern auch solche, deren Grundbegriffe und Beziehungen sich zwar unterscheiden, aber doch durch zwei Systeme expliziter Definitionen wechselseitig definierbar sind. Thiel I 267 Schon die beiden ursprünglichen Axiomensysteme sind ohne Hinzunahme wechselseitiger Definitionen äquivalent, d.h. sie sind logisch äquivalent. Diese Äquivalenzrelation ermöglicht einen Abstraktionsschritt zu den Feinstrukturen. Im bisherigen Sinne gleiche Strukturen, werden jetzt differenziert: Die sie beschreibenden Axiomensysteme sind dann nicht unmittelbar logisch äquivalent, aber ihre Begriffe erweisen sich als wechselseitig definierbar. Bsp "Vektorraum", "Gruppe" oder "Körper" sind nicht Bezeichnungen für Feinstrukturen sondern, allgemeiner abstrakte Strukturen. Wir können aber jetzt nicht sagen, dass ein Axiomensystem eine Struktur eindeutig darstelle. Ein Gebilde besitzt mehrere Strukturen, nicht mehr "die" Struktur. I 268 Bsp Körper: Das Gebilde Q besitzt bezüglich Addition und Multiplikation eine durch Axiome beschriebene Körperstruktur. Bsp Gruppe: Die vorige Aussage impliziert zugleich dass Q auch z.B. eine Gruppe bezüglich der Addition ist. Weil die Gruppenaxiome für Addition ein Teil der Körperaxiome bilden. Die moderne Mathematik interessiert sich mehr für die Aussagen über Strukturen als für deren Träger. Unter diesem Gesichtspunkt sind Gebilde, die gleich strukturiert sind, völlig gleichwertig. >Ununterscheidbarkeit. Thiel: In der Algebra ist wohl am häufigsten von Strukturen die Rede. Hier gibt es oft eine einzige Trägermenge mit mehreren Verknüpfungen, die als Relation angesehen werden können. Thiel I 269 Bsp Relation: Summenbildung: x+y = z Relation: s(x,y,z). Neben Verknüpfungsstrukturen tragen die Gegenstandsbereiche oft noch Ordnungsstrukturen oder topologische Strukturen. Thiel I 270 Bourbaki spricht von einer Neuordnung des Gesamtgebiets der Mathematik nach "Mutterstrukturen". In der modernen Mathematik werden Abstrakta, insbesondere also Strukturen, als Äquivalenzklassen und somit als Mengen aufgefasst. >N. Bourbaki, >Äquivalenzklassen. 2. Inzidieren = zusammengehören, d.h. schneiden, durch den Punkt verlaufen, auf ihr liegen. |
Berka I Karel Berka Lothar Kreiser Logik Texte Berlin 1983 T I Chr. Thiel Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995 |
| Dinge | Chisholm | II 257 res/Thomas von Aquin/Duns Scotus: "Ding", transzendental, konvertierbar mit dem Seienden (ens) - Brentano: Reismus (spät) Abstrakta, Universalien, Negationen, Sachverhalte, Formen, Fiktionen: sind keine Dinge. >Ontologie/Chisholm. Hedwig, Klaus. Brentano und Kopernikus. In: Philosophische Ausätze zu Ehren Roderick M. Chisholm Marian David/ Leopold Stubenberg (Hg), Amsterdam 1986 Simons I 2 Chisholm: These: (erscheinende) Dinge (appearances) ((s) alltägliche Dinge) sind logische Konstruktionen aus Objekten, für die der mereologische Essentialismus gilt. - Flux: Problem: sich verändernde Objekte dürfen nach der CEM nicht als mit sich identisch angesehen werden - Lösung/Chisholm: These: die tatsächlichen sind mereologisch konstant und die Erscheinungen wieder logische Konstruktionen aus unveränderlichen Objekten - VsChisholm: andere Lösung: Prozesse (mit zeitlichen Teilen) statt Gegenstände (continuants). >Continuants. Simons I 120 Objekt/Ding/Gegenstand/Chisholm: These: "Mereologische Konstanz", Objekte im ursprünglichen Sinn: - entia per se: können sich nicht verändern. - Im abgeleiteten Sinn: entia per alio: unterliegen dem Flux, aber nur indem sie sukzessive durch verschiedene entia per se konstituiert sind, die sich in ihren Teilen unterscheiden. >Mereologie, >Terminologie/Simons. |
Chisholm I R. Chisholm Die erste Person Frankfurt 1992 Chisholm II Roderick Chisholm In Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986 Chisholm III Roderick M. Chisholm Erkenntnistheorie Graz 2004 Simons I P. Simons Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987 |
| Fido-Fido-Prinzip | Rorty | III 217 "Fido"-Fido: "Fido" ist der Name des Namens des Hundes. >Stufen/Ordnung, >Beschreibungsebenen. Ryle: Die Vorstellung, alle Wörter seien Namen ist die "Fido"-Fido-Theorie der Bedeutung. Sie wird häufig (u.a. von Austin) mit Platon verknüpft.- Sie steht im Gegensatz zu Wittgenstein und Saussure: nicht Assoziation sondern Gebrauch. >Gebrauchstheorie, >Mythos vom Museum. "Fido"-Fido-Theorie der Bedeutung/Ryle: Alle Wörter seien Namen. (RyleVs)(Das ist geeignet für Hunde, aber nicht für Abstrakta). WittgensteinVs "Fido"-Fido: Es geht um Gebrauch, nicht um Assoziationen. >Sprachgebrauch. III 218f "Fido"-Fido: Man lernt die Bedeutung von "Fido", indem jemand auf den entsprechenden Hund zeigt, aber man lernt die Bedeutung von "gut" nicht dadurch, dass jemand auf etwas zeigt. Man kann sich vage an den Hund erinnern, aber nicht vage an "gut". >Das Gute, >Lernen, >Bedeutung, >Referenz, >Zeigen, >Hinweisende Definition. Angebliches Problem: Ich weiß nicht, ob jemand den Namen des Hundes ruft oder den Hund (DerridaVs). |
Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 |
| Gedanken | Frege | Dummett I 62 Bewusstseinsinhalt/Frege/Dummett: Der Bewusstseinsinhalt sind Empfindungen, aber nicht Sinn oder Gedanken. Er ist auch das Erfassen von Äußerem. Dummett I 19 Gedanke/Denken/Frege: Der Gedanke ist nicht mit dem Sinn des Satzes identisch. Wesen mit identischen Gedanken sind ohne sprachliches Kleid möglich. Frege II 47 Frege: Ein Satz über ein nicht-existentes Einhorn ist ohne Wahrheitswert; Prädikate können nicht zu- oder abgesprochen werden. Der Gedanke ist derselbe, ob Bezug ("Fregesche Bedeutung") besteht oder nicht. >Fregescher Sinn, >Fregesche Bedeutung, Gedanke: ist ein Satz ohne Wahrheitswert (weil "Bedeutung" (Bezug) ungeklärt ist). Derselbe Gedanke ist beim Schauspieler ohne Bedeutung (=Bezug). Urteil/Frege: Ein Urteil ist das Fortschreiten vom Gedanken zu seinem Wahrheitswert. II 71 Wahrheitswert: Ein Wahrheitswert kann nicht ein Teil eines Gedankens sein, sowenig wie etwa die Sonne, weil er kein Sinn, sondern ein Gegenstand ist. (>Wahrheitswert = Gegenstand). >Gegenstände. II 76 Gedanke: Ein Teil muss ungesättigt sein, als Bindemittel, z.B. "fällt unter". Gedanke: Nicht alle Teile des Gedankens dürfen abgeschlossen sein, es muss mindestens einer ungesättigt (prädikativ) sein, sonst würden sie nicht aneinander haften. Dummett I 32 Frege: Das Erfassen des Gedankens ist ein psychischer Akt. Der Gedanke ist nicht Bewusstseinsinhalt - Bewusstsein ist subjektiv - der Gedanke objektiv. WittgensteinVs. >Objektivität. Frege IV 52 Gedanke/Frege: Es gibt keinen vollständigem Gedanken ohne Zeitbestimmung. Dann ist er aber auch zeitlos wahr oder falsch. (>Zeitloses). Ausdruck/Behauptung/Frege: Unterschied: Zeitbestimmung: gehört zum Ausdruck. Wahrheit: gehört zur Behauptung und ist zeitlos. Zeitloses gehört nicht zur Außenwelt. >Wahrheit, >Zeitloses. Stuhlmann-Laeisz II 47 ff Gedanke/Frege: Der Gedanke ist nicht die Satzbedeutung (Referenz), weil mögliches gemeinsames Eigentum von vielen (Inhalt, objektiv) gibt. Sinn des Satzes: ist der ausgedrückte Gedanke (abstrakt) - ungleich dem Inhalt. Sinn kann erfasst werden, ohne zu wissen, ob der Satz eine Bedeutung (Referenz, existierenden Gegenstand) hat. Gedanke/Frege: Ein Gedanke ist abstrakt. Der Gegensatz dazu ist der Inhalt, die Vorstellung. Stuhlmann-Laeisz II 57ff Ungerade Bedeutung/Frege: sind ausgedrückte Gedanken - (Gedanke: abstrakt, ungleich Inhalt). Stuhlmann-Laeisz II 66ff Gedanken/Identitätskriterium für Gedanken/Frege/St: Satz A enthält denselben Gedanken wie Satz B, wenn (i) die Annahme dass ~A und B zu einem Widerspruch führt. (ii) Umgekehrt: Das gestattet es uns, Gedanken als invariante Abstrakta aufzufassen. (>Partielle Identität: ist Gedankengleichheit) Invariante: ist der Gedanke. Der in einem Satz enthaltene Gedanke ist dasjenige Moment, das A mit allen Sätzen gemeinsam hat, die logisch äquivalent zu A sind und das sich ändert, wenn wir zu einem Satz B übergehen, der nicht logisch äquivalent zu A ist. Stuhlmann-Laeisz II 68 Gedanke/Frege/St: Der Gedanke ist dasjenige Moment eines Behauptungssatzes, das wahr oder falsch sein kann und das der Gegenstand der Für-wahr-Haltens epistemischer Subjekte ist. Vgl. >Propositionen. |
F I G. Frege Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987 F II G. Frege Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994 F IV G. Frege Logische Untersuchungen Göttingen 1993 Dummett I M. Dummett Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992 Dummett II Michael Dummett "What ist a Theory of Meaning?" (ii) In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Dummett III M. Dummett Wahrheit Stuttgart 1982 Dummett III (a) Michael Dummett "Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (b) Michael Dummett "Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144 In Wahrheit, Stuttgart 1982 Dummett III (c) Michael Dummett "What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (d) Michael Dummett "Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (e) Michael Dummett "Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 SL I R. Stuhlmann Laeisz Philosophische Logik Paderborn 2002 Stuhlmann II R. Stuhlmann-Laeisz Freges Logische Untersuchungen Darmstadt 1995 |
| Grenzen | Chisholm | I 9 Ontologie/Chisholm: In Chisholms Ontologie nur "entia": a) kontingent: Zustände (Ereignisse), Individuen (Grenzen, Substanzen) - b) notwendig: Abstrakta, Substanzen. I 10 Grenzen/Chisholm: Grenzen sind keine entia per se, keine Substanzen. >Ontologie/Chisholm, >Substanz, >Individuen, >Notwendigkeit, >Abstrakta, >Kontingenz. |
Chisholm I R. Chisholm Die erste Person Frankfurt 1992 Chisholm II Roderick Chisholm In Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986 Chisholm III Roderick M. Chisholm Erkenntnistheorie Graz 2004 |
| Konzeptualismus | Armstrong | Place I 25 Def Konzeptualismus/Place: (PlatonVs, Aristoteles pro, Place pro). Alles gehört zu einer dieser 4 Kategorien: 1. Konkretes Einzelding (ED) 2. Eigenschaft eines Einzeldings 3. Situation 4. Eigenschaft einer Situation (II 31 auch Eigenschaften von Eigenschaften. Bsp Syntaktische Relation innerhalb eines Satzes sind Relationen zwischen Wörtern). >Situationen, >Einzeldinge, >Universalien, >Eigenschaften. Def Wörter/Place: Wörter bestehen in gewissen formalen Eigenschaften entweder eines Ereignisses (vokaler Äußerung) oder Einzelding: (Schriftzeichen). >Wörter. Place I 26 Konzeptualismus/Place: Also gibt es keine Abstrakta wie Zahlen, Mengen oder Naturgesetze (als Zustände in der Welt - nur als Formeln, die etwas beschreiben). Universalien/Konzeptualismus: Universalien existieren in zwei Hinsichten: 1. In dem Sinn, wie ihre Instanzen existieren (sie real vorkommen) 2. In dem Sinn, dass lebende Organismen disponiert sind, Einzeldinge zu klassifizieren und die Klassifikation in den semantischen Konventionen der natürlichen Sprache verkörpert sind. - Also als Abstraktionen aufgrund von Ähnlichkeiten zwischen Einzeldingen. >Abstraktionen. Place II 49 KonzeptualismusVsAbstrakta/Place: VsNominalisierung von "Zerbrechlichkeit" an Subjektposition. - Vsmögliche Welten. II 56 Der Konzeptualismus leugnet aber nicht Universalien. Place III 110 Konzeptualismus/Ähnlichkeit/Place: (pro, wie Martin): Es muss eine Hinsicht geben, in der sich zwei Dinge ähneln, damit sie "von derselben Art" sein können. - In dieser Hinsicht können sie nicht "unexakt" ähnlich sein. Universale/Art/Konzeptualismus/Place: Universalien gibt es nicht zusätzlich zu den Ähnlichkeiten zwischen ihren Instanziationen. - Lösung: "Art", "Universale": vom Objekt aus gesehen: welche Eigenschaften müssen die Einzeldinge haben? - "Begriff", "Intension": betreffen die Disposition des Geistes zur Klassifikation. |
Armstrong I David M. Armstrong Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 Armstrong II (a) David M. Armstrong Dispositions as Categorical States In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Armstrong II (b) David M. Armstrong Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Armstrong II (c) David M. Armstrong Reply to Martin In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Armstrong II (d) David M. Armstrong Second Reply to Martin London New York 1996 Armstrong III D. Armstrong What is a Law of Nature? Cambridge 1983 Place I U. T. Place Dispositions as Intentional States In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Place II U. T. Place A Conceptualist Ontology In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Place III U. T. Place Structural Properties: Categorical, Dispositional, or both? In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Place IV U. T. Place Conceptualism and the Ontological Independence of Cause and Effect In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Place V U. T. Place Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004 |
| Konzeptualismus | Martin | Place I 25 Def Konzeptualismus/Place: (PlatonVs, Aristoteles pro, Place pro). Alles gehört zu einer dieser 4 Kategorien: 1. Konkretes Einzelding (ED) 2. Eigenschaft eines Einzeldings 3. Situation 4. Eigenschaft einer Situation (II 31 auch Eigenschaften von Eigenschaften. Bsp Syntaktische Relation innerhalb eines Satzes sind Relationen zwischen Wörtern). >Situationen, >Einzeldinge, >Universalien, >Eigenschaften. Def Wörter/Place: Wörter bestehen in gewissen formalen Eigenschaften entweder eines Ereignisses (vokaler Äußerung) oder Einzelding: (Schriftzeichen). >Wörter. Place I 26 Konzeptualismus/Place: Also gibt es keine Abstrakta wie Zahlen, Mengen oder Naturgesetze (als Zustände in der Welt - nur als Formeln, die etwas beschreiben). Universalien/Konzeptualismus: Universalien existieren in zwei Hinsichten: 1. In dem Sinn, wie ihre Instanzen existieren (sie real vorkommen) 2. In dem Sinn, dass lebende Organismen disponiert sind, Einzeldinge zu klassifizieren und die Klassifikation in den semantischen Konventionen der natürlichen Sprache verkörpert sind. - Also als Abstraktionen aufgrund von Ähnlichkeiten zwischen Einzeldingen. >Abstraktionen. Place II 49 KonzeptualismusVsAbstrakta/Place: VsNominalisierung von "Zerbrechlichkeit" an Subjektposition. - Vsmögliche Welten. II 56 Der Konzeptualismus leugnet aber nicht Universalien. Place III 110 Konzeptualismus/Ähnlichkeit/Place: (pro, wie Martin): Es muss eine Hinsicht geben, in der sich zwei Dinge ähneln, damit sie "von derselben Art" sein können. - In dieser Hinsicht können sie nicht "unexakt" ähnlich sein. Universale/Art/Konzeptualismus/Place: Universalien gibt es nicht zusätzlich zu den Ähnlichkeiten zwischen ihren Instantiationen. - Lösung: "Art", "Universale": vom Objekt aus gesehen: welche Eigenschaften müssen die Einzeldinge haben? - "Begriff", "Intension": betreffen die Disposition des Geistes zur Klassifikation. |
Martin I C. B. Martin Properties and Dispositions In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Martin II C. B. Martin Replies to Armstrong and Place In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Martin III C. B. Martin Final Replies to Place and Armstrong In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Martin IV C. B. Martin The Mind in Nature Oxford 2010 Place I U. T. Place Dispositions as Intentional States In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Place II U. T. Place A Conceptualist Ontology In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Place III U. T. Place Structural Properties: Categorical, Dispositional, or both? In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Place IV U. T. Place Conceptualism and the Ontological Independence of Cause and Effect In Dispositions, Tim Crane London New York 1996 Place V U. T. Place Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004 |
| Notwendigkeit | Peacocke | II 313 Notwendigkeit/notwendig/Prädikatmodifikation/Wiggins/Peacocke: Problem: 'groß' kann nicht wie 'nec' Prädikate von beliebig feinem Grad modifizieren. ((s) "nec" : Operator für necessary"). >Operatoren. Das heißt, wir bekommen eine endlich axiomatisierte Theorie für 'groß' aber nicht für 'nec'. Hier kann es nur unendlich viele Modifikationen geben. >Axiome, >Axiomensysteme, >Axiomatisierbarkeit. Problem: 'nec' kann in der Objektsprache iteriert werden, aber Grandys Rl kann die Iterationen nicht behandeln, weil die Erfüllung nicht definiert ist. Lösung: 1. syntaktische Variable 't >' soll über Serien von Termini der Form (t1...tn) 2. getrennte Rekursion für die Abstrakta der Objektsprache in der Theorie, die induktiv die Bedingungen spezifiziert, unter denen eine Sequenz die mit dem Abstraktum korrelierte Eigenschaft ('Corr') hat. II 316 Dann machen die Wahrheitsbedingungen aus den Prädikationen Sequenzen - deswegen ist die Theorie nicht völlig homophon. ((s) Bsp X ist F oder G oder...) >Homophonie, >Wahrheitsbedingungen, >Prädikation. II 324 Notwendigkeit/Erfüllung/Sprache/Peacocke: Die Erfüllungs- und Bewertungsaxiome drücken nicht bloß kontingente Wahrheiten über die Sprache aus - notwendigerweise erfüllt im Deutschen jede Sequenz x1 'ist größer als Hesperus' in L, gdw. ihr erstes Element größer ist als Hesperus. >Erfüllung. |
Peacocke I Chr. R. Peacocke Sense and Content Oxford 1983 Peacocke II Christopher Peacocke "Truth Definitions and Actual Languges" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 |
| Ontologie | Chisholm | I 9 Ontologie/Chisholm: nur: "Ens": a) kontingent: Zustände (Ereignisse), Individuen (Grenzen, Substanzen) b) notwendig: Abstrakta, Substanz. Nur 5 Grundbegriffe: 1. "x exemplifiziert y", 2. "x ist notwendig so, dass es F ist", 3. "x ist ein Zustand von y", 4. "x ist ein Teil von y", 5. "x meint, dass es etwas gibt, das F ist". I 10 Individuen/Chisholm: Kontingente Dinge, die keine Zustände sind. Zustände/Chisholm: Dinge, die das Sein von anderen Dingen sind. Ding/Chisholm: Kein Zustand von etwas. Grenzen/Chisholm: Keine entia per se, keine Substanzen. Substrat/Chisholm: Wenn "x ist F", dann ist "x" das Substrat und F-Sein der Inhalt. Ontologie/Chisholm: platonisch, akzeptiert ewige Dinge - Vs nichtplatonische Entitäten: Bsp "Eigenschaft, mit diesem Ding identisch zu sein", "gegenüberwohnen" ("gereinigte Ontologie"). - Wir nehmen nicht an, dass es zusätzlich zu den Sachverhalten noch Ereignisse gibt. Existenz: auch Nichtbestehendes kann existieren (Sachverhalte). >Individuen, >Zustände, >Ereignisse, >Substanzen, >Abstraktionen, >Kontingenz, >Notwendigkeit. I 175 Ontologie/Chisholm: undefinierte Grundbegriffe Denken [conceiving], Bestehen [obtaining], Exemplifizieren, Relation, Möglichkeit de re, direkte Zuschreibung. I 27 Ewige Gegenstände/Chisholm: Wenn x die notwendige Eigenschaft H besitzt und nichts anderes H besitzen kann, und es gibt einen Sachverhalt, der H impliziert und notwendig besteht - Ewige Gegenstände haben also Wesen. >Essentialismus, >Gegenstände, >Ontologie/Chisholm, >Wesen. |
Chisholm I R. Chisholm Die erste Person Frankfurt 1992 Chisholm II Roderick Chisholm In Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986 Chisholm III Roderick M. Chisholm Erkenntnistheorie Graz 2004 |
| Ontologie | Wiggins | II 322 Ontologie/Notwendigkeit/Theorie T1/Peacocke: wir nehmen die Abstrakta als unanalysierte einstellige Prädikate für Gebrauch in den logischen Axiomen und Schlussregeln. Wir nehmen Eigenschaften nicht als Entitäten, die die Objektsprache erfüllen. - D.h. nicht, dass es keine gibt. >Objektsprache, >Eigenschaften. Obwohl die Objektsprache keine Quantifikation über Objekte hat, erfordert eine endliche Behandlung der unendlich vielen singulären Termini eine Zuschreibung von Entitäten: Bsp denote (Cleopatra) = Cleopatra den(Vater von t1) = Vater von den(t1) Tr (t1 ist größer als t2) ↔ den(t1) ist größer als den(t2) >Transitivität, >Denotation. Aber diese Identität braucht man nur, wenn man Eigenschaften in der Objektsprache annimmt. >Singuläre Termini. |
Wiggins I D. Wiggins Essays on Identity and Substance Oxford 2016 Wiggins II David Wiggins "The De Re ’Must’: A Note on the Logical Form of Essentialist Claims" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 |
| Prädikate | Quine | I 174f Prädikation: Verbindung von allgemeinem Term mit singulärem Term. - Allgemeiner Term: auch Verb, Adjektiv,(auch attributiv),Substantiv. - Singulärer Term vor "ist" - danach allgemeiner Term ("ist" = Präfix). >Allgemeine Termini, >Singuläre Termini. I 311 Singulärer Term: kann immer auf die Form "=a" zurückgeführt werden (außer wenn Variable) - d.h. eigentlich allgemeiner Term. (Prädikat)! Bsp "=Mama","=Sokrates","=Pegasus". I 323 Elimination von singulären Termini: Verschmelzung von "=" mit einem Stück Text - "=" bleibt aber. - Zusammen mit Variablen in prädikativer Position - "=" prädikativer allgemeiner Term. II 61 ff Benennen: Name oder singulärer Term - Bezeichnen: Prädikat - beides ist Bezugnahme, nicht Bedeutung. >Referenz. II 158/159 Prädikat/Gegenstand/Quine: In unserer Welt ist die Moment zu Moment Identifikation vom Individuationsprinzip der Prädikate geregelt. Sie sind neutral gegenüber der tatsächlichen Quantifikation über physikalische Gegenstände , denn die Quantifikation respektiert alle Moment zu Moment Gruppen, egal, wie wahllos sie zusammengestellt sind. Für die Prädikate jedoch sind sie von Bedeutung: Da alle Sätze Prädikate enthalten, ist die Identifikation an dem entsprechenden Ort eine entscheidende Sache für den Wahrheitswert. >Wahrheitswerte. Ebenso benötigt man eine Querwelteinidentifikation, die relativ ist zu den jeweils verwendeten Prädikaten. Auch hier werden es meistens solche für Körper sein. Unsere Identifikation für Körper beruhte jedoch auf der Raumverdrängung, Gestaltveränderung, und der chemischen Veränderung. II 199 Prädikat: Satz mit Lücke - allgemeiner Term: spezielle Art Prädikat mit Lücke an bestimmtem Ende. II 205 Prädikat/Tradition: nicht immer abgetrennte, kontinuierliche Zeichenkette (anders als allg Term) - Prädikat-Buchstabe F musste immer mit Argument verbunden bleiben. - Neu: Terminusabstrakta lassen Prädikate zu allgemeinen Termini zusammenfassen. - Logische Operation der Prädikation. >Prädikation. VII (f) 115 Prädikat/Quine: keine Namen von Klassen - Klassen sind ihre Extensionen: die Dinge, von denen das Prädikat wahr ist. - Theorie der Gültigkeit appelliert an Klassen, aber nicht die einzelnen Sätze. X 7ff Prädikat/Quine: damit meine ich hier nur solche verbartigen Ausdrücke, die Aussagen hervorbringen, wenn man sie mit Variablen oder Individuentermen vervollständigt. Keine Attribute. IX 128 Existenz/Subjekt/Prädikat/Quine: wenn die Existenz fraglich ist, verwendet man besser ein Prädikat. - ((s) Bsp beckmesserisch anwendbar, auch wenn die Figur des Beckmesser nicht existiert.) - Quine: statt Klassenterm "Seq" für transfinite Folgen, die NO (Klasse der Ordinalzahlen) als Argument haben können, besser Prädikatterm "SEQ" - ((s) >Lambda-Kalkül). X 50 Prädikate/Quine: sind nicht Namen von Eigenschaften. - Daher kann man sie synkategorematisch nennen. - andere AutorenVsQuine. X 102 Prädikat/Quine: nie Name von Eigenschaften, wohl aber von Gegenständen. >Gegenstände/Quine. XII 68 Universelle Prädikate/Quine: gibt es! - Bsp Selbstidentität - Bsp "ist von Hans verschieden oder singt" - Allwörter/Carnap: quasisyntaktische Prädikate: zutreffend auf alles, ohne Empirie, nur aufgrund der Bedeutung - Quine: keine Lösung für ontologische Relativität. - ((s) D.h. die Frage, worauf wir uns letztlich beziehen.) |
Quine I W.V.O. Quine Wort und Gegenstand Stuttgart 1980 Quine II W.V.O. Quine Theorien und Dinge Frankfurt 1985 Quine III W.V.O. Quine Grundzüge der Logik Frankfurt 1978 Quine V W.V.O. Quine Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989 Quine VI W.V.O. Quine Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995 Quine VII W.V.O. Quine From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953 Quine VII (a) W. V. A. Quine On what there is In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (b) W. V. A. Quine Two dogmas of empiricism In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (c) W. V. A. Quine The problem of meaning in linguistics In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (d) W. V. A. Quine Identity, ostension and hypostasis In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (e) W. V. A. Quine New foundations for mathematical logic In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (f) W. V. A. Quine Logic and the reification of universals In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (g) W. V. A. Quine Notes on the theory of reference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (h) W. V. A. Quine Reference and modality In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (i) W. V. A. Quine Meaning and existential inference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VIII W.V.O. Quine Bezeichnung und Referenz In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Quine IX W.V.O. Quine Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967 Quine X W.V.O. Quine Philosophie der Logik Bamberg 2005 Quine XII W.V.O. Quine Ontologische Relativität Frankfurt 2003 Quine XIII Willard Van Orman Quine Quiddities Cambridge/London 1987 |
| Realismus | Brentano | Chisholm II 257 Def Reismus/Brentano: Brentanos reistische Ontologie (Spätwerk) führt das Seiende auf das "Ding", die "res" zurück. Dann sind Abstrakta, Universalien, Negationen, Sachverhalte, Formen und Fiktionen im strengen Sinn nicht "Dinge". Bereits für Thomas von Aquin und Duns Scotus ist res ein transzendentaler Begriff, der mit dem Seienden (ens) konvertierbar ist. >Ontologie/Brentano. Chisholm II = Klaus Hedwig Brentano und Kopernikus in Philosophische Ausätze zu Ehren Roderick M. Chisholm Marian David/ Leopold Stubenberg (Hg), Amsterdam 1986 |
Brent I F. Brentano Psychology from An Empirical Standpoint (Routledge Classics) London 2014 Chisholm I R. Chisholm Die erste Person Frankfurt 1992 Chisholm II Roderick Chisholm In Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986 Chisholm III Roderick M. Chisholm Erkenntnistheorie Graz 2004 |
| Strukturen | Bourbaki | Thiel I 270 Bourbaki spricht von einer Neuordnung des Gesamtgebiets der Mathematik nach "Mutterstrukturen". In der modernen Mathematik werden Abstrakta, insbesondere also Strukturen, als Äquivalenzklassen und somit als Mengen aufgefasst. >Mengen, >Mengenlehre, >Strukturen/Mathematik, >Abstrakta, >Äquivalenzklassen. Thiel I 307 Bourbaki stellt den klassischen "Disziplinen" die "modernen Strukturen" gegenüber. Die Theorie der Primzahlen ist der Theorie der algebraischen Kurven eng benachbart. >Primzahlen. Die Euklidische Geometrie grenzt an die Theorie der Integralgleichungen. Das Ordnungsprinzip wird eins der Hierarchie der Strukturen sein, die von einfachen zum Komplizierten und von Allgemeinen zum Besonderen geht. >Geometrie. |
T I Chr. Thiel Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995 |
| Zahlen | Mill | Thiel I 15 Zahlen/John Stuart Mill: mathematische Gegenstände insbesondere die Zahlen sind der konkreten Erfahrung entnommene Abstrakta, also allgemeinste Eigenschaften oder Beschaffenheiten der Wirklichkeit. Durch Verallgemeinerung der Beobachtung kommen wir zu Definitionen math. Gegenstände Sie drücken Tatsachen über Gesamtheiten physikalischen Gegenstände aus. (Mill: "Aggregate") . Jeder darauf gestützte Satz sagt aus, dass eine bestimmte Gesamtheit durch Zusammenfügen bestimmter anderer Gesamtheiten, oder durch Wegnahme hätte gebildet werden können. Jedes Zahlzeichen "2", "3", usw. bezeichnet für Mill ein physisches Phänomen, eine Eigenschaft, die der Gesamtheit von Dingen zukommt, die wir mit dem Zahlzeichen benennen. I 16 FregeVsMill: drastische Gegenbeispiele: Zweifelhaftigkeit im Fall von 0 und 1 , aber auch für sehr große Zahlen. Wer sollte je die Tatsache für Definition der Zahl 777 865 beobachtet haben? Mill hätte sich verteidigen können. Dass seine Position eher zur Begründung unserer Zahl und Gestaltauffassung als zur Begründung der Arithmetik tauglich scheint. >Zahlen/Frege. |
Mill I John St. Mill Von Namen, aus: A System of Logic, London 1843 In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 Mill II J. St. Mill Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998 Mill Ja I James Mill Commerce Defended: An Answer to the Arguments by which Mr. Spence, Mr. Cobbett, and Others, Have Attempted to Prove that Commerce is Not a Source of National Wealth 1808 T I Chr. Thiel Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
|---|---|---|---|
| abstrakt | Dummett, M. | Stalnaker I 48 Abstrakt/konkret/Dummett: These: Ihr Unterschied besteht darin, wie wir ihre Namen verstehen können. - ((s) Abstrakta: sie können wir nur durch Kennzeichnungen verstehen). |
Stalnaker I R. Stalnaker Ways a World may be Oxford New York 2003 |
| Abstrakta | Reichenbach, H. | Rorty VI 173 Reichenbach: These die Existenz von Abstrakta läßt sich auf die Existenz von Konkreta zurückführen. Grund: Schlüsse auf Abstrakta sind keine Wahrscheinlichkeitsschlüsse, sondern Analogien. |
Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 |