Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Geometrie Feynman I 247
Messen/Geometrie/Feynman: Es gibt Eigenschaften, die unabhängig von der besonderen Art der Messung sind. Bsp Die Entfernung zwischen zwei Punkten in einem gedrehten Koordinatensystem, wenn einer der beiden Punkte im Ursprung liegt. Das Quadrat der Entfernung ist x² + y² + z².
Was ist nun mit Raum-Zeit?

Raum-Zeit/Geometrie/Feynman: Es ist leicht zu zeigen, dass es hier ebenfalls eine Invarianz gibt:
I 248
die Kombination c²t² x² y² z² ist vor und nach der Transformation die gleiche:
c²t' ² x' ² y' ² z' ² = c²t² x² y² z².

Ontologie/Feynman: Diese Größe ist etwas, das wie die Entfernung in einem Sinn "real" ist. Sie wird das Def "Intervall" zwischen zwei Raum-Zeit-Punkten genannt.
>Raum, >Zeit, >Raumzeit, >Raumzeit-Punkte, >Realität, >Absolutheit, >Invarianz.

Feynman I
Richard Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

Feynman II
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993
Mögliche Welten Bigelow I 138
Def Mögliche Welt/Bigelow/Pargetter: eine mögliche Welt e, in der ein Satz a wahr ist, ist dann definiert als maximal konsistente Menge die a als Element enthält. >Modalitäten/Bigelow.
Mögliche Welten/(s): Mögliche Welten sind dann vollständig beschrieben in allen Einzelheiten, nichts ist unerwähnt und kein Detail ist widersprüchlich beschrieben.
Pointe/Bigelow/Pargetter: Der Witz dabei ist, dass dann jedes Nichttheorem in irgendeiner möglichen Welt falsch ist. Es wird falsch sein in einer maximal konsistenten Erweiterung. So wird es eine maximal konsistente Erweiterung geben, in der der Satz falsch ist, d.h. eine Welt, in der er falsch ist.
Theorem ist dann ein Satz, der in allen möglichen Welten wahr ist. Und das ist, was ein Vollständigkeitstheorem zeigen soll.
>Vollständigkeit.
Maximal konsistente Erweiterung/Bigelow/Pargetter: Eine konsistente Menge von Sätzen wird durch Hinzufügung entweder von a oder von ~a erweitert, wenn sie dadurch nicht widersprüchlich wird. Maximal konsistent ist die Erweiterung, wenn a (bzw. ~a) der letzte hinzufügbare Satz war.
>Maximal konsistent.
((s) Es kann viele Erweiterungen geben, je nachdem ob ein Individuum in dem hinzugefügten Satz anders beschrieben wird. Das liefert Äquivalenzklassen (s.u.)).

I 206
Def Mögliche Welt/Bigelow/Pargetter: Eine Mögliche Welt ist eine maximal konsistente Eigenschaft, die alle Dinge und Eigenschaften einer Welt umfasst.
Welt/Eigenschaften/Theorie/Bigelow/Pargetter: Wie sehen die bisherigen Theorien in der Philosophiegeschichte aus, in denen man versucht hat, die Welt als ein Aggregat von Eigenschaften zu beschreiben?
Bsp Wittgenstein, Tractatus
Bsp Carnap, Der logische Aufbau der Welt.
>L. Wittgenstein, >Tractatus, >R. Carnap, >Eigenschaften, >Tatsachen, >Sachverhalte, >Welt, >Realität, >Ontologie, >Atomismus.
Bigelow/Pargetter: Wir könnten als letzte Individuen der Welt Raum-Zeit-Punkte annehmen. Jeder von ihnen kann eine bestimmte Eigenschaft entweder haben oder nicht haben.
>Raum-Zeit-Punkte.
Dann können wir Menge geordneter Paare konstruieren
‹belegt, x›
Demokritische Welt/Terminologie/Cresswell/Bigelow/Pargetter: so hat Cresswell Welten genannt, die aus solchen Punkten konstruiert sind. (Cresswell 1972(1), 1973(2))
>M. J. Cresswell.
Das entspricht ungefähr Russells logischem Atomismus. Ein n-stelliges Prädikat, gefolgt von n Individuen.
>B. Russell, >Prädikate.
Atomismus: Wir sollten annehmen, dass solche Atomsätze logisch voneinander unabhängig sind.
>Atomsätze.
I 207
Wenn es nur darum geht, ob ein Punkt belegt oder nicht belegt ist, wird die entsprechende Satzmenge sicher konsistent sein. Buch: ein vollständiges „Buch der Welt“ wäre keine Welt, sondern nur eine Repräsentation.
Eigenschaften: entstehen dann aus Büchern (siehe Modalitäten/Bigelow) wie folgt: statt der Atomsätze bilden wir längere Sätze aus Kombinationen von Beschreibungen von Punkten durch geordnete Paare. Das führt zunächst einfach zu einem längeren Buch.
I 208
Punkte: statt ihrer könnten wir auch Wellen, oder Elementarteilchen nehmen. Eigenschaften: statt der Eigenschaft eines RZ-Punkts, belegt zu sein, könnten wir auch Eigenschaften wie Ladung, Masse usw. wählen. Aus diesen können wir Folgen bilden:
‹P^1, P2,…x›
das repräsentiert einen Punkt mit mehreren Eigenschaften. Masse: ist natürlich eine determinable (s.o.), d.h. wir brauchen noch reelle Zahlen um die Proportion anzugeben, die die D-able determiniert.
>Determinates/determinables.
Daher haben wir es mit einer Folge zu tun, die ein Individuum mit seinen Eigenschaften in Beziehung setzt:
‹r1,r2,…x›
wobei ri eine reelle Zahl ist. Def Mögliche Welt /Bigelow/Pargetter eine Menge solcher Folgen
{‹r1,r2,…x›,‹r’1,r’2,…y›,…}
I 209
repräsentiert dann eine mögliche Welt (die viel reicher ist als eine Demokritische Welt). >Demokrit.

1. Cresswell, M. J. (1972). The world is everything that is the case. Australasen Journal of Philosophy 50, pp.1-13.
2. Cresswell, M. J. (1973). ogic and languages. London: Methuen.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Ontologie Feynman I 246
Ontologie/Feynman: Die "Realität" eines Objektes ist ein wenig größer (grob und intuitiv gesprochen) als seine "Breite" und "Tiefe", weil diese davon abhängen, wie wir es betrachten. >Wahrnehmung, >Sehen.
Relativitätstheorie: Unser Gehirn hat niemals Erfahrungen mit Geschwindigkeit nahe c gemacht, so dass wir keine Erfahrung integrieren konnten, von der Art, dass Zeit und Raum von gleicher Art sind.
>Erfahrung.
Es ist, als ob wir immer in einer Position feststehen und uns nicht in die andere Richtung drehen können. Wenn wir es könnten, würden wir ein wenig von des anderen Mannes Zeit sehen. Wir würden ein wenig "zurück" sehen.
Raum/Zeit/Feynman: In einer Welt in der Raum und Zeit "gemischt" sind (das ist tatsächlich unsere Welt, nahe Lichtgeschwindigkeit gesehen), entsprechen Objekte eher einer Art "Klecks", aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, wenn wir uns mit verschiedenen Geschwindigkeit bewegen.
I 247
Messen/Geometrie/Feynman: Es gibt Eigenschaften, die unabhängig von der besonderen Art der Messung sind. Bsp die Entfernung zwischen zwei Punkten in einem gedrehten Koordinatensystem, wenn einer der beiden Punkte im Ursprung liegt. Das Quadrat der Entfernung ist x² + y² + z².
Was ist nun mit Raum-Zeit?

Raum-Zeit/Geometrie/Feynman: Es ist leicht zu zeigen, dass es hier ebenfalls eine Invarianz gibt:
I 248
die Kombination c²t² x² y² z² ist vor und nach der Transformation die gleiche:
c²t' ² x' ² y' ² z' ² = c²t² x² y² z².

Ontologie/Feynman: Diese Größe ist etwas, das wie die Entfernung in einem Sinn "real" ist. Sie wird das Def "Intervall" zwischen zwei Raum-Zeit-Punkten genannt.
>Raum, >Zeit, >Raumzeit, >Raumzeit-Punkte, >Realität, >Absolutheit, >Invarianz.
I 448
Existenz/Ontologie/Feynman: Wenn sich die Polarisation schneller ändert, als wir sie messen können, nennen wir das Licht. Und zwar unpolarisiert, weil sich alle Polarisationseffekte ausmitteln.

Feynman I
Richard Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

Feynman II
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993
Raum Field III 35
Leerer Raum/Field: Ein leerer Raum wäre ohne Raumzeit-Punkte sinnlos ((s) nur für den Platonismus?). >Platonismus >Raumzeit, >Raumzeit-Punkte.
III 35
Raum/Zeit/Field: Quantifikation über Raum-Zeit-Punkte ist etwas anderes als die Quantifikation über bloße Raum-Punkte, wenn ein Raum-Punkt etwas sein soll, das in der Zeit existiert. Denn das führt zur falschen Frage, ob ein Raum-Punkt mit demselben Punkt in der Zeit identisch sei. Das wiederum führt zur falschen Frage, ob es absolute Ruhe gäbe. >Absoluter Ruhepunkt, >Absolutheit. >Zeit.
III 36
Regionen/Punkte/Field: Lösung für die Nominalisten: Individuenkalkül/Goodman: Regionen als Summen von Punkten anzunehmen - dann gibt es aber keine leeren Regionen. Die Region braucht dann nicht zusammenhängend oder messbar zu sein. >Relationismus, >Substantivalismus.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Wirklichkeit Goodman I 18ff
Wirklichkeit/Welt/Realität/Goodman: Die vielen Stoffe, aus denen man Welten erzeugt - Materie, Energie, Wellen, Phänomene - werden zusammen mit den Welten erzeugt. Aber nicht aus dem nichts, sondern aus anderen Welten. Unser Erschaffen ist ein Umschaffen. Den Anfang sollte man der Theologie überlassen. Es gibt keine Hoffnung auf eine feste Grundlage.
Die Rede von unstrukturiertem Inhalt oder Gegebenem widerlegt sich selbst, denn Rede kann nicht unstrukturiert sein.
I 18
Kant: Der Begriff eines reinen Inhalts ist leer.
I 34
...sollten wir aufhören, von richtigen Versionen zu sprechen als ob jede ihre eigene Welt wäre und sollten alle als Versionen von ein und derselben neutralen, zugrunde liegenden Welt anerkannt werden? Goodman These: Die so wiedergefundene Welt ist, wie früher bemerkt, eine Welt ohne Arten, ohne Ordnung, ohne Bewegung, ohne Ruhe und ohne Struktur. Eine Welt, für oder gegen die zu kämpfen sich nicht lohnt. >Strukturen, >Bewegung, >Gegenstände, >Welt, >Welt/Denken, >Mögliche Welten, >Natur.
II 70f
Wirklichkeit/Goodman: Die gesamte Wirklichkeit, auch Raum und Zeit sind beschreibungsabhängig, VsKant, VsSalmon, VsRead. Denkbar: Raum-Zeit-Punkte existieren nicht die ganze Zeit! Lösung: Summengegenstand p+t.
Vgl. >Vierdimensionalismus.
>Vorstellbarkeit, >Raumzeit, >Endurantismus, >Perdurantismus.
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IV 44
Realität/Goodman: Nichts wird durch einen bloßen Beschluss verwirklicht. Das Eingeständnis, dass es viele Standards der Richtigkeit gibt, lässt daher die Unterscheidung zwischen richtig und verkehrt nicht zusammenbrechen.

G IV
N. Goodman
Catherine Z. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

Goodman I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

Goodman II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

Goodman III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997