Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ähnlichkeit Fodor Rorty I 255
FodorVsRyle: (laut Rorty): eine simple Story über erlernte Assoziationen wird nicht ausreichen: das Erwartungssystem müsste im gleichen Sinne abstrakt und kompliziert sein. Denn die wiedererkannten Identitäten sind überraschend unabhängig von den physikalischen Uniformitäten der Reize untereinander.
Fodor IV 18f
Gleichheit/Ähnlichkeit/Alltagssprache/Intentionalität/Fodor/Lepore: Problem: um Ähnlichkeit zu konstatieren, muss man Identität schon definiert haben - Problem: "fast dasselbe glauben": setzt Zählbarkeit und Identität von Glaubenseinstellungen voraus - Bsp "wenn Sie jemand nach einer Farbe fragt, werden Sie mit etwas wie "Rot" antworten". Problem: keine Ahnung, was die Wahrheitsbedingungen (WB) für diese Verallgemeinerungen wären. - Daher können wir nicht auf Identität zugunsten von Gleichheit verzichten -Lösung: ein noch zu findender strengerer Begriff von Ähnlichkeit (in Bezug auf Überzeugungen oder semantische Entitäten). - ((s) > VsAnalytizität.) - Holismus: wenn er recht hat, ist der Begriff "Token desselben Typs" nur definiert, wenn alle Glaubenseinstellungen geteilt werden - Problem: "fast vom selben Typ" ist auf praktisch alles anwendbar.
IV 123
Ähnlichkeit/funktionale Rolle/kausal/Assoziation/Hume/Fodor/Lepore: analog: woran ein mentales Bild erinnert, hängt nicht davon ab, welche Rolle es in mentalen Prozessen spielt - Hume: sondern die kausale Rolle hängt davon ab, womit das Bild assoziiert wird - und eine Idee (Vorstellung) kann praktisch mit allem assoziiert werden, das mit seinem Inhalt vereinbar ist - Fazit: die Wahrheitsbedingungen sind von der kausalen Rolle unabhängig. - Hume ist kein Funktionalist in Bezug auf Inhalt. - Fodor/Lepore: niemand glaubt heute, dass der Inhalt einer Repräsentation von dem abhängt, woran sie erinnert - einzige Ausnahme: >Konnektionismus.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Analytizität/Synthetizität Danto I 238
QuineVsAnalytizität: man sieht nicht voraus, zu welchem Zeitpunkt wir die Bedingungen ändern müssen, unter denen wir ein Wort gebrauchen. Es gibt einfach keinen Haltepunkt.

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Analytizität/Synthetizität Quine I 120
Bleibende Sätze: die Reizbedeutung ist spärlicher. Entsprechend: die Reizsynonymie ist weniger erforschlich > VsAnalytizität.
I 339
Die Materiale Implikation "p impl q" ist nicht gleich "p > q". (> Erwähnung / > Gebrauch) - "impliziert" und "analytisch" sind am besten allgemeine Termini.
V 114
QuineVsAnalytizität: universelle kategorische Sätze, wie Bsp "Ein Hund ist ein Tier" kann man später selbst bilden. Von diesen werden wir nicht sagen, dass sie analytisch oder auch nur wahr wären. Analytizität ist sozial wie die Sprache. Zufällige erste Beispiele sollten keine Sonderstellung haben. Def analytisch/Quine: Analytisch ist ein Satz, wenn jedermann dadurch, dass er die Wörter lernt, die Wahrheit des Satzes lernt. Das ist wegen des Beobachtungscharakters an soziale Gleichförmigkeit gebunden. Bei jedem Menschen gibt es eine verschiedene Menge von zuerst gelernten analytischen Sätzen. Daher >QuineVsAnalytizität.

VI 79
Quine: HolismusVsAnalytizität.
VII (b) 21
Analytisch/QuineVsKant: begrenzt sie auf Subjekt-Prädikat-Form - reformuliert: "wahr kraft Bedeutung, unabhängig von Tatsachen". - VsEssentialismus: Wesen ist willkürlich: ein Zweifüßer muss zweibeinig sein (wegen seiner Füße), aber er muss nicht rational sein! - Relativ!
VII (b) 23
Analytizität/Quine: Analytizität ist a) logisch wahr: "kein unverheirateter Mann ist verheiratet" und ist b) übersetzbar in logische Wahrheit: Junggeselle/unverheirateter Mann. Problem: das stützt sich auf unklare Synonymie. Analytisch/Carnap: Analytisch heißt "wahr unter jeder Zustandsbeschreibung". QuineVsCarnap: das funktioniert nur, wenn die Atomsätze unabhängig voneinander sind. Dies ist nicht so bei Junggeselle/unverheirateter Mann. >Bedeutung/Quine.
VII (b) 28ff
Analytizität/Quine: wir brauchen ein Adverb "notwendig", das so konstruiert ist, dass es die Wahrheit liefert, wenn es auf eine analytische Wahrheit angewendet wird. Aber dann müssten wir schon wissen, was "analytisch" heißt. Problem: Die extensionale Übereinstimmung von Junggeselle/unverheirateter Mann beruht eher auf zufälligen Tatsachen als auf Bedeutung! Analytizität kann nicht bedeuten, dass die Tatsachenkomponente Null wäre: das wäre ein unempiristisches Dogma! >Wahrheit/Quine.
VII (b) 37
Verifikationstheorie/Peirce: die Methode ist die Bedeutung. Dann ist "analytisch" ein Grenzfall: die Methode ist egal. Synonym: Methode der Widerlegung und der Bestätigung ist gleich.
VII (b) 37
Analytisch/Quine: früh: eine Aussage ist analytisch, wenn sie mit einer logisch wahren Aussage synonym ist.
VII (i) 161ff
Analytizität/Quine: ist ungefähr Wahrheit aufgrund von Bedeutung. Das sagt gar nichts über Existenz. >Existenz/Quine.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Holismus Quine VI 22
Holismus/Quine: bekämpft bloß die Vorstellung, dass ein Satz seinen eigenen gesonderten empirischen Gehalt hat. - ((s) Das ist gemäßigt).
VI 22
Theorie/GrünbaumVsHolismus: man kann eine Hypothese stets retten, indem man seine theoretischen Rücklagen an akzeptierten Sätzen so revidiert, dass diese zusammen mit der bedrohten Hypothese das Ausbleiben der Prognose implizieren. Holismus/QuineVsGrünbaum: eine solche Annahme kommt bei mir gar nicht erst vor. Es geht einzig darum, die falsche Implikation zu entschärfen.
Der Holismus bekämpft bloß die naive Vorstellung, der zufolge jeder Satz seinen eigenen gesonderten empirischen Gehalt hat.
Empirischer Gehalt/Quine: ist vielmehr etwas, das Sätzen gemeinsam ist, und woran mittelbar sogar mathematische Sätze teilhaben.

VI 79
Quine: HolismusVsAnalytizität.
XII 95
Übersetzung/Theorie/Holismus/Quine: "merkwürdige Übersetzung": von ganzen Theorien, aber nicht Übersetzung der Teile. - Denn für die Zuordnung von Teilsätzen gibt es keine Rechtfertigung. - Verschiedene Übersetzungen von Teilsätzen können dieselben empirischen Implikationen erzeugen. > Unbestimmtheit/Quine, Übersetzung/Quine.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Modalitäten Quine VII (a) 4
Modalität/Quine: auf ganze Sätze beschränken.
VII 143
Modalität/QuineVs Cl.Lewis/QuineVsstrikte Implikation: der Begriff der strikten Modalität ist auf dem Begriff der Analytizität aufgebaut. (QuineVsLewis, Cl.I., QuineVsAnalytizität).
VII (g) 144
Modalität/Quine: die Kontexte mit "notwendig" und "möglich" sind referentiell opak.
X 107
Modalität/Modallogik/Quine: Problem: extensionsgleiche (koextensive) Prädikate sind nicht mehr austauschbar salva veritate. Das ist kein Problem, macht die Logik aber komplizierter.
X 109
Logische Wahrheit/Modalität/Modallogik/Quine: die Modalitäten geben hier mehr her als die Einstellungen: wir können hier Schemata erhalten, die gültig sind: Bsp „~(~p . notw p)“
Außerdem erhalten wir aus jedem gültigen Schema ein weiteres durch Voranstellen von “notwendig“ Bsp „notw(p oder ~p)“ aus „p oder ~p“.
X 126
Ontologie/Quine: die wirkliche Ontologie liegt bei den Quantoren der Standardsprache. Die Voraussetzung, dass diese gilt, ist sehr wichtig. Werden Modalitäten oder andere Konstruktionen neben den Wahrheitsfunktionen und Quantoren zugelassen, so erhöhen sie die Stärke und damit den Gehalt der Theorien unvergleichlich. >Stärke von Theorien.

XI 175
Singulärer Term/allgemeiner Term/Modallogik/Follesdal/Lauener: eine Semantik der Modalitäten muss zwischen sing Term einerseits und allg Term und Sätzen andererseits unterscheiden: d.h. zwischen Ausdrücken, die eine Referenz haben, und Ausdrücken, die eine Extension haben.
I 337
Logische Modalität hat mit persönlicher Einstellung gar nichts zu tun. Die Modallogik wie wir sie kennen, beginnt mit Clarence Lewis "A survey of Symbolic Logic" 1918. Seine Interpretation der Notwendigkeit, die Carnap später noch schärfer formuliert lautet: Def Notwendigkeit/Carnap: Ein Satz der mit "es ist notwendig, dass" anfängt, ist dann und nur dann wahr, wenn der restliche Satz analytisch ist.
I 343
Churchs System ist anders aufgebaut: Er schränkt die Quantifikation indirekt ein, indem er Variablen und andere Symbole in modalen Positionen uminterpretiert. Für ihn (wie für Frege) bezeichnet ein Satz, dem ein modaler Operator übergeordnet ist, dann eine Proposition. Der Operator ist ein Prädikat, das auf die Proposition angewandt wird.
I 422
Modalität/Quine: die möglichen konkreten Gegenstände, die unrealisierten Möglichkeiten stellen eine weitere Kategorie dubioser Gegenstände dar. Sie können auch als defektiv bezeichnet werden, denn hier herrscht völlige Unklarheit hinsichtlich der Identität, noch auffallender als bei Intensionen.
II 121
Empirische Modalitäten: (was hätte geschehen können): Diese Modalitäten beruhen nicht auf dem Wesen der Welt, sondern darauf, dass wir selbst z.B. durch Unkenntnis, von Einzelheiten absehen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Reizbedeutung Quine I 90
Reizbedeutung ist unabhängig von der Zahl der Sprecher. - Beobachtungsnähe: gesellschaftlich: Ähnlichkeit der Reizbedeutung innerhalb der Gemeinschaft - Beobachtungsnähe: hoch: Farben - niedrig: "Junggeselle".
I 90
Übersetzung: Unabhängig von Reizbedeutung "soltero"= "Junggeselle" nicht wegen eines bestimmten Gesichts - aber Wörter lernen zunächst durch Reizbedeutung, später Abstraktion
I 97/98
Bsp Gaurisankar (= Rückseite des Mt. Everest): Gelegenheitssätze schließen sich aus, nach Entdeckung fallen Reizbedeutungen zusammen
I 102f
Unterscheidung singulärer/allgemeiner Term: von Reizbedeutung unabhängig - Name oder allgemeiner Term für Raum-Zeitsegmente: gleiche Reizbedeutung ("Kaninchenheit").
I 102
Abstrakt/konkret: ob ein Ausdruck abstrakt oder konkret ist, ist von der Reizbedeutung unabhängig.
I 120
Bleibende Sätze: Reizbedeutung spärlicher -entsprechend: Reizsynonymie weniger erforschlich > VsAnalytizität.
VI 22
Reizbedeutung/Quine: an den Rändern unscharf - Bsp Schwarzer Schwan.
VI 17
Ob ein weißer Rabe unsere Theorien widerlegt, hängt davon ab, wie wir uns angesichts der vagen Reizbedeutung entscheiden würden.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Reize Quine I 66/67
Reiz: Beispiel href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/details.php?id=223954&a=$a&autor=Quine&vorname=W.V.O.&thema=Gavagai">Gavagai: hier geht es um Reize, nicht um Kaninchen! -(siehe auch Probleme im Zusammenhang mit > Fälschung). - Überprüfung durch Gesellschaft.
I 67
Reizbedeutung: vorläufige Isolierung einzelner Sätze zur Überprüfung. VsCarnap: Vorteil: Einhorn/Kobold-Unterscheidung ohne Vorentscheidung über Zulässigkeit.
I 81
Reizbedeutung: objektive Realität, die der Sprachforscher braucht - Übersetzung, nicht Identität, sondern Annäherung an Reizbedeutung.
I 120f
Bleibende Sätze: Reizbedeutung spärlicher - entsprechend: Reizsynonymie: weniger erforschlich > VsAnalytizität.
I 126
Reizsynonymie verbessert durch Vergesellschaftung (Zustimmung) - ebenso Reizanalytizität: aber jetzt: 2+2=4 auf gleicher Stufe wie Es gibt schwarze Hunde. (Zustimmungsfähigkeit).
I 379
Reize sind nicht intensional.
I 402
Existenz: erwächst nicht aus der Dichotomie Einzelding/Universale. - Es kommt nicht darauf an, ob es sie gibt! Bsp Äquator/Nordpol. - Verknüpfung mit Reizen ist ein schwaches Argument für Vorrangstellung physikalischer Gegenstände, macht Termini aber allen Positionen zugänglich!
II 57
QuineVsSinnesqualitäten - Menschen sprechen und denken nicht über ihre Reize. - Es geht um Reiz und Reaktion.
V 48f
Reiz/Reaktion/Quine: dieser (polare) Gegensatz wird abgemildert durch den Begriff der Wahrnehmungsähnlichkeit (>Lust/Unlust).
V 49
Wahrnehmungsähnlichkeit: bezieht Hör-Ähnlichkeit von Wörtern mit ein - Wahrnehmungsähnlichkeit - Analyse sieht vom verschiedenen Ursprung ab. - Reiz-Reaktions--Analyse nicht.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Umstände Quine I 233
Umstände/Quine: wichtig bei Mehrdeutigkeiten.
I 317
Dass Sokrates nur auf einen zutrifft, ist nicht so zufällig. - allgemeine Termini aus Gesetzen - nicht aus Umständen.
I 391
Umstände (der Äußerung): wichtig für Beurteilung des Wahrheitsgehalts.
II 61 ff
Reizumstände: Gesamtheit der äußeren Kräfte, sehr unbestimmt - Lösung: Gleichheit zu verschiedenen Zeitpunkten (nicht Personen, nicht dieselben Rezeptoren).
X 112
Übersetzung/Logik/logische Konstanten/Bedeutung/RI/Gavagai/Quine: Bsp Analyse einer fremden Sprache anhand des Verhaltens. Konjunktion: wenn jemand einem zusammengesetzten Satz, aber nicht einem seiner Bestandteile zustimmt, dann ist das ein Grund, den zusammengesetzten Satz nicht als Konjunktion aufzufassen.
Wir zwingen dem anderen unsere Logik auf, indem wir seine Sprache in unsere übersetzen.
Wir bauen unsere Logik in unserer Übersetzungsregeln ein.
Umstände: auch sie sind in die Übersetzungsregeln eingebaut: Bsp stimmt jemand einem bestimmten Satz nicht zu, während es regnet, sind wir geneigt, diesen Satz nicht als „es regnet“ zu übersetzen.
X 128
QuineVsAnalytizität; das ist ein Schwelgen in Worten. Frage. worauf wollen wir eigentlich hinaus, wenn wir einen Satz als wahr aus analytischen oder rein sprachlichen Gründen nennen? Wenn wir die Frage so stellen, verschiebt sich die Analyse auf das neue Prädikat „wahr aufgrund von“. Können wir dann entscheidende Umstände identifizieren? Könnten wir zeigen, dass der Satz aus diesen Umständen logisch folgt?
Vs: die logischen Wahrheiten folgen aus jedem Satz!

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 7 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsAnalytizitätVsAnalytizität Davidson Vs Analytizität I (d) 69
Man könnte einwenden, dass die Maus ein kleines vierfüßiges Säugetier ist, sei aus rein begrifflichen Gründen wahr (analytisch) und somit gar keine Erkenntnis über die Welt. Dann könnte man also immer noch behaupten, alle unsere Vorstellungen über die Welt könnten falsch sein DavidsonVsAnalytizität: Doch wer wie Davidson eine klare Grenzziehung zwischen analytisch und synthetisch ablehnt, kann sich auf diesen Gedankengang nicht berufen. Aber selbst wenn es zweifelsfreie analytische Wahrheiten gäbe, leuchtet es nicht ein, wieso sie dazu dienen könnten, die gewaltige Zahl von Fällen auszuschließen, in denen Begriffe durch mehrere empirische Kriterien individuiert werden.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsAnalytizitätVsAnalytizität Fodor Vs Analytizität IV 185
analytisch/synthetisch/graduelle Analytizität/Block/Fodor/Lepore: einige Autoren haben aus "Two Dogmas" den Schluss gezogen, dass eine gewisse "graduelle Analytizität" nicht ausgeschlossen ist.
IV 185
Fodor/LeporeVs: das setzt dann Gleichheit der Bedeutung statt Identität der Bedeutung voraus. Aber wir haben schon gesehen, dass für Inferenzen Analytizität und Kompositionalität dasselbe sind. Dann muss man also auch mit gradueller Kompositionalität leben.
Frage: geht das auch mit Systematizität (Systematik: Glauben verwandter Einstellungen) Isomorphie (s.o.) und Produktivität zusammen?
Würde graduelle Kompositionalität nicht nur eine endliche Bekanntschaft mit (unendlicher) Sprache beinhalten? So dass man neue Begriff nur "so ungefähr" versteht?
Bsp wenn man aRb versteht, dann auch "so ungefähr" bRa.
Bsp die Konstituenten des Satzes S drücken "so ungefähr" die Konstituenten der Proposition P aus?
Bsp "John liebt Mary" drückt "so ungefähr" aus, dass John Mary liebt aber auch nur, weil "John" "ungefähr "auf John referiert?
29. IV 185
analytisch/synthetisch/Quine/Fodor/Lepore: Sie mögen sich wundern, wie wir mit Quine über die a/s Unterscheidung übereinstimmen (Lager), aber dennoch daran festhalten, dass Kompositionalität Analytizität beinhaltet und dass Sprachen kompositional sind. Das ist kein Paradox: Kompositionalität lizensiert strukturell bestimmte Analytizität:
IV 245
Bsp "Braune Kuh" "braun" aber nicht "Kuh" > Tier Quine: "Logik jagt die Wahrheit den Baum der Grammatik hoch".
Fodor/Lepore IV 178
QuineVsKant/QuineVsAnalytizität/QuineVs Kompositionalität der Inferenz: (extern): Schlüsse müssen sich als falsch herausstellen können.
IV 178/179
VsFodor/Lepore: dann könnte man vielleicht mit einer reformulierten CRT auskommen: kompositionale Bedeutung, aber inferentielle Rolle nicht kompositional, nur innerhalb analytischer Schlüsse? Fodor/LeporeVsVs: Gefahr der Zirkularität: Wenn man Analytizität überhaupt annimmt, dann fristen Kompositionalität, Analytizität und Bedeutung ihr Leben damit, dass sie jeweils die Arbeit des anderen besorgen. Quine würde sagen: "Das sagte ich doch!".
inferentielle Rolle/Fodor/Lepore: durch den vorliegenden Vorschlag ist auch ihre Naturalisierbarkeit bedroht. ((s) dass man sie letztlich in physiologischen Kategorien erklärt): ursprünglich bestand ihre Attraktivität darin, als kausale Rolle eine Basis für die Lösung von Brentanos Problem der Irreduzibilität auf Neurophysiologisches zu liefern. (> Computation).

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
VsAnalytizitätVsAnalytizität Quine Vs Analytizität Danto2 I 239
QuineVsAnalytizität: man sieht nicht voraus, zu welchem Zeitpunkt wir die Bedingungen ändern müssen, unter denen wir ein Wort gebrauchen. Es gibt einfach keinen Haltepunkt. Lanz in Metzinger I 272
das Los von Begriffen ist nicht unabhängig von ihrem Gebrauch in empirischen Theorien! Es gibt keine begrifflichen Wahrheiten, die immun wären gegenüber dem Wandel solcher Theorien. Philosophie und Wissenschaften liegen auf ein und denselben Kontinuum
McDowell I 158
QuineVsErstes Dogma: (Unterscheidung analytisch/synthetisch) gegen die Vorstellung, die Wahrheit eines synthetischen Satzes hänge von zweierlei ab: der Bedeutung und der Welt. ((s) die Bedeutung kann man nicht vor der Welt haben). Quine bewahrt allerdings die Dualität: "Offensichtlich hängt die Wahrheit sowohl von der Sprache als auch von außersprachlichen Tatsachen ab."
McDowell: Quine behauptet nicht, dass es diese zwei Faktoren nicht gibt, wir können sie nur nicht Satz für Satz auseinanderhalten.

Quine IV 407
QuineVsAnalytizität: gibt ein verfehltes Bild wissenschaftlicher Theorien und ihres Erfahrungsbezugs wieder. Es gibt keine strikte Trennung analytisch/synthetisch. »Wurzeln der Referenz«: wenn man konsequent empiristisch vorgeht, gewinnt man einen erkenntnistheoretisch harmlosen Begriff von Analytizität.
Analytisch/Kant: erwähnt die Bedeutung von Begriffen in diesem Zusammenhang überhaupt nicht! .
II 407/408
Analytisch/Quine: Kant hätte besser gesagt, eine Aussage ist analytisch, wenn sie aufgrund von Bedeutungen und unabhängig von Tatsachen wahr ist. Damit wird die Verbindung zwischen Analytizität und Bedeutung ausdrücklich gezogen. QuineVsAnalytizität: beträchtliche Schwierigkeiten gibt es mit Sätzen wie: Bsp »kein Junggeselle ist verheiratet«, »Katzen sind Tiere«. Offenkundig handelt es sich hier nicht um logische Wahrheiten, ihre Negation wäre kein formaler Widerspruch.
(IV 410)
Bsp Quine: "Ich weiß nicht, ob die Aussage "Alles Grüne ist ausgedehnt" analytisch ist oder nicht. Das liegt nicht an der Unklarheit von "Grün" und "ausgedehnt", sondern an der Unklarheit von "analytisch". Künstliche Sprachen: semantische Regeln zur Bestimmung der Analytizität sind hier nur interessant, wenn wir Analytizität bereits verstehen.
Falsches Bild: die Vorstellung, bei der Wahrheit einer Aussage könne man generell zwischen einer sprachlichen und einer Tatsachenkomponente unterscheiden.
Die ganze Schwierigkeit ist ja vielleicht nur ein Symptom für ein falsches Bild der Beziehung zwischen Sprache und Welt.

V 113
Logik/Frege/Carnap: die Gesetze der Logik gelten aufgrund der Sprache. D.h. ihre Sätze sind analytisch. QuineVsAnalytizität/QuineVsFrege/QuineVsCarnap: dem Begriff der Bedeutung ist keine empirische Bedeutung gegeben worden. Damit auch nicht dieser linguistischen Theorie der Logik.
Lösung/Quine: durch unsere Beobachtung des Sprachlernens: wir lernen Wahrheitsfunktionen, indem wir Verbindungen zwischen Dispositionen finden.
Alternation/Sprachlernen: das Gesetz, dass eine Alternation von jedem ihrer Bestandteile impliziert wird, wird mit dem Wort „oder“ selbst gelernt. So ähnlich gilt das für die anderen Gesetze. (> logische Partikel; > logische Konstanten).
Analytizität/analytisch/Sprachlernen/Quine: Bsp wir lernen „Junggeselle“ indem wir lernten, dass unsere Eltern unter genau den Umständen zustimmen, unter denen sie „unverheirateter Mann“ zustimmen.
QuineVsAnalytizität: Pointe: sogar um logische Wahrheiten gibt es Meinungsverschiedenheiten: Bsp zwischen klassischen Logikern und Intuitionisten. Vielleicht finden wir, dass einige Wahrheiten analytisch sind und andere nicht?
Satz vom ausgeschlossenen Dritten/SaD/Sprachlernen/Quine: der SaD, den der Intuitionismus ablehnt, ist nicht auf solche Weise mit dem Lernen von „oder“ verknüpft! Es liegt vielmehr an dem blinden Fleck der Alternation.
Pointe: vielleicht sollte man den SaD, (Quine: „Gesetz“) der nur aus unserer Sicht wahr ist, nur als synthetisch ansehen.
Quine V 116
Analytisch/Analytizität/Quine: die analytischen Sätze sind eine Teilklasse der reiz analytischen Sätze, denen zuzustimmen jeder Sprecher einer Sprachgemeinschaft disponiert ist. QuineVsCarnap: doch auch jetzt haben wir keinen so strengen Unterschied zu den synthetischen Sätzen.
Lösung/Quine: These: Sätze, die von vielen zuerst gelernt wurden, sind der Analytizität näher als Sätze, die nur von wenigen gelernt wurden. Die analytischen Sätze sind die, die von allen so gelernt werden. Diese Extremfälle unterscheiden sich aber nicht wesentlich von den benachbarten. Man kann auch gar nicht immer angeben, welche es sind.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
VsAnalytizitätVsAnalytizität Quine Vs Descartes, R. I 56
Die Wahrheitszuschreibungen sitzen im selben Boot wie die wahren Sätze selbst. QuineVsDescartes: Selbst wenn wir mitten im Philosophieren sind, behalten und verwenden wir - anders als Descartes - unsere augenblicklichen Überzeugungen bis wir sie hier und da aufgrund der wissenschaftlichen Methode verbessern.

Stroud I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymy) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein „einziger Punkt“ ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkepticismVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsAnalytizitätVsAnalytizität Quine Vs Kant Danto I 132
QuineVsKant, QuineVsAnalytizität: Kants Auffassung von Widerspruch ist ziemlich unklar. Sie setzt den Begriff der Analytizität bereits voraus, anstatt dass sie ihn aufhellt. Quine: Def Widerspruch»P und nicht-P«. Aber: »Junggesellen sind keine unverheirateten, erwachsenen Männer« ist formal gesehen nicht widersprüchlich! Das wurde von Kant nicht erkannt.

Quine IV 407
Analytizität/QuineVsKant: die Rede vom »Enthaltensein« ist a) in Bezug auf Begriffe metaphorisch. Sie ist
b) zu eng, da sie auf Subjekt Prädikat Sätze zugeschnitten ist. Auf Relationen ist sie nicht so ohne weiteres anwendbar: Bsp »Wenn Hans der Vater von Peter ist, so ist Peter nicht der Vater von Hans«.
c) die Angabe, ein Satz sei analytisch, wenn seine Negation kontradiktorisch sei, hilft nicht weiter, da »kontradiktorisch« hier genauso erklärungsbedürftig ist.
Analytisch/Kant/Quine: Kant erwähnt die Bedeutung von Begriffen in diesem Zusammenhang überhaupt nicht!

Quine VII (b) 20
Analytizität/Kant/Quine: hergeleitet von Humes Unterscheidung zwischen Relationen von Ideen und
Relationen von Tatsachen.
Leibniz: Unterscheidung von
Tatsachenwahrheiten und
Vernunftwahrheiten. (Von denen wir hören, dass ihre Negation selbstwidersprüchlich sein soll!)
VII (b) 20/21
QuineVsKant: zwei Unzulänglichkeiten: 1. es ist begrenzt auf Aussagen der Subjekt Prädikatform
2. es appelliert an einen Begriff der Begrenzung, der sich auf metaphorischer Ebene bewegt.
analytisch/Quine: kann aber reformuliert werden als wahr kraft der Bedutungen und unabhängig von den Tatsachen.

Quine XI 72
analytisch/QuineVsLeibniz/Lauener: der Begriff der möglichen Welt ist selbst wieder erklärungsbedürftig. QuineVsKant: der Selbstwiderspruch, in den man sich nach Kant bei der Leugnung analytischer Sätze verwickelt, ist selbst wieder erklärungsbedürftig.

Stroud I 210
Erfahrung/Empirie/Sinneserfarhung/Sinneseindrücke/Realität/Welt/Kant/Stroud: so sah es für Kant aus: eine völlig allgemeine Unterscheidung zwischen dem was wir durch die Sinne erfahren und Wahrheiten über die Welt würde uns für immer vom Wissen ausschließen.
I 211
Stroud: vielleicht gibt es diese fatalen Konsequenzen aber nur innerhalb der traditionellen philosophischen Vorstellung der Aufgabe der Episteme. (> QuineVstraditionelle Erkenntnistheorie, QuineVsKant: kein a priori-Wissen). Skeptizismus/Quine/Stroud: würde dann nur für den distanzierten Standpunkt (außerhalb des Bezugssystems) gelten! Dann könnten wir aber den Skeptizismus vermeiden und die allgemeine Unterscheidung zwischen dem empirisch Gegebenen ((SellarsVs!) und dem, was über die Außenwelt wahr oder falsch ist, beibehalten.
Alles was wir vermeiden müssten, wäre eine "distanzierte Position" (außerhalb des Bezugssystems).
Stroud I 214
naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/Stroud: Kant unterschiedet Philosophie von allem anderen (>“prima philosophia“). QuineVsKant: hier gibt es gar kein a priori-Wissen.
Skeptizismus/Kant/Quine/Stroud: beide akzeptieren das „"keptische Konditional" bzw. die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus. Wenn der Skeptiker eine bedeutungsvolle Frage stellen könnte, wäre die skeptische Konklusion (dass wir nichts wissen) korrekt.
I 215
Skeptizismus/Quine/Stroud: es ist nicht klar, ob Quine die skeptische Frage überhaupt beantwortet. Wissen/Quine: fragt, wie wir zu einer Theorie über die Welt gelangen. Das sieht nach einem sehr allgemeinen Problem aus.
Input/Quine: ist "mager": Bsp Lichtreflexe, Hell/Dunkel-Kontraste, Temperaturschwankungen, usw.
Output/Quine: ist dagegen äußerst reichhaltig. Damit kommen wir zur Unterbestimmtheit der Empirie. Wir erhalten ein äußerst differenziertes dreidimensionales Bild, und eine Geschichte der Welt allein durch Vermittelung der Oberflächen der Gegenstände uns unserer Nervenenden.
Realität/Welt/Wissen/Quine: die Relation zwischen Input und Output ist selbst Gegenstand einer Untersuchung, sie ist selbst ein Naturphänomen.

Stroud I 248
Wissen/Skeptizismus/Kant/Stroud: eine völlig allgemeine Trennung zwischen a) allem, was wir durch die Sinne erfahren auf der einen Seite und
b) dem, was wahr oder falsch ist über die Welt auf der anderen Seite
würde uns für immer vom Wissen abschließen. (s.o.).
StroudVsQuine: das ist fatal für das Projekt der naturalisierten Erkenntnistheorie. Denn es schließt uns aus unserem eigenen Wissen über die Welt aus und lässt uns keinen unabhängigen Grund anzunehmen, dass irgendwelche unserer Projektionen wahr sind.
I 249
QuineVsKant/QuineVsStroud: eben diese Trennung (Unterscheidung) ist eine Befreiung der Wissenschaft. Sie zeigt uns, dass alle Information die ich durch die Sinne von äußeren Dingen erhalten kann, auf zwei-dimensionale optische Projektionen beschränkt ist. Stroud: wenn das tatsächlich das ist, was "Wissenschaft uns sagt" (NNK, 68), wie kann dann die Trennung (Unterscheidung) die Konsequenzen haben, die ich daraus ziehe? Widerspreche ich nicht einfach wissenschaftlichen Tatsachen?
StroudVsQuine: nein: nichts was ich sage impliziert, dass ich keine Person in Interaktion mit ihrer Umgebung beobachten kann und einige Ereignisse an seinen sensorischen Oberflächen von allem anderen isolieren kann.
Pointe: wir wissen - und er weiß möglicherweise auch - eine Menge Dinge, die in der Welt passieren, jenseits jener Ereignisse. Er selbst wird auch wenig über jene Ereignisse wissen, die sich an seinen sensorischen Oberflächen abspielen.
Pointe: diese Ereignisse (die nicht direkt auf seine Sinne einwirken) sollten als Teil dessen betrachtet werden, was seinen Glauben hervorruft ((s) und evtl. Wissen erzeugt).
Sicher würden wir ohne jegliche Sinneserfahrung zu überhaupt keinem Glauben über die Welt kommen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsAnalytizitätVsAnalytizität Fodor Vs Kompositionalität IV 64/65
Wahrheitsbedingungen/WB/Holismus/Fodor/Lepore: (Fodor/Lepore VsKompositionalität als Lösung:) "Schnee ist weiß" hat die WB, die es hat, weil es zu einer Sprache gehört, die "Dies ist Schnee" und "Dies ist Schnee" enthält, und unbestimmt viele andere Sätze in denen "ist weiß" und "ist Schnee" vorkommen. Semantischer Holismus/SH: nun wäre es natürlich ein gutes Argument für den SH, wenn nur Kompositionalität wirklich erforderlich wäre, um Sätze wie W auszuschließen.
Problem: wenn es wirklich nur wegen der strukturellen Ähnlichkeit zwischen "Schnee ist weiß" und "Das ist Schnee" so ist, dass das erstere bedeutet, dass Schnee weiß ist (und nicht, dass Gras grün ist), dann sähe das aus wie ein a priori Argument gegen die Möglichkeit einer nichtkompositionalen Sprache! D.h. die Ausdrücke einer solchen Sprache könnten gar keine WB haben! Aber:
nichtkompositionale Sprache/nichtrekursiv/rekursiv/Fodor/Lepore: Bsp Angenommen, ein Kind hat den gesamten nichtrekursiven Apparat des Deutschen gemeistert. Es kann Dinge sagen wie
Es regnet, Schnee ist weiß, Gras ist grün, das ist Schnee, das ist gefroren, jeder haßt mich, ich hasse Spinat usw. aber nicht:
"Schnee ist weiß und Gras ist grün" oder
"Jeder haßt gefrorenen Spinat" usw.
Wir nehmen an, dass die Dispositionen des Kindes in Bezug auf die Sätze, die es beherrscht genau dieselben sind wie die eines normalen Erwachsenen, der diese Sätze anwendet.
Es ist sehr plausibel, dass dieses Kind, wenn es sagt "Schnee ist weiß", dass es dann meint, dass Schnee weiß ist.
Soweit ist das Kompositionalitätsprinzip für den Holismus nicht in Gefahr, wenn wir voraussetzen, dass das Kind "Schnee ist weiß" und "dies ist Schnee" in seinem Repertoire (Idiolekt) hat.
IV 66
Bsp Angenommen, ein zweites Kind das anstelle von "Schnee ist weiß" den unstrukturierten Ausdruck "Alfred" benutzt. Für "Dies ist Schnee": "Sam" und für "das ist kalt": "Mary".
1. Kind: schließt von "das ist Schnee" auf "das ist kalt"
2. Kind: schließt von "Sam" auf "Mary".
Wir nehmen an, dass die übersetzten Verbalisierungen von Kind zwei sich nicht von den Verbalisierungen von Kind 1 unterscheiden.
Dennoch: wenn Kompositionalität eine notwendige Bedingung für Inhalt wäre, dann gäbe es ein a priori Argument dafür, dass Kind 2 nichts bestimmtes mit seinen Äußerungen meinen könnte.
Meinen/Vs: was jemand mit seinen Äußerungen meint, das hängt von seinen Intentionen ab! ((s) und nicht von den Lautketten!).
Was für ein a priori Argument könnte zeigen, dass das Kind die Äußerung "Sam" nicht mit der Intention machen könnte, zu äußern, dass Schnee kalt ist? (s) Sollen ihm die Klänge im Hals stecken bleiben?
W Satz: vielleicht ist der W Satz
"Alfred" ist wahr dann und nur dann, wenn Schnee weiß ist dem W Satz
"Alfred" ist dann und nur dann wahr, wenn Gras grün ist
vorzuziehen.
Pointe: aber das kann keine Konsequenz der kompositionalen Struktur von "Alfred" sein, weil es gar keine hat.
Man kann auch bezweifeln, dass Kompositionalität hinreichend für die Lösung des Extensionalitätsproblems ist:
IV 178
QuineVsKant/QuineVsAnalytizität/QuineVs Kompositionalität der Inferenz: (extern): Schlüsse müssen sich als falsch herausstellen können(?).
IV 178/179
VsFodor/Lepore: dann könnte man vielleicht mit einer reformulierten CRT auskommen: kompositionale Bedeutung, aber inferentielle Rolle nicht kompositional, nur innerhalb analytischer Schlüsse? Fodor/LeporeVsVs: Gefahr der Zirkularität: Wenn man Analytizität überhaupt annimmt, dann fristen Kompositionalität, Analytizität und Bedeutung ihr Leben damit, dass sie jeweils die Arbeit des anderen besorgen. Quine würde sagen: "Das sagte ich doch!".
inferentielle Rolle/Fodor/Lepore: durch den vorliegenden Vorschlag ist auch ihre Naturalisierbarkeit bedroht. ((s) dass man sie letztlich in physiologischen Kategorien erklärt): ursprünglich bestand ihre Attraktivität darin, als kausale Rolle eine Basis für die Lösung von Brentanos Problem der Irreduzibilität auf Neurophysiologisches zu liefern. (> Computation).

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
VsAnalytizitätVsAnalytizität Stroud Vs Quine, W.V.O. I 183
Intern/extern/Carnap/StroudVsQuine: in Carnaps Unterscheidung muss noch etwas anderes geben. Dass sie als interne Frage beantwortbar ist, als (gleichlautende) externe jedoch nicht, zeigt, dass die beiden nicht verwechselt werden dürfen. Sprache/Carnap/Stroud: daher unterscheidet Carnap verschiedene "Sprachen" oder "Systeme". Diese beantworten jeweils nur interne Fragen.
Ausdruckskraft: dass eine "philosophische" (externe) Frage dann sinnlos ist, liegt nicht bloß an der Terminologie.
I 184
Die Terminologie ist jeweils bedeutungsvoll. Bsp innerhalb der Mathematik ist "Es gibt Zahlen" sinnvoll.
I 223
Wissen/Skeptizismus/Quine: wenn alles Wissen zugleich auf dem Prüfstand steht, kann man sich auf keinen Teil des Wissens berufen. ((s) > Bsp "Alles was er sagte ist wahr"). Empirie/Wissen/Lösung/Quine: das ist der Grund, warum Wissen auf Basis der Sinneserfahrung gerechtfertigt werden muss.
Psychologie/Wissen/Erklärung/Rechtfertigung/Quine: eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie führt zur Zirkularität. ((s) Weil die Psychologie selbst über das bloße Feststellen von Reizen hinausgeht).
StroudVsQuine/StroudVsnaturalisierte Erkenntnistheorie: ist genauso eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie. Und damit genauso zirkulkär!
Erkenntnistheorie/Stroud: kann es sein, dass damit wohl die traditionelle Erkenntnistheorie widerlegt ist, nicht aber Quines naturalisierte Erkenntnistheorie selbst? Liegt die Lösung in der Relation zwischen beiden?
Quine: legt manchmal nahe, dass die beiden Standpunkte (naturalisierteVstraditionelle Erkenntnistheorie) sich unterscheiden: die „doktrinäre“ Frage sollte als falsche Hoffnung ad acta gelegt werden.
Bewusstsein/Kenntnis/Tradition/Erkenntnistheorie/Rechtfertigung/Stroud: die traditionelle Erkenntnistheorie insistiert auf einer Isolation gewisser Objekte des Bewusstseins, um unzweifelhafte Information zu identifizieren.
Bewusstsein/QuineVsTradition: wir können die Frage des Bewusstseins umgehen und einfach versuchen zu erklären,
I 224
wie unser reichhaltiger Output aus den Ereignissen entsteht, die an unserer sensorischen Oberfläche (Nervenenden) geschehen. Pointe: das kann man wissenschaftlich angehen.
Dann kann man zwei Arten von Ereignissen in der beobachtbaren physikalischen Welt unterscheiden, und das ist dann das wissenschaftliche Ziel.
StroudVsQuine: das sieht nun so aus, als hätte Quine nur das Thema gewechselt. Skeptizismus droht dann noch immer. Und das will Quine nicht.
„befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: (Wurzeln der Referenz, 3): ist nicht dasselbe wie empirische Psychologie, es ist eher ein "erleuchtetes Fortbestehen" (enlightened, "Erleuchtung") des traditionellen epistemischen Problems.
Empirie/Wissen/Rechtfertigung/Begründung/Zirkel/Quine: (s.o.) Tradition: unser Wissen kann nicht empirisch gerechtfertigt werden, weil sonst zirkulär.
QuineVsTradition: diese Angst vor Zirkularität ist unnötige logische Schüchternheit.
„Erleuchtung“/“befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: die Einsicht in die Tatsache, dass der Skeptizismus aus der Wissenschaft selbst entspringt. Und um ihn zu bekämpfen sind wir berechtigt, wissenschaftliches Wissen einzubringen.
QuineVsTradition: hat die Stärke ihrer Position gar nicht erkannt.
I 225
Wissen/Skeptizismus/QuineVsTradition: die traditionelle Erkenntnistheorie hat nicht erkannt, dass die Herausforderung des Wissens aus dem Wissen selbst heraus entstand. These: die Zweifel an seiner Verlässlichkeit waren immer wissenschaftliche Zweifel. Bewusstsein/Quine: die Verwirrung beruhte auf der Konzentration auf das Bewusstsein.
Introspektion/Tradition: dachte, Fakten über unseren "mageren" Input würden durch Introspektion ans Licht gebracht.
QuineVsIntrospektion: die Gründe dafür, den Input mager zu finden, kommen aus der Wissenschaft.
I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, RR 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymie) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein "einziger Punkt" ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkeptizismusVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.
I 230
Moore/Stroud: auch Moore soll damit nicht verleumdet werden. Nach Kant und Carnap ist es völlig legitim was er sagt. Skeptizismus/StroudVsQuine: Pointe: die Ergebnisse einer unabhängig durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung wären im selben Boot wie Bsp Moores Hände. Sie wären "wissenschaftliche" Versionen von Moores Argument mit dem Common Sense.

Philosophie/Wissenschaft/Quine: beide gehen kontinuierlich in einander über.
Stroud: damit könnten sich Descartes und andere traditionellen Philosophen einverstanden erklären.
StroudVsQuine: Problem: dann haben wir eben vielleicht auch gar kein wissenschaftliches Wissen. Wir haben nicht mehr Grund daran zu glauben, wie nicht daran zu glauben. Keine wissenschaftliche Untersuchung könnte hier Klarheit verschaffen.
I 231
Es wäre auch keine Herausforderung „von innen“ denkbar. Also würde der Skeptizismus folgen.
I 233
Skeptizismus/StroudVsQuine: aber ob er korrekt ist oder nicht, ist nichts, was durch zukünftige Erfahrung oder durch Experimente entschieden wird! Wenn die erkenntnistheoretische Frage richtig gestellt sie - so wie Quine sie stellt – dann wissen wir schon jetzt, wie zukünftige Erfahrung geartet sein wird! Wir werden immer mit der Frage nach dem Überschuss unseres reichhaltigen Outputs über den mageren Input konfrontiert sein. Sicher, wenn wir heute mit einer Erfahrung konfrontiert werden, die unseren Glauben unterminiert, wird der Skeptizismus heute gerechtfertigt. Aber: Pointe: genauso war er schon 1630 gerechtfertigt!
I 234
Naturalismus/StroudVsQuine: wird nicht genug sein, wenn der Skeptizismus mit der reductio ad absurdum argumentiert. Wir müssen eben das Schiff auf hoher See umbauen. Der traditionelle Erkenntnistheoretiker kann das Stück aus dem Schiff heraussägen (identifizieren!), das den mageren Input repräsentiert.
I 240
Wissen/StroudVsQuine: selbst wenn ich den „mageren „Input dafür verantwortlich machte, dass er eine "Projektion" angenommen hat, wäre das keine Erklärung seines Wissens oder wahren Glaubens.
I 245
Wissen/Wissenstheorie/Erklärung/Projektion/StroudVsQuine: Angenommen, ich nehme mit Quine an, dass alle meine Glaubenseinstellungen nur "überfließender Output aus magerem Input" (also Projektion) sei, dann heißt das nicht, dass ich nicht denken könnte, dass ich wahre Glaubenseinstellungen habe, in dem Sinn, dass es nichts gibt, was meinen Glauben davon abhalten könnte, wahr zu sein. Problem: selbst wenn sie alle wahr wären, wäre ich nicht in der Position erklären zu können, oder auch zu verstehen, wie eine Wissenstheorie sie erklären und verstehen sollte. Ich kann nicht erklären, wie mein ((s) zufällig) wahrer Glauben zum Wissen beiträgt.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Analytizität VsAnalytizität Pro Fodor/Lepore IV 179
Quine: Bsp "Kuh > Tier" muß nicht analytisch sein. (Putnam> Katzen könnten sich als Roboter herausstellen). Lager: Fodor/Lepore: nicht VsAnalytizität (Bsp braune Kuh > Kuh) QuineVs Kuh > Tier)