Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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ChatGPT Logik-Texte Als Test hatten wir vom Lexikon der Argumente ChatGPT nach einem logischen Problem von Peter T. Geach gefragt:

Die drei Bauern Cob, Hob und Nob streiten darüber, ob es „dieselbe Hexe“ war, die im Dorf allerlei Schaden angerichtet hat. Es geht darum, ob man bei Gedankenobjekten – nichtexistenten Gegenständen – überhaupt Identität feststellen kann.

Die Antwort von ChatGPT verfehlte klar das Ziel, indem sie die drei Bauern statt der Hexe als die fiktiven Gegenstände annahm, was völlig trivial ist. Diese Personen könnten ebensogut real sein; das logische Problem bestünde dennoch.

Bei der Recherchetiefe fehlte also eine Ebene, ähnlich wie vor Jahren bei GoogleTranslate, wo Schachtelsätze vereinfacht wurden, indem Teilsätze weggelassen wurden, also die tiefste Ebene ausgeblendet wurde.

>Cob/Hob/Nob-Problem, >Gedankenobjekte, >Glaubensobjekte, >Intensionale Objekte, >Beschreibungsebenen, >Peter T. Geach.

>Weitere Einträge zur KI-Foschrung.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Gedankenobjekte Gärdenfors I 110
Gedankenobjekte/intentionale Identität/Gärdenfors: Beispiel von Peter Geach (1967)(1): die drei Bauern Cob, Hob und Nob glauben, dass eine Hexe ihr Unwesen treibt und sie fragen sich, ob es dieselbe Hexe ist, die verschiedene Dinge getan hat. Problem: da es keine Hexe gibt, existiert nur ein Gedankenobjekt. Frage: ist es dasselbe Objekt, an das die drei Bauern denken? Hierzu auch Edelberg (2006) (2) und Jacot (2012)(3). Prototyp/Jacot/Gärdenfors: „eine Hexe“ ist unterbestimmt. Lösung: Prototypen.
I 111
Fixpunkt/Gärdenfors: ist erreicht, wenn z.B. mit Indexwörtern oder Pronomina auf die Hexe bezogen wird. Dieser Fixpunkt ist allerdings fragil, was zutage tritt, wenn weitere Eigenschaften hinzugefügt werden, die möglicherweise inkompatibel sind. Lösung: wenn es ein „Meeting of Minds“ gibt, sollten die gleichen Schlussfolgerungen gezogen werden können.
I 112
Gärdenfors: eine solche Theorie kann soziokognitiv genannt werden.

1. Geach, P. (1967). Intentional identity. Journal of Philosophy, 64, 627–632.
2. Edelberg, W. (2006). Intrasubjective intentional identity. Journal of Philosophy, 103, 481–502.
3. Jacot, J. (2012). Do we speak of the same witch? How minds can meet on intentional identity. Lund: Department of Philosophy, Lund University.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014