Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Analogien Feynman I 349
Analogien/Physik/Elektrizität/Mechanik: Angenommen wir möchten das Verhalten eines komplizierten Systems mehrerer ineinander wirkender Federn studieren: dann ist es am praktischsten, einen entsprechenden elektrischen Schaltkreis zu bauen, um das System zu simulieren. Statt Federn nach Stärke auszutauschen, kann man Stromstärken und anderes leichter regulieren. (Analogrechner). >Simulation.
I 361
Analogie/analog/Theorie/Prinzip der kürzesten Zeit/Fermat/Identität/Physik/Feynman: Offensichtlich ist die Aussage der kürzesten Zeit und die Aussage, dass Winkel bei der Reflexion gleich sind und dass die Sinusse der Winkel bei der Brechung proportional sind, dasselbe. Vgl. >Brechungsindex.

Feynman I
Richard Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

Feynman II
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993
Erklärungen Lewis I (b) 36
Erklärung/Gesetz/Lewis: Problem: Mein Verhalten wird immer nur durch Einzeltatsachen-Prämissen erklärt. Lösung: Die Gesetze werden von diesen Einzeltatsachen-Prämissen impliziert. Die Zuschreibungen können nur wahr sein, wenn etwas die für z.B. Wünsche notwendige kausale Rolle innehat. Diese Rolle können nur Zustände innehaben, die in der richtigen Weise mit dem Verhalten kausal verbunden sind.
>Kausalerklärung/Lewis, >Einzelfallverursachung/Lewis, >Verhalten, >Zuschreibung, >Kausale Rolle/Lewis.
---
V 218
Erklärung/Sylvain Bromberger: Eine Erklärung ist etwas, das Zeit, Sprache, Sprecher usw. braucht. Lewis: Es ist auch etwas, das vielleicht nie gegeben werden kann.
V 219
Lewis: Auch Dinge können etwas erklären.
V 220
Ereignismuster können unter verschiedenen Kennzeichnungen beschrieben werden. Es gibt auch negative Information, Bsp über arktische Pinguine, dass es keine arktischen Pinguine gibt.
V 211
Lewis: These: Es gibt keine nicht-kausalen Erklärungen.
V 221
Nicht-kausale Erklärung/LewisVs: 1. Bsp Brechungsindex. Fermat: Jedes Licht muss dem kürzesten Weg folgen. Der Brechungsindex ist teil des Glases, den das Licht noch nicht erreicht hat. Das Muster der alternativen Wege ist Teil der Erklärung, aber nicht Teil der Kausalgeschichte. Die Erklärung besteht in einer relationalen Information 2. Nicht-kausal: Sternkollaps kommt an ein Ende, um das Pauli-Prinzip nicht zu verletzen.
3. Nicht-kausal: Besitz von Anti-Körpern verursacht nicht Immunität. Die Immunität besteht im Besitz von Anti-Körpern. Lösung/Lewis: Der Besitz ist eine Disposition. Diese nimmt eine kausale Rolle ein. Lösung/Lewis: Was erklärt wird ist, dass etwas den Patienten beschützt.
V 232
Wahrscheinlichkeit/Erklärung/Peter Railton/Lewis: "deduktiv-nomologisches Modell probabilistischer Erklärung". Man muss es von Fetzers Modell unterscheiden: für beide sind covering laws universelle Generalisierung über Einzelfall-Chancen. Vgl. >Erklärung/Railton. FetzerVsRailton: wie bei Hempel: Eine Erklärung ist induktiv, nicht deduktiv.
Erklärung: funktioniert wie Argument.
LewisVsFetzer: aber: Eine gute Erklärung ist nicht notwendig ein gutes Argument.
LewisVsFetzer/LewisVsRailton: Beide wollen eine Erklärung, auch wenn das Ereignis extrem unwahrscheinlich ist, aber in dem Fall ist eine gute Erklärung ein sehr schlechtes Argument. Wahrscheinlichkeit/Erklärung/Hempel: Eine Erklärung weicht von seine deduktiv-nomologischen Modell ab.
V 238
Erklärung/Einheit/Lewis: Erklärung ist kein Ding, von dem man Einheitlichkeit fordern kann - eher etwas, von dem man mehr oder weniger haben kann. LewisVsWhite, Morton: Dann ist auch eine Deshalb-Antwort keine Existenzaussage.
V 269
Erklärung/Lewis: Eine Erklärung formt sich teils kausal, teils aus nicht-kausalen Informationen.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Erklärungen Railton Lewis V 233
Wahrscheinlichkeit/Erklärung/covering law Modell/deduktiv-nomologisch/Peter Railton: Eine Erklärung hat nach Railtons Modell zwei Teile: 1. Ein D-N-Argument (deduktiv nomologisches Argument), das einige Bedingungen des nicht probabilistischen Falls erfüllt. Zu seinen Prämissen können auch Wahrscheinlichkeitsgesetze gehören.
2. (gehört nicht zum Argument): Die Feststellung, dass das Ereignis stattgefunden hat.
Wenn die Prämissen sagen, dass gewisse Ereignisse stattgefunden haben, dann sind diese zusammenhinreichend - gegeben die Gesetze - für das eigentliche Ereignis oder für die Wahrscheinlichkeit.
>Deduktiv-nomologisch.
Problem: Eine Teilmenge - gegeben auch nur ein Teil der Gesetze - kann ebenfalls hinreichend sein, Teile der Ereignisse zu erklären, und eine Anzahl Überbleibsel hervorbringen, die immer noch hinreichend unter den Originalgesetzen sind. Daher muss man beim Erklären zwei Bedingungen haben:
1. dass gewisse Ereignisse zusammen hinreichend sind für das Explanandum Ereignis (unter den herrschenden Gesetzen)
2. dass nur einige der Gesetze gebraucht werden, das Hinreichen der Bedingungen zu garantieren.
>Hinreichendes.
LewisVsRailton: wenn wir ein covering law (Begleitgesetz) für Verursachung hätten, zusammen mit unserem covering law für Erklärung, würde das meinen Ansatz mit dem covering law-Ansatz versöhnen.
Aber das ist nicht zu haben!
>Covering laws.
V 233/234
Oft wird ein Element der hinreichende Grund der D-N-Menge (deduktiv-nomologisch) in Wirklichkeit eine der Ursachen selbst sein. Aber das darf nicht sein! Die Gegenbeispiele sind wohlbekannt: 1. Zur hinreichenden Teilmenge kann ein ganz irrelevanter Grund gehören, das Erfordernis der Minimalität hilft nicht: wir könnten eine künstliche Minimalität erzeugen, indem wir schwächere Gesetze nehmen und stärkere Gesetze unberücksichtigt lassen.
Bsp Salmon: Ein Mann nimmt die Pille, und wird nicht schwanger! Die Prämisse, dass niemand, der die Pille nimmt, schwanger wird, darf nicht weggelassen werden!
2. Ein Element der hinreichenden Teilmenge könnte etwas sein, das kein Ereignis ist:
Bsp eine Prämisse kann feststellen, dass etwas eine extrinsische oder hochdisjunktive Eigenschaft hat. das kann aber keine echten Ereignisse spezifizieren.
3. Ein Effekt kann zur Teilmenge gehören, wenn die Gesetze sagen, dass er nur in bestimmter Weise hervorgebracht werden kann. D.h. die Menge könnte in geeigneter Weise minimal sein, und auch eine von Ereignissen sei, aber das wäre nicht hinreichend, den Effekt zur Ursache seiner Ursache zu machen!
4. Ein solcher Effekt kann auch zur hinreichenden Teilmenge für einen anderen Effekt sein, z.B. eines späteren, derselben Ursache. Bsp dass ein Werbespot auf meinem Fernseher erscheint wird durch dieselbe Ausstrahlung verursacht, wie das Erscheinen desselben Spots auf Ihrem Fernseher, aber das eine ist nicht Ursache des anderen. Eher haben sie eine gemeinsame Ursache.
5. Eine verhinderte potentielle Ursache könnte zur Teilmenge gehören, weil nichts sie außer Kraft gesetzt hat.
LewisVsRailton: Das zeigt, dass die gemeinsam hinreichende Teilmenge, die von D-N-Argument präsentiert wird, möglicherweise nicht eine Menge von Ursachen ist.
V 235
LewisVsRailton: Wenn ein D-N-Argument keine Ursachen zu zeigen scheint, aber dennoch eine Erklärung zu sein scheint, ist das ein Problem für meine eigene Theorie. >Erklärung/Lewis.
VsHempel: Brechungsindex, VsRailton: In Wirklichkeit gibt es keine nicht-kausalen Fälle.
RailtonVsLewis: wenn das D-N-Modell keine Ursachen präsentiert, und deshalb nicht wie eine Erklärung aussieht, dann ist das ein Problem für das D-N-Modell.
Railton: Deshalb ist nicht jedes D-N-Modell eine korrekte Erklärung.
V 236
Frage: Kann jede Kausalgeschichte durch die Information charakterisiert werden, die in einem D N Argument (deduktiv-nomologischem Argument) enthalten ist? Das wäre der Fall, wenn jede Ursache zu einer hinreichenden Teilmenge gehört - gegeben die Gesetze. Oder im probabilistischen Fall: unter Wahrscheinlichkeitsgesetzen. Und ist das so, dass die Ursachen darunter fallen?
Lewis: Das folgt nicht aus der kontrafaktischen Analyse der Kausalität! Dennoch mag es wahr sein. (Es wird wahr sein in einer möglichen Welt mit hinreichend strengen Gesetzen).
Wenn erklärende Information Information über Kausalgeschichte ist, dann ist eine Weise, sie zu liefern, die über D-N-Argumente.
Aber dann ist immer noch etwas falsch! Die D-N-Argumente werden als ideal dargestellt. D.h. sie haben die richtige Form. nichts zu viel und nicht zu wenig.
Aber niemand denkt, dass alltägliches Erklären das erfüllt. Normalerweise ist das Beste, was wir tun können, Existenzannahmen zu machen.
"Deshalb" Behauptung/Morton White: können wir als Existenzannahmen auffassen.
LewisVsRailton: korrekte D-N-Argumente als Existenz Annahmen sind noch keine echte Erklärung. Einfach wegen ihrer Form genügen sie nicht dem Standard, wie viel Information hinreichend ist.
Lewis: es gibt immer noch mehr zu wissen, wenn wir noch so perfekte D N Argumente aufhäufen. Die D N A geben immer nur einen Querschnitt der Kausalgeschichte. Viele Ursachen mögen weggelassen sein. Und diese könnte diejenigen sein, die wir gerade suchen. Vielleicht möchten wir gerade die Mechanismen kennenlernen, die in bestimmten Spuren der Kausalgeschichte involviert sind.
V 238
Erklärung/Lewis/VsRailton: Ein D-N-Argument kann auch von falscher Form sein: uns gleichzeitig nicht genug zu viel geben. Erklärung/Lewis: Dabei ist es nicht so, dass wir eine verschiedene Vorstellung von der Einheit der Erklärung haben. Wir sollten gar keine Einheit fordern: eine Erklärung ist kein Ding, das man haben kann oder verfehlen, sondern etwas, von dem man mehr oder weniger haben kann.
Problem: die Vorstellung, "genug" Erklärung zu haben: es nährt Zweifel an dem Wissen unserer Vorfahren: diese hatten selten oder nie vollständiges Wissen über die Naturgesetze.
LewisVsRailton: D.h. sie hatten also selten oder nie vollständige D-N-Argumente. Hatten sie deshalb lückenhaftes erklärendes Wissen? Ich denke nein! Sie wussten eine Menge darüber, wie die Dinge verursacht sind.
Lösung/Railton: (ähnlich wie Lewis'Bild): Zusammen mit jedem Explanandum haben wir eine ausgedehnte und komplexe Struktur.
V 239
Lewis: Für mich sind diese Strukturen durch kausale Abhängigkeit verbunden Railton: für ihn bestehen sie aus einem "idealen Text" aus D-N-Argumenten (deduktiv nomologischen Argumenten) wie in mathematischen Beweisen.
>Kausale Abhängigkeit, >Kausalität, >Ursachen, >Kausalerklärung.

Railt
P. Railton
Facts, Values, and Norms: Essays toward a Morality of Consequence Cambridge 1999

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Gesetz, fundamentales Genz II 332
Fundamentale Gesetze/Genz: Das Fermat'sche Prinzip (der kürzesten Zeit, Brechungsindex) ist kein fundamentales Gesetz. Es kann aber für fundamentale Gesetze ein Modell sein.
Prinzip/Genz: Aus heutiger Sicht können fundamentale Naturgesetze ausnahmslos aus der Forderung abgeleitet werden, dass eine Funktion namens Wirkung von Grundgrößen so klein wie möglich ist.
Problem: Ein Problem ist, die Grundgrößen und deren Wirkungsfunktion herauszufinden.
>Gesetze, >Naturgesetze, >Prinzipien.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002
Gesetze Bigelow I 304
Naturgesetze/NG/Bigelow/Pargetter: Naturgesetze fallen in zwei Gruppen: a) kausale Gesetze: sie regieren Kräfte.
b) nicht-kausale Gesetze: sie beschreiben keine Relationen, können aber indirekte Auskunft über Kräfte geben. Jede Beschreibung der Welt erlegt den Kausalrelationen Beschränkungen auf.
>Kausalität, >Kausalrelation, >Kausalgesetze, >Relationen.
I 306
Bsp Keplersche Gesetze der Planetenbewegung: sie zeigen uns, welche Gesetze keine korrekte Beschreibung sein können! Sie schließen frühere Theorien aus. >Beschreibungen, >Erklärungen.
I 307
Erhaltungsgesetze/Bigelow/Pargetter: Bsp Trägheitsgesetz: erklärt wie, aber nicht warum. Gibt indirekte Hinweise auf Ursachen. Bsp wenn Beschleunigung beobachtet wird. Erklärt aber nicht, warum ein Körper sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit bewegt, wenn er nicht von Kräften beeinflusst wird. >Erhaltungssätze.
Bsp Optische Gesetze: liefern noch weniger kausale Information: Bsp Snells Gesetz: (Brechungsindex, zwei Materialien verschiedener Dichte, durch die ein Lichtstrahl sich bewegt): die Höhe eines Punktes über der Oberfläche ist gleich der Tiefe des entsprechenden Punktes unter der Oberfläche, multipliziert mit einer Konstanten. Es beschreibt, wie Licht sich verhält, aber nicht, warum es das tut.
>Brechungsindex.
I 308
Dagegen: Bsp Das Gesetz der geringsten Zeit (Brechungsindex): zwischen einem Punkt oberhalb und einem unterhalb der Eintrittsfläche nimmt das Licht den Weg, für den es die geringste Zeit benötigt. Wenn man nun annimmt, dass das Licht sich z.B. in Glas langsamer bewegt als in der Luft, nimmt der Lichtstrahl genau denselben Weg, den Snells Gesetz vorhersagt.
Snells Gesetz wird damit unter ein allgemeineres Gesetz subsumiert, bzw. es wird von diesem abgeleitet.
Erklärung: Das Gesetz der geringsten Zeit erklärt mehr als nur Brechung, es erklärt den Weg.
Und das Gesetz der Reflexion (Eintrittswinkel = Austrittswinkel). Erklärt es auch Snells Gesetz?
I 309
In gewissem Sinn ja: es erzählt uns mehr über die Ursache der Brechung. Aber dennoch sagt es uns nicht, warum sich das Licht in dieser Weise verhält. Es scheint ihn zu erklären, wenn es sagt, dass das Licht diesen Weg nimmt, „damit es“ die Strecke in kürzester Zeit zurücklegt. Aber das fasst niemand als Angabe eines Zwecks auf. >Zwecke, >Warum-Fragen.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Prinzipien Feynman I 355
Prinzip/Theorie/Feynman: Prinzipien können Gesetze erklären. Nach welchem Prinzip sollte das Gesetz von Snellius überhaupt einleuchten? >Gesetze, >Naturgesetze.
I 355
Fermats Prinzip der kürzesten Zeit/Brechung/Foucault: Von allen möglichen Wegen, die das Licht nehmen könnte, nimmt es den Weg, der die kürzeste Zeit erfordert.
I 356
Es wird der Weg gewählt, der zu dem Objekt führte, wenn der Spiegel nicht vorhanden wäre.
I 357
Brechung: Übergang von Luft in Wasser: Bsp (Feynman): Angenommen, jemand steht am Ufer und sieht, wie jemand von einem Boot ins Wasser fällt. Wir können viel schneller laufen, als wir schwimmen können. Daher sollten wir eine Weg wählen, der die Strecke an Land länger wählt, als die Strecke im Wasser. Genau dasselbe tut das Licht!
Wichtig: Dass es einen Bereich in der Nähe des optimalen Punkts gibt, in dem in erster Näherung keine wesentliche Änderung der Zeit auftritt. Wohl aber in zweiter Ordnung.
>Brechungsindex.
I 358
Das Licht sollte, wenn das Verhältnis der Geschwindigkeit n ist, unter einem solchen Winkel eindringen, dass das Verhältnis der Sinusse der Winkel Θi und Θr das Verhältnis der Geschwindigkeiten der beiden Medien ist.
sin Θi = n sin Θr.

I 358
Prinzip der kürzesten Zeit/Fermat/Feynman: Folgerungen: 1. Umkehrbarkeit der Richtung.
2. Bsp Der Glasblock versetzt den Strahl parallel, da der Austrittswinkel gleich dem Eintrittswinkel ist.
Bsp Sonnenuntergang: In der dichteren Luft am Boden bewegt sich das Licht langsamer. Durch einen spitzen Winkel beim Eintritt wählt das Licht daher die kürzere Strecke. Das führt dazu, dass wir sie Sonne umgekehrt noch sehen, wenn sie bereits untergegangen ist.
I 359
Bsp Fata Morgana
I 361
Analogie/analog/Theorie/Prinzip der kürzesten Zeit/Fermat/ Identität/Physik/Feynman: Offensichtlich ist die Aussage der kürzesten Zeit und die Aussage, dass Winkel bei der Reflexion gleich sind und dass die Sinusse der Winkel bei der Brechung proportional sind, dasselbe. >Analogien, >Vergleiche, >Vergleichbarkeit.

Feynman I
Richard Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

Feynman II
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993
Wissen Feynman I 363
Prinzip der kürzesten Zeit/Fermat/“Wissen“/Feynman: Woher weiß das Licht, welchen Weg es nehmen muss? Wichtig: Dass es einen Bereich in der Nähe des optimalen Punkts gibt, in dem in erster Näherung keine wesentliche Änderung der Zeit auftritt. Wohl aber in zweiter Ordnung.
Feynman: Es geht nicht um Kausalität!
>Brechungsindex, >Kausalität, >Prinzipien.
Tatsächlich ist es vielmehr so, dass das Licht entscheidet! Es riecht gewissermaßen den richtigen Weg.
Das hängt mit der Wellenlänge zusammen.

I 538
Wissen/Sagen/Sprache/Unschärferelation/Feynman: Dass wir Ort und Impuls nicht genau messen können, bedeutet a priori nicht, dass wir nicht darüber sprechen können. Es bedeutet nur, dass wir nicht darüber zu sprechen brauchen! >Unschärferelation, >Unbestimmtheit, >Vagheit.


Genz II 147
Wissen/Atome/Atomismus/Feynman: Wenn alles physikalische Wissen vernichtet würde und nur eine Erkenntnis bewahrt würde, wäre die These, dass alles aus Atomen aufgebaut ist, die wichtigste. >Atome/Feynman.

Feynman I
Richard Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

Feynman II
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002