Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
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Literatur
Literatur
Adverbien Evans II 211
Adverb/Evans: Standardadverbien: Bsp "atemlos". - Intensionale Adverbien Bsp "gut als König". - Beide erhalten die Abtrennungsregel ATR als gültig. - Keins involviert Funktionen von Mengen auf Teilmengen: - Davidson: andere Abtrennungsregel: Zuschreibung von Mengen von Ereignissen auf Adverbien und Mengen von n+1-Tupeln, von Ereignissen und n-Tupeln von Objekten, auf Verben. Problem: geeignete Abtrennungsregel für "gut". - Bsp (s) "Er ist gut und er ist ein König" - > II 220f
II 220
Adverb/Evans: Statt "atemlos" werde einer Menge von Ereignissen zugeteilt: Es sei wirklich ein (ein- oder mehrstelliges) Prädikat. - "Sorglos". Satz-Adverb. - "Bevor": keine Satzverknüpfung - bestimmte Kennzeichnung: kein Term. >BrandomVsEvans: eine Kennzeichnung ist ein Term. >Kennzeichnungen/Brandom.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Anapher Brandom I 438
Anapher/Brandom: man beschreibt eine Katze nicht, wenn man sich auf sie mit "sie" bezieht.
I 438
Wahrheit/Brandom These: "wahr" funktioniert anaphorisch und nicht deskriptiv. >Wahrheitsprädikat.
I 423
Pronomen/Brandom: alt: nur linguistisch, wie gebundene Variablen (Koreferenz) - neu: Anapher ist basaler als Deixis! - Deixis setzt Anapher voraus. - Anapher ohne Indexwörter ist möglich, aber nicht umgekehrt.
I 627
Anapher/Referenz/Einmaligkeit/Unwiederholbarkeit/Brandom: Substitution ist für unwiederholbare Tokenings natürlich nicht definierbar - daher muss sich anaphorisch auf sie bezogen werden
I 638
Deixis setzt Anapher voraus! Keine Sprache kann hinweisen, wenn sie nicht asymmetrische, anaphorische Konstruktionen besitzt - der Vorgänger kann sogar ein bloß mögliches Tokening sein: "bezieht sich auf".
I 639
Zwei Möglichkeiten: a) Typ-Rekurrenz: symmetrisch erworbene Signifikanz (z.B. Eigennamen der bestimmte Kennzeichnungen) - 2. indexikalische, asymmetrische
I 954
Anapher/Starrheit/Brandom: anaphorische Ketten sind starr - nicht aber "unreine Ketten": Leibniz hätte anders heißen können, daher ist es möglich, dass derjenige, auf dem mit "Leibniz" Bezug genommen wird, nicht Leibniz ist. >Starrheit. Pointe: In kontrafaktischen Situationen würden Ausdrücke zu anderen Token-Rekurrenzstrukturen gehören als tatsächlich. >Kontrafaktisches.
I 684
Anaphorische Ketten/Evans/Brandom. Problem: Wenn der Vorgänger quantifiziert ist: Bsp Hans hat einige Esel gekauft und Heinz hat sie geimpft (alle oder einige von den einigen?) - Bsp Einige Politiker kamen zur Party doch sie amüsierten sich gut (wenige von den wenigen?). >Quantifikation, cf. >Eselssätze.
I 686
Evans: Vorschlag: Anmerkung
I 956
"Ein Ausdruck a c-beherrscht einen Ausdruck b genau dann, wenn der erste Verzweigungsknoten, der a dominiert, auch b dominiert (und a und b sich nicht gegenseitig dominieren).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Artikel Kamp Cresswell I 175
Bestimmte Kennzeichnungen/Cresswell: unbestimmte Kennzeichnung/Russell: These: ein Mann bedeutet „wenigstens ein Mann“.
bestimmte Kennzeichnung/Russell. These: der Mann bedeutet „dieser bestimmte Mann“.
Anapher/HintikkaVsRussell: die Tradition hat keine Erklärung für den anaphorischen Gebrauch bestimmter Kennzeichnungen.
Artikel/Cresswell: Neuere Versuche: Die alte linguistische Idee in die traditionelle Logik einzubauen, dass der unbestimmte Artikel neue Gegenstände in die Rede einführt, während der bestimmte Artikel auf schon eingeführte Entitäten referiert. Das entspricht:
Artikel/Kempson: (1975, 111)(1): These: bestimmter/unbestimmter Artikel sollten nicht semantisch, sondern nur pragmatisch unterschieden werden.
Artikel/alt/neu//file change semantics/Heim/Cresswell: die Unterscheidung von alten und neuen Entitäten im Zusammenhang mit dem Artikel findet sich auch bei Heim (1983)(2).
I 176
Dort führt sie zur file change Semantik/Kamp/Heim: These: Als Entitäten in der Welt sind die Gegenstände nicht neu, sondern nur innerhalb der Rede, daher „files“. ((s) Akten, „neu in den Akten“). Def file/Heim/Cresswell: repräsentiert Tatsachen über Gegenstände für den Sprecher.
>File change semantics.


1. Ruth M. Kempson (1975): Presupposition and the delimitation of semantics (Cambridge Studies in Linguistics, 15). Cambridge: Cambridge University Press.
2. Irene Heim (1983): File Change Semantics and the Familiarity Theory of Definiteness. https://doi.org/10.1515/9783110852820.164

Kamp I
Kamp
From Discourse to Logic: Introduction to Modeltheoretic Semantics of Natural Language, Formal Logic and Discourse Representation Theory (Studies in Linguistics and Philosophy)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bedeutung Geach I 28f
Frege/Geach: Frege unterscheidet Sinn und Bedeutung. >Fregescher Sinn, >Fregesche Bedeutung, >Sinn, >Bedeutung.
GeachVsRussell: In Principia Mathematica(1) gibt es eine falsche Gleichsetzung mit "means"/denotes" (bezeichnet) in Principia Mathematica. - Scheinbare Parallele: eine Kennzeichnung enthält "meaning" (Sinn) als Bestandteil, ist aber nicht über diesen Sinn, sondern über den Gegenstand, den die Kennzeichnung bedeutet (denotes).
>Denotation, >Beschreibung.

Bezeichnender Ausdruck/Russell: Allgemeiner Term mit Präfix "der", "ein", "alle", "einige", usw.
Allgemeiner Term.
Meaning/Principia Mathematica/Russell: Zwei Sätze bedeuten dasselbe, wenn sie die gleiche Annahme mitteilen.
>Bedeutung/Russell.
Bedeuten/Bedeutung/Frege: Zwei Sätze bedeuten dasselbe, wenn die beiden denselben Wahrheitswert haben. Vgl. >Fregescher Sinn.
>Wahrheitswert.
Unvollständiges Symbol/Russell/spät: Bestimmte Kennzeichnungen: Diese haben selber keine Bedeutung.
GeachVs: Das ist missverständlich. - Besser: Wir brauchen keine einheitliche Entität, die einer bestimmten Kennzeichnung entspricht. - Bsp "Es gibt einen König...".
>Unvollständige Symbole.

1. Whitehead, A.N. and Russel, B. (1910). Principia Mathematica. Cambridge: Cambridge University Press.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Begriffe Schiffer I 63
Def Individualbegriff/natürliche Art/Russell: "das P", das die Eigenschaft ist, eindeutig P zu haben. - Nichts sonst hat sie. Der Individualbegriff mag einen selbst und den gegenwärtigen Moment enthalten.
>Individualbegriff.
Bestimmte Kennzeichnung: das Ding, das jetzt für mich R (Relation) ist - = Reduktion auf Gedanken de re.
>Kennzeichnung, >Bestimmte Kennzeichnung.

(EP)(Emily instantiiert das P und B(Ralph ).

Pointe: Die Proposition enthält nicht Emily, sondern die eindeutige Einzigartigkeits-Eigenschaft. das P, das sie instantiiert.
>Individuation, >Eindeutigkeit, Vgl. >Eins.
I 66
Problem: Das ist nicht hinreichend dafür zu glauben, dass etwas ein Hund ist, weil man glauben kann, dass etwas zu einem biologischen Genotyp gehört, ohne zu glauben, dass es ein Hund ist. Problem: Bsp Ich weiß nicht wie Ulmen aussehen und auch nicht, wie Buchen aussehen, aber ich weiß, dass es verschiedene Baumarten sind.
>Ulmen/Buchen-Beispiel.
Falsch: "Spezies dieser Dinge" - könnte Säugetier, Haustier, Männchen, Spaniel usw. sein.
Vollständiger Inhalt: nie biologische Art: geht nicht bei Kindern. - Bsp Der Schäferhund ist dem Wolf ähnlicher als dem Pudel.
>Referenzklassen.
I 68
Nicht metasprachlicher Individualbegriff: "was Experten Hund nennen":
1. nicht handhabbar,
2. keine Eigenschaft, die nur Hunde haben.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Einführung Millikan I 82
Neue Wörter/Neuheit/Einführung/Millikan: das neu eingeführte Wort hat eine Eigenfunktion, die nicht nur von den Sprecherintentionen abgeleitet ist, sondern auch von der öffentlichen Stabilisierungsfunktion der Einführung. Als solches hat es öffentliche Bedeutung.
I 144
Einführung/Überzeugung/Glauben/intentionales Icon/Millikan: 1. Menschen haben Mechanismen - „Konsistenz-Tester“ – die die Widerspruchsfreiheit ihrer Sätze testen. 2. Syntaktische Formen werden durch Programme produziert, die ihrerseits getestet werden.
Problem: wir müssen zeigen, warum ein Satz ein intentionales Icon sein soll. Der Schlüssel wird sein, eine Eigenfunktion zu finden
I 145
für jeden Satz, der von den Konsistenz-Tester als Standard gebraucht wird. >Terminologie/Millikan.
ad 1. Angenommen, ein Token wird wiederholt und hat überlebt, wird wiedererkannt und erwirbt eine Eigenfunktion. Dass es den Text besteht, hilft, dass es sich stabilisiert. Wenn alle Aspekte eines Satzes Elemente von Familien sind, muss der Satz als Ganzes Bedingung 1. entsprechen.
ad. 2. der Konsistenz-Tester unterscheidet zwischen Paaren von Sätzen, die a) Kontradiktionen sind, b) dasselbe sagen, c) weder Kontradiktionen sind, noch dasselbe sagen.
Dazu muss der Texter Sätze, die dasselbe sagen, als solche erkennen und Negation als Negation erkennen.
Neue Wörter: müssen aufgrund der phonetischen Struktur neu sein.
Tester: muss genetisch dafür programmiert sein, neue Wörter zu erfinden.
I 146
Neue Wörter und Tester sind dazu bestimmt, zueinander zu passen. Neue Programme: sind nur gut, wenn sie helfen Sätze zu produzieren nach Regeln, die Gründe haben. Die Gründe müssen die Bedingungen erwähnen, unter denen sie oft arbeiten und sie müssen auch Naturgesetze erwähnen, die die Sätze mit dem verbinden, was abgebildet wird.
Information: so müssen Sätze Information transportieren. (>F. Dretske: Knowledge and the Flow of Information, 1981).
Lösung: der Konsistenz-Tester macht das, indem er Sätze, die von anderen Programmen produziert werden, mit einem Satz S vergleicht. Wenn S seine Eigenfunktion nach derselben Abbildungsfunktion erfüllt, adaptiert sich der Konsistenz-Tester an die Bedingungen in der Welt, so dass er nun diese anderen Programme testen kann!
Pointe: damit ist S ein intentionales Icon.
I 183
Einführung/Referent/bestimmte Kennzeichnung/innerer Name/Millikan: wenn man eine Kennzeichnung in einen inneren Namen übersetzt, muss dies dann einer sein, der schon vorher existiert, oder kann er neu geprägt werden? Für den Moment genügt es, diese zwei Möglichkeiten zu unterscheiden. Terminologie/Millikan: wir sprechend dann von „altem“ und „neuem“ Referenten
Innerer Name/bestimmte Kennzeichnung/Millikan. der innere Name, der vom Hörer für die Bestimmte Kennzeichnung eingesetzt wird, muss von einem Begriff regiert werden.
>Kennzeichnung/Millikan.
I 184
Bsp ich habe einen Begriff von den Mitgliedern meiner Familie. ((s) „Begriff“ hier statt „Vorstellung“).
I 186
Einführung/identifizierend/Identifikation/Kennzeichnung/Millikan: eine Kennzeichnung, die (zufällig) einen Referenten einführt, drückt dies nicht selbst aus. >Identifikation/Millikan.
notwendig identifizierend: eine notwendig identifizierende Kennzeichnung drückt allerdings aus, dass sie identifizierend ist. ((s) Selbstbezüglichkeit: ist etwas anderes als seine eigene Funktion im Vollzug zum Ausdruck zu bringen).
I 211
Einführung/Neuheit/neu/Millikan: wenn wir mit erwähnenden Anführungszeichen einen ganz neuen Ausdruck einführen, referieren wir auf eine reproduktiv festgelegte Familie. Außerdem sollte das neue Symbol wenigstens zum Teil aus schon bekannten Elementen oder Aspekten bestehen. Sonst fällt das Token nicht innerhalb irgendein Schema Gleiches/Verschiedenes, was notwendig ist, damit man die Nachkommenschaft dieses Ausdrucks (Tokens desselben Typs) erkennen könnte.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Erklärungen Peacocke I 71
Erklärung/Verhalten/Peacocke: Angenommen, die räumliche Relationen eines Subjekts bestimmten seine Einstellungen. Problem: Dann könnten wir das Verhalten allein aus den angenommenen Glaubenseinstellungen des Subjekts erklären, ohne die räumlichen Relationen zu erwähnen.
>Glaubenseinstellungen, >Räumliche Lokalisation, >Verhalten, >Verhaltenserklärung.
I 81
Enge Erklärung/Peacocke: Bsp Jemand hat nur die Begriffe "es gibt ein F", "es gibt zwei Fs", "Es gibt drei Fs" und "die Fs sind gleichzahlig mit den Gs". - Dann sind auch Operationen mit höheren Zahlen mit diesen wenigen Begriffen erklärbar. >Gleichzahligkeit, >Mengen, >Zuordnung.
Bsp Er ordnet tatsächlich 20 Kieselsteine und Goldstücke eins zu eins zu. - Es gibt dann keinen Unterschied in seinen intentionalen Handlungen ohne einen, der formulierbar ist mit seinen wenigen Begriffen.
>Intentionen.
Problem: Eine solche unstrukturierte Fähigkeit müsste dann notwendig und a priori sein.
"Gleichzahlig"/Gleichzahligkeit: Gleichzahligkeit kann als unstrukturierter Operator 2. Stufe behandelt werden.
>Operatoren, >Stufen/Ebenen, >Beschreibungsebenen, >Logik 2. Stufe.
I 133ff
Erklärung/Peacocke/Nozick: Erklärung muss sich auf die Natur des Gegenstands berufen, nicht auf die Weise des Gegebenseins. - ((s) Intension: wird hier quasi mit Schein gleichgesetzt - "Natur" mit "wirklichem Gegenstand".) >Weise des Gegebenseins, >Intension, >Extension.
I 185
Handlungserklärung/Peacocke: durch Eigenschaften der Gegenstände, Erklärung von Gedanken: durch bestimmte Kennzeichnungen - besser: durch den Gegenstand selbst.
>Kennzeichnungen, >Eigenschaften, >Prädikation, >Zuschreibung, >Gedanken, >Handlungen.
I 192
Handlungserklärung/Peacocke: im Fall von Eigenschaften ist kein bestimmtes Objekt gemeint: Bsp "rote Lampe", nicht "John’s Lieblingsfarbe". Demonstrativ: bestimmtes Objekt,
deskriptiv: kann auch ein anderer Gegenstand sein.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Ich Perry Frank I 398ff
Extra-Sinn/Ich/PerryVsCastaneda: Der Extra-Sinn kann von anderen genauso erfasst werden, er erklärt nicht Unterschied. >Extra-Sinn/Castaneda.
I 399f
Ich/er/Referenz/Bezug/Sinn/Bedeutung: Unterschied: Quasi-Indikator schreibt Bezugnahme zu, stellt sie aber nicht her. >Ich/Castaneda, >Quasi-Indikator.

Hector-Neri Castaneda (1987b): Self-Consciousness, Demonstrative Reference,
and the Self-Ascription View of Believing, in: James E. Tomberlin (ed) (1987a): Critical Review of Myles Brand's "Intending and Acting", in: Nous 21 (1987), 45-55

James E. Tomberlin (ed.) (1986): Hector-Neri.Castaneda, (Profiles: An
International Series on Contemporary Philosophers and Logicians,
Vol. 6), Dordrecht 1986


Frank I 402ff
Ich/Castaneda/Perry: "Ich" ist nicht durch eine bestimmte Kennzeichnung ersetzbar, wenn Verhalten erklärt wird: Ich ist ein "wesentliches Indexwort". >Indexwörter, >Indexikalität, >Kennzeichnungen.
Problem: gleicher Satz, anderer Sprecher: falscher Glaube "ich mache eine Schweinerei...".
Falsche Lösung: "und ich bin derjenige": das ist wieder ein neues Indexwort. "Fehlender begrifflicher Bestandteil": hilft nicht: ich kann glauben, dass ich es bin, ohne bestimmten Begriff von mir.
>Selbstidentifikation, >Selbstwissen.
Falsch: Kennzeichnung: "derjenige, der die Schweinerei macht": hilft nicht, weil es keine Verbindung zu mir gibt.
I 403
Glauben/Ich/Perry: Lösung: Unterscheidung Glaubens-Zustand/Glaubens-Gegenstand. - Bsp Die Veranstaltung beginnt um 12:00 - d.h. "jetzt!" oder "schon vorbei" oder "noch Zeit". Gegenstand: Die um 12:00 beginnende Veranstaltung.
Zustand: "jetzt" - bestimmte Kennzeichnung ohne Index genügt nicht.
>"Jetzt", >Zeitliche Lokalisierung.
I 414
Ich/Individuation/Perry: Folgende Bedingungen reichen nicht: Propositionen de re, de dicto, zusätzliches begriffliches Merkmal, Lokalisierung in Raum und Zeit, Relativierung auf Personen und Orte, zwei verschiedene Beschreibungen ohne "Ich". >Propositionen, >de re, >de dicto, >Räumliche Lokalisierung, >Kennzeichnung.
Perry wie Castaneda: "ich" ist nicht ersetzbar!
>Ich/Castaneda, >H.-N. Castaneda.
Zeit/Person-Proposition: Die Proposition unterscheidet mich nicht von den anderen: "J.P. gestern im Supermarkt" ist für andere genauso wahr.
>Supermarkt-Beispiel.
Bewertungskontext = Meinungskontext: "die Veranstaltung beginnt jetzt" ist um 12:00 wahr - hilft nicht!
Wahr/falsch: Diese Unterscheidung hilft nicht: dass Berg A höher ist als B, mag wahr sein, führt aber nicht auf den richtigen Weg. - Es gibt nichts, was alle gemeinsam glauben.
Lösung: Die zwei verirrten Wanderer sind im selben Meinungszustand (individuiert durch Indexwörter), aber nicht derselben Meinung.
>Wanderer-Beispiel.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ist Millikan I 194
Ist/Prädikation/Identität/Millikan: a) Identität: Bsp „Cicero ist Tullius“
b) Prädikation: Bsp “Cicero ist Römer”.
Stabilisierungsfunktion; der Unterschied besteht in den verschiedenen Stabilisierungs-Funktionen desselben niedrigsten Typs von „ist“ nicht in einem verschiedenen Lexikonsinn.
>Prädikation, >Identität/Millikan.
I 200
„Ist“/Identität/Funktion/Millikan: die Funktion des „ist“ in Identitätsaussagen ist parasitär auf der repräsentational referierenden Stabilisierungsfunktionen der flankierenden Terme. Angenommen, auf beiden Seiten stehen bestimmte Kennzeichnungen: dann ist deren referentielle Funktion nur eine von zwei alternierenden Stabilisierungsfunktionen:
Referentiell/beschreibend: obwohl bestimmte Kennzeichnungen immer eine referentielle Funktion haben, können sich gleichzeitig auch beschreibend sein.
Pointe: dann ist das „ist“ der Identität niemals nur ein reines „ist“ der Identität. Es ist immer auch ein „ist“ der Prädikation.
I 201
„Ist“/Identität/Prädikation/Millikan. sind keine getrennten Familien oder getrennte niedrigste Typen. >Kopula, >Beschreibungsebene.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Jeder/Alle Millikan I 220
Jeder/alle/Glauben/Glaubenszuschreibung/Millikan: Bsp „Ralph glaubt, dass jedes Mitglied unseres Geheimclubs ein Spion ist“. a) Ralph sagt in seiner inneren Sprache „Jedes Mitglied…“
b) Eine Form mit Lücke: „___ ist ein Spion“ wird jedes Mal von einem anderen Mitglied gefüllt. Das geht z.B. auch, wenn Ralph gar nichts von unserem Club weiß.
Sinn: ist dann derselbe wie bei dem deutlicheren „Von jedem Mitglied glaubt Ralph…“
Für beide Lesarten gilt wiederum: es wird eine Relation zwischen Ralph und einem Glaubenstyp abgebildet.
I 235
Alle/“alle“/Abbildung/Repräsentation/Tatsache/Millikan: Problem: wenn „Alle A sind φ“ eine Repräsentation sein soll, nach welcher Regel bildet es die Welt ab? Was ist sein real value, wenn es wahr ist, und wie wird der real value nach der Regel bestimmt? Angenommen, „Alle As“ sei eine Kennzeichnung, so wie „das A“.
bestimmte Kennzeichnung: hat immer eine referentielle Funktion. D.h. es gibt etwas, das abgebildet werden soll. Und diese ist bestimmt, bevor der Satz gebildet wurde.
„Alle A“. wenn es überhaupt welche gibt, ist das dann wie eine bestimmte Kennzeichnung, d.h. es hat einen indexikalischen Adaptor und damit einen bestimmten Sinn.
Referent/Problem: bei einer bestimmten Kennzeichnung wird angenommen, dass der Hörer in der Lage ist, den Referenten zu identifizieren. Bei „alle“ wird aber nicht angenommen, dass der Hörer dazu in der Lage ist. In dieser Hinsicht ist „Alle As! Also wie eine unbestimmte Kennzeichnung.
„Alle“/Millikan: entgeht also der Unterscheidung bestimmt/unbestimmt. Bzw. der Unterscheidung „bestimmt-und-referentiell“ gegen „unbestimmt-und-nichtreferentiell“.
Abbildung/“alle“/Millikan: es wird schon angenommen, dass es etwas bestimmtes gibt, auf das es in jedem zutreffenden Fall abgebildet wird,
I 236
gleichzeitig aber wird angenommen, dass dieses „Etwas“ nicht individuell identifiziert wird. Notwendig identifizierende Kennzeichnung/notwendig identifizierend/Millikan: funktioniert rein beschreibend (nicht referentiell) und entgeht damit der Unterscheidung.
Alle/”alle”/real value/Millikan: Bsp “Alle As sind φ ” bildet die Welt ab, wie es sollte, wenn jedes einzelne A ein real value von “A” in dem Satz ist. D.h. der real value des Satzes ist die Tatsache, dass a (sic) φ ist plus der Tatsache, dass b φ ist, plus der Tatsache, dass c…usw. ((s) Unendliche Konjunktion).
Millikan: am Schluss muss man noch anfügen: „Und das sind alle As die es gibt“. ((s) Liste, von Namen).

>Allquantifikation, >Existenzquantifikation, >Bereich, >Reichweite, >Individuation, >Identifikation, >Referenz.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Kennzeichnungen Kennzeichnung: ein beschreibender Ausdruck, der einen Gegenstand herausgreift. Bsp Der Sieger von Austerlitz. Anders als Namen sind Kennzeichnungen nicht starr, d.h. sie können in verschiedenen Welten verschiedene Gegenstände bezeichnen. Es hätte jemand anderes als Napoleon der Sieger von Austerlitz sein können, es ist aber sinnlos zu fragen, ob Napoleon jemand anderes hätte sein können. Es gibt bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen. Siehe auch Starrheit, Namen, Mögliche Welten, Denotation.
Kennzeichnungen Brandom I 444
Unbestimmte Kennzeichnungen/Russell: sind keine singulären referierenden Termini - Lösung: quantifizierende Paraphrase - neu/Brandom: auch rein bezugnehmende Funktion ist möglich: sie können eine anaphorische Kette initiieren, die mit Pronomina oder bestimmten Kennzeichnungen fortgesetzt werden kann. >Anapher, >Singuläre Termini, >Referenz.
I 447/8
Kennzeichnung/Brandom: (indirekt bestimmte): als Pronomen auffassen, das eine Beschreibung des anaphorischen Vorgängers enthält - Bsp Computer: ein und derselbe Ausdruck kann Wert oder Anweisung (Adresse eines Werts) sein.
I 449
Pronomenbildender Operator: "bezieht sich auf" - Bsp der Mechaniker, den Hans mit "dieser Holzkopf" bezeichnet hatte, hat versagt.
I 451
anders: "... den er mit "dieser Holzkopf" beleidigt hatte...".

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Kennzeichnungen Cresswell I 184
Kennzeichnung/Quantifikation/Cresswell: Bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen sind keine Quantoren. - Die Bindung ist in der Tiefenstruktur. >Quantoren, >Tiefenstruktur.
Bsp Wenn du jedem Jungen einen Job anbietest, wird mancher Junge ihn ablehnen. - "Ihn" signalisiert keine Variable, die durch "einen Job" gebunden würde. - Dennoch besteht die Quantifikation in der Tiefe.
>Quantifikation.
II 47f
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Cresswell: nach Russell ist (24) (Ex)(GLAUBEN (a,x) u x e.β.L)
möglich, weil "Der Planet, der "Phosphorus" genannt wird" außerhalb der Reichweite des Modaloperators vorkommen kann.
>Reichweite, >Modaloperatoren, >Namen, >Morgenstern/Abendstern, >Theorie der Kennzeichnungen/Russell.

Zur Erklärung:
Def Punkt-Anführungszeichen/Punkt-AZ/Sellars/Boer/Lycan: (Boer/Lycan S. 69, auch Lycan 1984(1), 285): wenn α ein Satz ist, dann ist . α . die Klasse aller Sätze, die dieselbe „linguistische Rolle“ wie α spielen.
>Rollen.
Lycan: . α . ist ein Prädikat, das durch einen solchen Satz erfüllt wird.
>Prädikate, >Erfüllung.
Damit soll seine Theorie einfacher beschrieben werden können:
„glauben“: denotiert eine Relation GLAUBEN zwischen einer Person und einem Satz.
Wahrheits-Schema/Glaubenssätze/Lycan: wird da so neu geschrieben:

(11) [a glaubt dass α] ist wahr gdw.
(Ex)(GLAUBEN(DEN (a), x) u x e . α. ). ((s) eckige Klammern: Quasi-Anführungszeichen!)
Das ist alles wieder auf eine bestimmte gegebene (interpretierte) Sprache relativiert. Genauer als (11):
(12) [a glaubt dass α] ist wahr in L gdw.
(Ex)(GLAUBEN(DENL (a), x) u x ε . α . ).
Pointe: Jetzt muss auch . α . auf L relativiert werden!
. α . L: ist dann die Klasse der Sätze, die dieselbe semantische Rolle spielen wie die, die α in L.


II 48
Pointe: Das erlaubt uns, über das Ding zu sprechen, das tatsächlich "Phosphorus" genannt wird und zu fragen, was passiert, wenn es nicht so genannt wird. - ((s) Außerhalb der Reichweite des Modaloperators: erlaubt eindeutigen Bezug auf das Ding).
II 140
Kennzeichnungen/Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Cresswell: These: Eine bestimmte Kennzeichnung ist in derselben syntaktischen Kategorie wie ein Quantor wie z.B. "jemand". Problem: Bsp "Jemand kommt nicht" bedeutet nicht dasselbe wie "Es ist nicht der Fall dass jemand kommt".
>Jemand/Geach.
Lösung/Russell: Verschiedene Reichweiten in modalen und doxastischen Kontexten
a) (enge Reichweite) "Die Person nebenan wohnt nebenan" logisch äquivalent ist mit "genau eine Person wohnt nebenan" und daher in einem Sinne es notwendig wahr ist.
b) (weite Reichweite) ... es wahr ist, dass die Person nebenan auch hätte woanders wohnen können (es also kontingent ist).
>"Genau ein", >Notwendigkeit, >Kontingenz.
II 149
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Kripke/Cresswell: Kripke pro Russell in Bezug auf Kennzeichnungen - nur nicht in Bezug auf Namen. >Kennzeichnungen/Kripke, >Namen/Kripke.


1. Lycan, W.G. (1984). Logical Form in Natural Language. Cambridge, Mass: Bradfort/MIT

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Kennzeichnungen Kamp Cresswell I 167
Unbestimmte Kennzeichnung/Kamp/Heim: sind keine Quantoren, denn echte Quantoren können nicht über Sätze hinaus wirken, während Pronomina anaphorisch mit unbestimmten Kennzeichnungen aus früheren Sätzen verbunden werden können. >Quantoren, >Pronomina, >Anapher, >Prosatz-Theorie.
Bsp
(5) Jeder fand eine Katze und behielt sie
(6) Sie lief weg.
Nur das sie in (5) kann anaphorisch auf die Katze bezogen werden.
Cresswell I 175
Unbestimmte Kennzeichnung/Russell: entspricht Existenzquantifikation: Bsp ein Mann: "wenigstens ein Mann". >Existenzquantifikation.
Neue Theorie/Cresswell: Der unbestimmte Artikel führt neue Gegenstände ein, der bestimmte referiert auf eingeführte.
I 176
File change Semantik/Heim: These: Als Entitäten in der Welt sind die Gegenstände nicht neu, sondern nur innerhalb der Rede, daher file change ("neu in den Akten"). file/Kamp/Heim: repräsentiert Tatsachen über Gegenstände für den Sprecher.
>File change Semantik.

Kamp I
Kamp
From Discourse to Logic: Introduction to Modeltheoretic Semantics of Natural Language, Formal Logic and Discourse Representation Theory (Studies in Linguistics and Philosophy)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Kennzeichnungen Lewis IV 240
Bestimmte Kennzeichnung/Lewis: notwendig: Etwas Herausragendes, ein relatives Hervorstechen ist notwendig für eine bestimmte Kennzeichnung. Nicht: Einzigkeit; diese ist nicht notwendig. Das Herausragen wechselt ständig während der Konversation. Denotation durch bestimmte Kennzeichnungen ist dann vom Kontostand abhängig.
>Kontoführungsmodell.
Angleichungsregel: Das Hervorstechen eines Gegenstands wird vom Verlauf der Konversation beeinflusst.
Grenzen/Lewis: Es ist leichter, die Grenzen auszuweiten, als sie zu verengen.
---
I (b) 26/27
Fehlgeschlagene Kennzeichnungen sind nicht sinnlos! (Putnam: die theoretischen Termini einer widerlegten Theorie sind sinnlos). >Sinnvoll/>sinnlos. LewisVsPutnam: Das sind sie nicht, falls sie fehlgeschlagenen Kennzeichnungen gleichen. "Der Marsmond" und "der Venusmond" benennen (auf irgend eine normale Weise) nichts hier in unserer wirklichen Welt; aber sie sind nicht sinnlos, weil wir sehr gut wissen, was sie in gewissen anderen möglichen Welten benennen.
>Mögliche Welt/Lewis.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kennzeichnungen Millikan I 175
Kennzeichnung/Millikan: uns geht es hier darum herauszufinden, was die Stabilisierungsfunktion von bestimmten und unbestimmten Kennzeichnungen ist. >Terminologie/Millikan.
Dabei müssen wir auf eigene Faust vorgehen. Wir können uns nicht auf die Tradition Russel –Strawson-Donnellan berufen.
Referenz/MillikanVsStrawson: wir müssen davon ausgehen, dass es nicht nur Sprecher sind, die referieren, sondern müssen annehmen, dass die sprachlichen Ausdrücke selbst auch referieren.
I 176
Unbestimmte Kennzeichnung/real value/Millikan. der real value wird durch den Rest des Satzes bestimmt, nicht durch die unbestimmte Kennzeichnung selbst.
I 177
Referenz: ist etwas anderes als Abbildung! unbestimmte Kennzeichnung: bildet ab, aber ohne zu referieren!
innerer Name: es ist nicht die Aufgabe einer unbestimmten Kennzeichnung, in einen inneren Namen übersetzt zu werden. Ihre Normale Eigenfunktion ist, in eine innere Kennzeichnung übersetzt zu werden, die immer noch einen Allgemeinausdruck enthält.
I 178
Unbestimmte Kennzeichnung: ist als Ganzes kein referentieller Term. Tradition: hat das allerdings angenommen! Bsp „ein indischer Freund von mir hat mir dies gegeben“. Hier denke ich doch an Rakesh.
MillikanVsTradition: das führt zu Konfusion. Ich lasse den Referenten bewusst offen.
Referenz: sicher ist es wahr, dass ich Rakesh intendiert habe, und daher referiere ich auch auf ihn.
Pointe: wenn Rakesh mich später fragt: „Hast Du ihnen von mir erzählt? ist die richtige Antwort „Nein!“.
Eigenfunktion/Kennzeichnung/Millikan: ist hier nicht, in einen inneren Namen für Rakesh übersetzt zu werden.
Andererseits:
Natürliches Zeichen: ist kausal abhängig. Und die Kennzeichnung ist schließlich von Rakesh verursacht worden, der mir das Buch gab.
>Identifikation/Millikan, >Referenz/Millikan.
I 179
Kausalität/Kennzeichnung/real value/Millikan: die kausale Verbindung eines intentionalen Icons mit seinem real value macht es dem Hörer möglich, es als natürliches Zeichen zu gebrauchen. Pointe: damit kann ein neuer innerer Name geprägt werden. ((s) Kein schon vorher existierender innerer Name).
>Kausalität, >Kausaltheorie des Wissens.
Def „natürlicher Referent“/unbestimmt Kennzeichnung/Terminologie/Millikan: jede unbestimmte Kennzeichnung hat einen real value in Übereinstimmung mit einer Normalen Erklärung, den „natürlichen Referenten“. Das trifft auch auf Geschichten (Fiktion) zu. Das ist aber keine öffentliche Referenz. Hier spielen Kausalität und Abbildungsregeln keine Rolle.
>Fiktion.
Öffentlicher Referent/Millikan: eine bestimmte Kennzeichnung oder ein Name kann (zufällig!) einen öffentlichen Referenten Haben; ohne einen natürlichen Referenten zu haben. Daher kann eine unbestimmte Kennzeichnung einen natürlichen haben, ohne einen öffentlichen zu haben.
I 181
Real value/bestimmte Kennzeichnung/Millikan: der real value einer bestimmten Kennzeichnung wird durch den Rest des Satzes bestimmt. Bsp welcher meiner Freunde war es? Derjenige, der mir das Buch gegeben hat.
I 185
Kennzeichnung/Millikan. Bsp „mein Bruder“ ist weder bestimmt noch unbestimmt. Ich kann die Kennzeichnung gebrauchen wenn ich einen oder mehrere Brüder habe.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Kennzeichnungen Russell Cresswell I 117
Kennzeichnungen/Russell: Kennzeichnungen sind niemals Namen. Andere Autoren VsRussell: Kennzeichnungen sind doch Namen, aber nicht von normalen Gegenständen, sondern von intensionalen Objekten (verschiedene Gegenstände in verschiedenen Welten).
CresswellVs intensionale Objekte.
>Gedankenobjekte, >Glaubensobjekte, >Mentale Objekte.

Geach I 61
Kennzeichnung/Russell: ist nie ein Name: Bsp Der Herzog von Cambridge ist auch eine Kneipe, aber der Herzog verkauft kein Bier.
Newen I 90
Theorie der Kennzeichnungen/Russell: Bsp 1. Es gibt mindestens einen Autor von "Waverley" (Existenzbehauptung)
2. Es gibt höchstens einen Autor von "Waverley" (Eindeutigkeitsbehauptung)
3. Wer immer "Waverley" geschrieben hat, war Schotte (Aussagengehalt)
Bsp Der gegenwärtige König v. Frankreich/leere Namen: mindestens ein König von Frankreich ist kahl - 2. Höchstens ein - 3. wer immer...ist kahl.
Bsp Identität: Mindestens einer denunzierte Catilina - 2. Höchstens einer... - 1* mindestens einer schrieb "De Oratore" - 2* höchstens einer... - 3. Wer immer Catilina denunzierte, schrieb...
Bsp negative Existenzsätze: "Es ist nicht der Fall, dass 1. Mindestens einer...
2. Höchstens einer...
RussellVsFrege: Damit vermeidet man, dass man Fregeschen Sinn als abstrakte Entität annehmen muss.
Wahrheitswert-Lücken/RussellVsFrege: auch sie werden damit vermieden.
>Fregescher Sinn, >Wahrheitswertlücke.
I 92
Pointe: Sätze, die von einem Subjekt zu handeln schienen, werden jetzt aber zu allgemeinen Sätzen über die Welt.
Russell I VIII
Bsp Waverley - alle wahren Sätze haben dieselbe Bedeutung - Bsp "Autor v. Waverley" ist keine Beschreibung von Scott. - Beschreibung (Kennzeichnung) ist nicht gleich Behauptung. - Diese bezeichnet kein Objekt.
StrawsonVs.
>Russell: Ein Satz mit "Waverley" sagt nichts über Scott, da er ihn nicht enthält.
I 46
Bestimmte Kennzeichnung/Russell: immer im Singular Bsp "Vater von" aber nicht "Sohn von" (nicht eindeutig - setzt immer Anführungszeichen ohne "das" voraus: "φx": "x ist φ" - statt (ix)(φx) kurz "R'y": das R von y, "der Vater von y". Kennzeichnende Funktion, nicht Aussagenfunktion - alle mathematischen Funktionen sind kennzeichnende Funktionen.
>Funktion/Russell.
I 96
Kennzeichnung/Principia Mathematica(1)/Russell: "Der Verfasser von Waverley" bedeutet gar nichts - wir können (ix)(φx) nicht definieren, nur seinen Gebrauch.
>Definition, >Definierbarkeit.

Flor III 122
Kennzeichnungen/Russell/Flor: sind keine Namen. Grund: sonst ergäbe sich eine reine Trivialität: "a=a" oder etwas falsches. Bsp "Den Schneemenschen gibt es nicht" ist etwas anderes als zu sagen: "Paul gibt es nicht".
Kennzeichnungen: unvollständige Symbole. - ((s) Wenn Kennzeichnungen Namen wären, könnten sie nicht fehlschlagen.)
>Unvollständiges Symbol, >Eigennamen.

1. Whitehead, A.N. and Russel, B. (1910). Principia Mathematica. Cambridge: Cambridge University Press.

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Kennzeichnungstheorie Dummett III (b) 68
Def „Kennzeichnungstheorie"/Kripke: Laut Kripke die falsche Theorie, dass jeder Name denselben Sinn habe wie eine bestimmte Kennzeichnung. Dummett: in der Tat ist es für Freges Auffassung wesentlich, dass ein Name denselben Sinn wie eine bestimmte Kennzeichnung haben kann. >Wiedererkennen.
III (c) 135
Zuschreibung/Frege: Zuschreibung von reinem Gegenstandswissen ohne weitere Kennzeichnung des Sinns ist unverständlich. Ein Gegenstand muss irgendwie gegeben sein. Es kann kein "bloßes Wissen des Bezugs" geben. Kennzeichnungstheorie/Kripke/RussellVsFrege/Dummett: wird Frege tendenziöserweise zugeschrieben. ((s) Letztlich die Auffassung, Namen seien "verdeckte Kennzeichnungen", das wird von Frege damit aber nicht behauptet.)
Frege geht es darum, dass Bezug ohne Sinn (Bedeutung) nicht möglich ist.
III (c) 151
Kennzeichnungstheorie/Namen/Dummett: Die Theorie leitet ihre beträchtliche Plausibilität aus dem Umstand her, dass jemand, der einen Eigennamen nicht kennt, durch eine verbale Erklärung mit ihm vertraut gemacht werden kann. Modifizierte Fassung der KT: zwei Merkmale:
1. Es gibt gewöhnlich mehr als eine legitime Einführung eines Eigennamens.
Die Weisen zusammen bieten mehr, als zur Einführung nötig ist.
2. Für jeden Konflikt stehen im Voraus mehrere Lösungen zur Verfügung.
Das kann man so ausdrücken, dass eine gewichtete Mehrzahl von Sätzen die den Namen enthalten, sich als wahr erweisen muss. >Weise des Gegebenseins.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Leibniz-Prinzip Cresswell I 127
Leibniz-Prinzip/Identität/Cresswell: a) metaphysisch (unkontrovers): Ununterscheidbarkeit
b) linguistisch: Substituierbarkeit.
>Ununterscheidbarkeit, >Substitution.
Problem in Zusammenhang mit Referenz: Sind Kennzeichnungen echte bezeichnende Ausdrücke?
>Referenz, >Kennzeichnungen, >Bezeichnen.
Unbestimmte Kennzeichnung: Niemand glaubt, dass eine unbestimmte Kennzeichnung referiert.
Ausnahme: Epsilon-Operator/Hilbert: εxF(x) :"ein x, sodass F(x)".
Unbestimmte Kennzeichnung/Mathematik/Hilbert: Hier gilt das Leibniz-Prinzip nicht.
((s) Erklärung: Beispiel Mathematik: √4: +2 oder -2. Diese sind nicht ununterscheidbar.)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Mengen Millikan I 181
Def Notwendig identifizierend/Menge/Enthaltensein/Element/bestimmte Kennzeichnung/Millikan: Bsp Superlative. Pointe: wenn es mehrere Autoren gibt Bsp von Principia Mathematica(1) ist es falsch, von „Der Autor von PM“ zu sprechen.
Bsp Brutus war einer von mehreren Mördern Cäsars.
Falsch: „Brutus hat Cäsar ermordet (!) – falsch: Brutus war der Mörder von Cäsar.
Lösung/Millikan: Kennzeichnungen, die Verantwortung zuschreiben, sind notwendig identifizierend.. ((s) Sie dürfen nicht zwischen Singular und Plural schwanken).
>Kennzeichnung/Millikan, >Identifikation/Millikan.
Notwendig identifizierend/bestimmte Kennzeichnung/Lösung/Millikan: referieren auf Teile von Kollektiven, nicht auf Elemente von Mengen. ((s) „Mörder von Cäsar sein“ bildet keine Menge, sondern ein Kollektiv).
Bsp aus „Bill ist einer von Johns Söhnen“ folgt Bill ist Johns Sohn.
Aber:
Bsp aus “Brutus war einer von Cäsars Mördern” folgt nicht ”Brutus war Cäsars Mörder“. ((s) Sohn-sein bildet eine Menge, Mörder-sein nicht).
I 182
Superlativ/bestimmte Kennzeichnung/eindeutig/Millikan: Bsp wenn es mehrere Größte gibt, die gleich groß sind, ist es falsch zu sagen „jeder ist der größte“. >Mehrdeutigkeit.


1. Whitehead, A.N. and Russel, B. (1910). Principia Mathematica. Cambridge: Cambridge University Press.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Namen Cresswell I 174
Name/Eigennamen/Cresswell: Namen könnten auch Prädikate sein! (1985a(1), 153). Vielleicht bedeutet Pedro "wird "Pedro" genannt". >Kennzeichnungen, >Prädikate.

II 44
Namen/Bedeutung/Träger/Cresswell: Problem: Wenn die Bedeutungen von Namen die Träger sind, dann sollte "Quentin sagt dass Hesperus Phosphorus ist" dasselbe bedeuten wie "Quentin sagt, dass Phosphorus Phosphorus ist". - (Zuschreibung von propositionalen Einstellungen).
>Propositionale Einstellungen, >Morgenstern/Abendstern, >Identität/Frege, >Identität.
II 152
Namen/VsBeschreibungstheorie/Cresswell: Bsp Eine Kennzeichnung wie "das Ding, das "Phosphorus" genannt wird" greift eine ganze Klasse von Dingen heraus - daher ist es mehrdeutig. >Mehrdeutigkeit, >Bestimmte Kennzeichnung, >Phosphorus/Hesperus.


1. Cresswell, M.J. (1985a). Structured Meanings. Cambridge, Mass: MIT Press.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Namen Frege I 54
Eigenname: Die Extension wird vorausgesetzt. Sonst wäre die Negation: "Kepler starb nicht im Elend oder der Name ist bedeutungslos". >Extension.
II 69
Die "Bedeutung" eines Namens ist nie ein Begriff (Prädikat), sondern immer nur ein Gegenstand. >Prädikat, >Begriff, >Gegenstand.
II 72f
Der Eigenname (gesättigt) kann nie Prädikat sein (aber Teil eines Prädikats). Namen/Verstehen/Frege: Einen Namen zu verstehen, heißt, zu wissen, welchen Gegenstand er bezeichnet. Problem: Es gibt Namen ohne Träger (Bsp Einhorn). >Einhorn-Beispiel, >Nichtexistenz.
Problem: Bsp Verschiedene Namen mit demselben Träger.

Husted V 99/100
Dass ein Name für einen Gegenstand steht, ist eine Folge, nicht etwa ein Teil des Umstands, dass er einen bestimmten Sinn hat. >Fregescher Sinn, >Fregesche Bedeutung.

Chisholm II 144f
Namen/Frege: "gemischter Eigenname": enthält linguistische und nicht-linguistische Teile: die Umstände. Umstände: sind Teil der Bedeutung eines Ausdrucks. >Umstände.
ChisholmVsFrege: Dieser vernachlässigt Ostension. >Ostension.

Dummett III 68f
Namen/FregeVsRussell: Namen können durchaus denselben Sinn wie eine bestimmte Kennzeichnung haben. Was gilt eigentlich als Darbietung eines Gegenstands: Valencia aus der Luft, vom Boden, innerhalb eines bestimmten Gebäudes, auf der Landkarte? - Wiedererkennen: ist notwendig: das Bewusstsein, dass der Gegenstand unter den Begriff fällt, der das angemessene Identitätskriterium bestimmt (hier: "Stadt"). Fähigkeit zum Wiedererkennen statt Verfahren des Herausgreifens. ("Rot": Wiedererkennen, nicht Verfahren für Rot). >Wiedererkennen.
Frege II 69
Name/Frege: Ein Name kann nie Prädikat sein, wohl aber Teil eines Prädikats. >Prädikat.
Stalnaker I 183
Namen/Eigennamen/Frege/Stalnaker: Für Frege gibt es eine mentale Repräsentation, d.h. wir haben nur Vorstellungen über etwas, was sich uns in einer bestimmten Weise präsentiert. ((s) Das lässt sich mit Donnellans attributivem Gebrauch vereinbaren). Vgl. >Attributiv/referentiell.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Husted I
Jörgen Husted
"Searle"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Husted II
Jörgen Husted
"Austin"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Husted III
Jörgen Husted
"John Langshaw Austin"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Husted IV
Jörgen Husted
"M.A. E. Dummett. Realismus und Antirealismus
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke (Hg) Hamburg 1993

Husted V
J. Husted
"Gottlob Frege: Der Stille Logiker"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Namen Russell Logische Eigennamen/Russell: Bsp dies: Identität ohne empirische Untersuchung, daher die einzigen richtigen Namen.
>Bekanntschaft.
Geach I 28~ff
Namen/Frege/Russell: Ein Name bedeutet den Träger.
Russell VI 11
Namen/Russell: Eigennamen sind abgekürzte Kennzeichnungen, beide spielen aber nicht die Rolle von singulären Termini. >Kennzeichnung, >Singulärer Term.
VI 12
Namen/FregeVsRussell: singulärer Term.
VII 346
Namen/Russell/Frege/Wittgenstein: Bedeutung: vor allem sprechen wir hier über unsere Vorstellungen und Kenntnisse über den Träger.
Newen I 90
Namen/Eigennamen/Russell: These: Namen sind nichts anderes als Abkürzungen für Kennzeichnungen.
VI 70~
Namen/Russell: nicht einfach Wörter für Einzeldinge: Bsp Sokrates ist für uns eine Kennzeichnung! - Namen kommen in Principia Mathematica nicht vor, nur allgemeine Gegenstände sind dort interessant. - Bekanntschaft bringt volle Information, keine weitere Information möglich.
VI 80
Russell: Namen können abgekürzte Kennzeichnungen sein: Bsp Der Mann der das und das getan hat = Sokrates. Aber umgekehrt. bestimmte Kennzeichnungen sind keine Namen: sonst Tautologie: Scott = Scott - > Quine: Namen als verdeckte Kennzeichnungen, Namen/Quine.

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
Natürliches Schließen Wessel I 201
Natürliches Schließen/Quantorenlogik: Hier gibt es nur bestimmte Kennzeichnungen; Individuenkonstanten nur als Abkürzungen für einen bestimmten individuellen Terminus, sie werden nicht als Variable aufgefasst. >Variablen, >Individuenkonstanten, >Kennzeichnungen, >Bestimmte Kennzeichnungen, >Singuläre Termini.

Wessel I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
Quantoren Russell Hintikka I 173
Quantifikation/Quantor/Bekanntschaft/Beschreibung/Russell/Hintikka: bei Russell gehen die Quantoren (bzw. der Bereich der gebunden Variablen) nur über Objekte der Bekanntschaft. ((s) Physisch präsente Dinge). Kennzeichnung/Theorie der Kennzeichnungen/Russell: Kennzeichnungen werden eliminiert im Kontext zugunsten von Quantoren. Es gibt nur noch Quantoren und gebundene Variablen.
>Gebundene Variablen.
Russell/Hintikka: man könnte ihn so paraphrasieren: „der Begriff „ist immer wahr“ kommt als einziges in den Propositionen vor, die ursprünglich bestimmte Kennzeichnungen enthielten.
Kraft/Russell/Hintikka: Die Kraft ((s) semantische Kraft) der reduzierten Propositionen hängt vom Individuenbereich der Variablen ab.
Pointe/Hintikka: Nun ist es nur ein Teil der Geschichte, dass Russell erfolgreich nicht-existente Objekte eliminiert hat (Bsp Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl). Seine Reduktion geht weiter:
Quantor/Russell/Hintikka: Die Quantoren gehen nur über Objekte der Bekanntschaft. ((s) Objekte, von denen wir nur durch Beschreibung wissen, sind nicht zugelassen, über sie darf bei Russell nicht quantifiziert werden. Das ist mehr als die Elimination von nichtexistenten Objekten, denn es gibt auch existierende Objekte, die wir nur durch Beschreibung kennen).
Hintikka I 173
Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: Ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905(1) ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! Theorie der Kennzeichnungen/Russell: (Ende von „On Denoting“) These: enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft.
>Bekanntschaft.
I 174
Hintikka: Dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft.
Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der existentiellen Generalisierung (EG) führt.
Bsp Waverley/Russell/Hintikka: dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „Der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) .
„Ob“/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, ob“ statt „wusste nicht“.
Sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei.
I 175
Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: Warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten?
Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: Gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist.
Hintikka I 178
Quantor/Quantifikation/HintikkaVsRussell: Russell verwechselt systematisch zwei Arten von Quantoren. (a) der Bekanntschaft, b) der Beschreibung). Problem: Russell hat nicht erkannt, dass der Unterschied nicht allein in Bezug auf die aktuale Welt definiert werden kann!
Lösung/Hintikka: Wir brauchen eine Relativierung auf Mengen von möglichen Welten, die mit den verschiedenen propositionalen Einstellungen wechseln.
>Mögliche Welten, >Propositionale Einstellungen.
Hintikka I 180
Elimination/Eliminierbarkeit/HintikkaVsRussell/Hintikka: um bloß scheinbar denotierende Kennzeichnungen zu eliminieren, muss man annehmen, dass die Quantoren und gebundenen Variablen über Individuen gehen, die beschreibungsmäßig identifiziert sind. ((s) Objekt der Beschreibung siehe auch intensionale Objekte). Sonst wäre der reale Bismarck kein zulässiger Wert der Variablen, mit denen wir ausdrücken, dass es ein Individuum einer bestimmten Art gibt.
Problem: dann dürfen diese Quantoren aber keine Konstituenten der Propositionen sein, denn ihre Wertebereiche bestehen eben nicht bloß aus Objekten der Bekanntschaft. Daher war Russells Fehler ein zweifacher.
1.
Quantor/Variable/Russell/Hintikka, 1905 hatte er schon aufgehört zu denken, dass Quantoren und gebundene Variablen echte Konstituenten von Propositionen sind. Def Scheinveränderliche/Russell/Hintikka: = gebundene Variable.
2.
Bekanntschaft/Russell: Werte der Variablen sollten nur noch Objekte der Bekanntschaft sein. (HintikkaVsRussell).
Hintikka I 180
Quantoren/HintikkaVsRussell: Jetzt können wir sehen, warum Russell nicht zwischen verschiedenen Quantoren unterschied (Bekanntschaft/Beschreibung): Für ihn waren Quantoren nur notationale Muster, und für sie braucht man den Bereich der möglichen Interpretation nicht festzulegen, daher macht es auch keinen Unterschied, wenn sich der Bereich ändert! Quantifikation/Russell: für ihn war sie implizit objektional (referentiell) jedenfalls nicht substitutional.
>Bereiche, >Referentielle Quantifikation, vgl. >Substitutionale Quantifikation.

1. Russell, B.(1905). On Denoting. Mind 14 (56):479-493

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Semantik Heim Cresswell I 163
Semantik/Hans Kamp/Irene Heim/file change semantics/Cresswell: (Kamp 1983(1), Heim 1983(2), unabhängig voneinander): 1. These: Tatsachen über Kennzeichnungen erfordern eine Repräsentationsebene zwischen Oberflächenform und logischer Form.
>Oberflächenstruktur, >Tiefenstruktur, >Kennzeichnungen.
2. These: Satzbedeutung/Kamp/Heim: Die Satzbedeutung wird nicht mehr durch die Wahrheitsbedingungen gegeben.
>Satzbedeutung, >Wahrheitsbedingungen, >Diskurs/Heim.
Cresswell I 166 f
"file semantics"/file change-Semantik/Existenzquantor/Kamp/Heim: Hier ist der Existenzquantor Teil des semantischen Rahmens, Bsp Konjunktion von Sätzen. >Existenzquantifikation, >Quantoren, >Quantifikation.
These: Die Konjunkte haben das Potential, ihre Wahrheitsbedingungen zu wechseln.
>Konjunktion.
Unbestimmte Kennzeichnung/Kamp/Heim: Unbestimmte Kennzeichnungen sind keine Quantoren, denn echte Quantoren können nicht über Sätze hinaus wirken, während Pronomina anaphorisch mit unbestimmten Kennzeichnungen aus früheren Sätzen verbunden werden können.
>Anaphora, >Pronomina.
Bsp Jeder fand eine Katze und behielt sie. Sie lief weg. Das "sie" ist nicht hinreichend zur Identifikation.
I 168
Bsp Geachs Esel: Hier gibt es zwei unbestimmte Kennzeichnungen.
Geachs Esel/(s): Wer einen Esel hat, der schlägt ihn.

Kamp/Heim: Cresswell: Der Analyse von Kamp und Heim kommt man näher, wenn man ∃ erlaubt, ein allgemeinerer Existenzquantor mit viel mehr Argumenten zu sein, und über Prädikate zu gehen, die mehr als einstellig sind.
Existenzquantor: Schematisch wäre ∃ entweder ein systematisch mehrdeutiger Funktor oder eine Familie von Funktoren mit einem für jede Kategorie.
>Eselssätze.

1. Kamp, H. & Rohrer, C.(1983): Tense in texts. Meaning, use and interpretation of language 250, 269.
2. Heim, I. (1983): Formal Semantics - the Essential Readings. In: P. Portner & B. H. Partee (eds.), Blackwell. pp. 249-260.

Heim I
I. Heim
Semantics in Generative Grammar Oxford 1997

Heim I
Irene Heim
The Semantics of Definite and Indefinite Noun Phrases London 1988

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Tiefenstruktur Cresswell I 184
Kennzeichnung/Quantifikation/Cresswell: bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen sind keine Quantoren. - Die Bindung ist in der Tiefenstruktur. >Quantoren, >Kennzeichnungen.
Bsp
Wenn du jedem Jungen einen Job anbietest, wird mancher Junge ihn ablehnen.

"Ihn" signalisiert keine Variable, die durch "einen Job" gebunden würde. - Dennoch gibt es eine Quantifikation in der Tiefe.
>Quantifikation.
I 185 ff
Ausschluss-Prinzip/Hintikka: Bsp John sah den Mann.
Hier soll ausgeschlossen werden, dass John sich selbst sah.
I 187
Es scheint so, dass die Tiefenstruktur nicht die Negation der Identität der beiden als Teil seiner Semantik bei sich trägt. D.h. man sollte ansonsten annehmen, dass sie explizit behauptet wird. >Eindeutigkeit/Katz.
I 188
Die Semantik für den erweiterten Existenzquantor stellt dann das richtige Ergebnis sicher. >Existenzquantifikation.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Unvollständige Symbole Quine XII 88
unvollständiges Symbol/Russell: Kennzeichnung = unvollständige Symbole. - Quine: entspricht der Erkenntnis, das nur ganze Sätze primäre Bedeutungsträger sind. >Kennzeichnungen, >Subsententiales.

II 98
Unvollständiges Symbol: wird im Gebrauch definiert.
II 100
Unvollständige Symbole/Quine: sollen Klassen wegerklären. (Erklärung durch Gebrauch).
XI 38
Unvollständiges Symbol/Russell/Lauener: bestimmte Kennzeichnungen sind unvollständige Symbole, weil sie mit ihrem Referenzobjekt gleichgesetzt werden können und durch Kontextdefinition wegparaphrasiert werden können. >Kennzeichnungen/Quine.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Verifikation Millikan I 297
Verifikation/Überprüfung/Erkenntnis/Erkenntnistheorie/Realismus/Naturalismus/Millikan: unser Problem der Erkenntnis von Identitäten ist ein anderes als das gewöhnliche Erkenntnisproblem der Realisten. Bei uns geht es nicht darum, dass es einen inneren Test für die korrekte Abbildung der Welt gibt. Wir müssen nur zeigen, dass es Tests geben kann, die
I 298
festlegen, ob Begriffe, wenn sie unter Normalen Bedingungen angewendet werden, abbildende Sätze hervorbringen. Korrespondenz/Kohärenz/Tradition/Millikan: für die Tradition muss es Kohärenz sein, wenn Korrespondenz nicht das richtige ist.
>Korrespondenz/Millikan, >Korrespondenz-Theorie/Millikan.
Test/Millikan: Bsp das Herz kann nur zusammen mit Nieren getestet werden.
Sprache/Bedeutung/Referenz/Welt/Realität/Abbildung/Millikan: wir versuchen nur zu verstehen, wie es einen Test geben kann, der in dieser unserer Welt historisch auf menschliche Begriffe angewendet wurde, und dessen Resultate mit der Welt korreliert sind aus Gründen, die wir angeben können.
Problem: wir sind hier stärker gehandicapt als der Realismus.
I 299
Es geht um die Möglichkeit von Bedeutungshaftigkeit und Intentionalität überhaupt.
Holismus/MillikanVsHolismus: der epistemische Holismus ist falsch.
>Holismus.
Stattdessen wäre ein Test auf Nichtwiderspruch, wenn er nur auf eine kleine Gruppe von Begriffen angewendet wird, ein relativ effektiver Test für die Adäquatheit von Begriffen.
>Adäquatheit/Millikan.
I 312
Begriff/Gesetz/Theorie/Test/Überprüfung/Millikan: wenn ein Begriff in einem Gesetz vorkommt ist es notwendig,
I 313
ihn zusammen mit anderen Begriffen zu testen. Verknüpft sind diese Begriffe nach gewissen Schlussregeln. Begriff/Millikan: dass Begriffe aus Intensionen bestehen, sind es die Intensionen, die getestet werden müssen.
Test: heißt aber nicht, dass das Vorkommen von Sinnesdaten vorausgesagt würde. (MillikanVsQuine).
I 317
Theorie/Überprüfung/Test/MillikanVsQuine/Millikan: ist es wirklich wahr, dass alle Begriffe zusammen getestet werden müssen? Tradition: sagt, dass nicht nur einige, sondern die meisten unserer Begriffe nicht von Dingen sind, die wir direkt beobachten sondern von anderen Dingen.
Test/logische Form/Millikan: wenn es ein Ding A gibt, ds identifiziert wird, indem Effekte auf B und C beobachtet werden, wird dann nicht die Gültigkeit der Begriffe von B und C zusammen mit der Theorie, die die beobachteten Effekte auf den Einfluss von A zurückführt, zusammen mit dem Begriff von A getestet?
Millikan. Nein!
Aus der Tatsache, dass meine Intension von A auf Intensionen von B und C zurückgeht folgt nicht, dass die Gültigkeit der Begriffe, die B und C regieren, getestet wird, wenn der Begriff, der A regiert, getestet wird und umgekehrt auch nicht.
Und zwar folgt es nicht, wenn A eine bestimmte Kennzeichnung ist Bsp „der erste Präsident der USA“ und es folgt auch nicht, wenn die explizite Intension von A etwas kausal Abhängiges repräsentiert Bsp „das Quecksilber in dem Thermometer hier stieg auf die Marke 70“ als Intension für „die Temperatur betrug 70 Grad“.
I 318
Begriff/Millikan; Begriffe sind Fähigkeiten – und zwar die Fähigkeit etwas als selbstidentisch zu erkennen. Test/Überprüfung: die Überprüfungen der Gültigkeit meiner Begriffe sind ganz unabhängig voneinander: Bsp meine Fähigkeit, einen guten Kuchen zu machen ist ganz unabhängig von meiner Fähigkeit Eier zu zerschlagen, auch wenn ich Eier zerschlagen muss, um den Kuchen zu machen.
>Begriff/Millikan.
I 320
Test/Überprüfung/Theorie/Millikan: dass ein Test funktioniert kann oft gewusst werden unabhängig davon zu wissen, wie er funktioniert.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Verlässlichkeitstheorie Millikan I 252
Verlässlichkeit/Wissen/Denken/Millikan: These: zu wissen, was ich denke heißt, ein Programm in mir zu haben, das korrekte Akte der Identifikation ausführen kann, der Referenten meiner gegenwärtigen Gedankentokens. Graduell: wie gut ich dabei bin ist graduell und hängt von meiner Geschicklichkeit und Verlässlichkeit ab. Dabei hilft mir, wenn ich viel über den Gegenstand weiß. Dabei sind Wiederholungen des Namens des Dings frühere Akte der Identifikation und damit mehr Intensionen die meinen Zugriff auf das Ding erleichtern.
Problem. diese Intensionen müssen selbst auch verlässlich sein.
>Intension.
I 253
Intension/Millikan. die Intensionen, die ich von einem Gegenstand habe, müssen auch irgendwann Gelegenheit gehabt haben, angewendet zu werden!. Bsp „Mein Urgroßvater väterlicherseits hundert Generationen vor mir“ ist zwar eine bestimmte Kennzeichnung, aber als Intension kaum greifbar. Daher kann es sein, dass ich nicht weiß, an welchen Gegenstand ich denke.
>Kennzeichnung.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Zuschreibung Millikan Ruth G. Millikan Verschiedene Arten von zweckgerichtetem Verhalten in Dominik Perler, Markus Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt 2005

II 212
Tier/Denken/Überzeugung/propositionaler Gehalt/Millikan: was wirklich notwendig wäre, wäre keine Übersetzung ins Deutsche, sondern eine explizite Beschreibung der verschiedenen Repräsentationssysteme, die Tiere tatsächlich verwenden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zwischen dem propositionalen Denken des Menschen und dem Fehlen jeglichen Denkens.
>Welt/Denken, >Sprache und Denken, >Tiersprache, >Repräsentation.
Millikan I 219
Unbestimmte Kennzeichnung/Glaubenszuschreibung/Millikan: Bsp „Ralph glaubt, dass jemand ein Spion ist“: das ist natürlich mehrdeutig. a) direkt als indizierend durch seinen eigenen Typ auf den Glaubenstyp, dass „jemand ist ein Spion“. D.h. Ralph sagt das in seinem Inneren.
b) der abhängige Satz „jemand ist ein Spion“ kann gelesen werden als eine Glaubensform anzugeben, mit einer Lücke. „___ ist ein Spion“.
Pointe:. bei dieser Lesart glaubt Ralph von jemand, dass er ein Spion ist ((s) de re).
Verschiebungsfunktion: damit wird das „jemand“ nach außerhalb des Satzes verschoben.
„er“ seine verschobene Funktion ist in diesem Kontext referentiell.
>Referenz, >de re, >de dicto.
I 220
In beiden Lesarten geht es um eine Relation zwischen Ralph und einem Glaubenstyp. In Fall b) ist dieser Typ nicht völlig bestimmt.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kennzeichnungen Cresswell, M.J. I 175
Bestimmte Kennzeichnungen/Cresswell: unbestimmte Kennzeichnung/Russell: These: Ein Mann bedeutet "wenigstens ein Mann".
bestimmte Kennzeichnung/Russell. These: Der Mann bedeutet "dieser bestimmte Mann".
Anapher/HintikkaVsRussell: die Tradition hat keine Erklärung für den anaphorischen Gebrauch bestimmter Kennzeichnungen.
Artikel/Cresswell: neuere Versuche: die alte linguistische Idee in die traditionelle Logik einzubauen, dass der unbestimmte Artikel neue Gegenstände in die Rede einführt, während der bestimmte Artikel auf schon eingeführte Entitäten referiert. Das entspricht:
Artikel/Kempson: (1975, 111): bestimmter/unbestimmter Artikel sollten nicht semantisch, sondern nur pragmatisch unterschieden werden.
alt/neu/Artikel/file change semantics/Heim/Cresswell: die Unterscheidung von alten und neuen Entitäten im Zusammenhang mit dem Artikel findet sich auch bei Heim (1983).
I 176
Dort führt sie zur file change-Semantik/Kamp/Heim: These: Als Entitäten in der Welt sind die Gegenstände nicht neu, sondern nur innerhalb der Rede, daher "files". ("Akten", "neu in den Akten"). Def file/Heim/Cresswell: repräsentiert Tatsachen über Gegenstände für den Sprecher.
Benennen Cresswell, M.J. I 31
Cresswell: (1973) These: sehr wenige Subjektterme benennen Entitäten, selbst solche wie bestimmte Kennzeichnungen. Bsp (S 17ff): "Fido" könnte als bestimmte Kennzeichnung konstruiert werden.
eng/weit Russell, B. Cresswell II 140
Kennzeichnungen/Theorie der K/Russell/Cresswell: These eine bestimmte Kennzeichnung ist in derselben syntaktischen Kategorie wie ein Quantor wie z.B. "jemand" - Problem: Bsp "Jemand kommt nicht" bedeutet nicht dasselbe wie "Es ist nicht der Fall daß jemand kommt" - Lösung/Russell: verschiedene Reichweiten in modalen und doxastischen Kontexten - a) (enge Reichweite) "Die Person nebenan wohnt nebenan" logisch äquivalent ist mit "Genau eine Person wohnt nebenan" und daher in einem Sinne es notwendig wahr ist - b) (weite Reichweite) es wahr ist, daß die Person nebenan auch hätte woanders wohnen können (es also kontingent ist).

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984