Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Brocker I 406
Monopole/Friedman: zu der Zeit als Kapitalismus und Freiheit(1) erschien, galten „technische Monopole“ (Bsp Eisenbahn, Telefon) noch als unvermeidlich. Aber selbst dann besteht die Wahl zwischen einem Privatmonopol, einem staatlich überwachten Monopol oder einem Staatsbetrieb. »Wider Willen« erachtete Friedman in solchen Fällen ein »maßvolles Privatmonopol« als »das kleinste Übel« (2). Die Alternativen erschienen ihm nicht erstrebenswert: Staatsbetrieben fehlt es auf Dauer an Innovation, sie entwickeln sich zu schwerfälligen, kostenträchtigen Bürokratien. Überwachungsbehörden, die die missbräuchliche Nutzung einer privaten Monopolstellung verhindern sollen, können sich mit der Zeit paradoxerweise zu Institutionen entwickeln, die die Marktposition der kontrollierten Firma im strukturellen Wandel absichern.


1. Milton Friedman, Capitalism and Freedom, Chicago 1962. Dt.: Milton Friedman, Kapitalismus und Freiheit, München 2004.
2.Ebenda S. 53

Peter Spahn „Milton Friedman, Kapitalismus und Freiheit“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Econ Fried I
Milton Friedman
The role of monetary policy 1968

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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