Philosophie Lexikon der Argumente

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Determinismus, Philosophie: die These, dass Ereignisse oder auch Geistzustände aufgrund strikter Gesetze eintreten und daher im Voraus festgelegt sind. Zur Voraussage muss man dann nur noch die Rahmenbedingungen kennen. Dass wir nicht wissen, ob der Determinismus wahr ist, wird zuweilen auf die unvollständige Kenntnis der Rahmenbedingungen zurückgeführt. Siehe auch Indeterminismus, strikte Gesetze, Vorhersage, Wahrscheinlichkeit, Probabilismus.
 
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V 37
Determinismus/Lewis: es ist nicht sicher, dass unsere Welt undeterministisch ist. - Sicherer ist die Asymmetrie - diese könnten auch unter deterministischen Bedingungen zustande kommen.
V 45
Determinismus/mögliche Welt/MöWe/Lewis: es ist falsch, dass zwei deterministische mögliche Welten sich nur wenig voneinander unterscheiden würden. - Sie können sich genauso schnell auseinander entwickeln wie indeterministische. - Es gibt sehr viele Wahrscheinlichkeiten für kleine Differenzen, die sich zu großen entwickeln.
V 58
Indeterminismus/Lewis: sollte nicht aus dem Messproblem der Quantenmechanik abgeleitet werden - dieses ist eine Frivolität - zu anthropozentrisch. - Stattdessen: offensichtlich auch in radioaktiven Zerfallsprozessen - das erlaubt aber auch deterministische Enklaven in der Welt.
Mögliche Welt/Asymmetrie: einfacher: jetzt brauchen wir keine kleinen Wunder mehr, um Abweichungen zu begründen - Konvergenz: hier bleibt das Problem das gleiche. - ((s) Sie ist mit und ohne Determinismus schwer zu begründen.) - Variante: perfekte Konvergenz: ist mit dem Indeterminismus schwerer zu erklären.
V 120
LewisVsDeterminismus: was soll es dann heißen, dass eine Münze fair ist?
V 162
Determinismus/Verursachung/Kausalität/Lewis: hier: nicht universelle Verursachung, sondern - hier pro: in dem Sinn, dass es nicht zwei mögliche Welten gibt, die bis zu einem Zeitpunkt genau gleich sind und danach differieren, ohne dass die Gesetze dabei verletzt werden.
Indeterminismus/Lewis: nicht Vs, sondern Problem: die KoKo-Analyse (kontrafaktische Konditionale) wird nicht alle Fälle abdecken.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

> Gegenargumente gegen Lewis
> Gegenargumente zu Determinismus



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.05.2017