Philosophie Lexikon der Argumente

 
Reizbedeutung, Philosophie: Ausdruck von W.V.O. Quine (Quine, Word and Object, 1960), für das, was wir aus der Feststellung von gleichen sprachlichen Reaktionen auf gleiche Stimuli bei gleichen oder wechselnden Sprechern für die Bedeutung von Ausdrücken erschließen können. Dazu muss die Menge der reaktionsauslösenden Reize für einen bestimmten Ausdruck jeweils festgestellt werden. Siehe auch Reizsynonymie, Reizanalytizität, Reize, Bedeutung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 90
Reizbedeutung ist unabhängig von der Zahl der Sprecher. - Beobachtungsnähe: gesellschaftlich: Ähnlichkeit der Reizbedeutung innerhalb der Gemeinschaft - Beobachtungsnähe: hoch: Farben - niedrig: "Junggeselle".
I 90
Übersetzung: Unabhängig von Reizbedeutung "soltero"= "Junggeselle" nicht wegen eines
bestimmten Gesichts - aber Wörter lernen zunächst durch Reizbedeutung, später Abstraktion
I 97/98
Bsp Gaurisankar (= Rückseite des Mt. Everest): Gelegenheitssätze schließen sich aus, nach Entdeckung fallen Reizbedeutungen zusammen
I 102f
Unterscheidung singulärer/allgemeiner Term: von Reizbedeutung unabhängig - Name oder allgemeiner Term für
Raum-Zeitsegmente: gleiche Reizbedeutung ("Kaninchenheit").
I 102
Abstrakt/konkret: von Reizbedeutung unabhängig
I 120
Bleibende Sätze: Reizbedeutung spärlicher -entsprechend: Reizsynonymie weniger erforschlich
> VsAnalytizität
VI 22
Reizbedeutung/Quine: an den Rändern unscharf - Bsp Schwarzer Schwan.
VI 17
Ob ein weißer Rabe unsere Theorien widerlegt, hängt davon ab, wie wir uns angesichts der vagen Reizbedeutung entscheiden würden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

> Gegenargumente gegen Quine

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.09.2017