Philosophie Lexikon der Argumente

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II 50
Def orthographischer Zufall/Prädikat/einfach/mehrstellig/Glauben/Field: man sollte alle verschiedenen Zuschreibungen Bsp "X glaubt Russell war kahl", Bsp "X glaubt, Russell war kahl oder Schnee ist weiß" usw. als primitive einstellige Prädikate auffassen. - Dann könnten wir alle zwei-stelligen Prädikate wie Bsp "X glaubt daß p" gänzlich fallenlassen. - orthografischer Zufall: dann wäre die Tatsache, daß der Ausdruck "glaubt daß" in beiden (angeblich) einstelligen Prädikaten vorkommt, ohne Bedeutung, ein bloßer orthographischer Zufall. - Ebenso die Tatsache, daß beide "Russell war kahl" enthalten. - FieldVs: das kann man nicht ernst nehmen, aber angenommen es wäre ernst: dann würde folgen, daß es keine physikalische Relation zwischen Leuten und Propositionen geben muß. - Dann, da wir nicht von einer psychologischen Relation gesprochen haben, ist klar, daß es gar keine Realisation gibt, in der eine physikalische Relation gebraucht würde. ((s) Dann muß es unendlich viele primitive Prädikate mit komplexer Struktur geben.) – Lösung/Field: um den "orthographischen Zufall" zu vermeiden, sollte man "X glaubt daß p0" für bestimmte Sätze p0 nicht als funktional definierbar betrachten, in der Weise, wie das für "X hat Schmerzen" richtig ist. – Fazit: dann brauchen wir physikalische Eigenschaften und mögliche Welten.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

> Gegenargumente gegen Field



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017