Philosophie Lexikon der Argumente

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Zufall: Zufall ist nicht die Abwesenheit einer Kausalerklärung, sondern das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse, die durch voneinander unabhängige Kausalketten herbeigeführt wurden. Die Feststellung einer Zufälligkeit gehört zur Beschreibungsebene und drückt unter Umständen das Abweichen von einer Erwartung aus. Die Eigenschaft, zufällig zu sein ist Ereignissen nicht inhärent. Siehe auch Determinismus, Indeterminismus, Kontingenz, Notwendigkeit, Wahrscheinlichkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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V 111
Zufall/Lewis: wenn Zufälle nicht auf Tatsachen supervenieren (würden, LewisVs), dann auch nicht Theorien des Zufalls - Lewis: ein anderes Muster würde eine ganz andere Theorie herbeiführen - dann ist die Zufallstheorie nicht selbst etwas, was eine gewisse Chance hat - Pointe: dann sind verschiedene mögliche Welten (MöWe) nicht etwas, das verschiedene Geschichte-Chance-Konditionale hat - dann wäre die Theorie des Zufalls notwendig (für jede mögliche Welt) - dann geht es einfach nur um historische Information - Problem: wenn ich dann die Vorgeschichte kenne, gibt es nur eine einzige vernünftige Glaubensfunktion.
LewisVs: 1. so wenig Spielraum ist nicht vernünftig - 2. es ist unwahrscheinlich, dass die Eigenschaften der Welt nicht auf bestimmten Tatsachen supervenieren sollten.
V 175
Zufall/Verursachung/Lewis: auch zufällige Ereignisse sind verursacht.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.11.2017