Philosophie Lexikon der Argumente

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Introspektion: die Untersuchung eines selbstbewussten Subjekts seiner eigenen inneren Zustände. Voraussetzungen sind u.a. die Fähigkeit, Inneres von äußeren Einflüssen zu unterscheiden sowie zumindest ansatzweise der Gebrauch einer öffentlichen Sprache. Außerdem muss das Subjekt vergangene innere und äußere Zustände mit gegenwärtigen inneren und äußeren Zuständen vergleichen können und sich bewusst von anderen Subjekten unterscheiden können.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 13
Introspektion/Psychologie/Phänomenologie/Verhalten/Bewusstsein/Wundt/Chalmers: wenn man wie z.B. Wilhelm Wundt Introspektion gebraucht, um Verhalten zu erklären, verhält man sich 1. Cartesianisch und 2. macht man die Phänomenologie zum Schiedsrichter über die Psychologie.
I 26
Introspektion/Chalmers: die Weise, wie wir über den Inhalt unserer inneren Zustände klar werden. Das ist eine wichtige Komponente unseres alltagssprachlichen Begriffs von Bewusstsein. Analysiert werden kann Introspektion in Begriffen eines rationalen Prozesses der Aufgeschlossenheit für Information über innere Zustände und die Fähigkeit, diese Information sinnvoll anzuwenden.
Zustandsberichte: erfordern zusätzlich Sprachbeherrschung.
I 189
Introspektion/Bewusstsein/Erklärung/Dennett/Chalmers: (Dennett, 1979) …es gibt öffentliche Berichte über unser Bewusstsein und Episoden unserer propositionalen Aufmerksamkeit (awareness), unsere Urteile und dann – soweit es Introspektion betrifft – Dunkelheit (1979, p. 95).
ChalmersVsDennett: dann ist Dennetts Introspektion sehr verschieden von meiner. Ich find Empfindungen, Gefühle, Schmer, usw. die, obwohl sie von Urteilen begleitet sind, sie selbst nicht nur Urteile sind.
I 190
Introspektion/Chalmers: Dennetts Vorgehen ist besser als Extrospektion beschrieben. Er geht von außen vor, um sein Inneres zu erkunden.
Dennett/Chalmers: (in Dennett, 1991, p. 363-364): worum es ginge, sei zu erklären, warum die Dinge uns so erscheinen wie sie es tun. Und damit wäre alles erklärt, was erklärt werden muss.
Erscheinen/ChalmersVsDennett: es gibt zwei Bedeutungen von Erscheinung:
a) phänomenal („wie es ist…“)
b) psychologisch (als Disposition für Urteile).
Dennetts Theorie erklärt nur b).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.10.2017