Philosophie Lexikon der Argumente

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Sinn, Philosophie: Sinn ist eine Eigenschaft von Aussagen, die die Feststellung des Wahrheitswerts (wahr oder falsch) grundsätzlich ermöglicht, wenn auch nicht garantiert. Auch falsche Aussagen haben Sinn, sonst könnte ihre Falschheit nicht festgestellt werden. Sinnlos ist demnach, was nicht negiert werden kann. Aussagen über die Zukunft erlauben eine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten, wenn sie sinnvoll sind ohne einen Wahrheitswert zu haben. Wünsche und Befehle sind sinnvoll und verstehbar, wenn sie in negierbare Aussagesätze umformuliert werden können. Siehe auch Verstehen, Negation, Wahrheitswerte, Verifikation, Bestimmtheit, Unbestimmtheit, Wahrscheinlichkeit, Fregescher Sinn.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 209 ff
Sinn/Flusser: These: Die kodifizierte Welt, die mit der "wirklichen" verbinden soll, gibt dieser "wirklichen" einen Sinn, indem sie sie bedeutet.
Dieser Sinn ist eine Vereinbarung. Der Mensch ist einsam in seinem Wissen um den Tod.
Aber indem er der Welt und dem Leben Sinn verleiht und den Tod negiert, kommuniziert er mit anderen. Dadurch wird die kodifizierte Welt zur Welt des Mitseins mit anderen und er selbst wird dadurch "unsterblich".
I 210
Konsequenzen: Symbole zeigen nicht nur, sondern verdecken Bedeutung, sie sind nicht nur sinngebend sondern auch wahnsinngebend.
Die Hölle entsteht, wenn die Menschen vergessen, dass sie in der kodifizierten Welt nicht nur wie in einem Kerker herumtorkeln, sondern dass die kodifizierte Welt vereinbart wurde, um dieses Vergessen des Todes zu erlauben.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fl I
V. Flusser
Kommunikologie Mannheim 1996

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.10.2017