Philosophie Lexikon der Argumente

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Norbert Bolz, Willem van Reijen, Walter Benjamin Frankfurt 1991
I 14
Theologie/Politik/Benjamin: Theologie und politisches Denken bilden eine Totalität, die als Nebeneinander von Extremen gedacht werden muss.
I 17
Benjamin wird oft als Kronzeuge des historischen Materialismus, der negativen Theologie und sogar des literaturwissenschaftlichen Dekonstruktivismus aufgerufen.
I 21
Säkularisierung der Theologie (1. geschichtsphilosophische These: Theologie muss im historischen Materialismus Schutz suchen).
I 31
Theologie/Benjamin: Exodus aus der Philosophie in den Kommentar.
Benjamin versteckt selbst in seinem Werk seine metaphysischen und theologischen Motive.
Typische Formeln: "gegen den Strich bürsten" "Hülle und Verhülltes".
Säkularisierung der Theologie um ihrer Rettung willen.
Wendung zu einem "pragmatischen" Kommunismus.
Erlösung: nicht Ziel der Geschichte, sondern deren Ende.
I 34
Theologie/Benjamin: Weil die Theokratie keinen politischen Sinn hat, muss die Weltpolitik des politischen Theologen nihilistisch verfahren, um ihren geistlichen Sinn zu befördern. Das ist das Schema, nach dem auch Benjamins Studien zu Barock, Baudelaire und Surrealismus einen gnostischen Protest artikulieren. Er richtet sich gegen die Wiederkehr der Antike auf der Spitze der Modernität, wie sie im Anschluss an Nietzsche in Max Webers Lehre vom okzidentalen Realismus prophezeit wird.
Aug' in Aug' mit dem Faschismus wird die Theologie zur Inversion gezwungen.
Soll einmal eine freie Menschheit auf dem Feld der Geschichte das Glück suchen, so muss die unfreie Menschheit heute im Hoffnungslosen Fuß fassen. Fuß... nicht Hoffnung.
I 36
Lehre ist aufgehobene Kritik, Kritik ist inverse Theologie und Religion ist die "konkrete Totalität der Erfahrung".

> Gegenargumente gegen Benjamin



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017