Philosophie Lexikon der Argumente

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Norbert Bolz, Willem van Reijen, Walter Benjamin Frankfurt 1991
I 19
Kritik/Romantische Kritik/Benjamin: bezieht ihren Gegenstand nicht beurteilend, sondern potenzierend aufs Absolutum der Kunst. R.K vollendet das Werk! (GoetheVsKritik: Das Kunstwerk ist nicht kritikfähig!")
Kritik: Kritisches Verfahren/Benjamin: Kritik ist bei Benjamin rettend, weil es dialektisch immanent, nicht negiert, sondern interpretiert. Nicht wie bei Hegel bestimmte Negation, die zu neuer Form übergeht.
Denn die geschichtsphilosophische Verlaufsfigur, der sie eingeschrieben ist, zielt nicht auf eine idealistische Selbstaufstufung des Geistes, sondern auf dessen Zerfall. Rettend ist Kritik im Denken des Untergangs als Übergang.
I 20
Moderne Kritik: "Mortifikation der Werke" Nicht Steigerung des Bewusstseins (romantisch), sondern Ansiedlung des Wissens in ihnen".
I 21
Kommentar (jüdische Tradition): Sachgehalt
Kritik: Wahrheitsgehalt.
I 29
Kritik/Benjamin: "Der Kritiker richtet im Angesicht des Autors." Von Benjamin durchaus körperlich zerstörend aufgefasst. "Echte Polemik nimmt ein Buch so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling zurüstet". "Bücher verschlingen": Einverleiben, Zerstören. Stoffhunger, Selbstmehrung. Einverleibung statt Einfühlung, verändert auch die Werke. Wohnen im Buch Kinderbücher haben für Benjamin großen Stellenwert.
I 36
Lehre ist aufgehobene Kritik, Kritik ist inverse Theologie und Religion ist die "konkrete Totalität der Erfahrung".

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017