Philosophie Lexikon der Argumente

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Brocker I 400
Ungleichheit/Friedman: Ungleichheit ist nach Friedman zum überwiegenden Teil durch zufällige und daher vergängliche Marktkonstellationen bedingt oder aber durch staatlich verordnete Wettbewerbsbeschränkungen zum Schutz bestimmter Akteure. (1) Der zentrale (…) Punkt ist Friedmans striktes Plädoyer für den Wettbewerb als Organisationsform von Gesellschaften, wobei von den Bürgern die Bereitschaft eingefordert wird, die Ergebnisse der Marktprozesse nicht zuletzt im Hinblick auf die Einkommens- und Vermögensverteilung im Grundsatz zu akzeptieren. Die Gesellschaft besteht aus Individuen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, ihre Markterfolge und Misserfolge beruhen aber auch auf zufälligen Ereignissen. Wegen ihres willkürlichen Charakters
sind staatliche Korrekturversuche schwer zu legitimieren (2).
Brocker I 401
Dies ist auch von Hayek (1967)(3) betont worden, geht aber auf Herbert Spencer (1884)(4) zurück. Friedman pro Hayek, Friedman pro Spencer.


1. Vgl. Milton Friedman, Capitalism and Freedom, Chicago 1962. Dt.: Milton Friedman, Kapitalismus und Freiheit, München 2004.
2. Ebenda S. 193-198.
3. Fr. A. von Hayek, »Grundsätze einer liberalen Gesellschaftsordnung« (1967), in: ders., Freiburger Studien, Tübingen 1969, 108-125.
4. Herbert Spencer, The Man versus the State, Indianapolis 2009 (zuerst 1884).


Peter Spahn „Milton Friedman, Kapitalismus und Freiheit“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Econ Fried I
Milton Friedman
The role of monetary policy 1968

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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