Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Brocker I 858
Gerechtigkeit/PettitVsRawls/Pettit: Pettit hat sich selbst zum republikanischen Widersacher gegen Rawls Gerechtigkeitstheorie stilisiert. Er will Rawls Modell (siehe Gerechtigkeit/Rawls) ein eigenes Modell entgegensetzten, das »in gehaltvollerer Weise« die Vorstellungen von Freiheit und sozialer Gerechtigkeit ausarbeitet. (1)(2)
Rawls/(s): geht von Prinzipien statt von „Gehalten“ aus.
Brocker i 859
RichterVsRawls: Pettits Modell erscheint gerade dort schwach, wo es um die konkrete Funktionszuweisung an die öffentliche Teilhabe zum Zweck der Festlegung und Kontrolle von Handlungsoptionen des Staates geht. Zudem ähneln sich Rawls’ und Pettits Modelle ironischerweise genau an jenen Punkten, an denen Pettit beansprucht, die Alternative zur liberalen Politiktheorie zu präsentieren.
Es ist gerade Rawls Differenzprinzip, dass die Lösung der von Pettit aufgeworfenen Probleme ermöglicht. (3) Siehe Differenzprinzip/Rawls.


1. Philip Pettit, »Depoliticizing Democracy«, in: Ratio Juris 17/1, 2004
2. Philip Pettit, Beyond Rawls, 2012, 107ff
3. John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit, 1975, S. 96


Emanuel Richter, „Philip Pettit, Republicanism“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pett I
Ph. Pettit
Just Freedom: A Moral Compass for a Complex World New York 2014

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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