Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Kollektive Intelligenz Lanier I 79
Kollektive Intelligenz/Schwarmintelligenz/Lanier: James Surowiecki (J. Surowiecki, The Wisdom of Crowds, NY 2005.) Bsp Wenn es darum geht, das Gewicht eines Ochsen zu schätzen, ist der Durchschnitt der Schätzungen vieler Leute zuverlässiger als die Schätzung irgendeines einzelnen. Nach einer verbreiteten Vorstellung funktioniert das, a) weil die Fehler der einzelnen Schätzer sich gegenseitig aufheben
b) weil vielen Schätzungen zumindest ein gewisses Maß an korrekter Logik und zutreffenden inhaltlichen Annahmen zugrunde liegt,
sodass auf die richtige Antwort konvergieren. Nach der letztgenannten Formulierung bildet die individuelle Intelligenz weiterhin den Kern des Kollektivphänomens.
I 80
Der Grund, weshalb das Kollektiv wertvoll sein kann, ist der, dass die Gipfelpunkte de Intelligenz und der Dummheit beim Kollektiv nicht dieselben sind wie beim Individuum. Kollektiv: kann nützlich sein, bei der Feststellung eines Preises. Das entspricht eben dem Markt. Andererseits ist das Kollektiv unterlegen, wenn es darum geht, ein Produkt zu konstruieren.
I 81
Schwarmintelligenz/LanierVsSurowiecki: Schwarmintelligenz kann einen Ausgleich verschiedener Inkompetenzen bewirken, wenn eine Signalbearbeitung in die Schleife eingebaut wurde.
I 82
So kann eine Verlangsamung in einem Prozess von Rückmeldungen Chaos verhindern. Eine solche Verlangsamung kann mit Filtern in der Musikbearbeitung verglichen werden. Häufige Korrekturen an einzelnen Wikipedia-Einträgen wurden durch eine Einstellung vermindert, die einem Tiefpass-Filter entspricht. Inzwischen wurde die Häufigkeit begrenzt, mit der eine einzelne Person Textfragmente eines anderen Beiträgers entfernen kann.
I 83
Schwarmintelligenz/Lanier: Wir sollten die „Weisheit der Vielen“ als Werkzeug verstehen, d.h. wir sollten sie auf einen konkreten Zweck beziehen.
I 84
Surowiecki: schlägt vier Prinzipien vor, unter anderem sollte man die Fähigkeit er Mitglieder beschränken, Kenntnis von der Entscheidung der übrigen Mitglieder zu erlangen, um die Unabhängigkeit der Entscheidungen zu gewährleisten. Lanier: zusätzlich sollte man verhindern, dass solche Kollektive die betreffenden Fragen selbst formulieren. Bei den Antworten sollte es sich stets um ein einfaches Ja oder Nein oder um eine Multiple-Choice-Liste handeln.
Nassim Nicholas Taleb: hat kürzlich angeregt, Anwendungen wie die auf der Weisheit der Vielen basierenden in vier Quadranten einzuteilen. Der gefährliche „Vierte Quadrant“ umfasst nach seiner Einteilung Fragen mit komplexen Antworten, bei denen die Verteilung der Antworten zudem noch unbekannt ist. Dieser Quadrant sollte seiner Meinung nach für die Schwarmintelligenz tabu sein.


Lanier I
Jaron Lanier
Gadget: Warum die Zukunft uns noch braucht Frankfurt/M. 2012