Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 466
Sozialisation/Rawls: These: zunächst wirkt die Familie als eine Gemeinschaft, in der das Kind sowohl Vertrauen erwirbt als auch sein Verhalten an zunächst unverstandene Autoritäten anpasst. Die Wahrnehmung der bedingungslosen Liebe der Eltern hilft dem Kind, unverstandene Grenzen zu akzeptieren. (Siehe Vertrauen/Rawls/Autorität/Rawls).
Autorität/Kind/Entwicklung/Rawls: Das Autoritätsgefühl des Kindes besteht dann darin, zu bestimmten Verhaltensweisen disponiert zu sein, ohne Orientierung auf Belohnungen oder Strafen gewissen Prinzipien zu folgen, die ihm selbst willkürlich erscheinen mögen. Es will sich dann konform mit den mächtigen Personen verhalten, die es liebt und denen es Vertrauen entgegenbringt. Es kommt zu dem Schluss, dass diese ein Verhalten an den Tag legen, das eine Person charakterisiert, die es selbst werden möchte.
I 467
Gesellschaftliche Rollen/Rawls: die Tugenden einer guten Tochter oder eines guten Sohnes werden durch die Erwartungen der Eltern nahegebracht, aufgezeigt durch Zustimmung und Ablehnung. Entsprechend funktioniert dies auch im Rahmen von Nachbarschaft, Schule und Spielgemeinschaften.
I 468
Letztlich erwirbt eine Person auf diese Weise ihren Platz in der Gesellschaft. Die Rollen, die die Person dabei erwirbt sind die eines guten Ehepartners, eines guten Freundes, Bürgers etc. Dabei wächst das Verständnis und damit wiederum die Menge der Ideale, die zunehmende intellektuelle Auseinandersetzung erfordern. Letztlich führt das zu der Ausbildung von Prinzipien.
Ideale/Rawls: werden durch die Ziele und Zwecke der Gemeinschaft erklärt, zu der die ausgeübte Rolle einer Person gehört. Im Laufe der Zeit erwirbt die Person eine Vorstellung des Gesamtsystems. Sie versteht, welches die Rollen und Gesichtspunkte der anderen sind.
Sozialisation: hängt dann vom Erwerb der intellektuellen Fähigkeiten einer Person in verschiedenen Rollen ab. Dies ist ziemlich komplex. (Für das Folgende siehe John Flavell, The Development of Role-Taking and Communication Skills in Children (New York, 1968), pp. 208-211; G. H. Mead, Self and Society (Chicago, 1934), pp. 135-164.)
Perspektive: 1. Wir müssen erkennen, dass die Gesichtspunkte der anderen von unsere eigenen abweichen.
I 469
2, Wir müssen erkennen, dass sie daher andere Bedürfnisse haben. 3. Wir müssen diese Informationen aus ihrem Verhalten zu erkennen lernen. 4. Wir müssen die Eigenschaften einzelner Perspektiven identifizieren, um zu verstehen, auf welche Weise andere ihre Welt von Handlungen und Intentionen kontrollieren. Ohne dies können wir uns nicht an die Stelle anderer versetzen. 5. Am Ende müssen wir immer noch unser eigenes Verhalten an diese Erkenntnisse anpassen.
Kindliche Entwicklung: alle diese Punkte können beim Kind zunächst nicht erwartet werden. (Siehe Roger Brown, Social Psychology, pp. 239-244.)
I 470
Problem: die obengenannten Fähigkeiten können ebenso einer völlig manipulativen Person zugutekommen. Wie kommt es dann dazu, dass wir durch Freundschaften und wechselseitiges Vertrauen gebunden werden? Dies erwächst durch Erfahrung in Bezug auf das Verhalten anderer im Lauf der Zeit.
I 473
Prinzipien: im Lauf der Zeit durchläuft eine Person viele verschiedene gesellschaftliche Rollen und erwirbt ein intellektuelles Verständnis dieser Rollen und Funktionen, das sich in abstrakten Prinzipien manifestiert, die die Person akzeptiert und auf sich und andere anwenden kann. (Siehe Prinzipien/Rawls).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005

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> Gegenargumente gegen Rawls

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