Philosophie Lexikon der Argumente

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Methode: ein Verfahren, auf das sich Teilnehmer an einer Diskussion oder einem Forschungsvorhaben geeinigt haben. Bei Verstößen gegen eine Methode wird vor allem die Vergleichbarkeit der Ergebnisse angezweifelt, da diese nicht mehr aus einer Menge mit einheitlich definierten Eigenschaften der Elemente stammen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Habermas IV 311
Methode/Erklärung/Soziologie/Handlungstheorie/Parsons/Habermas: Problem: wenn Zwecke und Werte in Ordnungen bereits auf bestehende Interessen bezogen sind, kann das institutionalisierte Handeln als ein Prozess der Verwirklichung von Werten unter faktischen Bedingungen begriffen werden. So könnte man Handeln und Ordnung aufeinander beziehen. Parsons isoliert jedoch diese beiden Ebenen der Analyse voneinander. Damit wird das Konstruktionsproblem verschärft. Siehe Handlungstheorie/Parsons.
Habermas IV 330
HabermasVsParsons: im Zusammenhang mit einer Theorie des kommunikativen Handelns vergrößert der Versuch, „gegenständliche“ von „ungegenständlichen“ Wertmustern abzugrenzen die Verwirrung.
HabermasVsSubjektphilosophie/HabermasVsErkenntnistheorie: das auf Objekte gerichtete Subjekt der Erkenntnistheorie ist ein im Ansatz falsches Modell.
Lösung/Habermas: ein Modell verständigungsorientierten Handelns, an dem sich studieren lässt, wie Kultur, Gesellschaft und
Habermas IV 331
Persönlichkeit bei der Determinierung von Handlungsorientierungen zusammenwirken. Siehe Hintergrund/Habermas.
Habermas IV 337
Methode/HabermasVsParsons: wenn die pattern-variables (siehe Terminologie/Parsons) einen mehreren Komponenten (z.B. Gesellschaft, Kultur, Persönlichkeit) gemeinsamen strukturellen Kern beschreiben, können sie nicht gleichzeitig dazu dienen, die spezifischen Entwicklungen dieser Komponenten auf Handlungsorientierungen aufzuklären.
Problem: es fehlt ein Pendant zum Verständigungsmechanismus.
Habermas IV 351
HabermasVsParsons: Parsons muss Handlungszusammenhänge unvermittelt als Systeme begreiflich machen, ohne sich des Einstellungswechsels bewusst zu werden, mit dem der Begriff des Handlungssystems auf dem Wege der Vergegenständlichung der Lebenswelt methodisch erst erzeugt wird. Daher verrichtet er auf die handlungstheoretisch Einführung des Systembegriffs.
Lösung/Parsons: er räumt kurzerhand der Systemtheorie den grundbegrifflichen Vorrang ein.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

ParCh I
Ch. Parsons
Philosophy of Mathematics in the Twentieth Century: Selected Essays Cambridge 2014

ParTa I
T. Parsons
The Structure of Social Action, Vol. 1 1967

ParTe I
Ter. Parsons
Indeterminate Identity: Metaphysics and Semantics 2000

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

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