Philosophie Lexikon der Argumente

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Gegenstück: in der Philosophie von D. K. Lewis ist ein Gegenstück ein Gegenstand in einer möglichen Welt, der einem herausgegriffenen Gegenstand in unserer Welt - der aktualen Welt - entspricht. Für David Lewis ist kein Gegenstand in mehr als einer Welt. Daher muss er Gegenstücke annehmen. Diese können den Gegenständen der aktualen Welt exakt entsprechen oder mehr oder weniger stark von ihnen abweichen. Siehe auch Gegenstücktheorie, Gegenstückrelation, Mögliche Welten, Modaler Realismus, Aktualismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
IV 49
Gegenstück/Lewis: es gibt keine mögliche Welt, in der ich ein Basilisk hätte sein können. - Gegenstücke müssen den Originalen ausreichend in wichtigen Hinsichten ähneln. - Die Gegenstück-Relation GR ist niemals Identität. >Gegenstücktheorie/Lewis.

IV 29
Gegenstück/Modallogik/Lewis: die Theorie der Gegenstücke (GT) und die Modallogik mit Quantifikation (qML) sind wechselseitig ineinander übersetzbar.
Die GT hat mindestens drei Vorteile gegenüber der qML:
1. sie hat keine spezielle intensionale Logik
2. sie ist nicht so obskur (opak?)
a) Unsicherheit über Analytizität und infolgedessen
b) Unsicherheit, welche Beschreibungen mögliche Welten beschreiben. (Welche Welten unmöglich sind).
c) welche Dinge sind Gegenstücke wovon?
3. wenn unser Übersetzungsschema korrekt ist, dann hat jeder Satz der qML dieselbe Bedeutung wie der entsprechende in der GT.
Aber nicht umgekehrt! Nicht jeder Satz der GT ist die Übersetzung oder ist äquivalent mit irgendeinem Satz der qML.
((s) Asymmetrie. also beinhaltet die GT die qML und zusätzliche Sätze, die nicht übersetzt werden können. Also ist die GT reicher).

IV 35
Wesen/Gegenstück/Lewis: Wesen und Gegenstück sind durcheinander definierbar.
Wesen: das Wesen von etwas ist das Attribut, das etwas mit allen und nur seinen Gegenstücken teilt.
Def Gegenstück/Lewis: Gegenstück von etwas ist alles, was das wesentliche Attribut von ihm hat.
Das heißt nicht, dass das Attribut das Wesen des Gegenstücks ist! Es muss noch nicht einmal ein wesentliches Attribut des Gegenstücks sein. ((s) Wesen ist nicht transitiv über Welten.) >Gegenstücktheorie/Plantinga.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

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> Gegenargumente gegen Lewis

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