Philosophie Lexikon der Argumente

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Metaphysik: eine Theorie, die den Anspruch hat, jenseits unseres verfügbaren Wissens Fragen zu stellen und Antworten zu geben. Gegen die Metaphysik wird eingewendet, dass selbst für das Stellen von Fragen ein Wissen über die Bedeutungen der verwendeten Wörter erforderlich ist. Dieses Wissen ist nicht gegeben, wenn Erfahrungen oder zumindest Theorien die diese Begriffe verwenden, nicht verfügbar sind. Siehe auch Essentialismus, metaphysische Möglichkeit.
 
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I 86
Metaphysik/Kant: nicht durch reine und formale Anschauung - sondern durch den reinen Verstand - erst die praktische Vernunft überschreitet die Anschauung.
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Bubner I 140
Metaphysik/Kant/Bubner: Kant gilt als ihr Zerstörer. Seine Nachfolger hatten zunächst davor zurückgeschreckt, ihn so zu interpretieren. Immerhin hatte Kant selbst seine transzendentale Kritik nicht als letztes Wort der Philosophie verstanden, sondern als deren Grundlage. Er spricht von einer "künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können."
Es trifft sie allerdings bisher das Schicksal, dass ihr dauernd misslingt, den Gang einer Wissenschaft zu nehmen.
neu: Bewusstsein von der Historizität der Metaphysik.
Kant bezeichnet sein Hauptwerk gelegentlich als "Metaphysik von der Metaphysik".
Z: ehe wahre Weltweisheit aufleben soll, ist es nötig, daß die alte sich selbst zerstöre, und wie Fäulnis die vollkommenste Auflösung ist, die jeder neuen Erzeugung vorausgeht, so macht mir die Krise der Gelehrsamkeit die beste Hoffnung..."
I 142
Metaphysik handelt von Gegenständen, die in verworrener Weise der Vernunft bekannt sind, deren wahrer Begriff aber erst gesucht wird.

> Gegenargumente gegen Kant
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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017