Philosophie Lexikon der Argumente

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Raum, Philosophie: Verschiedene Diskussionen drehen sich u.a. darum, ob der Raum absolut ist oder ob leerer Raum möglich sei. In verschiedenen Wissenschaften werden mehrdimensionale Räume mit bestimmten Eigenschaften angewendet, um besser rechnen zu können, wie Hilberträume in der Relativitätstheorie oder mehrdimensionale Räume in der mathematischen Knotentheorie. Dabei werden keine ontologischen Annahmen gemacht. Siehe auch Substantivalismus, Relationismus, Bewegung, Absolutheit, Kompaktheit, Conceptual Space, Dimensionen, Logischer Raum, Vierdimensionalismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 125
Geist/Gehirn/Raum/McGinn: während das Gehirn dreidimensional ist, lässt sich der Geist nicht in dieser Weise räumlich definieren. Wie kann dieser Geist dann mit dem Gehirn identisch sein?
II 126
Repräsentation/Sinneseindruck/McGinn: die Räumlichkeit der Welt ist etwas, was unseren Eindrücken niemals fehlt.
II 127
Spiegel gibt es für den Sehsinn, aber nicht für den Tastsinn! Ebenfalls nicht für Hören, Riechen Schmecken. diese sind aber ebenfalls vom Raum abhängig, wenn auch nicht so stark wie das Sehen.
I 139
Unser Bewusstsein ist nicht räumlich. Das Bewusstsein ist selbst nicht räumlich wahrnehmbar. Es befähigt uns, die Welt wahrzunehmen, ist aber selbst nicht so wahrnehmbar.
Der Geist ist nicht räumlich, also können die Sinne prinzipiell nicht auf ihn reagieren.
Raum/Bewusstsein/Materialismus: leugnet, dass das Bewusstsein nichträumlich sei!
Geist/Gehirn/McGinn: These: der Schlüssel ist, dass das Gehirn selbst nicht die simple räumliche Gegebenheit ist, für die wir es halten.
II 140
Ursprünglich vorräumliche Eigenschaften (vor dem Urknall) wären somit (wenn man physikalische Erhaltung annimmt) Ursache sowohl von Materie als auch von Geist.
II 141
Bewusstsein/Urknall/McGinn: These: das Bewusstsein ist sozusagen ein Fossil des frühen Universums. (Vor dem Urknall.) Es muss Reminiszenzen an jene fern zurückliegende Zeit in sich tragen.
II 145
These: vielleicht verfügt der Raum über eine (verborgene) Struktur, die ihn in die Lage versetzt, Geist und Materie in sich zu vereinen.
II 146
Dieser Raum gibt dem Geist ein Zuhause, denn er braucht eins. Irgendwo.
II 148/49
Geist ist, anders als Zahlen, kausal mit Materie im Raum korreliert, also kann er sich nicht völlig außerhalb des Raumes befinden.
Wenn nun Raum aber etwas ist, was alle kausal verknüpften Dinge enthält, dann muss der bewusste Geist in irgendeinem Sinn im Raum vorhanden sein.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

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> Gegenargumente gegen McGinn

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 18.11.2017