Philosophie Lexikon der Argumente

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Relativsatz, Philosophie: Hier geht es um die Frage, welche Funktionen und welchen Status Relativsätze gegenüber anderen Satzformen haben. Siehe auch Allgemeine Termini, Singuläre Termini, Abstrakte Termini, Teilsätze.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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II 203
Relativsätze: (x:Fx) - aber nicht: (Ey)(y=(x:Fx)) - das würde Existenz einer Klasse aussagen - hier
geht die Mathematik über die Logik hinaus.
II 199
Klassenname: sing Term, der eine Klasse benennt - Platzhalter für Klassennamen: echte
bindbare Variable, deren Werte Klassen sind - Relativsatz kein Klassenname.
V 129
Relativsatz/Quine: Funktion: den Gegenstand von dem zu trennen, was der Satz von ihm aussagt - Relativsatz wird zu einem allgemeinen Term, wenn man das Relativpronomen (das für den Namen des Gegenstands steht) voranstellt: Bsp "den ich von dem Mann kaufte, der ihn gefunden hatte" - der allg Term sagt dasselbe wie der ursprüngliche Satz.
GeachVs: stattdessen Relativpronomen wie "und er" oder "wenn er" oder -"da er" auffassen. -
Geachs Esel: "Wer einen Esel hat, schlägt ihn": Lösung/Geach: Analyse des Relativpronomens "der" mit "wenn er": Jeder Mensch, wenn er einen Esel besitzt, schlägt ihn.
V 133
Relativsatz: kann aus jedem Satz über einen Gegenstand eine Prädikation der Form "a ist P" machen - Bsp "Fido ist derart, dass ich ihn von einem Mann kaufte, der ihn gefunden hatte" - Relativsatz: hat hier adjektivische Funktion - substantivische: mit "Ding", Bsp "Fido ist ein Ding derart, dass ..." - ursprüngliche Form: nützlich, wenn Relativsatz als allgemeiner Term fungiert. - Bsp im universellen kategorischen Satz (Konstruktion) [ein a ist ein b], [jedes a ist ein b] - universeller kategorischer Satz: keine Prädikation sondern eine Koppelung von zwei allg Term.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.11.2017