Philosophie Lexikon der Argumente

 
Verstehen Philosophie: Beim Verstehen von Zeichen und Wörtern spielt sowohl eine Rolle, ob man einen Gegenstand mit dem Wort oder Zeichen in Verbindung bringen kann, als auch, ob man das Zeichen oder Wort durch ein anderes ersetzen kann. Zum Verstehen ganzer Sätze muss noch das Überschauen der Verwendungssituation hinzukommen. Umstritten ist, ob die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen die Bedeutung des Satzes liefert, also das Wissen darüber, was der Fall sein müsste, wenn der Satz wahr wäre. Wenn das richtig ist, braucht man nicht zu wissen, ob der Satz wahr ist. (Vgl. M. Dummett, Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992, S. 20). Siehe auch Ersetzbarkeit, Substitution, Wahrheitsbedingungen, Wissen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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IV 35
Verstehen/Kunst/Goodman: Um ein Werk verstehen zu können, müssen wir nicht wissen, welche Eigenschaften es gerade besitzt, sondern welche von ihnen es exemplifiziert.
IV 152
Ähnlichkeit/Bild/Goodman: Die These der Ähnlichkeit bei der Bildkompetenz teilt ihre Schwäche mit der Regeltheorie der Sprachkompetenz: nämlich das Unvermögen, figurativen Gebrauch zu erklären.
IV 152
Ein Bild verstehen, heißt häufig, zu verstehen, was seine Symbole figurativ repräsentieren. Bsp Wenn ein Ritter mit seinem Hund an der Seite abgebildet wird, symbolisiert der Hund bezeichnenderweise Treue. Wir müssen die buchstäbliche und die metaphorische Bedeutung erfassen.
IV 153
Es ist auch nicht intuitiv ersichtlich, daß Figuren auf ägyptischen Gemälden allgemein repräsentieren. Der Unterschied zwischen dem Allgemeinen und dem Besonderen und die Art und Weise, in der dieser Unterschied piktural umgesetzt wird, sind Dinge, die gelernt werden müssen.
IV 160
falsche Auffassungen:
1. Die Überzeugung, dass es beim Verstehen eines Symbols um alles oder nichts geht.
2. Dass es zu einem Symbol eine einzige, eindeutig korrekte Interpretation gibt.
Verstehen läßt jedoch Abstufungen zu.
Keine Regeln garantieren, dass eine korrekte Interpretation erzielt werden kann. Rezepte gibt es nicht.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

> Gegenargumente gegen Goodman

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.09.2017