Philosophie Lexikon der Argumente

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Nichtexistenz, Philosophie: Für die klassische Prädikatenlogik, die Eigenschaften durch Quantifikation zuschreibt in der Form (Ex)(Fx) „Es gibt mindestens ein x, mit der Eigenschaft F“ (kurz „Es gibt mindestens ein F“), ist Nichtexistenz nicht einfach ausdrückbar, da Existenz keine Eigenschaft ist. Die Form „Es gibt mindestens ein x das nicht existiert“ ist widersprüchlich. Siehe auch Existenzprädikat, „Es gibt“, Existenz, Einhorn-Beispiel, Pegasus-Beispiel, Rundes Quadrat, Gottesbeweise.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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A. d'Abro Die Kontroversen über das Wesen der Mathematik 1939 in Kursbuch 8 Mathematik 1967
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Nicht-Existenz/Meinong/d‘Abro: da wir wahrheitsgemäß sagen können, "so etwas wie ein rundes Viereck existiert nicht", muss es so etwas wie ein rundes Viereck geben, wenn auch als nichtexistenten Gegenstand. Russell hatte anfänglich sich dem nicht entziehen können, aber 1905 eine Darstellungstheorie entdeckt, wonach das runde Viereck erwähnt zu werden scheint wenn man sagt: "Ein rundes Viereck existiert nicht". (Principia Mathematica)
IV 43
Existenz/d'Abro: bei Meinong werden "existiert" und "es gibt" synonym verwendet, was sie aber nicht sind: existieren im mathematischen Sinn heißt: keinen Widerspruch zu enthalten.
Nimmt man Meinong ernst, so zeugt das von der Unfähigkeit, klar zu denken, wie bei dem Scherz: "Wohin geht das Licht, wenn es ausgeht?".
So ist ein Existenz Beweis für eine Lösung die Feststellung, dass kein Widerspruch aus der Annahme einer Lösung erwächst, auch wenn man die Lösung noch nicht kennt.

> Gegenargumente gegen Meinong



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.05.2017