Philosophie Lexikon der Argumente

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Determinismus, Philosophie: die These, dass Ereignisse oder auch Geistzustände aufgrund strikter Gesetze eintreten und daher im Voraus festgelegt sind. Zur Voraussage muss man dann nur noch die Rahmenbedingungen kennen. Dass wir nicht wissen, ob der Determinismus wahr ist, wird zuweilen auf die unvollständige Kenntnis der Rahmenbedingungen zurückgeführt. Siehe auch Indeterminismus, strikte Gesetze, Vorhersage, Wahrscheinlichkeit, Probabilismus.
 
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V 274
Determinismus/Van Inwagen/Pauen: das Prinzip der kausalen Geschlossenheit bezieht sich darauf, dass nur physikalische Erklärungen herangezogen werden dürfen - es geht nicht um Notwendigkeit bestimmter Kausalketten - nur Forderung: dass es zu jeder höherstufig beschreibbaren Veränderung eine physikalisch beschreibbare Veränderung gibt - These: aus einer vollständigen Beschreibung lassen sich spätere Zustände ableiten - Pauen: der Determinismus ist mehr als umstritten.
V 275
Determinismus/Handlungsfreiheit/Moore: der Determinismus berechtigt uns nicht zu der Feststellung, dass nichts anderes hätte geschehen können - Mehrdeutigkeit von "können":
a) mögliche Handlungen
b) physikalische Unmöglichkeit.
Moore: im Sinne von a): ist es möglich zu sagen "ich hätte mich anders entscheiden können".("Konditionalanalyse").
VsMoore: Bsp psychischer Zwang würde von ihm fälschlich als "frei" bezeichnet.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

> Gegenargumente zu Determinismus



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017