Philosophie Lexikon der Argumente

 
Unbewusstes: Unbewusst sind Vorgänge im Innenleben von Subjekten, die auf nicht mehr als einer Ebene verarbeitet werden, also Einflüsse wie Wahrnehmungen oder allgemein Reize, die zwar Eingang in das Subjekt finden, aber nicht reflektiert werden und damit keinen semantischen Gehalt liefern. Sofern diese Einflüsse nicht verloren gehen, stellen sie einen Bestand dar, der unter Umständen reaktiviert und weiter verarbeitet werden kann. Siehe auch Bewusstsein, Selbstbewusstsein, Selbst, Ich, Gehirn, Geist, Mentale Zustände, Reflexion, Gedächtnis.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 299
Unbewusstes/Chalmers: nur ein kleiner Teil der Information menschlicher Kognition scheint der Information bewusster Erlebnisse zu korrespondieren. Das meiste ist unbewusst. Wenn das Zwei-Aspekte-Prinzip uneingeschränkt gilt, dann ist die „unbewusste „Information in Erlebnissen realisiert, aber nicht in unseren Erlebnissen! (>Panpsychismus, > Thermostat), z.B. wenn wir annehmen, dass einzelne Neuronen von mir Erlebnisse haben können wie ein Thermostat.
I 300
Das Gesamtsystem meines Gehirns ist dann nur ein System aus einer Menge von Systemen, und zwar das, das die globale Kontrolle hat. Die Evolution hat solche Systeme dazu geformt, eine kohärente kognitive Struktur auszubilden.
Gehirn: wenn wir das annehmen, können wir auch annehmen, dass verschiedene Mengen von Erfahrungen in einer Menge von Informationsräumen stattfinden. Dann habe ich vielleicht eine Anzahl verwandter aber leicht unterschiedlicher phänomenaler Verwandter die aus Prozessen in meinem Gehirn entstammen.
Das folgt nur aus dem unbeschränkten Zwei-Aspekte-Prinzip. Die Alternative ist, dieses Prinzip zu beschränken, sodass die Menge der physikalisch realisierten Informationsräume vermindert wird, am besten durch eine Beschränkung der Weise, wie Information verarbeitet wird.
I 301
Kriterium: für eine „echte“ Informationsverarbeitung könnte die Stärke des Signals sein, oder die Art der Verursachung.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

> Gegenargumente gegen Chalmers

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.09.2017