Philosophie Lexikon der Argumente

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Dialektik: Der Ausdruck Dialektik hat in der Philosophie mehrere Bedeutungen. A. Im rhetorischen Sinn die Kunst des Gesprächs, B. Das Herausarbeiten von näheren Bestimmungen eines Problems oder eines Begriffs durch Gegenüberstellung inhärenter Gegensätze. C. Bei Hegel die Bewegung des Denkens gemäß der inneren Verfasstheit des Denkprozesses und die dieser Denkbewegung korrespondierende Bewegung der Wirklichkeit. Siehe auch Denken, Welt/Denken.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Grenz I 14
Dialektik/Adorno/Grenz: das Verfahren zerbricht in einen ausdrückenden (physiognomischen) und einen bestimmten (negierenden) Teil.
I Grenz 50
Dialektik/doppelte Negation/PopperVsDialektik/Adorno/Grenz: Adorno gibt der Popperschen Dialektikkritik recht: die Gleichsetzung der Negation der Negation mit der Positivität ist die Quintessenz des Identifizierens und damit der Verdinglichung.
I Grenz 75
Dialektik/Adorno/Grenz: a) als Methode, Erkenntnismittel: die bestimmte Negation
b) Dialektik der Naturgeschichte: Einheit von Natur und Geschichte. Diese hat objektiven Charakter im Sinne der Wirklichkeit
I 76
des Bestehenden.
I Grenz 103
Dialektik im Stillstand/Benjamin/Grenz: These: in Kulturphänomenen steht für uns die Dialektik der Naturgeschichte still in einem doppelten Sinn: weder sind ‚Gebilde‘ dynamisch als aus vorhergehenden Gebilden Hervorgetriebenes oder neue Gebilde Hervortreibendes, noch ist aus ihnen der Dynamismus
I 104
der Entwicklung der Produktivkräfte zu erschließen. Was an ihnen entziffert werden kann, ist allein die Differenz von Möglichkeit und Wirklichkeit.
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XIII 40f
Vermittlung/Dialektik/Adorno: die Möglichkeit angesichts der antithetischen Begriffspaare (Bsp Empirismus/Rationalismus, Idealismus/Realismus) überhaupt zu einem richtigen denken zu kommen, ist darin zu suchen, dass man in diese Begriffe selbst hineingeht und in ihnen selbst ihr Gegenteil auffindet, statt sich irgendwelche vermittelnden Weltanschauungen zwischen ihnen auszudenken, wie etwa den sogenannten kritischen Realismus.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.10.2017