Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
A priori Mill Höffe I 346
A priori//Mill/Höffe: MillVsKant: Nach Mills Empirismus gibt es im Gegensatz zu Kant und dem Deutschen Idealismus keinerlei vorempirische, sondern lediglich eine empirische, also aposteriorische Erkenntnis. Sogar die Mathematik und die Logik sollen auf Erfahrungen und deren induktiven Verallgemeinerungen beruhen. Wegen der außergewöhnlich vielen Belege für mathematische Aussagen entstehe aber der Anschein der Notwendigkeit.
Höffe I 347
Apriorisches Denken stützt auch falsche Doktrinen und schlechte Institutionen. Praxis/Theorie: Mit diesem Argument stellt Mill die gesamte theoretische Philosophie, einschließlich Wissenschafts- und Erkenntnistheorie, in den Dienst der Praxis. Man kann hier von einem erkenntnistheoretischen Liberalismus sprechen.
Politik: Jedenfalls erhält der kompromisslose Vorrang des empiristischen Standpunktes eine politische Bedeutung, die Ablehnung des Apriorischen einen therapeutischen, genauer: präventiven Zweck.


Mill I
John St. Mill
Von Namen, aus: A System of Logic, London 1843
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998
Analogien Kant Strawson V 102
Analogien der Erfahrung/Kant: wir finden sie nicht in den Axiomen der Anschauung - "Erfahrungen sind nur durch die Vorstellung einer notwendigen Verknüpfung der Wahrnehmungen möglich" - transzendentale Ästhetik/Kant: Prinzipien der Sinnlichkeit a priori - transzendentale Analytik: enthält die Deduktion der Kategorien, den Schematismus und die Grundsätze.
V 104
Analogie: soll zeigen, wie die Ordnung der Wahrnehmungen in den Begriffen repräsentiert sein muss - von Kant genial auf die Zeitrelationen reduziert - 1. zwischen den Gegenständen 2. zwischen den Erlebnissen.
Stra V 105
1. Analogie/Kant: Quantum der Substanz in der Natur kann weder vermindert noch vermehrt werden.
V 106
Zeit/Kant: alle Zeitbestimmung setzt etwas Beharrliches voraus - Allein der Raum ist beharrlich.
V 107
StrawsonVsKant: das ist kein Grund dafür, dass die objektive Ordnung räumlich sein muss.
V 108
StrawsonVsKant: man braucht gar kein Erhaltungsprinzip! - Nur ein Re-Identifikationsprinzip für Örter (Gegenstände). - Heute: wir sehen, dass etwas verbrennt, ohne dass Substanz erhalten bleibt.
Stra V 112
2./3. Analogie/Kant: Frage: hätten die Wahrnehmungen auch in umgekehrter Reihenfolge auftreten können? a) Ereignisse: keine Zeitindifferenz
b) Gegenstand: Zeitindifferenz.
V 115
2. Analogie: die Ordnung der Reihenfolge ist nicht nur notwendig, sondern auch eine bestimmte, an die unsere Apprehension gebunden ist. - Kausalität: wenn die Ordnung notwendig ist, ist die Veränderung selber notwendig. StrawsonvsKant: dieser arbeitet hier unbewusst mit zwei Begriffen von Notwendigkeit: begrifflich/kausal
Stra V 116/117
3. Analogie/Kant: der Wechselwirkung gleichzeitig existierender Gegenstände entspricht eine Zeit-Indifferenz der Wahrnehmungen - Strawson: ungleich Kausalität.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Analytizität/Synthetizität Kant Danto I 136
Analytisch/Kant: das Verhältnis von Wirkung und Ursache - synthetisch a priori: das Verhältnis von Ereignis und Ursache.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Analytizität/Synthetizität Waismann I XII
Analytisch/synthetisch/Waismann: Mill und Mach meinten, mathematische Sätze seien empirischen Ursprungs,

Kant, die arithmetischen und geometrischen Sätze synthetische Urteile a priori.

Poincaré: zwar arithmetische Sätze synthetisch a priori, die geometrischen aber analytisch.

Frege: die arithmetischen analytisch, die geometrischen synthetisch.

Russell: sämtliche mathematischen Sätze analytisch.

Heute (1947) sagt man auch öfters ,dass die Logik ein System von Tautologien und die Mathematik ein Teil der Logik sei.

Waismann I
F. Waismann
Einführung in das mathematische Denken Darmstadt 1996

Waismann II
F. Waismann
Logik, Sprache, Philosophie Stuttgart 1976
Assoziation Hume Deleuze I 13
Assoziation/Hume: ist ein Naturgesetz. - Ideen: die Wirkung der Ideenassoziation hat drei Formen: 1. Allgemeinvorstellung (Ähnlichkeit)
2. Ordnung/Regularität (durch Vorstellung von "Substanz" oder "Modus")
3. Relation: eine Vorstellung zieht eine andere nach sich - dadurch erwerben Ideen keine neue Qualität.
I 126f
Assoziation/Prinzip/Hume: Problem: 1. Assoziation erklärt nur die Form des Denkens, nicht den Inhalt - 2. Assoziation erklärt nicht die individuellen Inhalte des Individuums - Lösung: die Erklärung liegt in den Umständen der Perzeption - auch Substanzen, allgemeine Vorstellungen und Modi bedürfen der Umstände
I 137f
Assoziationen/KantVsHume/Deleuze: das "Gesetz der Reproduktion" (häufig einander folgende Vorstellungen setzen eine Verknüpfung) setzt voraus, dass die Erscheinungen wirklich einer solchen Regel folgen - (Kant pro). - Dafür muss es einen Grund a priori geben - > Synthese der Einbildungskraft - (nicht der Sinne!) KantVsHume: sein Dualismus (Relationen seien den Dingen äußerlich) zwingt ihn, das als Übereinstimmung des Subjekts mit der Natur zu begreifen. - Diese kann aber nicht a priori sein, sonst würde sie nie bemerkt.
I 154
Assoziation/Hume: kann nicht auswählen - wenn der Geist nur durch Prinzipien festgelegt wäre, gäbe es keine Moral.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953, 1988)
II Norbert Hoerster, "Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes" aus J. Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleuze I
Gilles Deleuze
Felix Guattari
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
Ästhetik Kant Gadamer I 47
Ästhetik/Urteilskraft/Kant/Gadamer: Was Kant seinerseits durch seine Kritik der ästhetischen Urteilskraft legitimierte und legitimieren wollte, war die subjektive Allgemeinheit des ästhetischen Geschmacks, in der keine Erkenntnis des Gegenstandes mehr liegt, und im Bereich der „schönen Künste“ die Überlegenheit des Genies über alle Regelästhetik. So findet die romantische Hermeneutik und die Historik für ihr Selbstverständnis lediglich in dem Geniebegriff, der durch die kantische Ästhetik zur Geltung gekommen ist, einen Anknüpfungspunkt. >Urteilskraft/Kant. Das eben war die andere Seite der Kantischen Wirkung. Die transzendentale Rechtfertigung der ästhetischen Urteilskraft begründete die Autonomie des ästhetischen Bewusstseins, aus der auch das historische Bewusstsein seine Legitimation ableiten sollte.
Die radikale Subjektivierung, die Kants Neubegründung der Ästhetik einschloss, hat so wahrhaft Epoche gemacht. Indem sie jede andere theoretische Erkenntnis als die der Naturwissenschaft diskreditierte, hat sie die Selbstbesinnung der Geisteswissenschaften in die Anlehnung an die Methodenlehre der Naturwissenschaften gedrängt. Sie hat ihr aber zugleich diese Anlehnung erleichtert, indem sie als subsidiäre Leistung das „künstlerische Moment“, das „Gefühl“ und die „Einstellung“ bereitstellte. Vgl. >Methode/Helmholtz, >Geisteswissenschaften/Gadamer.
Wahrheit/Erkenntnis/Kunst/Kant/GadamerVsKant: Die transzendentale Funktion, die Kant der ästhetischen Urteilskraft zuweist, vermag der Abgrenzung gegen die begriffliche Erkenntnis
und insofern der Bestimmung der Phänomene des Schönen und der Kunst zu genügen. Aber geht es an, den Begriff der Wahrheit der begrifflichen Erkenntnis vorzubehalten? Muss man nicht auch anerkennen, daß das Kunstwerk Wahrheit habe? Wir werden noch sehen, dass eine Anerkennung dieser Seite der Sache nicht nur das Phänomen der Kunst, sondern auch das der Geschichte in ein neues Licht rückt. >Wahrheit der Kunst/Gadamer.
Gadamer I 48
Erkenntnis/Geschmack/Kant/Gadamer: man wird anerkennen können, dass Kants Begründung der Ästhetik auf das Geschmacksurteil
Gadamer I 49
den beiden Seiten des Phänomens gerecht wird, seiner empirischen Nicht-Allgemeinheit und seinem apriorischen Anspruch auf Allgemeinheit. Aber der Preis, den er für diese Rechtfertigung der Kritik im Felde des Geschmacks zahlt, besteht darin, daß er dem Geschmack jede Erkenntnisbedeutung abspricht. Es ist ein subjektives Prinzip, auf das er den Gemeinsinn reduziert. In ihm wird nichts von den Gegenständen erkannt, die als schön beurteilt werden, sondern es wird nur behauptet, daß ihnen a priori ein Gefühl der Lust im Subjekt entspricht. Zweckmäßigkeit/Kant: Bekanntlich wird dieses Gefühl von Kant auf die Zweckmäßigkeit gegründet (...). Das ist das Prinzip, das Kant in der ästhetischen Urteilskraft entdeckt. Sie ist hier sich selbst Gesetz. Insofern handelt es sich um eine apriorische Wirkung des Schönen, die zwischen einer bloß sinnlich-empirischen Übereinstimmung in Geschmacksdingen und einer rationalistischen Regelallgemeinheit in der Mitte steht. Der Geschmack ist „Reflexionsgeschmack“.
Inhalt/Geschmack/Kant/Gadamer: (...) die Kultur des moralischen Gefühls [wird] als der Weg bezeichnet, wie der echte Geschmack eine bestimmte unveränderliche Form annehmen
kann(1). Die inhaltliche Bestimmtheit des Geschmacks fällt also aus dem Bereich seiner transzendentalen Funktion heraus. Nur soweit es ein eigenes Prinzip der ästhetischen Urteilskraft gibt, interessiert sich Kant, und deshalb kommt es ihm auf das reine Geschmacksurteil allein an. >Schönheit/Kant.


1.Kant, Kritik der Urteilskraft, S. 264.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977
Außen/innen Stroud I 206
Allgemeines/Besonderes/Skeptizismus/Verifikationismus/Verallgemeinerung/innen/außen/Stroud: Descartes: bei ihm ist das Besondere repräsentativ und kann daher verallgemeinert werden. - VerifikationismusVsVerallgemeinerung: hält sie für verdächtig: nicht Aussagen des Systems auf das Systems selbst anwenden. StroudVsCarnap: das Problem innen/außen ist nicht dasselbe wie das des Allgemeinen und Besonderen.
StroudVsCarnap: der Satz, dass Descartes nicht weiß, ob er am Kamin sitzt ist gar nicht sinnlos, nur in Verbindung mit der skeptischen Vermutung, dass er nicht verifizierbar ist.
Problem: der Verifikationismus käme leicht in die Situation annehmen zu müssen, dass dann unsere ganze Alltagssprache sinnlos ist.
I 211
Naturalisierte Erkenntnistheorie/QuineVsCarnap/Stroud: leugnet die Notwendigkeit eines externen Standpunkts - damit wird das innen/außen-Problem vermieden.
I 214
QuineVsKant: kein a priori-"Wissen".

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Bedeutungswandel Feyerabend Rorty I 293
Bedeutungswandel/Begriffswandel/Feyerabend These: Die traditionelle empiristische Position habe ein "Postulat der Bedeutungsinvarianz" vorausgesetzt. Feyerabend wollte wie Kuhn zeigen, dass die Bedeutung wie Vorraussagen sich ändern, wenn eine neue Theorie auftritt. Sobald Begriffsschemata zu etwas Vergänglichem wurden, war die Unterscheidung von Schema und Inhalt selbst in Gefahr und damit der Kantische Begriff von der Philosophie als einer durch die Kenntnis a priori unseres eigenen Beitrag zur Wissenschaft ermöglichten Disziplin.


I 357
Bedeutungswandel/Feyerabend: Veränderungen der Ontologie sind oft von begrifflichen Veränderungen begleitet. (>PutnamVs). Feyerabend: Bsp Klassische Physik: Die Eigenschaften sind den Gegenständen innewohnend.
Relativitätstheorie: Eigenschaften sind nur Relationen. Diese beiden Systeme haben keine einzige Aussage gemein.

I 357/358
Theori/Popper/Lakatos/Feyerabend: sind Theorien vergleichbar? Feyerabend: Nein: sie haben keine Gehaltsklassen gemein, in dem man die logischen Beziehungen der Einschließung, Ausschließung oder Überschneidung herstellen kann.

Feyerabend I
Paul Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Feyerabend II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Eigentum Kant Höffe I 308
Eigentum/Kant/Höffe: Kant (...) [erklärt] das Eigentum zu einer vernunftnotwendigen Institution, folglich zu einem unverzichtbaren Bestandteil jedes Rechtsstaates. KantVsRoussau: dieser erklärt in seiner Zweiten Abhandlung alles persönliche Eigentum (...) [für] illigitim, aussschließlich Gemeindeeigentum als zulässig. Vgl. >Eigentum/Rousseau, >Gesellschaftsvertrag/Rousseau. Kant: Nun kennt die einschlägige reine praktische Vernunft lediglich formale Gesetze. Daher kann sie die Gegenstände, die die Freiheit für sich verwenden darf, nicht in zwei Gruppen, in legitime und illegitime Gegenstände, einteilen. Sie muss entweder alle Gegenstände verbieten oder sie alle zulassen. Da ein absolutes Verbot die äußere Freiheit, das Verfolgen selbstgewählter Zwecke, aufhebt, folgt e contrario: Alle Gegenstände müssen ohne jede Einschränkung als mögliche Eigentumstitel zugelassen werden.
Vernunftbesitz: (...) der Besitz im rechtlichen Verständnis [ist] im Unterschied zum physischen Besitz, dem bloßen Innehaben, keine empirische, sondern eine reine Beziehung a priori, von Kant «intelligibler Besitz» (Vernunftbesitz) genannt. Das rechtliche Eigentum besteht nämlich nicht
in einer empirisch wahrnehmbaren, sondern in einer gedanklichen Beziehung: [das gestohlene Gut ist kein Eigentum, deponiertes Gut ist nicht herrenlos].
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
Erfahrung Kant I 93
Erfahrung/Kant: die Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung überhaupt sind zugleich Bedingungen der Möglichkeit der Gegenstände der Erfahrung und haben darum objektive Gültigkeit in einem synthetischen Urteile a priori. >Apprehension, >Apperzeption, >Subjekt/Kant.
Strawson V 19
Gegenstände/Kant: sind wesentlich räumlich - Erfahrung: ist wesentlich zeitlich.
Stra V 78
Erfahrung/Kant: kann nicht völlig abweichend sein wegen der Tautologie, dass Erlebnisse und Vorstellungen, um zu einem einzelnen Bewusstsein zu gehören, die Bedingungen erfüllen müssen, die zu einem einzelnen Bewusstsein gehören.
Stra V 90
Erfahrung/Kant/Strawson: muss Raum für den Gedanken der Erfahrung selbst lassen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Gefühl Kant I 55
Gefühl/Ich/Kant: das einzige a priori erkennbare Gefühl ist das reine Ich. Alle anderen Gefühle sinnlich, pathologisch.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
Geometrie Kant Genz II 19
Kant/Geometrie/Genz: Kant wusste noch nicht, dass die Winkelsumme des Dreiecks auf einer Kugeloberfläche > 180°. (Erst Gauß, einige Jahrzehnte später, hielt es für möglich. Sein Experiment ergab es aber nicht, die Krümmung ist zu klein.).
II 20
Pointe: die Nicht-Euklidische Geometrie wird zur empirischen Wissenschaft, nicht a priori.
Thiel I 281
Raum/Geometrie/Thiel: Verwirrender ist der Bedeutungswandel der Begriffe "Raum" und "Geometrie". Kant ist hier immer der Gewährsmann der konservativen Euklidiker. Raum/Kant: Plural von Raum nur im Sinn von Teilen desselben Raums.

Nichteuklidische Geometrie/Kant/Thiel: wenig bekannt ist, dass Kant 20 Jahre vor der Kritik der reinen Vernunft (Von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte) andere Ansätze für möglich hält:
dass die physikalischen Körper anders als nach dem Newtonschen Gravitationsgesetz aufeinander wirken, dass der Raum eine andere Dimensionszahl habe als 3...
I 282
."…eine Wissenschaft von diesen möglichen Raumesarten wäre die höchste Geometrie...solche Räume können unmöglich mit solchen in Verbindung stehen, die von ganz anderem Wesen sind, sie würden andere Welten aus machen müssen..". Die Möglichkeit der Koexistenz wird geleugnet, die Existenzmöglichkeit aber anerkannt. Dass das in der Kritik der reinen Vernunft nicht mehr auftaucht liegt daran, dass Kant nun die Bedingungen der Möglichkeit von lebensweltlicher und naturwissenschaftlicher Erfahrung auffinden will, und natürlich schließt die Einheit wirklicher Erfahrung die Koexistenz unterschiedlicher "möglicher Raumesarten" aus.
I 283
Die Frage nach der "wahren" Geometrie hat im Hilbertschen Sinn überhaupt keinen Sinn, den die Axiome sind Aussagenschemata, und Schemata können nicht wahr oder falsch sein.
I 284
Im 20. Jahrhundert gab es den Versuch, die Geometrieauffassung mit neuem Inhalt zu füllen. (Relativ banal: der Nachweis der Unbrauchbarkeit euklidischer Geometrie durch die Tatsache, dass in kosmischen Größenordnungen, bei gemessenen Lichtstrahlen, die für Geraden herhalten, die Winkelsumme größer als 180° ist).
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
Geschmack Kant Gadamer I 40
Geschmack/Kant/Gadamer: Die lange Vorgeschichte, die dieser Begriff hat, bis er von Kant zum Fundament seiner Kritik der Urteilskraft gemacht wird, lässt erkennen, daß der Begriff des Geschmacks ursprünglich eher ein moralischer als ein ästhetischer Begriff ist. Er beschreibt ein Ideal echter Humanität und verdankt seine Prägung dem Bestreben, sich gegen den Dogmatismus der Schule« kritisch abzuheben. Auf das „Schöngeistige“ wird der Gebrauch des Begriffs erst später eingeengt. >Geschmack/Gracian.
Gadamer I 41
Es gibt in Geschmackssachen bekanntlich keine Möglichkeit zu argumentieren (Kant sagt richtig, es gebe Streit, aber nicht Disputation in Geschmacksdingen(1)), aber nicht nur, weil sich keine begrifflich allgemeinen Maßstäbe
Gadamer I 42
finden lassen, die alle anerkennen müssen, sondern weil man solche nicht einmal sucht, ja, es nicht einmal richtig fände, wenn es solche gäbe.
Gadamer I 43
Der Geschmack ist (...) nicht in dem Sinne ein gemeinschaftlicher Sinn, daß er sich von einer empirischen Allgemeinheit, der durchgängigen Einhelligkeit der Urteile Anderer, abhängig macht. Er sagt nicht, daß jedermann mit unserem Urteil übereinstimmen werde, sondern damit zusammenstimmen solle (wie Kant feststellt(2)). Mode: Gegenüber der Tyrannei, die die Mode darstellt, bewahrt der sichere Geschmack daher eine spezifische Freiheit und Überlegenheit. Darin liegt seine eigentliche und ganz ihm eigene Normkraft, sich der Zustimmung einer idealen Gemeinschaft sicher zu wissen. >Mode/Gadamer.
Gadamer I 48
Kant selbst hat es als eine Art geistiger Überraschung empfunden, daß ihm im Zusammenhang dessen, was dem Geschmack unterliegt, ein über die empirische Allgemeinheit hinausgehendes apriorisches Moment aufging(3). Die „Kritik der Urteilskraft“ ist aus dieser Einsicht entstanden. >Urteilskraft/Kant). Sie ist nicht mehr bloße Kritik des Geschmacks in dem Sinne, in dem der Geschmack Gegenstand der kritischen Beurteilung durch den anderen ist. Sie ist Kritik der Kritik, d. h. sie fragt nach dem Rechte solchen kritischen Verhaltens in Geschmacksdingen.
Nachahmung/Kant: Im Bereich des ästhetischen Geschmacks hat das Vorbild und Muster zwar seine bevorzugte Funktion, aber, wie Kant richtig sagt, nicht in der Weise der Nachahmung, sondern der Nachfolge(4). Das Vorbild und Beispiel gibt dem Geschmack eine Spur, seinen eigenen Gang zu nehmen, nimmt ihm aber die eigentliche Aufgabe nicht ab. »Denn der Geschmack muss ein selbsteigenes Vermögen sein«(5).
Erkenntnis/Geschmack/Kant/Gadamer: man wird anerkennen können, dass Kants Begründung der Ästhetik auf das Geschmacksurteil
Gadamer I 49
den beiden Seiten des Phänomens gerecht wird, seiner empirischen Nicht-Allgemeinheit und seinem apriorischen Anspruch auf Allgemeinheit. Aber der Preis, den er für diese Rechtfertigung der Kritik im Felde des Geschmacks zahlt, besteht darin, daß er dem Geschmack jede Erkenntnisbedeutung abspricht. Es ist ein subjektives Prinzip, auf das er den Gemeinsinn reduziert. In ihm wird nichts von den Gegenständen erkannt, die als schön beurteilt werden, sondern es wird nur behauptet, daß ihnen a priori ein Gefühl der Lust im Subjekt entspricht.
Gadamer I 51
Kunst/Schönheit/Kant/Gadamer: Die Anerkennung der Kunst scheint von der Grundlegung der Ästhetik im „reinen Geschmacksurteil“ aus unmöglich - es sei denn, daß der Maßstab des Geschmacks zu einer bloßen Vorbedingung herabgesetzt wird. >Ästhetik/Kant, >Schönheit/Kant.
Gadamer I 63
Geschmack/Kant/GadamerVsKant: Man tut dem Begriff des Geschmacks Gewalt an, wenn man die Wandelbarkeit des Geschmacks nicht in ihn aufnimmt. Wenn etwas, so ist der Geschmack ein Zeugnis für die Wandelbarkeit aller menschlichen Dinge und die Relativität aller menschlichen Werte. Kants Begründung der Ästhetik auf den Geschmacksbegriff kann von da aus nicht recht befriedigen. Es liegt weit näher, den Geniebegriff, den Kant als transzendentales Prinzip für das Kunstschöne entwickelt, als universales ästhetisches Prinzip zu verwenden. Er erfüllt weit besser als der Begriff des Geschmacks die Forderung, gegen den Wandel der Zeit invariant zu sein. >Genie/Kant.


1. Kant, Kritik der Urteilskraft, 1799, S. 233.
2. Ebenda S. 67
3. Vgl. Paul Menzer, Kants Ästhetik in ihrer Entwicklung, 1952.
4. Kant, Kritik der Urteilskraft, 1799, S. 139, vgl. 200.
5. Kritik der Urteilskraft, § 17 (S. 54).
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977
Ideen Kant Strawson V 190
Dynamische Idee/Kant: Bsp unverursachte Ursache - Ideal der reinen Vernunft.
V 191
Ideen der Vernunft/Kant: Projektion von Zielen, weiser Urheber, endgültige Einheit - Voraussetzung von Wissen, nicht Wissen.
Vaihinger I 269
Ideen/Kant/Vaihinger: "Regulative Prinzipien der reinen Vernunft" - weder innerhalb noch außerhalb der Erfahrung - »bloß Regel« für den Verstand - sie halten ihm imaginäre Richtpunkte vor.
Vaihinger I 273
Ideen (Bsp Gott) sind nicht unerforschlich - weil sie in der Natur der Vernunft sind.
Vaihinger I 275
Idee/Kant/Vaihinger: nicht bloß Täuschung - sondern zweckmäßig - Nachweis der Zweckmäßigkeit: die Deduktion.
Vaihinger I 280
Kausalität/Idee/Gott/Kant/Vaihinger: ich lege nur die Idee eines solchen (höchsten) Wesens zum Grunde, um nach der Analogie einer Kausalbestimmung die Erscheinungen als systematisch untereinander verknüpft anzusehen.
Vaihinger I 281
Vernunftidee/Kant/Vaihinger: Vernunftideen sind keine Hypothesen - sonst würde ich mich dadurch schon anheischig machen, von der Beschaffenheit einer Weltursache und einer anderen Welt einen Begriff zu haben, als ich wirklich zeigen kann. - Ideen/Kant: Vernunftbegriffe ohne Gegenstand.
Vaihinger I 301
Ideen/Kant/Vaihinger: Bsp Volk - Bsp Gott - (bloße Ideen) - (s.o.) Ding an sich - Freiheit.
Vendler I 251
regulative Ideen/Kant: (Bsp Sprache und Denken an sich) können nie zu synthetischen Sätzen a priori führen.
Adorno XIII 66
Ideen/Kant/Adorno: Ideen wie Gott, Freiheit und Unsterblichkeit sind nicht nur Regulative, an denen unser Denken sich ausrichtet, sondern vor allem Begriffe, die notwendig sind, weil ohne sie etwas wie richtiges Handeln nicht gedacht werden kann.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Vaihinger I
H. Vaihinger
Die Philosophie des Als Ob Leipzig 1924

Vendler II
Z. Vendler
Linguistics in Philosophy Ithaca 1967

Vendler I
Zeno Vendler
"Linguistics and the a priori", in: Z. Vendler, Linguistics in Philosophy, Ithaca 1967 pp. 1-32
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Interesse Kant Gadamer I 55
Interesse/Kunst/Kant/Gadamer: Wenn Kant nach dem Interesse fragt, das dem Schönen nicht empirisch, sondern a priori entgegengebracht wird, so stellt diese Frage nach dem Interesse am Schönen gegenüber der grundlegenden Bestimmung der Interesselosigkeit des ästhetischen Wohlgefallens eine neue Frage dar und vollzieht den Übergang vom Standpunkt des Geschmacks zum Standpunkt des Genies. >Geschmack/Kant, >Genie/Kant. Die interessierende Bedeutsamkeit des Schönen ist die eigentlich bewegende Problematik der kantischen Ästhetik. >Ästhetik/Kant, >Kunst/Kant.
Gadamer I 56
Hier kommt Kants Eigenstes zur Sprache(1). Es ist nämlich keineswegs, wie wir erwarten würden, die Kunst, um derentwillen Kant über das „interesselose Wohlgefallen“ hinausgeht und nach dem Interesse am Schönen fragt. Natur/Kant: Während der durch Rousseau belehrte Kant den allgemeinen Rückschluss von der Verfeinerung des Geschmacks am Schönen überhaupt auf das sittliche Gefühl ablehnt, ist es mit dem Sinn für die Schönheit der Natur nach Kant eine eigene Sache. Dass die Natur schön ist, weckt nur bei dem ein Interesse, der »vorher schon sein Interesse am Sittlich-Guten wohlgegründet hat«. Das Interesse am Schönen in der Natur ist also »der Verwandtschaft nach moralisch«. Indem es die absichtslose Übereinstimmung der Natur zu unserem von allem Interesse unabhängigen Wohlgefallen bemerkt, mithin eine wunderbare Zweckmäßigkeit der Natur für uns, weist es auf uns als auf den letzten Zweck der Schöpfung, auf unsere „moralische Bestimmung“.(2)


1. F. Schiller, Über naive und sentimentalische Dichtung, Werke ed. Güntter u. Witkowski, Leipzig 1910ff., Teil 17, S. 480.
2. K.d.U. § 42
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977
Letztbegründung Leibniz Holz I 50
Def Evidenz/Gewissheit/a priori/Leibniz: die Gewissheit (der Notwendigkeit identischer Sätze A = B) stützt sich weder auf Empirie noch auf Deduktion, sondern auf eine apriorische Einsicht.
I 50
Rationalismus/HolzVsLeibniz: Problem für eine sich "wissenschaftlich" verstehende Philosophie: diese "unmittelbare Einsichtigkeit" sogenannter Letztbegründungen führt auf eine andere epistemologische Ebene. Gefahr des irrationalistischen Umschlags!
I 51
Damit ist die Gewissheit der Axiome nicht mehr abgesichert. Leibniz insistiert aber darauf, sie aus der "Evidenz der Identität" (mit sich selbst) bewiesen werden müssen.
Holz I 51
Letztbegründung/Beweis/Axiome/Evidenz/Leibniz/Holz: hier wird die Geltung des Identitätssatzes (A = B bzw. A = A ) als Erfahrungswert genommen! Es geht also nicht darum, dass die Prädikate im Subjekt inhärent sind. Diese Voraussetzung ist in sich selbst nicht mehr ableitbar. Evidenz ist keine logische Kategorie.
Die Geltung des Identitätssatzes darf also nicht nur rein logisch begründet werden. Sie hat eine vorprädikativen Ursprung.
Logik/Husserl: hat die Abstinenz der Logik von ihrem Erkenntnisgehalt nachdrücklich zurückgewiesen.
I 52
Letztbegründung/Beweis/Axiome/Evidenz/Leibniz/Holz: wir brauchen also einen anderen Typus von Sätzen als den offen oder virtuell identischen.
Holz I 75
Grund/Leibniz: kann nur durch das Durchlaufen der ganzen series rerum gefunden werden. Er ist nun aber deshalb nicht außerhalb der series rerum zu finden, sondern vollständig innerhalb, allerdings nicht am Anfang, sondern als die Reihe als Ganzes! Unterschied: während der unendliche Verstand außerhalb des Ganzen stehen müßte (als Abbildender) (vielleicht auch ein "unbewegter Beweger" usw.) muss der Grund (als Totalität der Reihe) innerhalb der Reihe sein.
Grund/Leibniz: der universelle letzte Grund (Gesamtheit der Reihe der Dinge, Welt, ultima ratio) ist auch für den endlichen Verstand notwendig, weil es sonst überhaupt nichts gäbe.
Holz I 83
Letztbegründung/LeibnizVsKant: macht den subjektphilosophischen Radikalismus nicht mit. Wie vor ihm Spinoza und nach ihm Hegel hat er von der seit Descartes unverzichtbaren Subjektreflexion aus einen nicht subjektiven Seinsgrund finden wollen, der sich in den Vernunftwahrheiten ausdrückt. Dafür reichen zwei Prinzipien aus:
1. Prinzip des Widerspruchs
2. Das Prinzip des zureichenden Grundes. (Kann auf das Widerspruchsprinzip zurückgeführt werden).
Da außerdem das Identitätsprinzip aus der Sinneswahrnehmung eingesehen wird, dürfen wir den Prinzipien der Sachen selbst (also ihrer ontischen Realität) die in unserem Denken vorausgesetzte Vernunft (ihre Logizität) zuschreiben.
Das ist ebenso panlogisch wie das System Hegels.
I 84
Im Universum und seinen Teilen ist so Logik niedergeschlagen und verkörpert.
Holz I 123
Letztbegründung/Existenz/Leibniz: zu begründen, warum es überhaupt etwas gibt bedeutet also, im Wesen der Möglichkeiten das Prinzip anzugeben, das der Minimalisierung der Verwirklichungstendenzen entgegenwirkt. Nun stellt sich heraus, dass die beiden Prinzipien:
1. Identitätsprinzip (Alles ist mit sich identisch")
2. Varietätsprinzip ("Verschiedenes wird von mir wahrgenommen") logisch, aber nicht ontologisch ausreichen, um die Existenz der Welt überhaupt zu begründen.
Man kann damit zwar vom Einzelnen auf Verschiedenes und auf einen gewissen Zusammenhang schließen und von daher begründen, warum etwas Bestimmtes (und nicht etwas anderes an seiner Stelle) ist,
I 124
Es bleibt aber unbegründet, warum überhaupt etwas ist. Das fehlende ontologische Zwischenglied findet Leibniz in einem dritten Axiom, das er zu den absolut ersten Wahrheiten zählt:
These: Alles Mögliche strebt nach Existenz und existiert daher, wenn nicht etwas anderes, das auch zur Existenz strebt es daran hindert und mit dem ersten unverträglich ist.
Das ist nach Leibniz beweisbar unter der Voraussetzung der Tatsachenwahrheit, dass wir überhaupt etwas wahrnehmen.
Außerdem machen wir ja die Erfahrung der Veränderung, dass etwas zu existieren beginnt, was vorher nicht da war. (Aber eben vorher möglich war).
Es kann nun aber a priori kein Grund ausgemacht werden, warum etwas stärker strebt als ein anderes, der Grund muss also im System der Ko Ordination (der gegenseitigen Hemmungen) gesucht werden.
Daraus folgt, dass immer diejenige Verbindung der Dinge existiert, in der am meisten existiert.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Holz I
Hans Heinz Holz
Leibniz Frankfurt 1992

Holz II
Hans Heinz Holz
Descartes Frankfurt/M. 1994
Logik Kant Strawson V 64
Logik/Kant: trägt nicht den Bedingungen Rechnung, die die Gegenstände erfüllen müssen. - Logik macht von Begriffen Gebrauch, aber nicht vom Inhalt der Erkenntnis. - Allgemeine Logik: abstrahiert - transzendentale Logik: hat ein Mannigfaltiges der Sinnlichkeit vor sich liegen.
V 68
Es kann keine bestimmte Weise geben, in der wir über Gegenstände der Erfahrung denken müssen, damit wahrheitsfunktionale Zusammensetzung von Aussagen möglich wäre. - Die Möglichkeit der Zusammensetzung kann nicht von unserer Verfügung über irgendeinen weiteren Begriff a priori von einem Gegenstand überhaupt abhängen. StrawsonVsKant: "metaphysische Deduktion": fehlgeschlagener Versuch, die Kategorien aus der Logik abzuleiten.
Strawson: die Logik bringt Kant überhaupt nicht weiter.

Bubner I 105
Logik/KantVsTadition: alt: während die herkömmliche Logik die Begriffslehre der darauf aufbauenden Urteilslehre vorausschickt, geht neu: die transzendentale Logik umgekehrt vor und orientiert die fundamentalen Kategorien bereits an der Synthesisleistung der Urteile.
I 106
Die kategoriale Vorstrukturierung durch Begriffe a priori konstituiert Gegenstände als Gegenstände und "macht" sie damit zum Thema möglicher Erkenntnisurteile .((s) Reflexiv, Kritik). Bsp der "schwarze Mensch" und "der Mensch ist schwarz": im ersten Fall bloß als schwarz gedacht (problematisch)
im zweiten als solcher erkannt!
Beide Male aber derselbe Verstand durch dieselben Handlungen!
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
Logik Logik-Texte Hoyningen-Huene II 148f
A: Niemand kann dieses Buch in drei Tagen lesen. - B: Eine fleißige Studentin kann dieses Buch in drei Tagen lesen. Ob es fleißige Studentinnen gibt, ist etwas, das mit der Aussagenlogik nicht erfasst werden kann. Die Inkonsistenz des Beispiels wird erst mit der Prädikatenlogik erfassbar. Andere Inkonsistenzen können mit den Mitteln der Logik überhaupt nicht erfasst werden: A: Hans ist ein Riese. - B: Hans ist ein Zwerg.

Re III 62f
Unterschied kompakt/nicht-kompakt: die klassische Logik ist eine Logik 1. Stufe. Eine kategorische Menge von Axiomen für die Arithmetik muss eine Logik zweiter Stufe sein. (Quantoren auch für Eigenschaften). Logik 1./2. Stufe nicht syntaktisch, sondern semantisch unterschieden!
Bsp Napoleon alle Eigenschaften: syntaktisch nicht zu unterscheiden, ob Logik 1. oder 2. Stufe!
Re III 70ff
VsKlassische Logik: Diese Reduktion schlägt freilich fehl. Denn »nichts ist rund und quadratisch« ist notwendig wahr, aber seine nicht-logischen Komponenten können in keiner Weise interpretiert werden, die diese Aussage falsch machen. Das Zulassen von veränderlichen Definitionsbereichen für die klassische Darstellung war eine Katastrophe. Die Modalität ist zurückgekehrt. Wir können eine Ersetzung vornehmen, aber wir können nicht wirklich den Bereich verändern.
Wenn ein Objekt rund ist, dann folgt, dass es nicht quadratisch ist. Aber diese Folgerung ist nicht gültig dank der Form, sondern dank des Inhalts.
Re III 79
Es war ein Fehler, das Wahrheitserhaltungskriterium als »es ist unmöglich, dass die Prämissen wahr sind und die Schlussfolgerung falsch« auszudrücken. Denn es ist nicht so offensichtlich, dass eine Notwendigkeit besteht von A nach B zu folgern. Vorausgesetzt, er ist feige, folgt, dass er entweder feige ist oder - was man will. Aber einfach aus der Tatsache, dass er feige ist, folgt nicht, dass wenn er nicht feige ist - was man will.
Re III 151f
Logik 1.Stufe: Individuen,2.Stufe Variablen für Prädikate, Verteilung der Prädikate durch Quantoren - 1.Stufe lässt beschränktes Vokabular 2. Stufe zu: Existenz- und Allquantor!
III 161
Freie Logik: keine Existenzannahmen- kein Schluss vom Fehlen des Wahrheitswertes zur Falschheit - Globalbewertung.
Me I 26
Begründung der Logik/Menne: die so genannten logischen Prinzipien der Identität, des Nicht-Widerspruches und des ausgeschlossenen Dritten reichen nicht aus, um die Logik herzuleiten - zusätzlich werden noch zehn Theoreme und Regeln der Aussagenlogik benötigt, allein um die Syllogistik exakt herzuleiten - diese Axiome stellen keine evidenten ontologischen Prinzipien dar - Kant: transzendentale Begründung der Logik. Sie muss a priori gelten.
I 28
Begründung aus der Sprache: übersieht, dass es gar keiner expliziten Logik bedürfte, wenn die Sprache selbst schon die Logik enthielte - gerade weil die Sprache nicht stets logisch verfährt, bedarf es der Logik zur Normierung der Sprache - Menne: es muss ein rekursives Verfahren zur Begründung geben.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Naturalisierte Erkenntnistheorie Stroud I 209
Skeptizismus/naturalisierte Erkenntnistheorie/ET/Stroud: S wird unvermeidlicher, je mehr wir die externe (distanzierte) Position einnehmen und Belege betrachten - es gibt keine unabhängige Information über die Welt - Bsp Raum mit Monitoren. - Gehirne im Tank/GIT - Kant: eine solche Unterscheidung zwischen Sinneserfahrung und anderem Wissen würde uns von der Welt abschneiden.
I 211
QuineVs: gilt nur für die traditionelle Erkenntnistheorie - Lösung: wir müssen nur eine "distanzierte" Position vermeiden. - QuineVsKant: so geht auch die Untersuchung des allgemeinen menschlichen Wissens!
I 211
Naturalisierte Erkenntnistheorie/QuineVsCarnap/Stroud: leugnet die Notwendigkeit eines externen Standpunkts - damit innen/außen-Problem vermieden.
I 214
QuineVsKant: kein a priori-Wissen.
I 250
Naturalisierte Erkenntnistheorie/NE/Wissen/Unterbestimmtheit/Skeptizismus/StroudVsQuine: Naturalisierte Erkenntnistheorie muss erklären: wie verursachen entferntere Ereignisse nähere? - wie wird unser überschießender Glaube verursacht? - aber das würde sie nicht erklären - (wie die "Lücke" zwischen Daten und Wissen überbrückt wird.) - Stroud: deshalb nicht, weil es gar keinen Sinn macht zu sagen, dass hier in einer Kausalkette eine Lücke klafft - dann kann man auch nicht von Unterbestimmtheit reden - dass ein Ereignis ein anderes "unterbestimmt". - ((s) Es gibt keine "Ursache, die nicht hinreichend" wäre.) Unterbestimmtheit/Quine: Bsp Wahrheiten über Moleküle sind unterbestimmt durch Wahrheiten über alltägliche Dinge.
Lücke/Stroud: Quine hat mit einer Lücke zu tun, weil er von Information ((s) Inhalt) spricht, nicht von bloßen Ereignissen.
I 251
Input/Stroud: der einzelne Input ist nicht "mager" - ((s) nur als Massenterm) - nicht mager, wenn er als Ereignis aufgefasst wird - also können wir bei Ereignissen nicht von Unbestimmtheit reden! StroudVsQuine: Problem: wenn der Input zu mager ist, erfordert der Übergang zum Überfließenden Output Bewusstsein - der "Beleg" muss auch einer sein!
I 253
Naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/StroudVsQuine: wir können nicht alle unsere Glauben als "Projektionen" betrachten. Und wir dürfen keine epistemische Priorität ((s) dass Sinneseindrücke näher an uns sind als die äußeren Gegenstände) annehmen.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Neurobildgebung Canli Corr I 310
Neurobildgebung/Canli: Ein Ansatz besteht darin, die Ergebnisse von Ganzhirnanalysen zusätzlich zu den Analysen aus a priori interessierenden Regionen zu berichten((1)-(6)). Ein weiterer Ansatz besteht darin, funktionale Konnektivitätsanalysen durchzuführen, um zu untersuchen, wie die Aktivierung über räumlich getrennte Regionen hinweg korreliert ist. Zum Beispiel in unserer Studie über Zustandsassoziationen von Extraversion und Neurotizismus mit ACC-Aktivierung (Canli, Amin, Haas et al. 2004)(7).
Corr I 311
Wir haben einen dritten Ansatz entwickelt (Omura, Aron und Canli 2005)(8), der eine Alternative zum traditionellen Ansatz der Regionen von Interesse (Region of Interest - ROI) darstellt, die wir die "Regionen der Varianz" (Regions of Variance - ROV) genannt haben. Der ROI-Ansatz konzentriert sich auf Regionen, die sich in früheren Studien mit einem ähnlichen Aufgabenparadigma als konsequent aktiviert erwiesen haben. VsROI: Hirnregionen, die von Studienteilnehmer zu Studienteilnehmer eine große Varianz aufweisen, zeigen möglicherweise nie eine ausreichende Aktivierung auf Gruppenebene, um statistische Schwellenwerte in traditionellen Bildgebungsstudien zu überschreiten, und werden daher nie gemeldet. Wir haben daher eine alternative Methodik entwickelt, die Regionen der Varianz (ROVs) identifiziert, d.h. Bereiche, die die größte Variabilität zwischen den Probanden für einen gegebenen Kontrast innerhalb eines Subjekts aufweisen.
Wir behandeln diese ROVs dann als Regionen von Interesse, um zu beurteilen, ob bestimmte Variablen von Interesse die Varianz in diesen Regionen erklären können. Der konzeptionelle Unterschied zwischen dem ROV- und dem ROI-Ansatz ist beträchtlich: ROVs werden empirisch abgeleitet und sind daher frei von theoretischen Annahmen oder Vorurteilen über das neuronale Substrat und dessen Zusammenhang mit dem untersuchten kognitiven Prozess. Im Gegensatz dazu stellen ROIs typischerweise erhebliche Annahmen über die kognitiven Funktionen dar, bei denen sie eine Rolle spielen sollen.
Probleme/VsROV: Wir haben auch entdeckt, dass der ROV-Ansatz gelegentlich interessante Zusammenhänge zwischen Gehirnverhalten übersieht.
Corr I 312
Zum Beispiel übersah der ROV-Ansatz den Zusammenhang zwischen Extraversion und ACC-Reaktion auf positive Reize in der linken Hemisphäre. Es stellte sich heraus, dass, obwohl die Korrelation zwischen Extraversion und ACC-Aktivierung sehr signifikant war, der tatsächliche Wertebereich, der zu dieser Korrelation beigetragen hat, relativ eng war und ein geringes Maß an Varianz zwischen den Probanden ergab.


1. Phan, K. L., Wager, T., Taylor, S. F. et al. 2002. Functional neuroanatomy of emotion: a meta-analysis of emotion activation studies in PET and fMRI, Neuroimage 16: 331–48
2. Phillips, M. L., Drevets, W. C., Rauch, S. L. et al. 2003a. Neurobiology of emotion perception I: The neural basis of normal emotion perception, Biological Psychiatry 54: 504–14
3. Phillips, M. L., W. C. Drevets, et al. 2003b. Neurobiology of emotion perception II: Implications for major psychiatric disorders. Biological Psychiatry 54: 515–28
4. Wager, T. D., Phan, K. L., Liberzon, I. et al. 2003. Valence, gender, and lateralization of functional brain anatomy in emotion: a meta-analysis of findings from neuroimaging, Neuroimage 19: 513–31
5. Baas, D., Aleman, A. and Kahn, R. S. 2004. Lateralization of amygdala activation: a systematic review of functional neuroimaging studies, Brain Research Reviews 45: 96–103
6. Phan, K. L., T. D. Wager, et al. 2004. Functional neuroimaging studies of human emotions, CNS Spectrums 9: 258–66
7. Canli, T., Amin, Z., Haas, W. et al. 2004. A double dissociation between mood states and personality traits in the anterior cingulate. Behavioral Neuroscience 118: 897–904
8. Omura, K., Aron, A. and Canli, T. 2005. Variance maps as a novel tool for localizing regions of interest in imaging studies of individual differences, Cognitive Affect and Behavioural Neuroscience 5: 252–61


Turhan Canlı,“Neuroimaging of personality“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018
Prinzipien Peacocke I 34
Signifikanz/Prinzip der Signifikanz/Peacocke: wenn wir uns vorstellen können, dass ein Beweis (Evidenz) eine Hypothese stützt, dann ist das nicht hinreichend dafür zu zeigen, dass die Hypothese signifikant ist. - Es könnte sein, dass entweder die Hypothese oder der Beweis unabhängig vom anderen ist.
I 113
Prinzip der Sensitivität: es ist a priori und notwendig, dass der Denkende bei Evidenz* für x den Gedanken denken kann, dass x (verkürzt).
I 114
Konstitutive Rolle: alles, was die Bedingungen des Prinzips der Sensitivität erfüllt.
I 154
Demonstrativ/Peacocke: starkes Prinzip: Fähigkeit zum Erfahrungsurteil ist notwendig für den Besitz des Begriffs. - Schwaches Prinzip:
I 154
Identität/Regress/Peacocke: nicht alle Glaubenseinstellungen 'a ist b' können auf Identifikation von a beruhen, sonst Regress - aber auch nicht auf hinreichenden Bedingungen für b - ebenfalls Regress.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Relationen Hume Deleuze I 121/122
Relation/KantVsHume: Relationen sind den Vorstellungen nicht äußerlich. HumeVsKant: jede Relation ist ihren Termen äußerlich - Bsp Gleichheit ist keine Eigenschaft der Figuren selbst - Bsp benachbarte und entfernte Figuren erklären nicht, was Nachbarschaft und Entfernung ist - Relation setzt eine Synthese voraus.
Raum/Zeit: im Geist nur Komposition, zur Relation durch Fiktion - Bsp Assoziation: schafft Relation, erklärt aber nicht, dass Entfernung eine Relation ist.
Deleuze I 135
Relationen/Hume: lassen sich nicht von der Erfahrung ableiten, sie sind Wirkungen der Assoziationsprinzipien - den Dingen äußerlich (Atomismus). KantVsHume: nicht äußerlich - Kant: daher kritische Philosophie statt Empirismus.
Deleuze I 139
KantVsHume: Relationen sind insofern von der Natur der Dinge abhängig, als die Dinge als Phänomene eine Synthese voraussetzen, die sich aus derselben Quelle speist wie die Synthese der Relationen. - Deshalb ist die Kritische Philosophie kein Empirismus. - Es gibt ein a priori, d.h. die Einbildungskraft ist produktiv.
Deleuze I 145
Kausalität/Hume: ist die einzige Beziehung, aus der sich etwas schließen lässt.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953, 1988)
II Norbert Hoerster, "Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes" aus J. Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleuze I
Gilles Deleuze
Felix Guattari
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
Relationen Kant Strawson V 51
Relationen/Kant: zwischen den Gegenständen in der Erfahrung schreiben wir allein unserem Verstand zu. Daher sind Raum und Zeit bloße Formen a priori.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Skeptizismus Kant Stroud I 128
Skeptizismus/Kant: es bleibt ein Skandal der Philosophie, dass die Existenz der Dinge außerhalb von uns allein aufgrund von Glauben akzeptiert werden muss. KantVsDescartes: die Relation zwischen philosophischer Frage und Alltagswissen ist indirekter und komplexer als er dachte - ((s) Aber für Kant ist die Wahrnehmung äußerer Dinge sehr direkt.)
Stroud I 136
KantVsSkeptizismus: zwei Stufen: 1. Äußere Dinge beweisen (hat Moore geschafft) - 2. Die allgemeine Möglichkeit solcher Beweise zeigen -
Stroud I 138
Stroud: Problem: wir haben noch keinen bestimmten Wortlaut (Satz) mit dem Kant seinen Realismus formulieren würde und den Moore beweisen könnte.
Stroud I 142
Alltagswissen ist unproblematisch, vollständig und muss nicht bewiesen werden.
Stroud I 140
Skeptizismus/KantVsSkeptizismus: kann nie zu einer Konklusion gelangen aufgrund der von ihm selbst akzeptierten Prämissen.
Stroud I 147
KantVsDescartes: dieser geht nicht tief genug und verlässt sich zu stark auf "Zeugnisse" - (Belege, Beweise) - wichtiger: die Bedingungen der Möglichkeit - > Davidson: Kant: keine Untersuchung unseres Wissens könnte zeigen, dass wir immer etwas anderes wahrnehmen als die unabhängigen Objekte, die wir um uns herum annehmen. Lösung/Kant: "Kopernikanische Wende": Idealität aller Erscheinungen. - Wir haben nur davon direktes Bewusstsein, was zu uns gehört. Unsere Wahrnehmung hängt von unserem Vermögen ab. - Falsch: dass unsere Erfahrung den Dingen gemäß sein müsste, sondern umgekehrt.
Stroud I 149
Äußere Dinge/Gegenstände/Welt/Realität/Kant/Stroud: alle unsere Wahrnehmung, ob innere oder äußere, und alle "äußeren Objekte der Wahrnehmungen... müssen wir als Repräsentationen betrachten, von dem, wovon wir unmittelbar bewusst werden können. - ((s) Das Ding ist also die Repräsentation unseres Bewusstseins. - > Transzendentaler Idealismus - begründet den a priori-Charakter unseres Wissens von Raum und Zeit (Geometrie) - Daher können die Dinge nicht unabhängig von unseren Gedanken und Erfahrungen existieren.
Stroud I 163
StroudVsKant: dass wir uns unserer Erfahrungen bewusst sein müssen, ist die Wiederkehr der "epistemischen Priorität" (von Descartes).
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Synthesis Kant Danto I 133
Synthetisch a priori/Kant: vor jeder Erforschung der Welt erkennbar - Daran knüpft er die bloße Möglichkeit, überhaupt Philosophie zu betreiben. - Denn sie ist nichtempirisch. Analytisch/Kant: Bsp "Jede Ursache hat eine Wirkung". - Nicht analytisch: "Alle Ereignisse haben Ursachen". - Es gehört nicht zur Bedeutung von "Ereignis", dass es eine Ursache hat. - Aber dennoch synthetisch a priori: - Bsp "Jedes Ereignis hat eine Ursache". - (Variation von Leibniz’ Gesetz). - Es definiert, was es für das Universum heißt, verstandesmäßig erfassbar zu sein.
Danto I 211
Erfahrung/Repräsentation/Kontinuität/Internalismus/Danto: Kontinuität ist nicht in der Erfahrung gegeben. - Sonst gäbe es gar nicht die Frage, ob Existenz kontinuierlich ist. - Lösung/Kant: geistige Synthesis.

Strawson V 26
Synthesis/Kant: der Prozess der Produktion der Einheit der Erfahrung. - Es kann kein empirisches Wissen über die Synthesis geben - das Wissen wird durch sie erst erlangt.
Stra V 81
Synthesis/Kant: bewusst, aber nicht wie ich mir erscheine, sondern nur, dass ich bin. - Denken, nicht Anschauen. - Kant/Strawson: Kants Synthesis beruht auf Unterscheidung der Vermögen von Sinnlichkeit und Verstand. StrawsonVs: Wir versuchen es ohne sie.

Bubner I 100
Urteil/Synthesis/Kant: die Einheit des synthetisch Zusammengefassten gibt dem fraglichen Verhältnis der Begriffe erst die nötige Bestimmtheit. Diese Bestimmtheit trägt des Weiteren den Gegenstandsbezug, der im Urteil als Erkenntnisanspruch stets mit enthalten ist. "Allein die Synthesis ist doch dasjenige, was eigentlich die Elemente zu Erkenntnissen sammelt und zu einem gewissen Inhalt vereinigt."
Das gelingt dadurch, dass Kant Def Begriffe mit Vorstellungsinhalten gleichsetzt.
I 103
Synthesis/Kant: sie ist ursprünglich einig und für alle Verbindung gleich geltend. Der Hinweis auf die Handlung scheint auch die Frage der Einheit zu beantworten. ((s) weil aus Tätigkeit, nicht aus den Objekten herrührend). Sie enthält drei Momente.
1. das gegebene Mannigfaltige
2. das Verbinden
3. die Einheit Dabei existiert kein unabhängiger "Einheitspol", der sozusagen als ein weiteres neben den vielen zu verbindenden Elementen erscheint.
Die Einheit steht dem Vielen nicht als isoliertes Prinzip gegenüber.
Daher spricht der Idealismus von der Identität von Identität und Nichtidentität.
I 104
Einheit/SynthesisIdealismus/Kant: der Ort der Einheitlichkeit lässt sich jetzt bezeichnen, es ist der reine Handlungscharakter der Synthesis. Dieser Handlungscharakter geht über alle Einzelverknüpfungen hinaus, liegt allem tatsächlichen Zusammenstellen voraus und ist durch noch so viele synthetische Akte niemals zu erschöpfen.
I 108
Synthesis/VsKant: seine Nachfolger haben die Schwäche aufgedeckt, daß es für den obersten Punkt dieser Gedankenkette keine Evidenz gibt.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
Synthetisches Chisholm II 60
Synthetisch: Existenzsatz/Kant: jedes Existentialurteil ist nach Kant synthetisch. synth. Urteile a priori/Kant: machen bedingte Existenzbehauptung. (> Analogien der Erfahrung) - ChisholmVs.
II 61
Synthetisch a priori/Kant: Bsp der Raum ist dreidimensional. - RiemannVs: dass der Raum dreidimensional ist, ist durch die Riemannsche Geometrie widerlegt. Synthetisch a priori/Chisholm: hängt davon ab, ob es nicht-analysierte Propositionen der Form Alle S sind P gibt. - Bsp Chisholm: Alles Quadratische ist gestaltbesitzend, alles Rote ist farbig, nichts Rotes ist grün. - Aber das ist nicht eindeutig: es gibt zwei Formen: a) Alle Menschen sind sterblich, b) Alle Menschen sind Nachkommen.
II 62
Chisholm: das ist formgleich mit den analytischen Propositionen. - KantVsChisholm: formverschieden.
II 72
Synthetisch a priori/Chisholm/Sauer: Problem: es gibt kein synthetisch a priori, wenn die Definition von "notwendig" lautet: p drückt eine nicht widerspruchsfrei negierbare Proposition aus. - Falsche Lösung: Notwendigkeit als bloße Inklusion (Erfassen von a schließt Erfassen von b ein) zu wählen, dann folgt ein Widerspruch: es wäre möglich, dass es eine und keine mögliche Welt gäbe, sodass non-p. - Grund: Bsp p drückt eine Inklusion aus, dann ist non-p widersprüchlich.
II 73
Synthetisch a priori/Chisholm/Sauer: Bsp (S) Alles Rote ist farbig: ist keine logische Wahrheit, weil nicht in jeder möglichen Welt rote Gegenstände existieren. - analytisch/Sauer: Problem: das gleiche passiert bei der Analytizität: aus der Tatsache, dass (A) "Alle Quadrate sind Rechtecke" analytisch ist, würde folgen, dass das in jeder möglichen Welt so ist, aber nicht aus dem einfachen Satz "Alle Quadrate sind Rechtecke". - ((s) Denn es gibt möglichen Welten ohne Quadrate.) - Vs: s.u.
II 74
Wenn "Alle Quadrate sind rechteckig" wahr ist, dann existiert die Eigenschaft des Quadratischseins.
II 76
Die Lehre vom synthetischen Apriori bei Kant ist VsEmpirismus. - Die Lehre vom analytischen Apriori ist VsRationalismus: allein durch konsistentes Denken zur Erkenntnis von Gegenständen zu kommen. - ((s) daraus folgt keine Existenz.)

Sauer, W. Über das Analytische und das synthetische Apriori bei Chisholm. In: M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Synthetisches Nietzsche Danto III 112
Synthetisches /Realität/NietzscheVsKant/Nietzsche/Danto: Nietzsche pflichtet der Kantischen Revision des Empirismus nicht in allen Belangen bei; (…) wir können nicht anders als im Einklang mit gewissen synthetischen Urteilen a priori denken: Statt zu fragen, wie synthetische Urteil a priori möglich sind, sollten wir fragen, warum sie nötig sind. Warum sie geglaubt werden müssen, und warum sie dennoch falsch sein könnten! (F. Nietzsche Jenseits von Gut und Böse, KGW VI.,2 S. 29).

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Synthetisches Wittgenstein Hintikka I 204
synthetisch a priori/HusserlVsKant/WittgensteinVsKant/Hintikka: als Beispiele stammen aus der Erfahrung.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Transzendentales Transzendentales, Philosophie: Der Begriff des Transzendentalen geht auf Kant zurück und betrifft die Anstrengung, sich mit den Bedingungen der Erkenntnis auseinanderzusetzen im Gegensatz zum bloßen Annehmen oder Hinnehmen von Erfahrungen und Sinneswahrnehmungen. Siehe auch Erkenntnistheorie, Wahrnehmung, Erfahrung, Letztbegründung, Verifikation, Bestätigung, Möglichkeit, Kontingenz, a priori.
Transzendentales Kant I 81f
Transzendentale Erkenntnis/Kant: ("Erkenntnis a priori") Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis - wird nur durch Mathematisierung des Gegebenen der Anschauungen garantiert. - Kriterium für Wissenschaftlichkeit.
Strawson V 19ff
Transzendentale Analytik/Kant: 1. Erfahrung: Reihenfolge - 2. Einheit in der Reihenfolge, wie für das Bewusstsein erforderlich (These von der Einheit des Bewusstseins) - 3. Erfahrung von Gegenständen ist unterscheidbar von Erfahrung über, sodass Urteile über das, was der Fall ist auch unabhängig vom subjektiven Erfahren möglich sind (Objektivitätsthese) - 4. Gegenstände sind wesentlich räumlich - 5. Ein einheitliches raumzeitliches System ist notwendig - 6. Physikalische Gegenstände: brauchen gewisse Grundsätze der Beharrlichkeit und Kausalität (Thesen der Analogien).
Stra V 74f
Transzendentale Deduktion/Kant/Strawson: Prämisse: Erfahrung enthält eine Mannigfaltigkeit, die geeignet ist, irgendwie in einheitlichen Urteilen vereinigt zu werden.
V 75
StrawsonVs: die "reinen" Begriffe haben keine notwendige Anwendung auf die Erfahrung.
Stra V 134
Transzendentale Ideen/Kant: 1. Absolute Einheit des Subjekts, 2. Einheit der Bedingungen der Erscheinungen, 3. Einheit der Bedingungen der Gegenstände.
Stroud I 153
Transzendental/Kant/Stroud: transzendental sind die Dinge von uns unabhängig, wenn auch jeder Sinneseindruck von uns abhängig ist. - Unterschied: transzendent: behauptet ein jenseitiges Reich der Erfahrung - transzendental/Kant: ist eine Theorie, wenn sie mit den allgemeinen Bedingungen unseres Wissens von den Dingen unabhängig von der Erfahrung zu tun hat. - Das ist Bedingung für empirisches Wissen überhaupt. - Diese Bedingungen können nicht selbst empirisch gewusst werden - (sondern a priori). - Erfahrung/Kant: zeigt, dass ein Ding so und so ist, aber nicht, dass es nicht anders sein kann.
Stroud I 162
Def transzendentaler Realismus/Kant: fasst die äußeren Dinge als etwas von den Sinnen Getrenntes auf - KantVs: das führt zum empirischen Idealismus - Problem: dann sind wir unserer Repräsentationen bewusst, wissen aber nicht, ob ihnen etwas Existierendes entspricht.
Adorno XIII 13
Transzendentales/Kant/Adorno: bei Kant heißt der Begriff des Transzendentalen zunächst einmal gar nichts anderes als der Inbegriff all der Untersuchungen, die sich auf synthetische Urteile a priori beziehen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Unintendierte Modelle Putnam VI 402
Modell/Theorie/Interpretation/unintendiertes Modell/Putnam: weil das Modell nicht unabhängig von der Theorie festgelegt ist, wird T1 wahr sein, in dem Modell - d.h. aus der Sicht einer Meta-Theorie. Wahr in allen erlaubten Modellen aus Sicht einer Theorie, in der die Terme von T1 nicht von Anfang an referieren. - S: ist dann "analytisch", aber eher im Sinn von Kants "synthetisch a priori": denn "analytisch" gehört mehr zur Form der Repräsentation, und nicht zum "Inhalt". - Es kann falsch von der Welt (im Gegensatz zur WELT) sein, weil die Welt nicht unabhängig von unserer Beschreibung beschreibbar ist.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Verstand Kant I 87
Def Verstand/Kant: das Vermögen der Begriffe. Auch der reine Verstand kann Erkenntnisquelle sein, für »philosophische« Erkenntnis, und für formal-logische. Begriff/Kant: nichts als die Synthesis ist möglicher Anschauungen, die a priori nicht gegeben sind. Philosophische Sätze sind deshalb immer allgemeine Grundsätze für mögliche empirische Anschauungsverbindung, zum Beispiel der Grundsatz der Kausalität.
I 93
»Innere« Handlungen des Verstandes/Kant: »innerer Sinn, dessen Form die Zeit ist«. - Die Bilder, welche die objektiven Einheiten der Dinge vorschreiben, sind Bilder des Ich von sich in der Zeit. - Die Einheit des Bewusstseins des Gegenstands ist dann zugleich die Einheit des Gegenstands. - > Schematismus: erkennt Kategorien als geeignet als Anschauungsbestimmungen.
I 99
Verstand/Kant: Begriff - Urteilskraft: Urteil - Vernunft: Schluss. - Alle drei bilden die Vernunft in weiteren Sinn.
Münch III 327
Def Verstand/Kant: das Vermögen der Regeln . Für Kant ist der Verstand getrennt von der Anschauung. Holenstein: der entsprechende moderne Begriff ist Intelligenz.
Elmar Holenstein, Mentale Gebilde, in: Dieter Münch (Hg) Kognitionswissenschaft, Frankfurt 1992

Strawson V 24
Verstand/Kant: allgemeine Funktionen auch ohne Sinnlichkeit. - Reine Verstandesbegriffe: = Kategorien.
V 25
Schematismus: Übergang zu Kategorien-in-Gebrauch. - Nur Zeit, ohne Raum. - Transzendentale Deduktion: jede Kategorie muss in der Erfahrung eine Anwendung haben. StrawsonVsKant: das ist logisch fehlerhaft.

Bubner I 103
Kant/neu: Verstandeshandlung besteht im Urteilen, Tafel reiner Verstandesfunktionen, die aber in Ansehung alles Objekts unbestimmt sind. Aus der Handlung ergibt sich die Vereinigungsleistung. Sie ist nicht von außen angestoßen! >Synthesis/Kant.

Adorno XIII 105
Verstand/Kant/Adorno: soweit es sich um die Vernunft handelt, die sich auf die Möglichkeit bezieht, Inhaltliches, Materiales zu erkennen, spricht Kant von Verstand. Verstandestätigkeit/Kant: ist die Vernunfttätigkeit, die sich auf ein Material bezieht, das ir azus den Sinnen zugekommen ist und das sie vereinheitlicht und sich mit dessen Synthesis befasst.
Vernunft/Kant: hier soll diese Tätigkeit nicht mehr gebunden sein an ein solches Material, sondern frei davon sein. In der kognitiven oder noologischen Bedeutung gibt die Vernunft uns wenigstens die Regulative, in deren Sinn unsere Erfahrung von Sinnlichem fortschreiten soll. Vernunft in diesem prägnanten Sinn wäre als die Fähigkeit, Ideen zu erkennen.
Vernunft/Kant/Adorno: in einem dritten Sinn gibt die Vernunft in vollkommener Freiheit ihre Objekte sich selbst. Das ist der praktische Gebrauch der Vernunft. Paradoxerweise sind wir hier nach Kant gerade
Adorno XIII 106
nicht gebunden an einen Stoff. Praktische Vernunft/Kant/Adorno: unsere Vernunft oder wir verhalten uns praktisch, insofern wir rein nach der Vernunft und nach ihren Zwecken handeln, ohne dass wir diese Zwecke uns vorgeben ließen.
Zweck/Kant/Adorno: Damit dürfen wir uns diese nur von unserem eigenen Prinzip, dem, innersten Prinzip der Subjektivität selber vorgeben lassen.
Vernunft/Kant/Adorno: ist dann eine absolute Tätigkeit des Geistes im Gegensatz zu einer durch Materialen eingeschränkten. Damit wird sie zu einer höheren und gewissermaßen zur Gegeninstanz des Verstandes.
Adorno XIII 110
Verstand/Kant/Adorno: diejenige Vernunfttätigkeit, die sich bezieht auf die Ordnungsfunktionen, die wir gegenüber einem uns nach Kant von außen zukommenden und in sich chaotischen, nicht strukturierten, in sich ganz unbestimmten Material ausüben. Vernunft/Kant: reflektiert noch einmal auf den Verstand, auf den Gebrauch, den der Verstand von sich selbst macht und danach beurteilt, entscheidet, ob er im Sinne der Zwecke, die er sich
Adorno XIII 111
sich selbst gibt, ein höhergearteter sei.
Adorno XIII 112
Vernunft/Hegel/Adorno: bei Hegel und schon bei Kant finden sich Anklänge der Verdinglichung der Vernunft in dem Sinne, dass der gemeine Mann nicht zu viel nachdenken soll.
Adorno XIII 113
Vernunft/Horkheimer/Adorno: Problem: die Vernunft soll das Prinzip der Freiheit, aber gleichzeitig auch ein Gesetz und insofern etwas schlechterdings Repressives sein. In ihrem Begriff selber ist das Verhältnis von Freiheit und Zwang aber eigentlich nicht artikuliert worden.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 24 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
a priori Kant Stroud Vs Ambrose, A. I 89
Skeptizismus/Ambrose/Malcolm/Stroud: beide denken, dass der Skeptizismus - richtig verstanden – nicht empirisch - durch die Sinne - widerlegt werden kann. Skeptizismus/Ambrose: These: der Skeptizismus kann nicht einmal beschreiben, welche Art Ding einen Beweis für "Es gibt Dinge der Außenwelt" darstellen könnte. Es gibt keine beschreibbaren Umstände, in denen man sagen könnte, dass jemand als das wissend beschrieben werden könnte. Also kann der Satz „Niemand weiß, ob Dinge existieren“ nicht falsifiziert werden (A. S. 402) Der Skeptizismus argumentiert für eine logische Unmöglichkeit des Wissen von der Außenwelt und nicht für eine empirische Tatsache.
Jeder Satz wie "Ich weiß nicht, ob da ein Dollar in meiner Tasche ist"
I 90
ist für den Skeptiker "notwendig wahr".
I 91
MalcolmVsMoore/AmbroseVsMoore/Stroud: sie richten sich gegen das, was Moore zu tun glaubt. Er könnte es auch gar nicht! StroudVsAmbrose/StroudVsMalcolm: wir werden sehen, dass diese beiden Kritiken fehlschlagen, aber dafür müssen wir einen weiten Weg mit Moore zusammen gehen, um zu sehen, wie er seinen Beweis meint und dass er damit sogar das tut was er glaubt, auch wenn er etwas anderes erreicht.
I 92
AmbroseVsMoore: für sie ist Moore nicht in der Position das zu tun was er tun möchte, nämlich einen direkten empirischen Beweis geben zu können. Pointe: Moore möchte auf Dinge zeigen, die sich in ihren Eigenschaften von anderen Dingen unterscheiden“ Aber das kann er gar nicht, weil die einzigen Dinge auf die er zeigen kann und auch zu zeigen beabsichtigt, "externe Dinge" sind, und die haben alle dieselbe Eigenschaft, "extern" zu sein. D.h. er hat gar keinen Kontrast zu anderen Dingen, den er aber haben müsste, um überhaupt etwas über externe Dinge im allgemeinen zu sagen. Er kann nur auf einige externe Dinge im Gegensatz zu anderen externen Dingen zeigen, um Unterschiede zwischen diesen zu zeigen, aber damit kann er keinen Existenzbeweis für externe Dinge im allgemeinen leisten. (Zirkel)
Existenzbeweis/Oberbegriff/allgemeines /Besonderes/Lösung: man kann die Existenz von Münzen beweisen, indem man auf einen Groschen zeigt.
MooreVsAmbrose: (Moore S. 672): besteht darauf, dass sein Beweis empirisch ist, und dass er damit den Satz "Es gibt keine äußeren Dinge" als falsch beweist.
I 93
Bsp so wie wenn man auf einen Groschen zeigt, damit beweisen kann, dass es wenigstens ein äußeres Ding gibt. Moore gibt zu, dass es Unterschiede zwischen den Begriffen "äußeres Ding" und "Münze" gibt, aber nicht in Bezug auf die Möglichkeit, auf Instanzen zu zeigen.
Zeigen/MooreVsMalcolm/MooreVsAmbrose: kann man sicher nur auf äußere Dinge, aber auf innere Objekte kann man die Aufmerksamkeit lenken. Damit hat der Term "äußeres Ding" wohl einen signifiKanten Kontrast zu anderen Dingen, die nicht unter diese Klasse fallen: es sind eben Dinge, auf die man zeigen kann.
"äußeres Ding"/Moore: ist wie "Münze" einfach ein allgemeinerer Term. Aber er ist genauso empirisch wie "Münze".
Moore: die einzige Widerlegung könnte in seinen Augen sein, dass man zeigt, dass er nicht bewiesen habe, dass hier eine Hand ist und dort eine andere.
Stroud: dann wäre der einzige Einwand, dass die Prämissen nicht wirklich gewusst werden. Das scheint Wittgenstein in "Über Gewissheit" im Sinn zu haben:
Moores Hände/Wittgenstein: "wenn du weißt, dass hier eine Hand ist, gestehen wir dir den Rest zu". (on certainty, 1969, §1).
MooreVsAmbrose/Stroud: weil Moore seinen Beweis für empirisch hält, geht er über Ambrose’ Einwand hinweg, er mache bloß eine Empfehlung für den Sprachgebrauch.
I 94
Er sieht sich selbst so, dass er mit einer Tatsache - hier ist eine Hand – eine andere beweist: - dass es äußere Dinge gibt. Sprachgebrauch/Existenzbeweis/Sprache/MooreVsAmbrose: ich kann nicht angenommen haben, dass die Tatsache, dass ich eine Hand habe, etwas darüber beweist, wie der Ausdruck "äußere Dinge" gebraucht werden sollte. (Moore, 674)
Genauso wie nichts über der Sprachgebrauch von Bsp "Ich weiß, dass hier drei Druckfehler sind" gezeigt wird, wenn ich zeige, dass es auf dieser Seite drei Druckfehler gibt. Hier geht es um nichts Linguistisches. Nichts darüber, wie Wörter gebraucht werden sollten folgt aus den Prämissen.

MooreVsMalcolm/Stroud: dann muss auch Malcolms Interpretation falsch sein. Dass hier eine Hand ist, beweist überhaupt nichts darüber, wie irgendwelche Ausdrücke gebraucht werden sollten.
MalcolmVsMoore: Malcolm glaubt, dass Moore ihn nicht zurückgewiesen hat und ihm sogar eigentlich zustimmt.
StroudVsMalcolm: das kann aber nicht sein, wenn Moore das tut, was er sagt.
MalcolmVsMoore: weiteres Argument: er kann gar nicht das getan haben, was er tun wollte
Skeptizismus/Sprache/MooreVsAmbrose: der Skeptiker mag denken, er habe a priori Gründe für die Leugnung von äußeren Dingen oder von Wissen darüber.
I 96
Aber selbst dann bedeutet das nicht, dass er nicht empirisch zurückgewiesen werden könnte. Angenommen, jemand behauptet, er habe a priori Gründe dafür, dass es keine Dinge der Außenwelt gibt. Gerade dann kann er durch einfaches empirisches Zeigen solcher Gegenstände widerlegt werden.
Moore/StroudVsMalcolm/StroudVsAmbrose: die Reaktion von Ambrose und Malcolm ist immer noch , dass Moore genau das tut, was er zu tun glaubt.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
a priori Kant Rorty Vs Fodor, J. I 245
Darstellung/RortyVsFodor: er verwechselt eine Bedeutung von »Darstellung«, die genau oder ungenau sein kann, mit einer anderen Bedeutung, fur die das nicht gilt.
I 256
Übereinstimmung/Sehen/Korrespondenz/Verhalten/Ryle: hier muss man sich mit dem Satz »er sieht es« zufriedengeben. Nichts »Paramechanisches« kann unser Verständnis des perzeptuellen Wiedererkennens verbessern. FodorVsRyle/Rorty: eine simple Story über erlernte Assoziationen wird nicht ausreichen: das Erwartungssystem müsste im gleichen Sinne abstrakt und kompliziert sein. Denn die wiedererkannten Identitäten sind überraschend unabhängig von den physikalischen Uniformitäten der Reize untereinander!
RyleVsVs/Rorty: könnte antworten dass es diese Komplexität ist, die es so aussehen lässt, als gäbe es hier ein Problem. Vielleicht ist es nur die Idee von dem kleinen Mann im Kopf, die uns die Frage stellen lässt: »wie wird es gemacht?«.
I 257
RortyVsFodor: angenommen, wir brauchten ein abstraktes Rezept für das Wiedererkennen von Ähnlichkeiten unter potentiell unendlichen Unterschieden. Wieso muss das Rezept überhaupt abstrakt sein? Vermutlich, dass wir in der Lage sein müssen, Ähnlichkeiten herauszufinden. Aber dann brauchen wir nicht den Gedanken eines »nichtabstrakten« Rezeptes, denn jedes Rezept muss dies leisten können! unendlich: Bsp Rorty: die möglichen qualitativen Abweichungen des Inhalts einer Packung Schokoladenkekse sind gleichfalls potentiell unendlich.
Rorty: wenn wir also überhaupt von »komplizierten Erwartungssystemen« oder Programmen oder Regelsystem entsprechen, so werden wir immer von etwas abstrakten sprechen.
Dilemma: entweder erfordert die Erklärung des Erwerbs dieser Regelsysteme das Postulieren weiterer Regelsysteme, oder sie werden gar nicht erlernt!
Entweder 1. die infiniter Regress, denn was für das Wiedererkennen gilt, würde auch für das Erlernen gelten müssen.
Oder 2. wir landen wieder bei Ryle: die Personen haben eine nichterlernte Fähigkeit.
I 267
abstrakt/Rorty: es wird uns nicht verwundern, dass etwas "Abstraktes", wie die Fähigkeit, Ähnlichkeiten zu entdecken, ebenso wenig erlangt wurde, wie die so »konkrete« Fähigkeit, auf den Ton Cis zu reagieren. abstrakt/konkret/RortyVsFodor: die ganze Unterscheidung abstrakt/konkret (auch Kant) ist fraglich. Niemand kann sagen, wo die Grenze zu ziehen ist. (Ähnlich wie die Idee des »irreduzibel Psychischen« dem Unterschied zum »irreduzibel Physischen«.)
I 277
Mentalesisch/a priori/Fodor/RortyVsFodor: Fodors These, dass die Entdeckung der Sprache des Denkens ein langwieriger empirischer Vorgang sein wird, impliziert, dass wir uns zu jedem Zeitpunkt darüber irren können, dass wir uns also über etwas Apriorisches irren können. (Vgl. > kontingent a priori/Kripke).

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
a priori Kant Kant Vs Hume, D. Kant I 27
KantVsHume: Kausalität: auf den Bereich der Erfahrung beschränkt. Sie gilt nicht für den Bereich der Dinge an sich.
Kant I 98
Hume: Vorstellungsverbindungen lassen stellen sich grundsätzlich durch Assoziation her. KantVsHume: Einheit der Apperzeption . Ich mache mir alle Vorstellungen als meine Vorstellungen bewußt. So halte ich mich in der Einheit des Bewusstseins auf, die alle meine Vorstellungen begleiten kann. Zusätzlich muß sich mir aber vor Augen halten, wie ich eine Vorstellung zu den anderen hinzusetze! Sonst zerstreue ich mich.

McDowell I 123
McDowell: Naturgesetze/Natur/Verstehen/KantVsHume: gewinnt die Verständlichkeit der Naturgesetze wieder, nicht jedoch die Verständlichkeit der Bedeutung. Natur ist der Bereich der Naturgesetze, und daher ohne jede Bedeutung.
Allerdings liegt deshalb die empirische Welt nicht außerhalb der Begriffe.

Hume I 37
Moral/Handeln/Ethik/Hume: eine auf diese Weise (Vermeidung von Unrecht) hergestellte Verpflichtung ist aber künstlich im Gegensatz zu der natürlichen Verpflichtung aus dem natürlichen Interesse als Triebfeder jeder Handlung. Moralische Verpflichtung.
Es ist in meinem Interesse, dem anderen sein Eigentum zu lassen, vorausgesetzt dass der andere in gleicher Weise gegen mich verfährt. (KantVsHume: >Kategorischer Imperativ).

Hume I 122
KantVsHume: dieser stelle die Mathematik fälschlich als ein System analytischer Urteile dar.
DeleuzeVsKant.
Relation/HumeVsKant: jede Beziehung ist ihren Termen äußerlich: die Gleichheit ist keine Eigenschaft der Figuren selbst, sondern kommt erst durch den Vergleich zustande.
Hume I 133
Assoziationen/KantVsHume: "Es ist zwar bloß ein empirisches Gesetz, wonach sich Vorstellungen, die einander oft gefolgt sind, dadurch eine Verknüpfung setzen. Dieses Gesetz der Reproduktion setzt aber voraus: dass die Erscheinungen selbst wirklich einer solchen Regel unterworfen seien. Denn ohne das würde unsere empirische Einbildungskraft niemals etwas ihrem Vermögen gemäßes zu tun bekommen, also wie ein totes unbekanntes Vermögen in unserem Innern verborgen bleiben. Würde ein Wort bald diesem, bald jenem Ding beigelegt, so könnte keine empirische Synthesis der Reproduktion stattfinden.
Es muss also etwas sein, was selbst diese Reproduktion der Erscheinungen möglich macht dadurch, dass es der Grund a priori einer notwendigen synthetischen Einheit derselben ist.
I 138
Wenn wir nun zeigen können, dass selbst unsere reinsten Anschauungen a priori keine Erkenntnis verschaffen, außer sofern sie eine solche Verbindung enthalten, die eine durchgängige Synthesis möglich macht, so ist diese Synthesis der Einbildungskraft auch vor aller Erfahrung auf Prinzipien a priori gegründet. KantVsHume: sein Dualismus zwingt ihn dazu, das Verhältnis zwischen dem Gegebenen und dem Subjekt als Übereinstimmung des Subjekts mit der Natur zu begreifen.
I 139
Wenn sich aber das Gegebene nicht selbst und a priori nach eben jenen Prinzipien richten würde, nach denen sich auch die Verknüpfung der Anschauungen reichtet, könnte das Subjekt diese Übereinstimmung niemals bemerken, es sei denn zufällig. Daher muss es umgekehrt sein:
Das Gegebene ist auf das Subjekt zu beziehen, als Übereinstimmung von Gegebenem und Subjekt. Warum? Weil das Gegebene keine Ding an sich ist, sondern ein Gesamtzusammenhang von Phänomenen, der nur mittels einer Synthesis a priori dargestellt werden kann.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
a priori Kant Verschiedene Vs Hume, D. Hacking I 68
Kausalität/W.C.BroadVsHume:. VsRegelmäßigkeit: Bsp wir können feststellen, daß die Sirene von Manchester jeden Tag um die gleiche Zeit heult, woraufhin die Arbeiter von Leeds die Arbeit für eine Stunde ruhen lassen. Aber keine Verursachung.
Hacking I 70
CartwrightVsHume: die Regelmäßigkeiten sind Merkmale der Verfahren, mit denen wir Theorien aufstellen. (>Putnam).
Hacking I 70
Kausalität/W.C.BroadVsHume: VsRegelmäßigkeit: Bsp wir können feststellen, dass die Sirene von Manchester jeden Tag um die gleiche Zeit heult, woraufhin die Arbeiter von Leeds die Arbeit für eine Stunde ruhen lassen. Aber keine Verursachung. Hacking I 68 CartwrightVsHume: die Regelmäßigkeiten sind Merkmale der Verfahren, mit denen wir Theorien aufstellen. (>Putnam).

Hume I 131
Def Atomismus/Hume/Deleuze: ist die These, dass die Relationen den Vorstellungen äußerlich sind. (KantVs). VsHume: Kritiker werfen ihm vor, das Gegebene "atomisiert" zu haben.
Theorie/DeleuzeVsVs: damit glaubt man, ein ganzes System an den Pranger gestellt zu haben. . Als wäre es eine Marotte Humes. Was ein Philosoph sagt wird so dargestellt, als würde es von ihm getan oder gewollt.
I 132
Was glaubt man damit erklären zu können? Eine Theorie muss von ihren begrifflichen Grundlagen her verstanden werden. Eine philosophische Theorie ist eine entfaltete Frage. Frage und Kritik der Frage sind eins.
I 133
Es geht nicht darum zu wissen, ob die Dinge so oder so sind, sondern ob die Frage eine gute Frage ist oder nicht.
Schurz I 238
Gesetzesartigkeit/gesetzesartig/Schurz: b) im engeren Sinn: = physikalische Notwendigkeit (um der Vagheit bzw. Gradualität des weiten Begriffs zu entgehen). Problem: nicht alle raumzeitlich unbeschränkten Gesetze sind gesetzesartig im engeren Sinn.
Universell, aber nicht physikalisch notwendig: Bsp "Kein Klumpen Gold hat einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer".
Universalität: ist also keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung für Gesetzesartigkeit. Bsp der Allsatz "Alle Äpfel in diesem Korb sind rot" ist nicht universell, auch dann nicht, wenn man ihn durch seine Kontraposition ersetzt: Bsp "Alle nichtroten Gegenstände sind keine Äpfel in diesem Korb". (Hempel 1965, 341).
starke Hume-These/Hume/Schurz: Universalität ist eine hinreichende Bedingung für Gesetzesartigkeit. SchurzVs: das ist falsch
schwache Hume-These/Schurz: Universalität ist eine notwendige Bedingung für Gesetzesartigkeit.
((s) stärker/schwächer/(s): die Behauptung, dass eine Bedingung hinreichend ist, ist stärker als die, dass sie notwendig ist.) BhaskarVsschwache Hume-These. BhaskarVsHume.
Lösung/Carnap/Hempel:
Def Maxwell-Bedingung/Gesetzesartigkeit: Naturgesetze bzw. nomologische Prädikate dürfen keinen analytischen Bezug auf bestimmte Individuen oder Raumzeitpunkte (RZ-Punkte) enthalten. Das ist viel stärker als die Universalitätsbedingung. (stärker/schwächer).
Bsp "Alle Smaragde sind glau": ist zwar raumzeitlich universell, aber erfüllt nicht die Maxwell Bedingung. ((s) weil beobachtete Smaragde konkrete Individuen sind?).
I 239
Naturgesetz/NG/Armstrong: sind Implikationsbeziehungen zwischen Universalien. Daher kein Bezug auf Individuen. (1983,) Maxwell Bedingung/Wilson/Schurz: (Wilson 1979): stelle ein physikalisches Symmetrieprinzip dar: d.h. NG müssen invariant sein unter Translation ihrer Zeitkoordinaten und Translation bzw. Rotation ihrer Raumkoordinaten. Daraus lassen sich Erhaltungssätze gewinnen.
Symmetrieprinzipien/Prinzip/Prinzipien/Schurz: physikalische Symmetrieprinzipien sind jedoch nicht a priori, sondern erfahrungsabhängig!
Maxwell-Bedingung/Schurz: ist für Gesetzesartigkeit zu schwach: Bsp "Kein Klumpen Gold..." auch dieser Allsatz erfüllt sie.

Stegmüller IV 243
StegmüllerVsHume: geht meist unsystematisch vor und mischt kontingente Eigenschaften der Welt mit zufälligen Eigenschaften der Menschen. Ethik/Moral/Hume: 1. angesichts knapper Ressourcen müssen die Menschen kooperieren um überleben zu können.
2. HumeVsHobbes: allen Menschen ist Sympathie eigen. Wäre freilich alles im Überfluss vorhanden, wäre die Respektierung fremden Eigentums überflüssig:
IV 244
Die Menschen würden freiwillig die Bedürfnisse im allseitigen Interesse gemäß ihrer Dringlichkeit befriedigen. Moral/Ethik/Shaftesbury/ShaftesburyVsHume: will die gesamte Moral auf menschlicher Sympathie, Altruismus und Nächstenlieben aufbauen. (>Positionen).
HumeVsShaftesbury: illusionäres Ideal.
Ethik/Moral/Hume: 3. menschliche Einsichtsfähigkeit und Willensstärke sind begrenzt, daher sind Sanktionen notwendig.
4. Vorteilhafter Zug: die Intelligenz befähigt den Menschen, langfristige Interessen zu berechnen.
IV 245
Die entscheidende Triebkraft ist das Eigeninteresse. Es ist sinnlos zu fragen, ob der Mensch "von Natur aus gut" oder "von Natur aus schlecht" sei.
es geht um die Unterscheidung von Klugheit und Narrheit.
5. Der Mensch ist verwundbar.
6. Die Menschen sind annähernd gleich.





Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
a priori Kant Carnap Vs Kant Newen I 112
CarnapVsKant: keine synthetischen Urteile a priori möglich.
Stroud I 171
Def Pseudo-Frage/CarnapVsMetaphysik/CarnapVsKant//Stroud: sind Fragen, die deshalb nicht beantwortet werden können, weil es keine mögliche Sinneserfahrung gibt, die über die Wahrheit oder Falschheit der Sätze entscheidet, in der bestimmte Ausdrücke vorkommen. ((s) z.B. metaphysische oder transzendentale Ausdrücke). Carnap: Bsp zwei Geographen wollen ergründen, ob ein bestimmter Berg in Afrika real oder bloß eine Legende ist.
I 172
a) Wenn sie einen Berg dort finden, der mehr oder weniger dem entspricht, was man angenommen hat, können sie sagen, dass er real ist, dass er existiert. Realität/Carnap: damit wenden sie einen empirischen, nicht-metaphysischen Begriff von Realität an. (Carnap , Chicago 1958, 207).
b) Angenommen, die beiden wären nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Philosophen: einer der beiden nennt sich 2Realist", der andere "Idealist":
"Realist"/Carnap: wird sagen, der Berg habe nicht nur die Eigenschaften (Charakteristika) die man an ihm entdeckt habe, sondern er sei auch real, d.h. unabhängig von unserer Wahrnehmung.
"Idealist"/Carnap: leugnet, dass der Berg von unserer Wahrnehmung unabhängig ist. D.h. er sei nicht real im Sinne des Realisten.
Wissenschaften/Empirie/Carnap: hier kann diese Divergenz zwischen den beiden gar nicht aufkommen. (333f)
D.h. aber nicht, dass beide Thesen falsch wären.
I 173
transzendentaler Idealismus/KantVsCarnap/Stroud: würde sagen, dass er nicht falsch sein könnte, weil er notwendig ist, um alle anderen sinnvollen Fragen empirisch zu klären. CarnapVsKant: nach dem Verifikations-Prinzip ist das aber eine "Pseudo-Theorie", die gar nichts erklären oder garantieren kann.
Sinn/sinnvoll/CarnapVsKant: damit etwas sinnvoll ist, müssen wir den Wahrheitswert (WW) der Sätze kennen können, die die entsprechenden Ausdrücke enthalten.
schwächer: wir müssen einen Grund angeben können, warum es besser ist, die Wahrheit von etwas zu glauben, als seine Falschheit.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Ca II
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca IX
Rudolf Carnap
Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
a priori Kant Deflationismus Vs Kant Field I 81
Def Deflationismus/Mathematik/Wissen/Field: die These, daß der Unterschied zwischen dem, der viel über Mathematik weiß und dem, der wenig darüber weiß, nicht darin besteht, daß der eine viel und der andere wenig weiß, sondern in zwei Arten von Wissen. Einiges von dem trennenden Wissen ist empirisch: Bsp "Wissen wie" man etwas beweist.
I 82
Bsp Wissen, was andere Mathematiker akzeptieren. Der Rest ist logisches Wissen.
Vorteil: das vermeidet die Notwendigkeit, nicht logisches mathematisches Wissen postulieren zu müssen, denn das müßte dann synthetisch a priori sein. (FieldVsKant/DeflationismusVsKant). Also auch einen mysteriösen Zugang zu einem Reich von mathematischen Entitäten.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
a priori Kant Frege Vs Kant I 30
HankelVsKant: die Annahme von unendlich vielen unbeweisbaren Urwahrheiten ist unangemessen und paradox. (Frege pro Hankel) Axiome/FregeVsKant: sollten unmittelbar einleuchtend sein. Bsp ist es etwa einleuchtend, daß
135 664 + 37 863 = 173 527?
Und eben das führt Kant für ihre synthetische Natur an!
I 30
Frege: es spricht aber vielmehr gegen ihre Unbeweisbarkeit. Wie sollen sie anders eingesehen werden, als durch einen Beweis, da sie unmittelbar nicht einleuchten.
I 41
Zahlen/FregeVsKant: Kant will die Anschauung von Fingern und Punkten zu Hilfe nehmen, aber das geht ja hier gerade nicht! man sollte nicht zwischen kleinen und großen Zahlen unterscheiden müssen! FregeVsKant: "reine Anschauung" hilft nicht! Was wird alles Anschauung genannt. Anzahlen, Länge, Flächeninhalte, Volumina, Winkel, Krümmungen, Massen, Geschwindigkeiten
I 42
Kräfte, Lichtstärken, Stromstärken, usw. Dagegen kann ich nicht einmal die Anschauung der Zahl 100 000 zugeben.
Der Sinn des Wortes Zahl in der Logik ist demnach ein weiterer als der in der transzendentalen Ästhetik.
Zahlen/Frege: man sollte die Verwandtschaft mit der Geometrie nicht überschätzen!
I 43
Ein geometrischer Punkt ist für sich betrachtet von einem anderen gar nicht zu unterscheiden, einzelne Zahlen dagegen wohl! Jede Zahl hat ihre Eigentümlichkeit.
I 120
FregeVsKant: dieser hat die analytischen Urteile unterschätzt:
I 121
Er denkt das Urteil allgemein bejahend. Problem. wenn es sich aber um einen einzelnen Gegenstand handelt, um ein Existenzialurteil?
Zahlen/FregeVsKant: dieser meint, ohne Sinnlichkeit wäre uns kein Gegenstand gegeben, die Zahlen sind es aber doch, als abstrakte aber ganz bestimmte Gegenstände. Zahlen sind keine Begriffe!

IV 61
Verneinung/FregeVsKant: dieser spricht von bejahenden und verneinenden Urteilen. Dann müsste man auch bejahende und verneinende Gedanken unterscheiden. Das ist in der Logik ganz unnötig.
I 119
FregeVsKant: dieser hat die analytischen Urteile unterschätzt:
I 120
Er denkt das Urteil allgemein bejahend. Problem. wenn es sich aber um einen einzelnen Gegenstand handelt, um ein Existentialurteil? Kant: scheint an beigeordnete Merkmale zu denken. Aber z.B. im Falle der stetigen Funktion einer wirklich fruchtbare Definition gibt es sicher eine innigere Verbindung.
I 121
Die Folgerungen der Mathematik bereichern unsere Kenntnisse, deswegen sollten sie nach Kant synthetisch genannt werden, sie sind aber durchaus auch analytisch! Sie sind in den Definitionen enthalten, wie die Pflanze im Samenkorn, nicht wie der Balken im Hause. Zahlen/FregeVsKant: dieser meint, ohne Sinnlichkeit wäre uns kein Gegenstand gegeben, die Zahlen sind es aber doch, als abstrakte aber ganz bestimmte Gegenstände.
Zahlen sind keine Begriffe.

Stepanians I 34
Mathematik/Wahrheit/FregeVsKant: falsch, geometrische Erkenntnis (durch reine Anschauung) auf alle Mathematik zu verallgemeinern.
Step I 34
reine Anschauung/Kant/Frege/Stepanians: (wie Kant): geometrische Erkenntnis stützt sich auf reine Anschauung und ist schon "in uns", synthetisch a priori. FregeVsMill: geometrische Erkenntnis ist keine Sinneswahrnehmung, weil Punkt, Linie usw. nicht eigentlich durch die Sinne wahrgenommen werden.
Mathematik/Wahrheit/FregeVsKant: falsch, geometrische Erkenntnis (durch reine Anschauung) auf alle Mathematik zu verallgemeinern.
I 35
Zahlen/KantVsFrege: sind uns nicht durch Anschauung gegeben.
I 36
Zahlen/Arithmetik/FregeVsKant: für alle arithmetischen Begriffe lassen sich rein logische Definitionen geben. ((s) Daher ist sie eine sicherere Erkenntnis als die geometrische). Def Logizismus/Frege/Stepanians: das ist die Auffassung, die "Logizismus" genannt wurde. D.h. die Arithmetik ist ein Teil der Logik.
Arithmetik/FregeVsKant: ist nicht synthetisch, sondern analytisch.

Newen I 21
Entdeckungszusammenhang/Begründungszusammenhang/Newen: die Unterscheidung hat in Freges Grundlagen der Arithmetik ihre Wurzeln. Def analytisch/Frege: ist die Begründung eines Satzes, wenn bei dem Beweis nur allgemeine logische Gesetze und Definitionen benötigt werden.
I 22
Frege/FregeVsKant: alle Zahlformeln sind analytisch.
Tugendhat II 12
"Nicht"/Tugendhat: Fehler: das Wort "nicht" als Spiegelung der "Position" zu betrachten. (Kant: nennt "Sein" "Position"). FregeVsKant: hat gezeigt, dass die Negation sich immer auf den sogenannten propositionalen Gehalt bezieht und nicht auf derselben Ebene mit dem Behauptungsmoment (Position) steht.
Die traditionelle Gegenüberstellung von verneinenden und bejahenden Urteilen (Kant) ist deswegen nicht zu halten!

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Step I
Markus Stepanians
Gottlob Frege zur Einführung Hamburg 2001

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
a priori Kant Nagel Vs Kant I 129
NagelVsKant: uneingeschränkte Urteile über die Astronomie gehören zu einem Weltbild, dass im Vergleich zur kantischen Alternative durchaus widerstandsfähig ist! In einem Konflikt mit Kant wären beide Standpunkte in Konkurrenz, da es keinen unabhängigen Standpunkt gibt, sie zu bewerten.

I 137
NagelVsKant: aber um sich gegen Kants Einschränkung der Reichweite der Vernunft zu wehren, muss man mehr als das in Anspruch nehmen.
I 138
Kant räumt zwar ein, dass wir gar nicht umhin können, uns selbst als Teil einer unabhängig existierenden Welt zu begreifen. Seine These ist aber gar keine These über die phänomenale Welt, sondern eine über die Beziehung der phänomenalen Welt zur Welt an sich.
I 139
Doch da er behauptet, das normale wissenschaftliche Denken gelte nur für die phänomenale Welt, nimmt er sich von den üblichen Bedingungen der Bewertung aus. Die These des transzendentalen Idealismus ist ihrerseits zwar keine der synthetischen Urteile a priori, deren Gültigkeit sie zu erklären beansprucht, aber eine These a priori ist sie dennoch. Wenn das unvorstellbar oder selbstwidersprüchlich ist, ist die Geschichte damit zu Ende. Es impliziert, wie Kant sagt, These: dass Berkeleys Idealismus unvermeidlich ist, wenn man annimmt, dass den Dingen an sich räumliche Eigenschaften zukommen!
Nagel: der ganze Idealismus wird selbst zur Hypothese. Da ist etwas faul daran, wenn man darauf beharrt, wir hätten eine nackte Idee von unserer Stellung in einer bewusstseinsunabhängigen Welt, während man die logische Möglichkeit von irgend etwas darüber Hinausgehendem bestreitet.
PutnamVsKant: (anderswo) daraus, dass wir die Welt an sich nicht erkennen können folgt nicht, dass sie völlig verschieden sein muss von dem, was wir erkennen.

I 146
NagelVsKant: wir stellen fest, dass sich unser unbußfertiges empirisches und wissenschaftliches Denken unvermindert durchsetzt, auch gegen Kants Skepsis. Kant ist aus empirischen Gründen unglaubwürdig und damit eben unglaubwürdig.
III 126
NagelVsKant: der Schritt zur Objektivität offenbart, wie die Dinge an sich sind und nicht, wie sie erscheinen. Wenn das stimmt, dann lässt das objektive Bild immer etwas aus.

II 54
Ethik/Recht/Moral/Gott/Theologie/Nagel: eine Tat wird nicht dadurch unrecht, dass Gott existiert. Mord ist an sich unrecht und deshalb von Gott untersagt. (>Eutyphron). Auch die Furcht vor Strafe liefert nicht die richtigen Motive der Moral. Einzig die Erkenntnis, dass es für das Opfer schlecht ist.
NagelVsKant: Kategorischer Imperativ: man könnte sagen, dass man andere rücksichtsvoll behandeln soll, damit sie uns gleichermaßen behandeln. Das ist nicht mehr als ein guter Ratschlag. Er ist nur insoweit gültig, als wir glauben, dass unsere Behandlung anderer einen Einfluss darauf haben wird, wie sie uns behandeln.
Nagel: als Grundlage der Ethik kommt nichts anderes in Frage, als ein direktes Interesse am anderen.
II 55
Nagel: es gibt ein allgemeines Argument dagegen, einem anderen Schaden zuzufügen, das jedem zugänglich ist, der Deutsch versteht: "Würde es Dir gefallen, wenn ein anderer Dir das antun würde?"
II 56
Wenn Sie zugeben, dass Sie etwas dagegen hätten, wenn ein anderer Ihnen das antäte, was Sie ihm gerade antun, so geben Sie zu, dass er einen Grund hätte, es Ihnen nicht anzutun. Frage: worin besteht dieser Grund? Er kann nicht in der speziellen Person verankert sein.
II 57
Es ist einfach eine Frage der Konsequenz und Folgerichtigkeit. Wir brauchen einen allgemeinen Blickwinkel, den jede andere Person verstehen kann.
II 58
Problem: das darf nicht dazu führen, dass man jedesmal fragt, ob das Geld für die Kinokarte mehr Glück in die Welt brächte, wenn man es irgendeinem andere gäbe. Denn dann dürfte man sich auch für seine Freunde und Verwandten nicht mehr interessieren als für jeden beliebigen Fremden.
II 59
Frage: sind Recht und Unrecht für jeden das gleiche?
II 60
Recht/Unrecht/Ethik/Moral/Nagel: wenn Handlungen von Motiven abhängen und Motive bei Menschen sich radikal unterscheiden können, sieht es so aus, als könnte es kein allgemeingültiges Recht und Unrecht für jede einzelnen geben. Der Lösungsmöglichkeiten, die alle nicht sonderlich überzeugend sind:
1. man könnte sagen. zwar sind die gleichen Dinge für jeden unrecht oder recht, jedoch nicht jeder hat einen Grund zu tun, was recht ist und nicht zu tun, was unrecht ist.
Nur Menschen mit den "richtigen moralischen Motiven" haben einen Grund.
Vs: es ist unklar, was es bedeuten würde, dass es für jemanden unrecht wäre zu morden, dass er jedoch keinen Grund hat, es nicht zu tun. (Widerspruch).
2. man könnte sagen, dass die Gründe nicht von den tatsächlichen Motiven der Menschen abhängen. Es wären vielmehr Gründe, die unsere Motive ändern, wenn sie nicht die richtigen sind.
Vs: es ist unklar, worin diese Gründe bestehen könnten, die nicht von Motiven abhängen. Warum soll man etwas nicht tun, wenn kein einziger Wunsch einen davon abhält?
II 61
3. man könnte sagen, dass die Moral nicht allgemeingültig ist. D.h. dass jemand nur dann an die Moral gebunden wäre, wenn er einen bestimmten Grund hat, so zu handeln, wobei der Grund allgemein davon abhängt, wie stark man sich für andere interessiert. Vs: das macht zwar einen psychologisch realistischen Eindruck, gerät aber in Konflikt mit der Vorstellung, dass moralische Regeln für alle gelten.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982
a priori Kant Quine Vs Kant Danto I 132
QuineVsKant, QuineVsAnalytizität: Kants Auffassung von Widerspruch ist ziemlich unklar. Sie setzt den Begriff der Analytizität bereits voraus, anstatt dass sie ihn aufhellt. Quine: Def Widerspruch»P und nicht-P«. Aber: »Junggesellen sind keine unverheirateten, erwachsenen Männer« ist formal gesehen nicht widersprüchlich! Das wurde von Kant nicht erkannt.

Quine IV 407
Analytizität/QuineVsKant: die Rede vom »Enthaltensein« ist a) in Bezug auf Begriffe metaphorisch. Sie ist
b) zu eng, da sie auf Subjekt Prädikat Sätze zugeschnitten ist. Auf Relationen ist sie nicht so ohne weiteres anwendbar: Bsp »Wenn Hans der Vater von Peter ist, so ist Peter nicht der Vater von Hans«.
c) die Angabe, ein Satz sei analytisch, wenn seine Negation kontradiktorisch sei, hilft nicht weiter, da »kontradiktorisch« hier genauso erklärungsbedürftig ist.
Analytisch/Kant/Quine: Kant erwähnt die Bedeutung von Begriffen in diesem Zusammenhang überhaupt nicht!

Quine VII (b) 20
Analytizität/Kant/Quine: hergeleitet von Humes Unterscheidung zwischen Relationen von Ideen und
Relationen von Tatsachen.
Leibniz: Unterscheidung von
Tatsachenwahrheiten und
Vernunftwahrheiten. (Von denen wir hören, dass ihre Negation selbstwidersprüchlich sein soll!)
VII (b) 20/21
QuineVsKant: zwei Unzulänglichkeiten: 1. es ist begrenzt auf Aussagen der Subjekt Prädikatform
2. es appelliert an einen Begriff der Begrenzung, der sich auf metaphorischer Ebene bewegt.
analytisch/Quine: kann aber reformuliert werden als wahr kraft der Bedutungen und unabhängig von den Tatsachen.

Quine XI 72
analytisch/QuineVsLeibniz/Lauener: der Begriff der möglichen Welt ist selbst wieder erklärungsbedürftig. QuineVsKant: der Selbstwiderspruch, in den man sich nach Kant bei der Leugnung analytischer Sätze verwickelt, ist selbst wieder erklärungsbedürftig.

Stroud I 210
Erfahrung/Empirie/Sinneserfarhung/Sinneseindrücke/Realität/Welt/Kant/Stroud: so sah es für Kant aus: eine völlig allgemeine Unterscheidung zwischen dem was wir durch die Sinne erfahren und Wahrheiten über die Welt würde uns für immer vom Wissen ausschließen.
I 211
Stroud: vielleicht gibt es diese fatalen Konsequenzen aber nur innerhalb der traditionellen philosophischen Vorstellung der Aufgabe der Episteme. (> QuineVstraditionelle Erkenntnistheorie, QuineVsKant: kein a priori-Wissen). Skeptizismus/Quine/Stroud: würde dann nur für den distanzierten Standpunkt (außerhalb des Bezugssystems) gelten! Dann könnten wir aber den Skeptizismus vermeiden und die allgemeine Unterscheidung zwischen dem empirisch Gegebenen ((SellarsVs!) und dem, was über die Außenwelt wahr oder falsch ist, beibehalten.
Alles was wir vermeiden müssten, wäre eine "distanzierte Position" (außerhalb des Bezugssystems).
Stroud I 214
naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/Stroud: Kant unterschiedet Philosophie von allem anderen (>“prima philosophia“). QuineVsKant: hier gibt es gar kein a priori-Wissen.
Skeptizismus/Kant/Quine/Stroud: beide akzeptieren das „"keptische Konditional" bzw. die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus. Wenn der Skeptiker eine bedeutungsvolle Frage stellen könnte, wäre die skeptische Konklusion (dass wir nichts wissen) korrekt.
I 215
Skeptizismus/Quine/Stroud: es ist nicht klar, ob Quine die skeptische Frage überhaupt beantwortet. Wissen/Quine: fragt, wie wir zu einer Theorie über die Welt gelangen. Das sieht nach einem sehr allgemeinen Problem aus.
Input/Quine: ist "mager": Bsp Lichtreflexe, Hell/Dunkel-Kontraste, Temperaturschwankungen, usw.
Output/Quine: ist dagegen äußerst reichhaltig. Damit kommen wir zur Unterbestimmtheit der Empirie. Wir erhalten ein äußerst differenziertes dreidimensionales Bild, und eine Geschichte der Welt allein durch Vermittelung der Oberflächen der Gegenstände uns unserer Nervenenden.
Realität/Welt/Wissen/Quine: die Relation zwischen Input und Output ist selbst Gegenstand einer Untersuchung, sie ist selbst ein Naturphänomen.

Stroud I 248
Wissen/Skeptizismus/Kant/Stroud: eine völlig allgemeine Trennung zwischen a) allem, was wir durch die Sinne erfahren auf der einen Seite und
b) dem, was wahr oder falsch ist über die Welt auf der anderen Seite
würde uns für immer vom Wissen abschließen. (s.o.).
StroudVsQuine: das ist fatal für das Projekt der naturalisierten Erkenntnistheorie. Denn es schließt uns aus unserem eigenen Wissen über die Welt aus und lässt uns keinen unabhängigen Grund anzunehmen, dass irgendwelche unserer Projektionen wahr sind.
I 249
QuineVsKant/QuineVsStroud: eben diese Trennung (Unterscheidung) ist eine Befreiung der Wissenschaft. Sie zeigt uns, dass alle Information die ich durch die Sinne von äußeren Dingen erhalten kann, auf zwei-dimensionale optische Projektionen beschränkt ist. Stroud: wenn das tatsächlich das ist, was "Wissenschaft uns sagt" (NNK, 68), wie kann dann die Trennung (Unterscheidung) die Konsequenzen haben, die ich daraus ziehe? Widerspreche ich nicht einfach wissenschaftlichen Tatsachen?
StroudVsQuine: nein: nichts was ich sage impliziert, dass ich keine Person in Interaktion mit ihrer Umgebung beobachten kann und einige Ereignisse an seinen sensorischen Oberflächen von allem anderen isolieren kann.
Pointe: wir wissen - und er weiß möglicherweise auch - eine Menge Dinge, die in der Welt passieren, jenseits jener Ereignisse. Er selbst wird auch wenig über jene Ereignisse wissen, die sich an seinen sensorischen Oberflächen abspielen.
Pointe: diese Ereignisse (die nicht direkt auf seine Sinne einwirken) sollten als Teil dessen betrachtet werden, was seinen Glauben hervorruft ((s) und evtl. Wissen erzeugt).
Sicher würden wir ohne jegliche Sinneserfahrung zu überhaupt keinem Glauben über die Welt kommen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
a priori Kant Searle Vs Kant II 169
SearleVsKant: wir brauchen keinen Begriff a priori des Verursachens, genauso wie wir keinen Begriff a priori von Rot haben müssen. Kant hatte darin Recht, dass die Erlebnisse schon als kausale zu uns kommen. Vgl. >Kausalität/Kant, >a priori/Kant.
III 183
Die Idee einer Wirklichkeit außerhalb ist leer.
III 184
Ein solcher Realismus ist nicht falsch, sondern letztlich unbegreiflich. SearleVsKant: aus der Tatsache, dass alle Erkenntnis innerhalb eines kognitiven Systems stattfindet, folgt einfach nicht, dass keine Erkenntnis jemals direkt Erkenntnis einer Wirklichkeit ist, die unabhängig von alle Erkenntnis existiert. Es folgt einfach nicht. >Realität/Kant.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
a priori Kant Strawson Vs Kant Rorty VI 359
StrawsonVskKant/Rorty: zeigt, dass dank des Fortschritts seit Kant einige Begriffe längst nicht mehr so attraktiv sind: Bsp "im Geist", "vom Geist geschaffen ".(Wittgenstein, Ryle haben uns davon abgebracht).
Strawson V 9
StrawsonVsKant: scheint seine eigenen Prinzipien zu verletzen, indem er versucht, Sinngrenzen von einem Punkt aus zu markieren, der außerhalb von ihnen liegt, und den es, wenn sie richtig markiert sind, nicht geben kann.
V 16
Durchgängige Bestimmung/Kant/Strawson: überall durch den Verstand garantierte Anwendbarkeit der Begriffe. StrawsonVsKant: Keim für das verhängnisvolle Modell der Bestimmtheit des ganzen Universums.
V 19
StrawsonVsKant: dieser hatte grenzenloses Vertrauen in eine gewisse komplizierte und symmetrische Systematik, die er frei aus der formalen Logik wie er sie verstand, übernahm und dem ganzen Umfang seines Materials aufdrängte.
V 23
StrawsonVsKant: dieser versucht in den Analogien ständig mehr aus den Argumenten herauszupressen, als drin ist.
V 25
StrawsonVsKant: die ganze Deduktion ist logisch fehlerhaft. Die Verbindung zur Analytik ist dünn und wird sofern überhaupt, durch den Begriff der "Synthesis" zustande gebracht.
V 37
Dialektik/Kant: primäres Ziel: Entlarvung des metaphysischen Scheins. Instrument: das Sinnprinzip. Gewisse Ideen, die keine empirische Anwendung haben, sind Quellen des Scheins und dennoch können sie eine nützliche oder sogar notwendige Funktion für die Erweiterung des empirischen Wissens haben.
Bsp Wir denken uns innere Zustände, als ob sie Zustände einer immateriellen Substanz wären. ("regulative Ideen").
StrawsonVsKant: das ist offensichtlich ganz unplausibel. Aber warum hat er es vertreten?
V 29
StrawsonVsKant: Es ist keineswegs klar, dass es keine empirische Schlichtung der Antinomien gibt.
V 32
Kant: Ich erscheine mir selber wirklich in der Zeit aber ich erscheine mir nicht wirklich in der Zeit. StrawsonVsKant: unverständlich, was "erscheinen" hier heißt. Es ist keine Verteidigung einer unverständlichen Lehre zu sagen, dass ihre Unverständlichkeit durch ein aus ihr gewonnenes Prinzip garantiert wird.
V 33/34
Raum/Zeit/StrawsonVsKant: Kant: Dinge an sich selber nicht in Raum und Zeit! Strawson: dadurch wird die ganze Lehre unverständlich.
V 35
synthetisch a priori/StrawsonVsKant: Kant selber hat keine klare Konzeption, was er damit meint. Die ganze Lehre ist auch nicht notwendig. Statt dessen sollten wir auf eine Erforschung und Verfeinerung unseres Wissens und unserer sozialen Formen setzen.
V 36
Grenze/StrawsonVsKant: um dem kohärenten Denken Grenzen zu setzen, ist es nicht notwendig, von beiden Seiten dieser Grenzen her zu denken, wie es Kant trotz seiner Dementis versuchte.
V 49
Raum/Kant: unsere Vorstellung des Raumes wird nicht aus der Erfahrung gewonnen, weil die Erfahrung den Raum bereits voraussetzt! StrawsonVsKant: das ist einfach tautologisch. Wenn "voraussetzen" mehr als eine einfache Tautologie meint, dann ist das Argument nicht erhellend.
V 50
StrawsonVsKant: dieser gibt selbst zu, dass es widersprüchlich ist, zugleich eine relationale Auffassung von Raum und Zeit zu vertreten und ihre transzendentale Idealität zu leugnen.
V 58
StrawsonVsKant: es gibt die alten Debatten über "angeborene" Vorstellungen von Raum und Zeit. Sie sind unklar. Es gibt das Argument, dass die Aneignung von Fähigkeiten die Fähigkeit voraussetzt, sich Fähigkeiten anzueignen.
Erfahrung/Raum/Zeit/Eigenschaften/Kant/Strawson: Problem: die Manifestation des entsprechenden Zuges in der Erfahrung, sein Auftreten in der Welt, kann allein unserem kognitiven Vermögen, der Natur unserer Fähigkeiten zugeschrieben werden, nicht den Dingen an sich.
StrawsonVsKant: Problem: dann müssen diese Vorstellungen selber vor aller Erfahrung in uns sein.
V 66
Kategorien/Strawson: müssen wir hier so verstehen, dass den Formen der Logik der Gedanke ihrer Anwendung in Urteilen hinzugefügt wird. StrawsonVsKant: seine Unterteilung der Kategorien setzt einiges auf gleicher Stufe an, was sicher nicht als gleichwertig betrachtet werden kann z.B. bejahend, verneinend, unendlich.
V 73
StrawsonVsKant: erhält sich aufgrund der (fehlgeschlagenen) metaphysischen Deduktion (s.o.) für berechtigt, die "reinen" Begriffe zu identifizieren.
V 75
StrawsonVsKant: warum sollten nicht Gegenstände des Bewusstseins als Gegebenheiten begriffen werden, die eine von den Erlebnissen des Bewusstseins unterschiedene Existenz besitzen, auch wenn Folge und Anordnung Punkt für Punkt mit den Erlebnissen des Bewusstseins übereinstimmen?
V 83
StrawsonVsKant: Einheit der verschiedenen Erfahrungen erfordert Erfahrung von Gegenständen. Hält seine These der Herausforderung stand?
Warum sollten nicht Gegenstände (Akkusative) eine derartige Folge bilden, dass keine Unterscheidung zwischen ihrer Anordnung und der der entsprechenden Erlebnisse getroffen werden müsste?
Bsp Solche Gegenstände könnten Sinnesdaten sein: rote, runde Flecken, Kitzeln, Gerüche, Blitze, Rechtecke.
V 84
Warum sollten die Begriffe nicht einfach solche Sinnesqualitäten Begriffe sein? StrawsonVsKant: es ist sehr gut vorstellbar, dass Erfahrung genau diese Sorte unverbundener Eindrücke zu ihrem Inhalt hat. Eindrücke, die weder erfordern noch erlauben, "im Begriff eines Gegenstands vereinigt" zu werden.
StrawsonVsKant: das Problem mit den Objekten der Erfahrung ist, dass ihr esse ebenso ganz und gar ihr percipi ist, wie ihr percipi nichts als ihr esse. D.h. es gibt keinen effektiven Grund für die Unterscheidung zwischen beidem.
V 106
Raum/Beharrlichkeit/Kant: Der Raum allein ist beharrlich. Alle Zeitbestimmung setzt etwas Beharrliches voraus. StrawsonVsKant: unklar. Für den Begriff des Selbstbewusstseins sind die internen zeitlichen Relationen der Sequenz ganz unzureichend. Wir benötigen zumindest den Gedanken eines Systems zeitlicher Relationen, das mehr als diese Erlebnisse selber umfasst. Aber es gibt für das Subjekt selber keinen Zugang zu diesem umfassenderen System als durch seine eigenen Erfahrungen.
V 107
StrawsonVsKant: es gibt kein unabhängiges Argument dafür, dass die objektive Ordnung eine räumliche Ordnung sein muss.
V 116
Kausalität/StrawsonVsKant: sein Begriff ist zu grob! Kant steht unter dem Eindruck, dass er es mit einer einzigen Anwendung eines einzigen Begriffs von "Notwendigkeit" zu tun hat, aber er verschiebt in seiner Anwendung die Bedeutung dieses Begriffs! Die notwendige Reihenfolge der Wahrnehmungen ist eine begriffliche, die notwendige Reihenfolge der Veränderungen aber eine kausale.
V 118
Analogien/StrawsonVsKant: grundsätzliches Problem: die Bedingungen der Möglichkeit objektiver Zeit Bestimmung. Mögliche Gegenstände/Kant: Problem: ob es ein Zugleich oder Nicht Zugleich möglicher und wirklich wahrgenommener Gegenstände geben soll. Wenn es kein Zugleich gibt, kann überhaupt keine Unterscheidung zwischen möglichen und wirklichen Gegenständen getroffen werden.
V 124
reiner Raum/Kant: ist selber kein Gegenstand der empirischen Wahrnehmung. StrawsonVsKant: Element täuschender Logik: Kant scheint zu denken, dass gewisse formale Eigenschaften des einheitlichen raumzeitlichen Rahmens direkte Korrelate in den Gegenständen selber haben müssen.
V 128
StrawsonVsKant: seine gesamte Behandlung der Objektivität steht unter einer beträchtlichen Einschränkung, er stützt sich nirgends auf den Faktor, auf dem z.B. Wittgenstein nachdrücklich besteht: den sozialen Charakter unserer Begriffe.
V 157
StrawsonVsKant: aber unter der Annahme, dass der physikalische Raum euklidisch ist, könnte die Welt endlich in einem ansonsten unendlichen leeren Raum sein. Und das wäre keine sinnlose Frage.
V 163
Antinomien/StrawsonVsKant: aus der Tatsache, dass es der Fall zu sein scheint, dass es Dinge gibt, die in bestimmter Weise räumlich oder zeitlich geordnet sind, folgt nicht, dass es entweder so scheint, dass alle Dinge als Glieder begrenzter Reihen erscheinen, noch dass es so scheint, dass alle Dinge als Glieder einer unendlichen Reihe existieren. Tatsächlich ist keines der beiden Glieder der Disjunktion wahr!
V 164
Antinomien/StrawsonVsKant: sicher ist der Begriff einer sequentiellen Ordnung gerechtfertigt, aber daraus folgt nicht, dass der Begriff für die "ganze Reihe" der Dinge gelten muss.
V 178
Antinomien/StrawsonVsKant: er hat sich darin geirrt, dass die Antinomien das Feld seien, auf dem die entscheidenden Schlachten geschlagen werden.
V 184
Existenz/Kant: "Notwendigkeit der Existenz kann nur aus der Verknüpfung mit demjenigen, was wahrgenommen wird, nach allgemeinen Gesetzen der Erfahrung erkannt werden." StrawsonVsKant: das ist eine Abweichung von der kritischen Auflösung der Antinomien und hat mit den Interessen der "reinen praktischen Vernunft" zu tun: d.h. mit der Moralität und der Möglichkeit des freien Handelns.
V 194
StrawsonVsKant: wir können aus der Behauptung, dass wenn ein Wesen von unbeschränkter Realität existiert, es nicht kontingenterweise existiert, nicht dahin umkehren, dass wenn irgendetwas nicht kontingenterweise existiert, es ein Wesen von unbeschränkter Realität ist.
V 222
Transzendentaler Idealismus/Kant: behauptet, er sei ein empirischer Realismus. Selbstbewusstsein muss ein Bewusstsein von bestimmten Bewusstseinszuständen unabhängigen Gegenständen einschließen. StrawsonVsKant: das ist sicherlich ein dualistischer Realismus. Dieser Dualismus stellt das "unser" in Frage.
V 249
StrawsonVsKant: zu sagen, ein physikalischer Gegenstand habe nur den Anschein, eine Art Aussehen einer physikalischen Figur, heißt, einen unklaren Begriff durch einen anderen zweifelhaften erhellen zu wollen, nämlich den des visuellen Bildes.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
a priori Kant Wittgenstein Vs Kant Brandom I 75
WittgensteinVsKant: Normen pragmatisch, nicht explizit.
Münch III 327
WittgensteinVsKant: neu: geregelter Gebrauch wird über das Reich der Begriffe hinaus für alles anschauliche als (allein) konstitutiv angesehen. Kant hielt das Anschauliche für ein anderes Vermögen. Eben die "Anschauung" mit einer radikal anderen Verfahrensweise.

Elmar Holenstein, Mentale Gebilde, in: Dieter Münch (Hg) Kognitionswissenschaft, Frankfurt 1992

Kant I 12
Ich/Kant: allgemeines Ich (eines Ich, das durch die Moral hergestellt wird) überwindet affektive Subjektivität. - Problem: das absolute Ich, Im Ich-Erlebnis belaste ich mich mit dem affektiven und manchmal psychologischen Pathos der Existenz: einzig zu sein, aber dennoch nicht notwendig. - Angst vor dem Nichts, Hilflosigkeit der Vernunft.
Kant I 13/14
Das Unbedingte:notwendige Vernunftidee: das Unbedingte ohne Widerspruch denken zu können. Das Bedingte ist sinnlos, muß in der moralischen Reinigung des Ich beseitigt werden.
Kant I 14
WittgensteinVsKant: In Bezug auf das Absolute gibt es gar nichts zu erkennen, nichts wissenschaftlich Sagbares jedenfalls. "Die Lösung des Problems des Lebens merkt man am Verschwinden dieses Problems."
Putnam III 220
WittgensteinVsKant/Putnam: kann man so lesen, dass das Sprachspiel insofern unser Leben gleicht, als weder das Spiel noch das Leben auf Vernunft basieren. Damit wird ein Kernstück der Kantischen Philosophie rund heraus bestritten.
Wittgenstein II 35
Es gibt keine wahren Sätze a priori (die so genannten mathematischen Sätze sind gar keine Sätze). WittgensteinVsKant.
IV 109
Chiralität/WittgensteinVsKant/Tractatus: 6.36111 Rechte und linke Hand sind tatsächlich vollkommen kongruent. Dass man sie nicht zur Deckung bringen kann, hat damit nichts zu tun. Man könnte die Handschuhe im vierdimensionalen Raum umdrehen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
a priori Kant Verschiedene Vs Kant Kanitscheider I 434
KantVsNewton: Unendliches unvorstellbar! NewtonVsKant: nicht vorstellbar, aber begrifflich erfaßbar!
Kanitscheider I 441
EllisVsKant: (Antinomien): die Ausdrücke "früher" und "später" kann man durchaus auf Zustände vor einem festen Zeitpunkt t0 beziehen, ohne anzunehmen, daß es alle diese Zustände wirklich gegeben hat. Genauso, wie man von einer Temperatur von 0 K sprechen kann, auch wenn man weiß, daß diese Temperatur nicht zu erreichen ist.
Kant I 28
VsKant/Kausalität: daran hält er sich selbst freilich nicht! Bei seiner Vernunftkritik geht es dem um mehr als möglicher Erfahrung (nämlich um Metaphysik durch Freiheit und so um den absoluten Wert unseres Daseins). Hier zeigt sich Kants Begriff der Kausalität als völlig unbetroffen von Hume. - »Intelligible Ursache«.
I 47
Verstand: hat seine eigene Kausalität: »Spontaneität der Begriffe«. (VsKant: von Hume unberührt). Antinomie der Freiheit: VsKant: ein Bluff: wir können es nicht mit Objekten machen, »es wird nur mit Begriffen und Grundsätzen, die wir a priori annehmen, tunlich sein.« - I 49 - Freiheitsantinomie: Lösung: dritte kosmologische Antinomie: Thema: die dritte Beschaffenheit der Welt als ganzer: Ereigniszusammenhang. - VsKant: Zumutung: das »handelnde Subjekt«, also ich, soll mich als ein "Beispiel" für Dinge nehmen! Unterliegt an sich nicht der Zeitbedingung. Spontaner Anfang von Ereignissen.
I 53
Freiheit/Kant: Die Freiheit des anderen wäre ungewiß. VsKant: Eine Freiheit, die sowohl meine wie die des anderen sein könnte, kann auf diese Weise nicht gedacht werden. - VsKant: er unterschlägt das Problem der Identifizierung mit dem anderen. (> Intersubjektivität, Subjekt/Objekt). I 52 Für Kant war das kein Problem: für ihn lag die Rettung nicht in der Erscheinungswelt. Begriff: Prädikate müssen lediglich widerspruchsfrei sein. I 66 SchulteVsKant: das gilt nur für Gegenstände, für die das immer entscheidbar ist, nicht für chaotische Mannigfaltigkeit. - I 67 Prädikate/Kant: Kant läßt die negativen Prädikate einfach weg. I 68
I 69
MarxVsKant: Dissertation von 1841: Kants Hinweis auf die Wertlosigkeit eingebildeter Taler: der Wert des Geldes selbst besteht ja nur aus Einbildung! Im Gegenteil, Kants Beispiel hätte den ontologischen Beweis bekräftigen können! Wirkliche Taler haben dieselbe Existenz, die eingebildeter Götter haben!«
I 104
Erst durch diese Idee stimmt die Vernunft a priori überhaupt mit der Natur überein. Diese Voraussetzung ist die "Zweckmäßigkeit der Natur" für unser Erkenntnisvermögen. > Lediglich logischer Zusammenhang. - VsKant: eigentlich Rückfall in "Übereinstimmungsdenken". Die ZEIT 11/02 (Ludger Heidbrink: Rawls
RawlsVsKant: religiös geprägter Manichäismus. Weil das "gute Ich" , das in der intelligiblen Welt des Verstandes lebt, vom "bösen ich" der natürlichen sinnenwelt bedroht wird, muß das moralische handeln in dem Glauben verankert werden, es sei der Wille Gottes, das "höchste Gut" des Daseins in Übereinstimmung mit dem idealen Reich der Zwecke zu verwirklichen.
Moral/HegelVsKant: in einem wohlgeordneten Staat mit funktionierendem Rechtssystem muß der Einzelne nicht zur Moralität verpflichtet werden, sondern handelt in freiwilliger Übereinstimmung mit der sittlichen Verfassung der bürgerlichen Gesellschaft.

Menne I 28
Kant: transzendentale Begründung der Logik. Sie muss apriori gelten. Kant: analytisches Urteil: so eng gefasst, dass bereits der größte Teil der Mathematik und Logik in den Bereich des synthetischen Urteils fällt. MenneVsKant: wollte er die Logik aus den zwölf Kategorien begründen, so läge hier ein Zirkelschluss vor.
Vaihinger I 333
Ding an sich/F.A. LangeVsKant/Vaihinger wenn das Ding an sich fiktiv ist, dann auch seine Unterscheidung von den Erscheinungen. ((s)Vs: die Unterscheidung ist nur gedanklich, nicht empirisch).
Vollmer I XIV
Weltbild/Konrad LorenzVsKant: in keinem Organismus begegnen wir einem Weltbild, das im Widerspruch stünde zu dem, was wir Menschen von der Außenwelt glauben. Grenze/Lorenz: der Vergleich der Weltbilder verschiedener Arten hilft uns, die Begrenzungen unseres eigenen Weltbildapparates zu erwarten und anzuerkennen.





Kanitsch I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kanitsch II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Me I
A. Menne
Folgerichtig Denken Darmstadt 1997

Vaihinger I
H. Vaihinger
Die Philosophie des Als Ob Leipzig 1924
a priori Kant Stroud Vs Kant I 145
Def Realität/real/(Kant: "was immer mit einer Wahrnehmung nach empirischen Gesetzen verbunden ist, ist real". (A 376).
I 146
StroudVsKant: aber er geht nicht ins Detail, wie wir Realität von Erscheinung in Einzelfällen unterscheiden können, wo die Frage auftauchen könnte.
I 159
Skeptizismus/transzendental/StroudVsKant: wiederlegt er den Skeptizismus wirklich mit seiner Transzendentalphilosophie? Ist sie eine bessere Antwort als andere? 1. Wir können seine Antwort nur verstehen, wenn wir seinen transzendentalen Ansatz verstehen und akzeptieren. Wir müssen dann auch seinen Idealismus akzeptieren.
I 160
Verstehen/Stroud: sollten wir am besten, wenn wir Menschen und ihr Verhalten beobachten (>Behaviorismus). Das wäre aber eine empirische Untersuchung. Es ginge um Sprache, Sprachverhalten und Spracherwerb.
StroudVsKant: wir verstehen sein Argument nur, wenn wir seinen Begriff des a priori-Wissens verstehen. Und diese Untersuchung setzt voraus, dass wir den transzendentalen Idealismus akzeptieren. Das scheint zirkulär! (Zirkel):
um den Idealismus wiederum zu verstehen, müssen wir die besondere Natur der Untersuchung verstehen, die den Idealismus transzendental macht.
I 161
2. StroudVsKant: (das wären sogar Kantische Gründe VsKant): nach Kant sind Gedanken nur möglich, wenn sie auf das angewendet werden, worauf Kategorien angewendet werden können. Aber das ist nur im Rahmen möglicher Erfahrungen möglich. Die Begriffe müssen eine empirische Anwendung haben können. ((s) sie müssen also in der Empirie gelernt werden). StroudVsKant: wie ist’s dann möglich, dass wir überhaupt (transzendentale) Gedanken haben können, die nicht durch empirische Bedingungen bestimmt sind?
a) empirisch:
Bsp wenn Ausdrücke wie "direkt wahrnehmen" und "unabhängig von uns" im alltäglichen empirischen Gebrauch gegeben sind, dann sehen wir ((s) nach Kant!), dass
der Satz "Wir nehmen unabhängige Dinge direkt wahr" wahr ist. Empirisch verstanden heißt das einfach: Bsp ohne Spiegel oder Bildschirme.
b) transzendental: anderer Sprachgebrauch:
hier drückt der Satz „wir nehmen unabhängige Dinge direkt wahr“ keine Wahrheit aus.
((s) Vorsicht, Stroud sagt nicht, dass er nach Kant falsch sei).
StroudVsKant: mit der transzendentalen Bedeutung entfernen wir uns also von der Alltagssprache.
KantVsStroud: würde erwidern, dass dieser Gebrauch für uns verständlich sein muss, sonst wäre Wissen über die Welt nicht möglich.
I 162
StroudVsKant: das führt zu zwei Problemen: 1. Angenommen, wir akzeptierten Kants Transzendentalismus:
Frage: warum wäre die Ablehnung des Idealismus auf transzendentaler Ebene attraktiver als ihn auf dem empirischen Ebene zu akzeptieren?
Warum lehnt Kant den empirischen Idealismus ab?
((s) "Bedingung"/empirisch/(s): eine Bedingung kann man nicht empirisch auffassen. Wohl aber ihr Erfülltsein > Tatsache . Einer Tatsache kann man aber nicht ansehen, dass sie etwas erfüllen soll.)
Lösung: einen entsprechenden Satz wahr machen. Dieser Satz muss aber zuerst geäußert werden).
StroudVsKant: wenn das Argument lautet, dass unser Wissen sonst auf die Dinge beschränkt wäre, von denen wir wissen, dass sie von uns abhängig sind, warum sollten wir dann "Zuflucht" suchen in der Sicht, dass unser Wissen auf Dinge beschränkt ist, die wir als (transzendental gesprochen) abhängig von uns erkannt haben.
Skeptizismus/StroudVsKant: ist gerade deswegen so schmerzlich, weil er kein Wissen von unabhängigen Dingen erlaubt. Warum sollte Kants Lösung weniger schmerzlich sein, bloß weil sie transzendental daherkommt?
Empirischer Idealismus/KantVsStroud: kann nicht wahr sein.
2. Frage nach der Stärke der Garantie, de Kants Transzendentalismus gibt:
Das entspricht der Frage, warum Kant den transzendentalen Realismus ablehnt.
KantVstranszendentalen Realismus: wäre keine korrekte Erklärung unseres Wissens, weil - wenn er wahr wäre - wir niemals von uns unabhängige Dinge direkt wahrnehmen könnten und daher niemals in Bezug auf ihre Existenz sicher sein könnten.
Damit gibt der transzendentale Realismus den Weg frei für den empirischen Idealismus, indem er die äußeren Dinge als etwas von den Sinnen getrenntes auffasst.
Problem: wir können uns dann unserer Repräsentationen bewusst sein, aber wir wissen nicht, ob ihnen auch etwas Existierendes entspricht!
StroudVsKant: er weist diese Einstellungen aus dem einzigen Grund zurück, aus dem transzendentale Erklärungen überhaupt zurückgewiesen werden können: dass sie keine Erklärung liefern, wie ist’s möglich, dass wir etwas wissen?
StroudVsKant: warum denkt er, dass der empirische Idealismus dem transzendentalen Realismus den Weg bereitet?
Wahrscheinlich weil er glaubt, dass die einzigen Dinge die wir direkt wahrnehmen können die Dinge sind, die von uns abhängig sind. Und das nimmt er nicht als empirische These an, sondern nur als transzendental verstanden.
Der Satz „alles was wir wahrnehmen ist abhängig von uns“ ist wahr, wenn transzendental verstanden.
Kant/Stroud: wahrscheinlich nimmt er das an, weil er nicht versteht, wie Wahrnehmung möglich ist, ohne die Wahrnehmung einer „Repräsentation“ oder etwas „in uns“.
StroudVsKant: so erscheint hier die These von der "epistemischen Priorität"
wieder:
I 164
Uns zwar von der empirischen auf die transzendentale Ebene verschoben. Wahrnehmung/Kant/Stroud: er kann direkte Wahrnehmung unabhängiger Dinge empirisch gesprochen nur akzeptieren, weil er sie nicht transzendental gesprochen akzeptiert.
StroudVsKant: wichtig: dass dies der einzige Punkt ist, den er ablehnt.
Kant: wenn wir äußere Dinge als Dinge an sich behandeln, ist es unmöglich zu verstehen, wie wir zu einem Wissen gelangen können.
StroudVsKant: Angenommen, Kant hätte recht, dass transzendentaler Realismus unser Wissen von äußeren Dingen unerklärt lässt.
Frage: warum soll das alleine hinreichend sein, unsere Theorie falsch zu machen, transzendental gesprochen? Könnte es nicht einfach transzendental wahr sein, dass die Dinge unwißbar sind?
Kant/Stroud: würde sagen, nein, so wie er "transzendental" versteht: transzendentales Wissen ist Teil der Erklärung unseres Wissens.
direkte Wahrnehmung/Kant: ist nur von abhängigen Dingen (Repräsentationen usw.) möglich.
Transzendentaler Realismus/Kant/Stroud: würde dann sagen müssen, dass es außerdem noch unabhängige Dinge gibt. Nämlich solche, die diesen Repräsentationen entsprechen. Aber dann wären wir gezwungen zu schließen, dass alle unsere Repräsentationen (Sinneserfahrungen) inadäquat wären, um die Realität dieser Dinge zu etablieren. (A 369). Die äußeren Dinge wären dann getrennt von den Dingen, die uns bewusst sind.
StroudVsKant: das einzige Problem des transzendentalen Realismus ist dann, dass er unsere Erklärung "wie ist Wissen möglich", verhindert.
I 165
Problem: dann gibt es keine unabhängige Weise, seine Wahrheit oder Falschheit festzustellen. Der einzige Test seiner Akzeptabilität ist, ob er eine Erklärung möglich macht. Transzendentale Ästhetik/transzendentaler Idealismus/Kant/Stroud: der transzendentale Idealismus ist in die transzendentale Ästhetik eingebunden: (A 378), und zwar unabhängig von diesen Konsequenzen.
StroudVsKant: aber er ist nicht anders als transzendental oder a priori eingebunden als a priori Bedingung einer Untersuchung der Bedingungen der Möglichkeit von Wissen. Und das ist die einzige Möglichkeit, wie eine transzendentale Theorie überhaupt begründet werden kann: dass sie die einzige mögliche Erklärung unseres synthetisch a priori möglichen Wissens in Geometrie und Arithmetik ist.
Skeptizismus/StroudVsKant: es gibt also keine unabhängige Möglichkeit, eine transzendentale Theorie zu begründen. ((s) als dass sie die einzige Erklärung für etwas anderes ist). Dann muss man fragen, ob der Skeptizismus damit überhaupt widerlegt ist.
I 166
Skeptizismus/StroudVsKant: es gibt mindestens zwei Weisen, in der eine Erklärung unseres Wissens von der äußeren Welt fehlschlagen kann: Wenn Skeptizismus wahr wäre; Kant beansprucht, das wenigstens empirisch gesprochen widerlegt zu haben, aber nur, indem er eine transzendentale Version derselben Beschreibung an die Stelle gesetzt hat.
Verstehen/StroudVsKant: wenn wir den Transzendentalismus (transzendentalen Gebrauch unserer Wörter) überhaupt verstehen, ist dieser Gebrauch nicht befriedigend. Er repräsentiert Wissen immer noch als beschränkt auf Dinge die ich als abhängig von mir verstehe.
Damit bin ich erneut ein Gefangener in meiner Subjektivität.
Transzendentaler Idealismus/StroudVsKant: ist dann letztlich schwer vom Skeptizismus zu unterscheiden.
D.h. nicht, dass er dasselbe wie empirischer Idealismus wäre, sondern er ist als Erklärung unbefriedigend, und zwar auf der empirischen Ebene!
I 167
Transzendentaler Idealismus/KantVsStroud/KantVsDescartes: Kant würde sagen: "ich verliere nichts, wenn ich ihn akzeptiere". Mein Wissen ist nicht beschränkt auf die Dinge, die empirisch von mit abhängig sind oder nur empirisch subjektiv sind. Ich bin theoretisch in der Lage, die beste Physik, Chemie und andere Wissenschaften zu liefern. Ich bin in einer besseren Position als Descartes.
StroudVsKant: aber dann ist all unser wissenschaftliches Wissen nach Kant immer noch subjektiv oder von unserer menschlichen Sensibilität abhängig.
I 168
Wissen/Erklärung/StroudVsKant: wir könnten aber auch auf eine andere Weise einer Erklärung entbehren: nicht weil der Skeptizismus wahr wäre (und damit nichts zu erklären wäre) , sondern weil die allgemeine philosophische Frage nicht schlüssig gestellt werden kann! (>Carnap, s.u.). Kant/Stroud: Pointe: plädiert in einer Weise für eine eingeschränkte ("deflationary") Sicht, die dieser Kritik entspricht. ((s) deflationär hier: nicht auf den umfassendsten Rahmen gerichtet, s.u.).
KantVsDescartes: wenn seine Frage kohärent gestellt werden könnte, wäre Skeptizismus die einzige Antwort. Daher ist die Frage illegitim.
StroudVsKant: dieser erklärt damit aber nicht, worüber Descartes besorgt war.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
a priori Kant Chisholm Vs Kant II 57
analytisch/synthetisch/Chisholm: enger an Kant als die meisten. Auch synthetisch a priori: Chisholm pro.
II 58
Aber in Bezug auf die Form der Sätze, in denen s.A. auftreten kann: VsKant: sehr verschiedener ontologischer Rahmen.
Inhalt:
I. Unterscheidung synth/anal. II. Eigenschaftstheorie
III. Involvierung von Eigenschaften (bei analyt. Urteilen) ChisholmVs sprachbezogene Auffassung
IV. Eigenschaftsinklusion und Eigenschaftsexistenz. Ergebnis:
SauerVsChisholm: These: durch Chisholms Eigenschaftstheorie scheint weder eine Konzeption des s.A. noch eine der Analytizität fundierbar zu sein.
II 60/61
synthetisches Apriori/Chisholm: hängt davon ab, ob es nichtanalytische Propositionen a priori der Form "Alles was S ist ist P" gibt. synth. apriori/VsKant: dieser führt als Bsp an: "der Raum ist dreidimensional" Das ist aber von Riemann widerlegt. Kants Kriterium der "strengen Allgemeinheit" kann daher nicht die Form "Alle S sind P" implizieren.
II 62
synth. apriori/ChishomVsKant: vielmehr phänomenologisch als bei Kant, der in verhängnisvoller Eingeschränktheit das materiale (synthetische) Apriori übersehen habe. Husserl: "kontingentes Apriori" (Bsp Farbsätze).
II 76 analytisch/synthetisch/Kant/Sauer. bei Kant dient die Unterscheidung nur der Vorbereitung der Frage: "wie sind synthetische Urteile a priori möglich?" Also die Frage nach dem "Dritten", worauf sich der Verstand stützt und das Prädikat, das nicht im Begriff des Subjekts liegt, doch als zugehörig zu erkennen.
ChisholmVsKant: fragt dagegen, wie Vernunftwahrheiten apriorische Propositionen möglich seien.
I 77
SauerVsChisholm: es ist nicht recht zu sehen worin die spezifische Signifikanz eines s.A. liegen soll, wie er es konzipiert.

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
a priori Kant Schlick Vs Kant Wittgenstein I 204
Synthetisch a priori/Schlick:/SchlickVsKant: "Was kann man einem Philosophen erwidern, der meint, dass die Aussagen der Phänomenologie synthetische Urteile a priori sind?"

Schlick I
Moritz Schlick
"Facts and Propositions" Analysis 2 (1935) pp. 65-70
In
Theories of Truth, Paul Horwich 1994

Schlick II
M. Schlick
General Theory of Knowledge 1985

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
a priori Kant Vollmer Vs Kant I 25
VollmerVsKant: heute glaubt man nicht mehr, dass seine Kategorien notwendig sind. Auch die Naturgesetze haben nicht die allgemeine und notwendige Geltung!
I 84
Theorie/Vollmer: reicht weiter als unser Mesokosmos: Das verstehen aber viele Philosophen nicht:
VsKant,
Vsanalytische Philosphie: Alltagssprache
VsPositivismus
VsPhänomenalismus: z.B. Mach: Sinnesempfindung ist alles. VsOperationalismus: jeder Begriff müsse in mesokosmischen operationalen Termini definiert werden.
Vollmer: dennoch kommen wir nicht umhin, jedes Objekt, jede Struktur der empirischen Wissenschaft mit menschlichen (also mesokosmischen) Erfahrungen zu verbinden.

I 103
Kausalität/KantVsHume: Instinkte können versagen, das Kausalgesetz scheint nicht zu versagen. Kausalität/VollmerVsKant: was Kant beschreibt, ist bestenfalls ein normaler erwachsener Kulturmensch.
Evolutionäre Erkenntnistheorie: Biologie statt synthetisches Apriori. Lediglich mesokosmisch angemessen.
I 173
Erkenntnistheorie/VollmerVsKant: dieser sieht nicht, dass das Gebiet seiner traditionellen Erkenntnistheorie viel zu eng ist. Er bemerkt nicht den Unterschied zwischen mesokosmischer und theoretischer Erkenntnis
Er kann folgende Fragen nicht beantworten:
Wie entstehen unsere Kategorien?
Warum haben wir gerade diese Anschauungsformen und Kategorien?
Warum sind wir gerade an diese apriorischen Urteile gebunden und nicht an andere?
Kant gibt falsche Lösungen für folgende Probleme:
Sollten wir die Idee einer organismischen Evolution akzeptieren?
Warum können wir einander verstehen?
Wie ist intersubjektives Wissen möglich?
Können die Kategorien als vollständig erwiesen werden? (Vollmer: Nein!)
Können sie wissenschaftlich gerechtfertigt werden?

I 193
synthetische Urteile a priori/VollmerVsKant: bis heute hat noch niemand ein einziges Exemplar solcher Urteile geliefert. Obwohl sie logisch möglich erscheinen.
I 196
Deduktion/Kategorien/Kant/Vollmer: man muss sich klarmachen, dass Kant mit seiner "Deduktion" nicht einmal beabsichtigt, eine Rechtfertigung für spezielle Kategorien zu geben. Er zeigt lediglich, wie sie benutzt werden. Kategorien/Kant/Vollmer: als Begriffe können sie nicht wahr oder falsch sein (w/f).
Zu jeder Kategorie gibt es aber ein Prinzip des Verstandes, das aufgrund seines transzendentalen Charakters ein Naturgesetz liefert. Deshalb kann eine Diskussion (und mögliche Rechtfertigung) der Kategorien durch eine der zugehörigen Gesetze ersetzt werden.
I 197
Prinzipien des reinen Verstandes/Kant/Vollmer: vier Gruppen: 1. Axiome der Anschauung Anwendbarkeit der euklidischen Geometrie auf
a. Objekte, - b. Zustände, und - c. Prozesse.
2. Antizipationen der Wahrnehmung
a. Stetigkeit des Raums, - b. Stetigkeit der Zeit, - c. Stetigkeit physikalischer Prozesse
3. Analogien der Erfahrung
a. Beharrung der Substanz, b. universelle Kausalität, c. universelle Wechselwirkung der Substanzen.
4. Postulate des empirischen Denkens überhaupt.(hier nicht Prinzipien, sondern Definitionen) .
I 199
VollmerVsKant: zeigt nirgends, dass seine Rekonstruktion die einzig mögliche ist. Seine Darstellung der Newtonschen Physik ist wohl nicht angemessen. Physik/Kant/VollmerVsKant/Vollmer: Materie: hält er für unendlich teilbar (NewtonVs).
Trägheitsprinzip: hat er nicht verstanden, denkt fälschlich, jede Zustandsänderung bedürfe einer äußeren Ursache. Gleichförmige Bewegung braucht jedoch keine Ursache!
Dachte fälschlich, Gewehrkugeln erreichten ihre höchste Geschwindigkeit erst einige Zeit nach Verlassen des Laufs. (TrägheitsprinzipVs).
Hat Infinitesimalrechnung nie beherrscht
Hat das Wesen der experimentellen Methode nie ganz verstanden. hat die Rolle der Erfahrung unterschätzt.
I 202
Intersubjektivität/Kant/Vollmer: mit Tieren sollte Intersubjektivität unmöglich sein. Es sollte unmöglich sein, mit Schimpansen zu kommunizieren. Schlimmer noch: eigentlich sollten wir uns gegenseitig nicht verstehen. Denn es gibt nach Kant keinen Grund, warum die kognitiven Strukturen der anderen Menschen mit meinen identisch sein sollten.
Grund: Erkennen und Wissen sind für Kant an die transzendentalen kognitiven Strukturen jedes einzelnen gebunden und darauf beschränkt. Daher könnte sie auch völlig idiosynkratisch sein.
Intersubjektivität/Vollmer: glücklicherweise gibt es sie auf der Erde. Der Transzendentalphilosoph kann das als Faktum registrieren. Erklären kann er sie nicht.
VollmerVsKant: der Ursprung der Intersubjektivität bleibt für Kant rätselhaft, unerklärlich, eine überraschende empirische Tatsache.
Vollmer: Intersubjektivität wird natürlich von der EE erklärt.
EE/Vollmer: unsere Raumanschauung ist dreidimensional, weil der Raum es ist. Sie ist zeitlich gerichtet, weil reale Prozesse es sind. (PutnamVs).
I 208
Erkenntnis/VollmerVsKant: offensichtlich müssen wir zwei Erkenntnisstufen unterscheiden: 1. Wahrnehmung und Erfahrung sind auf evolutionären Erfolg hin ausgerichtet und daher hinreichend korrekt.
2. Wissenschaftliche Erkenntnis ist nicht auf evolutionären Erfolg ausgerichtet.
Kant trifft diese Unterscheidung nicht.
I 210
VollmerVsKant: aus der Tatsache, dass jede faktische Erkenntnis mit mesokosmischen Mitteln getestet wird, schließt er fälschlich, dass sie auch auf den Mesokosmos beschränkt sei.
I 304
Ding an sich/Messen/Vollmer: wir messen zwar die Länge eines Körpers mit irgendeinem Maßstab, trotzdem sprechen wir von der Länge des Körpers. (sic: Referenz auf „Ding an sich“ durch Vollmer).
I 305
Wissen/VollmerVsKant: unser Wissen ist zwar nie absolut sicher, aber es unterscheidet sich doch ganz erheblich vom Wissen über Erscheinungen.
I 306
Zwar mag vieles unbekannt sein, aber es gibt kein Motiv, hinter der Welt noch eine unerkennbare Wirklichkeit an sich zu postulieren.
I 307
VollmerVsKant: die "nackte Wirklichkeit" kann von uns zwar nicht gesehen, wohl aber erkannt werden!
II 48
Def Natur/Kant: das Dasein der Dinge, sofern es nach allgemeinen Gesetzen bestimmt ist. Natur/VollmerVsKant: unnötig eng und petitio principii: weil die Allgemeingültigkeit der Kategorien dadurch zu einer analytischen Konsequenz dieser Definition wird. (Zirkulär).

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
a priori Kant Fodor Vs Kompositionalität IV 64/65
Wahrheitsbedingungen/WB/Holismus/Fodor/Lepore: (Fodor/Lepore VsKompositionalität als Lösung:) "Schnee ist weiß" hat die WB, die es hat, weil es zu einer Sprache gehört, die "Dies ist Schnee" und "Dies ist Schnee" enthält, und unbestimmt viele andere Sätze in denen "ist weiß" und "ist Schnee" vorkommen. Semantischer Holismus/SH: nun wäre es natürlich ein gutes Argument für den SH, wenn nur Kompositionalität wirklich erforderlich wäre, um Sätze wie W auszuschließen.
Problem: wenn es wirklich nur wegen der strukturellen Ähnlichkeit zwischen "Schnee ist weiß" und "Das ist Schnee" so ist, dass das erstere bedeutet, dass Schnee weiß ist (und nicht, dass Gras grün ist), dann sähe das aus wie ein a priori Argument gegen die Möglichkeit einer nichtkompositionalen Sprache! D.h. die Ausdrücke einer solchen Sprache könnten gar keine WB haben! Aber:
nichtkompositionale Sprache/nichtrekursiv/rekursiv/Fodor/Lepore: Bsp Angenommen, ein Kind hat den gesamten nichtrekursiven Apparat des Deutschen gemeistert. Es kann Dinge sagen wie
Es regnet, Schnee ist weiß, Gras ist grün, das ist Schnee, das ist gefroren, jeder haßt mich, ich hasse Spinat usw. aber nicht:
"Schnee ist weiß und Gras ist grün" oder
"Jeder haßt gefrorenen Spinat" usw.
Wir nehmen an, dass die Dispositionen des Kindes in Bezug auf die Sätze, die es beherrscht genau dieselben sind wie die eines normalen Erwachsenen, der diese Sätze anwendet.
Es ist sehr plausibel, dass dieses Kind, wenn es sagt "Schnee ist weiß", dass es dann meint, dass Schnee weiß ist.
Soweit ist das Kompositionalitätsprinzip für den Holismus nicht in Gefahr, wenn wir voraussetzen, dass das Kind "Schnee ist weiß" und "dies ist Schnee" in seinem Repertoire (Idiolekt) hat.
IV 66
Bsp Angenommen, ein zweites Kind das anstelle von "Schnee ist weiß" den unstrukturierten Ausdruck "Alfred" benutzt. Für "Dies ist Schnee": "Sam" und für "das ist kalt": "Mary".
1. Kind: schließt von "das ist Schnee" auf "das ist kalt"
2. Kind: schließt von "Sam" auf "Mary".
Wir nehmen an, dass die übersetzten Verbalisierungen von Kind zwei sich nicht von den Verbalisierungen von Kind 1 unterscheiden.
Dennoch: wenn Kompositionalität eine notwendige Bedingung für Inhalt wäre, dann gäbe es ein a priori Argument dafür, dass Kind 2 nichts bestimmtes mit seinen Äußerungen meinen könnte.
Meinen/Vs: was jemand mit seinen Äußerungen meint, das hängt von seinen Intentionen ab! ((s) und nicht von den Lautketten!).
Was für ein a priori Argument könnte zeigen, dass das Kind die Äußerung "Sam" nicht mit der Intention machen könnte, zu äußern, dass Schnee kalt ist? (s) Sollen ihm die Klänge im Hals stecken bleiben?
W Satz: vielleicht ist der W Satz
"Alfred" ist wahr dann und nur dann, wenn Schnee weiß ist dem W Satz
"Alfred" ist dann und nur dann wahr, wenn Gras grün ist
vorzuziehen.
Pointe: aber das kann keine Konsequenz der kompositionalen Struktur von "Alfred" sein, weil es gar keine hat.
Man kann auch bezweifeln, dass Kompositionalität hinreichend für die Lösung des Extensionalitätsproblems ist:
IV 178
QuineVsKant/QuineVsAnalytizität/QuineVs Kompositionalität der Inferenz: (extern): Schlüsse müssen sich als falsch herausstellen können(?).
IV 178/179
VsFodor/Lepore: dann könnte man vielleicht mit einer reformulierten CRT auskommen: kompositionale Bedeutung, aber inferentielle Rolle nicht kompositional, nur innerhalb analytischer Schlüsse? Fodor/LeporeVsVs: Gefahr der Zirkularität: Wenn man Analytizität überhaupt annimmt, dann fristen Kompositionalität, Analytizität und Bedeutung ihr Leben damit, dass sie jeweils die Arbeit des anderen besorgen. Quine würde sagen: "Das sagte ich doch!".
inferentielle Rolle/Fodor/Lepore: durch den vorliegenden Vorschlag ist auch ihre Naturalisierbarkeit bedroht. ((s) dass man sie letztlich in physiologischen Kategorien erklärt): ursprünglich bestand ihre Attraktivität darin, als kausale Rolle eine Basis für die Lösung von Brentanos Problem der Irreduzibilität auf Neurophysiologisches zu liefern. (> Computation).

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
a priori Kant Stegmüller Vs Leibniz, G.W. Stegmüller IV 388
Kontingenz/Leibniz: jedes Ding ist kontingent, weshalb es nicht so wäre, wenn ein anderes Ding anders wäre. Alle Dinge sind kausal verbunden. Die Welt ist die Gesamtheit dieser Dinge, weshalb die Welt als Ganzes ebenfalls kontingent ist!
Welt/Leibniz: es mag durchaus sein, dass die Reihe der Ursachen unbegrenzt ist. Leibniz nimmt nicht notwendig einen zeitlichen Anfang an!
zureichender Grund/Leibniz: muss dann außerhalb der Welt liegen! Es muss etwas anderes sein als die Welt!
IV 389
Er muss ein notwendiges Wesen sein. VsLeibniz: 1. Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund braucht?
2. Kann es ein notwendiges Wesen geben, das einen zureichenden Grund in sich selbst hat?
Sollte die zweite Frage negativ beantwortet werden, hat die Gesamtheit keinen zureichenden Grund!
KantVsLeibniz: der kosmologische Beweis beruht implizit auf dem (widerlegten) ontologischen Beweis. (s.o. KantVsDescartes).
IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten! Existenz/Kontingenz/StegmüllerVsLeibniz: wir könnten notwendige Existenz als Negation von Kontingenz auffassen.
Problem: 1. Die Prämisse, die Welt als ganzes sei kontingent (es würde nicht existieren, wenn etwas anderes anders gewesen wäre), müsste fallengelassen werden: Selbst wenn jeder Teil der Welt kontingent ist, spricht nichts für die Annahme, dass die Welt als ganze nicht existieren würde, wenn nicht (sic?) etwas anderes anders wäre oder gewesen wäre.
Der Schluss von der Kontingenz jeden Teils auf die Kontingenz des Ganzen ist unzulässig.
2. Alternative: Kontingenz: etwas sei kontingent, wenn es auch nicht existieren könnte.
IV 392
Das muss man mit der obigen Bemerkung kombinieren, dass es nicht logisch unmöglich wäre, dass das behauptete notwendige Wesen auch nicht existieren könnte. Das aber ist unverständlich. zureichender Grund/VsLeibniz: (ad (i)): Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund haben muss? Bisher hat niemand eine Notwendigkeit a priori dafür zu zeigen vermocht. Das hätte auch keine Plausibilität:
1. Es ist richtig, dass wir immer nach Symmetrien suchen, aber es gibt keine Garantie, dass wir sie immer finden.
2. Wir halten uns immer innerhalb unserer Welt auf, Extrapolationen sind unzulässig!
Selbst wenn nun alles innerhalb der Welt einen zureichenden Grund hätte, hätten wir kein Recht, auf einen zureichend Grund außerhalb der Welt zu schließen.
Verbreitetes Argument: die Dinge müssen durch und durch verstehbar sein.
MackieVs: das stimmt überhaupt nicht!
IV 393
Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass sich das Universum nach unseren intellektuellen Bedürfnissen richtet.

Carnap V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
a priori Kant Frege Vs Mill, J. St. I 33
Zahlen/Mill: will zunächst wie Leibniz, alles auf Definitionen gründen. Zahlen/FregeVsMill: er verdirbt alles, weil er jede Wissenschaft als empirisch ansieht. Das ist im Fall der Zahlen nicht möglich.
Was ist in aller Welt soll man sich unter der physikalischen Tatsache vorstellen, die der Zahl 777 864 entspricht?
Schade, daß Mill nicht die physikalischen Tatsachen zeigen kann, die der 0 und der 1 entsprechen würden.
I 34
Rechnen/Mill: folgt nicht aus den Definitionen, sondern aus der beobachteten Tatsache. FregeVsMill: wo hätte sich Leibniz bei der obigen Definition auf eine Tatsache berufen können?
Mill übersieht wie Leibniz die Lücke, die durch das Weglassen der Klammern entsteht.
Gesetze: in ihnen geht Bsp die Eigentümlichkeit der Zahl 1000 000 = 999 999 + 1 verloren.
Gleichung/Addition/Rechnen/Zahlen/Mill: behauptet: die Gleichung 1 = 1 könne falsch sein, weil ein Pfundstück nicht immer genau das Gewicht eines anderen habe.
I 37
Rechnen/Zahlen/Addition/FregeVsMill: das will der Satz 1 = 1 aber gar nicht behaupten! Mill versteht das Zeichen "+" so, daß dadurch die Beziehung der Teile eines physikalischen Gegenstands oder eines Haufens zu dem Ganzen ausgedrückt werden sollte, aber das ist nicht der Sinn des Pluszeichens. Mill verwechselt immer Anwendungen mit dem rein arithmetischen Satz selber. Die Addition entspricht nicht einem physikalischen Verhältnis.
I 52
Zahl/Mill: "der Name einer Zahl bezeichnet eine Eigenschaft, die dem Aggregat von Dingen angehört, die wir mit dem Namen benennen". Diese Eigenschaft ist die charakteristische Weise, in der das Aggregat zusammengesetzt und teilbar ist." FregeVsMill: es gibt mehr als eine "charakteristische Weise". (>Intension).
I 55
FregeVsMill: es gibt keinen physikalischen Unterschied zwischen "einem Paar Stiefeln" und "zwei Stiefeln".
Kripke I 36
FregeVsMill/RussellVsMill: Irrtum: in Wirklichkeit sei ein Eigenname, der richtig verwendet wird, nur eine abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnung.
Read III 158
Namen: gäbe es kein Kriterium für das Wiedererkennen, könnten Namen gar nicht für ein Objekt stehen. (FregeVsMill): das ist falsch an Mills konnotationsloser Erklärung von Namen. (Russell gab offen zu, dass es eine Schwierigkeit gibt, echte Namen zu identifizieren).
Stepanians I 34
reine Anschauung/Kant/Frege/Stepanians: (wie Kant): geometrische Erkenntnis stützt sich auf reine Anschauung und ist schon "in uns", synthetisch a priori. FregeVsMill: geometrische Erkenntnis ist keine Sinneswahrnehmung, weil Punkt, Linie usw. nicht eigentlich durch die Sinne wahrgenommen werden.

Thiel I 16
FregeVsMill: drastische Gegenbeispiele: Zweifelhaftigkeit im Fall von 0 und 1 , aber auch für sehr große Zahlen. Wer sollte je die Tatsache für Definition der Zahl 777 865 beobachtet haben? Mill hätte sich verteidigen können. Dass seine Position eher zur Begründung unserer Zahl und Gestaltauffassung als zur Begründung der Arithmetik tauglich scheint.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Step I
Markus Stepanians
Gottlob Frege zur Einführung Hamburg 2001

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
a priori Kant Benacerraf Vs Platonismus Field II 324
BenacerrafVsPlatonismus/Field: Standardargument: wenn es Objekte gibt so wie der Platonismus sie annimmt, wie sollten wir einen epistemischen Zugang zu ihnen haben? (Benacerraf 1973). Benacerraf/Field: gebrauchte damals ein Argument gegen die Kausaltheorie des Wissens.
PlatonismusVsBenacerraf: griff daher die Kausaltheorie an.
Field: aber Benacerrafs Einwand geht viel tiefer und ist von der Kausaltheorie unabhängig.
Benacerraf: These: eine Theorie kann zurückgewiesen werden, wenn sie von der Annahme eines massiven Zufalls abhängig ist. Bsp die zwei Aussagen:
II 325
(1) John und Judy haben sich jeden Sonntag nachmittag im letzten Jahr zufällig an verschiedenen Orten getroffen, (2) sie haben kein Interesse aneinander und würden nie planen sich zu treffen, auch gibt es keine andere Hypothese zur Erklärung.
ad (2): soll eine Erklärung durch irgendeine „Korrelation“ unmöglich machen.
Wenn (1) und (2) sich auch nicht direkt widersprechen, stehen sie doch in starker Spannung zueinander. Ein Glaubenssystem, das beide vertritt, wäre höchst verdächtig.
Pointe: dann ist aber auch der Platonismus höchst verdächtig! Denn er postuliert eine Erklärung für die Korrelation zwischen unseren mathematischen Glaubenseinstellungen und mathematischen Tatsachen. (>Zugang, > Zugänglichkeit) Bsp warum wir nur dann dazu tendieren zu glauben, dass p, wenn p (für ein mathematisches p). Und dafür müssen wir wiederum einen mysteriösen kausalen Zusammenhang postulieren, zwischen Glauben und mathematischen Objekten.
PlatonismusVsVs/Field: kann sich darauf berufen, dass es starke logische Verbindungen zwischen unseren mathematischen Überzeugungen gibt. Und in der Tat, in der modernen Zeit kann man sagen dass wir
a) dazu tendieren, verläßlich zu schließen, und dass die Existenz mathematischer Objekte dem dienen oder
b) dass wir p als Axiom nur akzeptieren, wenn p.
FieldVsPlatonismus: das erklärt aber die Verläßlichkeit wieder nur durch irgendwelche nicht- natürlichen geistigen Kräfte.
VsBenacerraf/Field: 1. er „beweist zu viel“: wenn sein Argument gültig wäre, würde es alles a priori Wissen unterminieren (VsKant). Und insbesondere logisches Wissen unterminieren. („Beweist zu viel“).
BenacerrafVsVs/FieldVsVs: Lösung: es gibt eine fundamentale Trennung zwischen logischen und mathematischen Fällen. Außerdem kann man „metaphysische Notwendigkeit“ der Mathematik nicht dazu gebrauchen, Benacerrafs Argument zu blockieren.
FieldVsBenacerraf: obwohl sein Argument überzeugen VsPlatonismus ist, scheint es nicht überzeugend VsBalaguer zu sein. II 326
BenacerrafVsPlatonismus/Field: (Benacerraf 1965): anderer Ansatz, (einflußreiches Argument):
1.
Bsp es gibt verschiedene Möglichkeiten, die natürlichen Zahlen auf Mengen zu reduzieren: Def natürliche Zahlen/Zermelo/Benacerraf/Field: 0 ist die leere Menge und jede natürliche Zahl >0 ist die Menge, die als einziges Element die Menge die n-1 ist, enthält.
Def natürliche Zahlen/von Neumann/Benacerraf/Field: jede natürliche Zahl n ist die Menge, die als Elemente die Mengen hat, die die Vorgänger von n sind.
Tatsache/Nonfaktualismus/Field: es ist klar, dass es keine Tatsache darüber gibt, ob Zermelos oder von Neumanns Ansatz die Dinge „richtig darstellt“. Es gibt keine Tatsache die entscheidet, ob Zahlen Mengen sind.
Das nenne ich die
Def strukturalistische Einsicht/Terminologie/Field: These: es macht keinen Unterschied, was die Objekte einer gegebenen mathematischen Theorie sind, so lange sie in den richtigen Relationen zueinander stehen. D.h. es gibt keine sinnvolle Wahl zwischen isomorphen Modellen einer mathematischen Theorie. …+…

Bena I
P. Benacerraf
Philosophy of Mathematics 2ed: Selected Readings Cambridge 1984

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
a priori Kant Kant Vs Tradition Bubner I 105
Logik/KantVsTadition: alt: während die herkömmliche Logik die Begriffslehre der darauf aufbauenden Urteilslehre vorausschickt, geht neu: die transzendentale Logik umgekehrt vor und orientiert die fundamentalen Kategorien bereits an der Synthesisleistung der Urteile.
I 106
Die kategoriale Vorstrukturierung durch Begriffe a priori konstituiert Gegenstände als Gegenstände und "macht" sie damit zum Thema möglicher Erkenntnisurteile .((s) Reflexiv, >Kritik). Bsp der "schwarze Mensch" und "der Mensch ist schwarz": im ersten Fall bloß als schwarz gedacht (problematisch)
im zweiten als solcher erkannt!
Beidesmal aber derselbe Verstand durch dieselben Handlungen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
a priori Kant Mackie Vs Verschiedene Stegmüller IV 399
"Kalam" Argument: (verbreitet unter islamischen Gelehrten): arbeitet mit Paradoxien der Unendlichkeit um zu zeigen, dass es keine aktuale Unendlichkeit geben kann. (>Al Ghassali). Unendlichkeit/MackieVsKalam Argument: die Möglichkeit einer unbegrenzten Vergangenheit kann nicht aus rein logischen Gründen ausgeschlossen werden!
MackieVsKant: dieses Vorurteil findet sich auch in der These zur ersten Antinomie.
IV 400
Kalam Argument/Al Ghassali: nichts, was in der Zeit entsteht, entsteht aus sich selbst heraus. ("Vernunftnotwendigkeit"). Daher bedarf es eines Schöpfers. MackieVsAl Ghassali: 1. wissen wir das wirklich aus Vernunftnotwendigkeit?
2. Es ist nicht einzusehen, weshalb einerseits ein unverursachtes Ding unmöglich sein soll, andererseits aber die Existenz eines Gottes mit der Macht, aus nichts etwas zu schaffen, akzeptabel sein soll!
Gott/Mackie/Islam: dieser Gottesbegriff wirft selber schwierige Probleme auf:
1. Ist Gott innerhalb der Zeit einfach entstanden?
2. Hat er immer schon in einer unendlichen Zeit existiert? Damit wäre die abgelehnte aktuale Unendlichkeit wieder eingeführt!
3. Hat Gott eine nicht zeitliche Existenz: das wäre wieder ein unfaßbares Mysterium.
Mackie: außerdem muss man zusätzlich annehmen,
a) dass Gottes Existenz und Schöpfermacht sich selbst erklärt und
b) dass die unerklärte Existenz einer materiellen Welt unverständlich und damit unannehmbar wäre.
IV 401
Existenz/MackieVsLeibniz: wir können keinen Grund a priori dafür angeben, dass Dinge nicht ohne Verursachung einfach entstehen! Kosmologie/Gottesbeweis/Existenz/Mackie: Problem: entweder der Begriff der "causa sui" ist sinnvoll oder nicht.
a) er ist nicht sinnvoll: dann fällt die kosmologische Annahme, dass für den Beginn der materiellen Existenz eine göttliche Ursache angenommen werden muss.
b) er ist sinnvoll, dann kann er auch der Materie selbst als Eigenschaft zugesprochen werden!

Stegmüller IV 447
Def Gott/Feuerbach: "Gott ist das von aller Widerlichkeit befreite Selbstgefühl des Menschen". Religion/Feuerbach: Utopie einer besseren Religion: diejenige Freiheit von allen Begrenzungen der Individuen, die die traditionellen Religionen Gott andichteten, finde man in der Menschheit als ganzer wieder.
MackieVsFeuerbach: die Menschheit als ganze ist zweifellos nicht von allen Begrenzungen der Individuen frei, sie ist nicht allmächtig, nicht allwissend, nicht vollkommen gut. (s.o.: Gesamtheit als falsches Subjekt, kann gar nicht handeln.

IV 472
Theodizee/Glaube/Stegmüller: Argument: Gott habe die Erde zu einem Jammertal gemacht, damit die Menschen ein religiöses Bedürfnis entwickeln. MackieVs: nur eine allzumenschliche Gottheit könnte Menschen so unterwürfig wollen.
Theodizee/Gruner: unterstellt dem Skeptiker die Forderung nach einer von allen Übeln befreiten Welt. Diese Forderung weist er als widersprüchlich zurück.
MackieVsGruner: er verschiebt die Beweislast. Der Skeptiker fordert gar nichts.

IV 271
Ethik/Erziehung/Rousseau: Eltern und Lehrer sollten sich jeder vorrationalen Unterweisung der Kinder enthalten. MackieVsRousseau: verständlich, aber unrealistisch.

Stegmüller IV 502
Religion/Glaube/Wittgenstein: Bsp wenn einer eine Wahl trifft, taucht in seinem Geist stets das Bild der Vergeltung auf. Bedeutung/Mackie/Stegmüller: eine Möglichkeit: der Glaubende will seine Äußerungen wörtlich verstanden wissen, Er hält an einer Tatsachenbehauptung fest. Ungeachtet dessen dienen solche Äußerungen aber nach außen dazu, sein Verantwortungsgefühl zu stützen und zu rechtfertigen. Dann wäre sein Glaube nach Wittgenstein Aberglaube!
Wenn er nach Beweisen gefragt wird, hält er seine Äußerungen nicht für wahrheitsfähig. Doch dann wechselt er wieder den Standpunkt und glaubt ganz wörtlich das, was er glauben muss.
Andere Möglichkeit: Glauben hat wörtliche Bedeutung, aber vergleichbar mit Romanhandlung, Fiktion. Man kann akzeptieren, dass die entsprechenden Werte eine Bedeutung für das Leben haben.
IV 503
Danach könnten wir nur in unserem praktischen moralischen Denken annehmen, dass es einen Gott gibt. T. Z. Phillips: wenn man die Fragen nach Gott und Unsterblichkeit wörtlich, d.h. als Tatsachenfragen versteht,. dann ist die von Hume gegebene skeptische Antwort korrekt.
These: man kann und muss religiöse Überzeugungen und Aussagen so deuten, dass die Kritik von Hume irrelevant wird! Es ist wahr, .dass ontologischer und teleologischer Gottesbeweis nicht zu halten sind.
Die Realität Gottes darf aber nicht als die Wirklichkeit eines Gegenstands gedeutet werden, "Gott" ist nicht der Name eines einzelnen Wesens, es bezieht sich auf nichts.
IV 504
Nach Phillips missversteht der Metaphysiker die alltäglichen Bedeutungen der Wörter. MackieVs: man löst die echten Probleme des Skeptizismus nicht dadurch, dass man ihn auf den normalen Sprachgebrauch verweist. So wenig, wie die ordinary language Philosophen etwas VsHume ausgerichtet haben.

Glauben/Religion/Phillips: magische und religiöse Sprache sollte man im Sinn von Ausdruckshandlungen deuten.
Mackie pro, aber: es ist falsch zu sagen, dass eine expressive Sprache nicht zugleich im wörtlichen Sinn beschreibend sein könne.
IV 504/505
Glaubenshandlungen sind beides: sowohl Weisen, Glück und Unglück in der Welt zu begegnen, als auch, sie zu erklären. Religion/Glauben/R. B. Braithwaite: These: der Kern des christlichen Glaubens besteht in der Entschlossenheit, nach den Prinzipien der Moral zu leben. Damit gehen die "christlichen Erzählungen" einher, die der Christ aber nicht wörtlich zu glauben braucht! Es sind religiöse Einstellungen!
PhillipsVsBraithwaite: die Grammatik von "glauben" und "wahr" sei in religiösen Überzeugungen nicht dieselbe wie in empirischen Aussagen.
MackieVs: damit verlieren wir jeden festen Grund unter den Füßen! Mit Recht gebraucht Braithwaite die üblichen Begriffe von Wahrheit und Falschheit!
IV 506
MackieVsPhillips: es gibt gar keine Alternative zu derjenigen, die Phillips verwirft, nämlich entweder im Aberglauben zu verharren, oder die Religion zu reduzieren, so dass die "Grundmerkmale des Glaubens verloren gehen". MackieVsBraithwaite: sicher lassen sich zahlreiche religiöse Aussagen als moralische Einstellungen deuten, doch dies gilt nicht für die zentralen Aussagen des Theismus.
Glaube/Mackie: braucht einen Bezugsgegenstand!

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
a priori Kant Kanitscheider Vs Verschiedene Kanitscheider I 433
Unendlichkeit/materielle Existenz/Physik: einige Modelle verlangen physikalische Unendlichkeit: die hyperbolische Welt der Allgemeine Relativitätstheorie (AR), die Steady Astate theory (SST). Unendlichkeit/Mathematik/Physik:
Gauß: skeptisch gegenüber aktual unendlichen Größen.
LukrezVsArchimedes: Unendlichkeit bloße Möglichkeit eines Objektes, neue Raumzeitpunkte zu durchlaufen? (Bis heute Diskussion).
Bolzano: die objektive Existenz unendlicher Mengen kann nicht an der Unmöglichkeit scheitern, sich jedes einzelne Objekt vorzustellen.
I 434
NewtonVsDescartes: nicht "unbestimmter" sondern aktual unendlicher Raum! KantVsNewton: Unendliches unvorstellbar!
NewtonVsKant: nicht vorstellbar, aber begrifflich erfassbar!
Riemann: Unterscheidung unendlich/unbegrenzt (neu!). Lösung für das Problem des "Jenseits des Raums". Dreierkugel (S³) begrifflich analytisch problemlos handhabbar.
I 435
Mengen/unendlich: hier ist der Satz: "Das Ganze ist größer als die Teile" nicht mehr anwendbar. (Aber extensionale Bestimmung auch nicht nötig, intensionale reicht). Raum: Frage: kann ein offener unendlicher Raum mehr als Aleph0 Objekte endlicher Größe enthalten?
Lösung: "dichteste Packung" räumlich konvexer Zellen: diese Menge kann nicht größer als abzählbar sein. Damit kein a priori-Hindernis dafür, dass die Zahl der Galaxien in einem unbegrenzten Riemann Raum von nichtendlichem Volumen die kleinste transfinite Kardinalzahl ist.

II 102
Messung/Bewusstsein/Beobachter/Quantenmechanik/QM: psychologistische Interpretation: Fritz London und Edmund Bauer, 1939. >New Age-Bewegung.
II 103
These: der Beobachter konstituiert durch sein Bewusstsein die neue physikalische Objektivität, nämlich die Drehung des Vektors im Hilbertraum. 1. KanitscheiderVsBauer: Problem: dann ist überhaupt kein definitiver Einzelzustand der Materie ohne den Eingriff einer Psyche vorhanden.
2. KanitscheiderVsBauer: einerseits wird das Bewusstsein in die quantenmechanischen Gesetze einbezogen andererseits soll es im Innern des Beobachters wieder Sondereigenschaften besitzen, nämlich jene, die das kombinierte System von Objekt, Apparat und Beobachter ohne äußeren Anstoß aus dem hybriden Überlagerungszustand in den Einzelzustand überführt, in dem die Teilelemente entkoppelt sind.
3. KanitscheiderVsBauer: merkwürdig, dass die Schrödinger-Gleichung, das grundlegendste Gesetz der QM damit nicht auf das Bewusstsein anwendbar sein soll.
4. KanitscheiderVsBauer: außerdem Zweifel, ob das Bewusstsein wirklich im Überlagerungszustand von verschiedenen völlig gleichwertigen Seelenlagen sein kann.
(Bauer hatte seine These von Erich Bechers interaktionalistischen Leib Seele Dualismus übernommen II 104).

I 423
Raumkrümmung/Empirische Messung/Schwarzschild/Kanitscheider: Schwarzschild. Verzerrung des Dreiecks, das durch die Erdbahnparallaxe gebildet wird. Obwohl die Krümmungsfaktoren nicht bekannt sind, kann man schließen, dass wenn der Raum hyperbolisch ist, (K < 0), die Parallaxe der sehr fernen Sterne positiv sein muss.
I 424
Beobachtet man nun Sterne mit verschwindender Parallaxe, dann liefert die Messgenauigkeit eine obere Grenze für den Wert negativer Krümmung. Wenn der Raum sphärisch ist, - die Parallaxe negativ sein
Schwarzschild: beim hyperbolischen Fall müsste der Krümmungsradius mindestens 64 Lichtjahre,
im elliptischen mindestens 1600 Lichtjahre betragen.
KanitscheiderVsSchwarzschild: solche theorieunabhängigen Versuche gelten heute mit Recht als aussichtslos.

I 296
Zeitreisen/Kanitscheider: VsZeitmaschine/VsWells: H.G.Wells macht den Fehler, dass er den Reisenden auf dem gleichen irdischen Raumpunkt die Weltlinie der Erde auf- und absteigen lässt. Genau dies führt zur begrifflichen Unmöglichkeit von Vorwärts und Rückwärtsbewegung in der Zeit. Zeitreisen/AR/Kanitscheider: das ändert sich, wenn Materie ins Spiel kommt.

Kanitsch I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kanitsch II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
BegrSchema Rorty, R. I 299
Bedeutungswandel/Begriffswandel/Feyerabend/Rorty: These die traditionelle empiristische Position habe ein »Postulat der Bedeutungsinvarianz« vorausgesetzt. Feyerabend wollte wie Kuhn zeigen, daß die Bedeutung wie Vorraussagen sich ändern, wenn eine neue Theorie auftritt.
I 300
Begriffsschema/3. Dogma/Rorty: sobald Begriffsschemata zu etwas Vergänglichem wurden, war die Unterscheidung von Schema und Inhalt selbst in Gefahr und damit der Kantische Begriff von der Philosophie als einer durch die Kenntnis a priori unseres eigenen Beitrags zur Wissenschaft ermöglichten Disziplin.