Philosophie Lexikon der Argumente

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Introspektion: die Untersuchung eines selbstbewussten Subjekts seiner eigenen inneren Zustände. Voraussetzungen sind u.a. die Fähigkeit, Inneres von äußeren Einflüssen zu unterscheiden sowie zumindest ansatzweise der Gebrauch einer öffentlichen Sprache. Außerdem muss das Subjekt vergangene innere und äußere Zustände mit gegenwärtigen inneren und äußeren Zuständen vergleichen können und sich bewusst von anderen Subjekten unterscheiden können.
 
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Rorty I 242/43
Sellars: Theorie des unmittelbaren Wissens: Introspektion ist eine erlangte Fähigkeit, es kann sich dann aber herausstellen dass die Subjekte genau das in sich erkennen was der Experimentator will.
Dass wir andere lehren können, Gedanken, Nostalgien, den Blutdruck oder Alpha-Rhythmen in sich zu erkennen, ist schlicht eine Funktion der Nutzung von Verbindungen innerhalb des Organismus als wissenschaftliche Instrumente. Training garantiert nicht, dass nichts heimtückisches im Gange ist.
Rorty I 269
Sellars: Mythos vom Gegebenen: bei der Introspektion liegt keine Anwesenheit nichtphysikalischer Entitäten vor einem nichtphysikalischen Beobachter vor. Dadurch wird aber auch der drohende Verlust der »wissenschaftlichen Objektivität« abgewendet.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

> Gegenargumente gegen Sellars
> Gegenargumente zu Introspektion



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017