Philosophie Lexikon der Argumente

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Paradoxien: Widersprüche innerhalb von formal korrekten Aussagen bzw. Aussagenmengen, die dazu führen, dass eine Existenzannahme, die zunächst plausibel erschien, zurückgezogen werden muss. Paradoxien sind keine Fehler, sondern Herausforderungen, die eventuell zur Neuformulierung der Voraussetzungen und Annahmen oder zur Änderung der Sprache, des Gegenstandsbereichs und des logischen Systems führen. Siehe auch Antinomien, Russellsche Paradoxie, Widersprüche, Reichweite, Konsistenz.
 
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I 223
Rückbezüglichkeit/Paradox/Vollmer: es gibt viele Rückbezüglichkeiten, die nicht zu Antinomien oder Widersprüchen führen: - Bsp "Ich sage die Wahrheit" - "Der Katalog, der alle Kataloge verzeichnet, die sich selbst verzeichnen" - "Die Menge aller Mengen, die sich selbst als Element enthalten". - Dagegen Problem: Bsp "Keine Regel ohne Ausnahme" - "Es gibt keine (nicht einmal hypothetische) Erkenntnis" - "Alle allgemeinen Sätze sind falsch" - "Eine Behauptung, die nur wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch".
Lösung: diese Aussagen sind bedeutungslos oder falsch - sie widerlegen nicht die Erkenntnistheorie.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017