Philosophie Lexikon der Argumente

 
Rollen, Philosophie: Der Ausdruck Rolle wird meist mit einem Zusatz wie kausale Rolle, funktionale Rolle usw. gebraucht. Dabei wird signalisiert, dass eine gewisse Offenheit für eine noch ausstehende Präzisierung für eine Funktion innerhalb eines Systems gewünscht wird. Mit anderen Worten, dass es ein Nichtwissen in Bezug auf den Gegenstand gibt, der die Funktion ausübt. Sprachlich wird das durch Formulierungen ausgedrückt wie „Was auch immer die…Rolle spielt“. Ein Beispiel aus der Philosophie des Geistes ist die kausale Rolle von Schmerz. Siehe auch Funktionalismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 106
Semantische Rolle/"sagen"/Lycan/Cresswell/(s): bei idiosynkratischer Sprache ("Vögel" bedeutet in L’ , was "Schweine" in L bedeutet) - Lösung: Satz mit "Schweine" spielt in L’ dieselbe semantische Rolle wie Satz mit "Vögel" in L. - Problem: man kann damit keine Klasse von Sätzen isolieren, wenn diese Klasse sowieso relativ zu der Sprache ist, die in Frage steht ((s) zirkulär) - Sagen/Cresswell: wird eine drei-stellige Relation zwischen Person, Satz und interpretierter Sprache. (Cresswell pro) - CresswellVsRelationstheorie.
I 107f
Semantische Rolle/begriffliche Rolle/Lycan/Boer: Bsp Cicero/Tullius spielen dieselbe semantische Rolle aber unterschiedliche begriffliche Rollen. - Bsp Hb und Gc spielen dieselbe semantische Rolle, gdw. DEN(b) = DEN(c) und DEN(H) = DEN(G). - Das ist nur relativ zu DEN - DEN: wenn H ein Prädikat ist, ist DEN H die Eigenschaft (das Denotierte).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

> Gegenargumente gegen Cresswell

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.09.2017