Philosophie Lexikon der Argumente

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Verstehen Philosophie: Beim Verstehen von Zeichen und Wörtern spielt sowohl eine Rolle, ob man einen Gegenstand mit dem Wort oder Zeichen in Verbindung bringen kann, als auch, ob man das Zeichen oder Wort durch ein anderes ersetzen kann. Zum Verstehen ganzer Sätze muss noch das Überschauen der Verwendungssituation hinzukommen. Umstritten ist, ob die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen die Bedeutung des Satzes liefert, also das Wissen darüber, was der Fall sein müsste, wenn der Satz wahr wäre. Wenn das richtig ist, braucht man nicht zu wissen, ob der Satz wahr ist. (Vgl. M. Dummett, Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992, S. 20). Siehe auch Ersetzbarkeit, Substitution, Wahrheitsbedingungen, Wissen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Horwich I 394
Verstehen/Wahrheitsbedingungen/Dummett/Putnam: Dummett und ich sind uns einig, dass man Verstehen nicht als Kenntnis der Wahrheitsbedingungen behandeln kann. - Putnam: eine Theorie des Verstehens könnte nicht die gesamte Bedeutungstheorie sein.
I 400
Das geht alles aber nur mit einem verifikationistischen Ansatz von Verstehen. - Nicht mit einem wahrheits-konditionalen. - Daher ist der Gebrauch schon erklärt!
Putnam V 38ff
Verstehen/Putnam: die Phänomene machen nicht das Verständnis aus, sondern die Fähigkeit, Sätze anzuwenden - Verstehen ist kein Ereignis. - ((s) Sonst wäre es im nächsten Moment verloren). - Putnam: Verstehen ist eine Fähigkeit. - Vorstellung hilft nicht, Sätze richtig zu gebrauchen. - Keine Menge von Vorstellungsbildern ist für das Verstehen konstitutiv oder notwendig.
V 175
Wahrheit/Verstehen/Tarski/Putnam: Problem: wir verstehen nicht was es heißt "Schnee ist weiß" zu verstehen. - Wir wissen nicht, was der andere für Maßstäbe an Wahrheit legt.
I 31
Verstehen/PutnamVsCarnap: ist nicht bloß Wissen. - Auch die richtige Beziehung zu ausgezeichneten Situationen ist notwendig. - (>Kausaltheorie).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

> Gegenargumente gegen Putnam



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.06.2017